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Veröffentlicht am 31.08.2024

Witziges Sachbuch über Körperflüssigkeiten mit spannenden Fakten über Menschen und Tiere - toll für alle ab dem Grundschulalter

Von Rotze bis Kotze
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Schon das erste Sachbuch von Johanna Klement zum menschlichen Körper hat uns begeistert. Daher waren wir sehr gespannt auf ihr neustes Sachbuch "Von Rotze bis Kotze". Hört sich etwas ekelig an, ist aber ...

Schon das erste Sachbuch von Johanna Klement zum menschlichen Körper hat uns begeistert. Daher waren wir sehr gespannt auf ihr neustes Sachbuch "Von Rotze bis Kotze". Hört sich etwas ekelig an, ist aber sehr interessant. Der Ekelfaktor ist gerade so gewählt, dass es für Kinder im Grundschulalter ansprechend ist, dabei aber das Wissen nicht zu kurz kommt.
Nach einer kurzen Einführung zum menschlichen Körper geht es direkt los mit den Superkräften unserer Körperflüssigkeiten: Tränen, Nasenschleim, Spucke, Magensaft, Urin, Blut, Schweiß und Schleim. Dabei kann man bei jedem Kapitel einsteigen, was meinen Kindern immer sehr wichtig ist. Auch die farbliche Unterscheidung der einzelnen Abschnitte ist super, weil sie so genau das lesen können, was sie gerade am meisten interessiert, ohne groß suchen zu müssen.
Direkt auf der ersten Seite zu jedem Kapitel ist ein kurzer Steckbrief, bei der schon die ersten erstaunlichen Fakten genannt werden. Auf den folgenden Seiten wird verständlich erklärt, wie und wo die jeweilige Flüssigkeit hergestellt wird und was ihre Aufgaben in unserem Körper sind. Die Erklärungen sind alle sehr verständlich und kindgerecht. So werden Mengenangaben immer auch in Einheiten genannt, die Kinder kennen (zum Beispiel 2 Tintenpatronen) und Vergleiche gezogen, die die Funktionsweise des Körpers anschaulich machen (zum Beispiel die Niere als Waschanlage).
Dazu kommt noch weiteres Wissen aus der Menschenwelt und dem Tierreich. So erfährt man beispielsweise, was es mit Krokodilstränen auf sich hat oder dass es Tiere gibt, die ihren Magen nach außen stülpen können. Vor allem diese zusätzlichen Fakten haben uns richtig gut gefallen und uns zum Staunen und Lachen gebracht.
Abgeschlossen wird jedes Kapitel mit Experimenten, die man zu den jeweiligen Körperflüssigkeiten machen kann. Viele davon lassen sich ganz leicht sofort ausprobieren, für andere muss man ein bisschen mehr Zeit einplanen, da sie zum Beispiel über Nacht stehen bleiben müssen.
Die Illustrationen, die auf jeder Seite zu finden sind, sind passend zu dem Thema manchmal ein bisschen ekelig, dafür aber auch sehr witzig und haben uns alle gut gefallen.
Wir hoffen es sehr, dass wir bald noch mehr Sachbücher für Kinder von Johanna Klement lesen können. "Von Rotze bis Kotze. Die flüssigen Superkräfte deines Körpers" empfehlen wir allen Kindern ab dem Grundschulalter, die am liebsten alles ganz genau wissen wollen.

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Veröffentlicht am 30.08.2024

Faszinierender Weltenbau für Kinder ab ca. 12 Jahren

Wächter der Magie – Aufbruch nach Artimé (Wächter der Magie 1)
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Ich lese auch als Erwachsene noch gerne fantastische Bücher für Kinder, manchmal direkt mit meinen Jungs, manchmal lieber erst einmal ohne sie. Bei "Wächter der Magie - Aufbruch nach Artimé" bin ich froh, ...

Ich lese auch als Erwachsene noch gerne fantastische Bücher für Kinder, manchmal direkt mit meinen Jungs, manchmal lieber erst einmal ohne sie. Bei "Wächter der Magie - Aufbruch nach Artimé" bin ich froh, dass ich es zunächst allein gelesen habe, da ich die Altersempfehlung ab 10 Jahren nicht passend finde.
Die Welt, die Lisa McMann mit Quill und dem geheimen Artimé erschaffen hat, ist faszinierend und abschreckend zugleich. In Quill werden nämlich alle Dreizehnjährigen aufgeteilt in "Gewollte", "Notwendige" und "Ungewollte". Auch die Zwillinge Alex und Aaron müssen an der Zeremonie teilnehmen. Während Aaron als "Gewollter" in Quill bleiben darf, ist Alex ein "Ungewollter", da er in seiner Kindheit künstlerische und kreative Neigungen gezeigt hat. Er glaubt, sein Leben sei beendet, doch stattdessen landet er im geheimen Artimé.
Lisa McManns Weltenbau ist sehr spannend. Quill ist eine Diktatur, die alle Kreativität unterdrückt und komplett abgeschottet ist. Artimé ist hingegen ein Ort der Künste und der Magie. Dort erscheint fast alles möglich und es gibt viele faszinierende Ideen wie kleine fliegende, feuerspeiende Origamidrachen. Die magischen Elemente der Geschichte haben mir sehr gut gefallen.
Leider bin ich mit der Hauptfigur Alex und auch den meisten anderen Figuren so gar nicht warm geworden. Das liegt vermutlich auch daran, dass die Kinder in Quill zur Gefühlskälte erzogen wurden. Ich fand es teilweise merkwürdig, wie die Figuren miteinander umgegangen sind und konnte die Freundschaft, die sich zwischen einigen Kindern entwickelt hat, nicht nachvollziehen.
Am schwierigsten fand ich jedoch den Umgang der Kinder und der Erwachsenen mit dem Töten oder Liquidieren, der sich durch das ganz Buch gezogen hat. Das hat schon zu Beginn des Buches angefangen, aber sich auch weiter im Verlauf fortgesetzt. Dazu kamen am Ende Kampfszenen, die meiner Meinung nach nicht in ein Buch für 10-Jährige passen. Ich würde das Buch frühestens ab ca. 12 Jahren empfehlen.
Was mir dafür ausgesprochen gut gefallen hat, ist die Bedeutung, die Kreativität und Fantasie mit der Geschichte zugesprochen wird. Darüber hinaus regt das Buch zum Nachdenken an: Was für einen Stellenwert hat Macht und was sind Menschen bereit zu tun, um mächtig zu sein? Was bedeutet Gerechtigkeit? Kann sich ein Mensch ändern?
Für Kinder ab ca. 12 Jahren, die gerne über solche Themen nachdenken und dazu magische Geschichten mögen, ist das Buch mit Sicherheit interessant.

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Veröffentlicht am 29.08.2024

Spannende Abenteuerquest mit außergewöhnlichen Kindern

Akademie Splitterstern 1: Akademie Splitterstern
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Allein von der grafischen Gestaltung her ist "Akademie Splitterstern" von Falk Holzapfel ein absoluter Hingucker. Die Bilder schaffen ein fantastische, etwas düstere Stimmung und haben uns ganz schnell ...

Allein von der grafischen Gestaltung her ist "Akademie Splitterstern" von Falk Holzapfel ein absoluter Hingucker. Die Bilder schaffen ein fantastische, etwas düstere Stimmung und haben uns ganz schnell in die Splitterlande eintauchen lassen.
Auch die Story, die in diesem Buch steckt, hat uns gefallen. Die Gruppe aus Kindern, die hier zusammenkommt, ist etwas außergewöhnlich, auch für eine Akademie, an der unter anderem Barbaren und Zauberer ausgebildet werden.
Ribisel ist ein recht unbegabter Zauberer und Erika ist für eine Barbarin sehr klein, hat dafür aber einen gefährlichen Riesenfederbären als Haustier. Garek wird zum Wächter ausgebildet und möchte am liebsten jedes Problem mit seinem Plätteisen lösen. Zuletzt ist da noch Fenja, die durch ihre Abstammung als Nachschattenelfe ausgegrenzt wird.
Gemeinsam durch unglückliche Umstände zusammengeführt, gehen die vier Kinder auf eine gefährliche Quest, die sie durch das Knochenmoor und in einen alten Tempel führt.
Das Abenteuer, das sie erleben, ist spannend geschrieben und liest sich sehr schnell. Die Welt, durch die sie reisen, wird durch die tollen Bilder zum Leben erweckt. An manchen Stellen hätten wir uns ein paar mehr Erklärungen oder Beschreibungen zu den verschiedenen Wesen (zum Beispiel Geierschildkröten oder Grontrollen) gewünscht, die fantastische Welt kommt aber trotzdem sehr gut zur Geltung.
Die Entwicklung, die Ribisel, Erika, Garek und Fenja durchmachen, kann man sehr gut nachvollziehen. Das liegt vor allem an den Leveln, die die Figuren während der Geschichte durch verschiedene Erlebnisse oder Entdeckungen ähnlich wie in einem Computerspiel auf oder absteigen. Klingt etwas kompliziert, ist aber verständlich umgesetzt und hat meinen Kindern und mir sehr gut gefallen.
Für alle Kinder ab ca. 9 Jahren die Fantasy Geschichten mit einer etwas düsteren Held*innenreise mögen, ist das Buch auf jeden Fall sehr zu empfehlen.

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Veröffentlicht am 15.08.2024

Koboldiger Schulstart - lustiges Erstlesebuch mit originellem Schulabenteuer

KoboldKroniken: Der KlassenKobold 1. Emilias erster Schultag
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Mit drei Jungs hat man irgendwann wirklich viele Erstlesebücher hinter sich. Da bin ich froh, wenn wir mal ein Buch lesen, das meinen Erstleser wirklich begeistert und das sich durch seine Originalität ...

Mit drei Jungs hat man irgendwann wirklich viele Erstlesebücher hinter sich. Da bin ich froh, wenn wir mal ein Buch lesen, das meinen Erstleser wirklich begeistert und das sich durch seine Originalität von anderen Erstlesebüchern zum Schulstart abhebt.
Emilia ist wie die meisten Kinder aufgeregt, möchte gerne Freunde finden und hofft auf eine nette Lehrerin. Aber an ihrer Grundschule bemerkt sie einige merkwürdige Sachen: lila Schleim auf dem Schulklo, eine Mikrowelle, die verschwindet und hört Emilia da nicht ein komisches Lachen hinter der Pflanze?
Für Emilia ist es kein Standard-Erster-Schultag und das fand mein Erstleser richtig gut. Denn ein Kobold und ein kleines schleimiges Wesen (ein Ümpf) treiben ihr Unwesen an der Schule und Emilia kommt den beiden wie eine kleine Abenteurerin immer näher. Die Geschichte ist koboldmäßig witzig und zeigt, dass auch wenn am ersten Schultag nicht alles ganz rund läuft, man trotzdem Spaß haben kann.
Das Buch ist in Tagebuchform aus Emilias Sicht geschrieben. Es gibt daher viele selbstgemalte Bilder, Aufkleber, Sprechblasen und Fotos aus der Sofortbildkamera, die eingeklebt wurden. Hier überzeugt uns Thomas Hussung wieder mit seinen einfallsreichen Illustrationen, die oft sehr realistisch wirken.
Der Text von Daniel Bleckmann ist für Kinder, die gerade lesen lernen, sehr gut geeignet. Die Sätze sind kurz, haben nur wenige schwierige Wörter und auch Schriftgröße und -art sind sehr gut gewählt, sodass mein Sohn am Ende der ersten Klasse beim Lesen keine Probleme hatte. Jedes der sieben Kapitel schließt mit einem kleinen Rätsel und einem Ausmalbild ab. Auch das hat uns sehr gut gefallen. Zum einen wird so spielerisch das Textverständnis überprüft, zum anderen ist es für viele Kinder eine Form der Belohnung, die sie zusätzlich motiviert.
Die Geschichte "KoboldKroniken: Der KlassenKobold. Emilias erster Schultag" baut zwar auf die Buchreihe "KoboldKroniken" für Kinder ab ca. 9 Jahren auf, lässt sich aber ganz unabhängig davon lesen. Es ist eine außergewöhnliche Geschichte zum Schulstart, bei der klar wird: Schule ist alles andere als langweilig und mit einem Kobold sogar richtig knorke.
Von uns gibt es daher eine klare Leseempfehlung an alle Kinder, die gerade lesen lernen und dabei ein koboldiges Abenteuer erleben wollen.

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Veröffentlicht am 15.08.2024

Actionreiches Abenteuer für Kinder ab 10 Jahren

Peregrine Quinn – Chaos auf dem Olymp
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"Peregrine Quinn. Chaos auf dem Olymp" von Ash Bond hat uns allein vom Titel her direkt angesprochen. Das klingt nach Action, Mythologie und Gefahren. Gleich zu Beginn geht es spannend los:
Peregrine Quinn ...

"Peregrine Quinn. Chaos auf dem Olymp" von Ash Bond hat uns allein vom Titel her direkt angesprochen. Das klingt nach Action, Mythologie und Gefahren. Gleich zu Beginn geht es spannend los:
Peregrine Quinn wird in das Abenteuer ihres Lebens geworfen. Gerade wünscht sie sich noch mehr über die mythische Welt ihres Patenonkels Daedalus zu erfahren, da ist sie schon mitten auf einer actionreichen, gefährlichen Reise. Zusammen mit der Baumnymphe Rowan Strong und dem Faun Cal muss sie nicht nur Daedalus retten, sondern auch noch das ganze irdische und kosmische Reich.
Wer hier ein Buch in der Art nach Percy Jackson mit (Halb-)Göttern, Prophezeiungen und einer längeren Heldenreise erwartet, könnte enttäuscht werden. Das Buch bezieht sich zwar durch Personen wie Daedalus und Hekate auf die griechische Mythologie und spielt teilweise in einem kosmischen Reich, allerdings haben die Figuren bis auf den Namen und einige besondere Fähigkeiten bisher eher wenig mit den Vorbildern zu tun. So ist Daedalus zwar auch Erfinder, Techniker und Baumeister, aber es gibt keine Bezüge zu den bekanntesten Geschichten um ihn wie zum Beispiel das berühmte Labyrinth oder seinen Sohn Ikarus. Das ist natürlich nicht weiter schlimm, sollte einem aber bewusst sein, wenn man eine Geschichte mit vielen Bezügen zu griechischer Mythologie lesen möchte.
Doch obwohl die mythischen Figuren nicht ganz unseren Erwartungen entsprochen haben, hat uns Geschichte gepackt. Besonders fantasievoll sind zum Beispiel die vielen technischen Hilfsmittel, die immer wieder zum Einsatz kommen. Es gibt eine gute Mischung zwischen Hightech und Magie, die uns positiv überrascht hat.
Das hohe Tempo der Geschichte und eine ständige Verfolgungsjagd mit zwei ziemlich fiesen Gesellen, bringen viel Action und Spannung. Der ständige Wechsel der Erzählperspektive sorgt an der ein oder anderen Stelle für kleine Cliffhanger innerhalb der Geschichte. Manchmal wäre es aber auch schön gewesen länger bei einer Figur zu verweilen. So springt man zwischen den drei Hauptfiguren und einer vierten wichtigen Figur und ist mit diesen immer in Aktion.
Die Hauptfiguren Peregrine Quinn, der Faun Cal und die Baumnymphe Rowan lernt man in diesem ganzen Hin und Her erstaunlich gut kennen. Sie sind alle drei keine geborenen Heldinnen bzw. Helden, was sie sehr sympathisch macht. Rowan zum Beispiel hält sich gerne an die Regeln, die ihr vorgegeben werden, ist oft unsicher, weil sie nur eine Bibliothekarin in Ausbildung ist und trifft dann doch immer wieder mutige Entscheidungen.
Was für uns auch am Ende der Geschichte leider noch unklar bleibt, ist, welche Rolle Peregrine Quinn für den Olymp wirklich einnimmt. Ist sie jemand Besonderes oder doch nur ein Mensch, der in dieses Abenteuer geworfen wurde. Vielleicht ist das dann der Stoff für einen Band 2 und man erfährt dort mehr über die Hintergründe der Figuren.
So ist "Peregrine Quinn. Chaos auf dem Olymp" ein actionreiches Abenteuer für Kinder ab 10 Jahren, das zwar nur einige Bezüge zur griechischen Mythologie aufweist, aber vor allem durch die Verbindung von Hightech und Magie und drei ungewöhnliche Held*innen hervorsticht.

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