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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.03.2026

Authentische Coming-Of-Age-Geschichte

FREI – Bester Anfang (FREI 3)
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In der Jugendbuchreihe „Frei“ von Sarah Welk begleiten wir die fünf Jugendlichen Koray, Nico, Nasrin, Nina und Josh beim Erwachsenwerden. Jeder Band ist relativ unabhängig von den Vorgängern lesbar, denn ...

In der Jugendbuchreihe „Frei“ von Sarah Welk begleiten wir die fünf Jugendlichen Koray, Nico, Nasrin, Nina und Josh beim Erwachsenwerden. Jeder Band ist relativ unabhängig von den Vorgängern lesbar, denn jedes Buch stellt eine andere Figur in den Mittelpunkt.
In „Frei. Bester Anfang“ steht nun Koray im Zentrum des Geschehens. Er ist erst vor Kurzem in den kleinen Ort Rottloch zurückgezogen. Doch während seine Mutter ihrem alten Leben in Dubai als Influencerin nachtrauert, hat Koray ganz andere Sorgen. Er möchte endlich wissen, wer sein Vater ist. Sein Freund Nico macht daraus gleich ein ganzes Ferienprojekt. So gehen die fünf ersten Spuren nach und finden tatsächlich einiges heraus.
Beim Lesen ist man ganz nah bei Koray. Die Geschichte wird vollständig aus seiner Perspektive erzählt. Daher orientiert sich der Schreibstil sehr an jugendlicher Sprache. Für mich als Erwachsene ist das teilweise etwas anstrengend, aber es wirkt doch recht realistisch. Meinen 13-jährigen Sohn stört diese Sprache hingegen gar nicht.
Korays Gedankenwelt kommt in der ganzen Geschichte sehr gut heraus: seine Zweifel, seine Sorgen, aber auch fröhliche Momente voller Aufregung und Freude. Toll ist, wie die Freunde zusammenhalten und sich gegenseitig unterstützen. Zusätzlich gibt es eine zarte, queere Liebesgeschichte, die sich sehr schön entwickelt.
Mein Sohn hat das Buch an einem Nachmittag verschlungen, und ihm hat es genau wie mir sehr gut gefallen. Für Jugendliche ab 12 Jahren, die gerne authentische Coming-Of-Age-Geschichten lesen, ist die Buchreihe sehr empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Monstermäßig lustig und mutig

Ninas Monster. Falsch geliefert
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Rüdiger Bertram hat schon einige tolle Kinderbücher geschrieben, die mein 8-jähriger und ich gerne gelesen haben. Auch das neueste Buch "Ninas Monster. Falsch geliefert" ist wieder wunderbar.
Nina ist ...

Rüdiger Bertram hat schon einige tolle Kinderbücher geschrieben, die mein 8-jähriger und ich gerne gelesen haben. Auch das neueste Buch "Ninas Monster. Falsch geliefert" ist wieder wunderbar.
Nina ist eher vorsichtig, wird in der Schule geärgert und hat auf dem Schulweg Angst vor einem lauten Hund. Am liebsten hätte sie ein riesiges Monster, das sie vor allen beschützt und ihr beim Basketballspielen hilft. Als Nina zufällig einen Monsterkatalog findet, stellt sie fest, dass echte Monster furchtbar teuer sind und viel zu groß für ihre Wohnung. Ob sie trotzdem eines bekommen kann?
Die Geschichte ist wieder einmal sehr witzig. Es gibt einige Situationen, die wirklich komisch waren, wie zum Beispiel die vielen Besuche im Eiscafé mit Unmengen an Eis und einem nicht ganz so freundlichen Kellner.
Ganz besonders toll sind die Monster. Diese werden sogar mit einigen unheimlich coolen Bilder von Mateo Dineen gezeigt. So kann man sich selbst ein passendes Ungetüm aussuchen. Welches Monster sich Nina ausgesucht hat, muss man am besten selbst lesen.
Verraten möchten wir nur, dass alles anders kommt als man zunächst erwartet und Nina eine sehr starke Entwicklung durchmacht. Sie wird mutiger, eigenständiger und macht am Ende Dinge, die sie sich selbst vermutlich nicht zugetraut hätte. Dabei kann man sich beim Lesen richtig gut in Nina hineinversetzen.
Für Kinder ab etwa 8 Jahren eignet sich das Buch schon zum Selberlesen. Jüngeren Kindern kann man "Ninas Monster. Falsch geliefert" ganz wunderbar vorlesen.

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Veröffentlicht am 11.03.2026

Magisch-märchenhaftes Abenteuer

Flora Brimble und der verlorene Frühling
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"Flora Brimble und der verlorene Frühling" von Marcus Raffel ist ein Fantasybuch für Kinder ab etwa 10 Jahren, das ich unbedingt selbst lesen musste. Dabei sind nicht nur das Cover und der Farbschnitt ...

"Flora Brimble und der verlorene Frühling" von Marcus Raffel ist ein Fantasybuch für Kinder ab etwa 10 Jahren, das ich unbedingt selbst lesen musste. Dabei sind nicht nur das Cover und der Farbschnitt wunderschön, auch der Schreibstil und die Fantasie haben mich von der ersten Seite an begeistert.
Flora Brimble lebt in ärmlichen Verhältnissen mit ihrem Vater. Dieses Jahr scheint der Winter kein Ende zu nehmen zu und nachdem ihr Vater schwer erkrankt, begibt sich Flora auf die Suche nach der Maikönigin, die den Frühling zurückbringen soll. Dabei stolpert sie in eine unglaubliche Geschichte, die aus ihrer eigenen Feder stammen könnte, denn Flora liebt es, sich selbst Geschichten auszudenken.
Die Erzählweise ist märchenhaft, teilweise philosophisch und sehr bildhaft, was mir sehr gut gefallen hat. Die Grenzen zwischen Fantasie und Wirklichkeit verschwimmen. Die Realität ist nicht mehr das, was sie zu sein scheint. Gleichzeitig gibt es eine allwissende Erzählstimme, die gekonnt durch dieses ideenreich verschlungene Abenteuer führt.
Auch die Figuren haben mir ausgesprochen gut gefallen: Flora, die voller Mut steckt, aber doch zweifelt und Hoffnung braucht; Parzival, ein schlaues Eichhörnchen, das eigentlich immer alles weiß, auch dass es etwas nicht weiß; Grisold, ein Kobold, bei dem man sich nicht sicher sein kann, ob er vertrauensvoll ist und Harriet, die auch im Angesicht von Gefahren fröhlich bleibt. Darüber hinaus mochte ich auch die düsteren Figuren und magischen Gestalten, die diese Geschichte bevölkern.
"Flora Brimble und der verlorene Frühling" ist auf jeden Fall ein besonderes Fantasybuch, das sich durch den außergewöhnlichen Erzählstil, die philosophischen Ideen und ein fantasievolles Abenteuer von anderen Büchern des Genres abhebt. Ich habe gerade angefangen, das Buch meinen Kindern vorzulesen und auch sie sind absolut begeistert. Wir nehmen uns aber ausreichend Zeit, denn es ist eine besondere Geschichte, die man nicht an einem Abend gelesen hat.

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Veröffentlicht am 10.03.2026

Lustig, chaotisch und geistreich

Little Miss Frankenstein - Alpaka oder Lama, Hauptsache Drama!
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Schon wieder hatten mein Jüngster und ich bei der Auswahl unseres Vorlesebuchs ein gutes Händchen. Zuletzt haben wir "Little Miss Frankenstein. Alpaka oder Lama, Hauptsache Drama!" von Astrid Göpfrich ...

Schon wieder hatten mein Jüngster und ich bei der Auswahl unseres Vorlesebuchs ein gutes Händchen. Zuletzt haben wir "Little Miss Frankenstein. Alpaka oder Lama, Hauptsache Drama!" von Astrid Göpfrich gelesen.
Wer sich schon einmal gefragt hat, was passiert, wenn ein Mädchen aus der Frankenstein-Familie ein Alpaka wiedererweckt, sollte in dieses Buch unbedingt reinschauen.
Versprochen, es wird lustig, chaotisch und geistreich. Denn Nelly lebt nicht nur in einem Spukschloss. Sie möchte auch am liebsten nur eines sein - Erfinderin, wie ihr berühmter Vorfahr. Und ihr größtes Werk ist ein wiedererwecktes Alpaka, das plötzlich sprechen kann und von da an ihr Leben auf den Kopf stellt.
Es gibt viele witzige kleine Szenen, die uns richtig gut gefallen haben. Zum Beispiel eine Küche, die plötzlich pink statt grau-grün ist, oder Erfindungen wie ein Wachmach-Schlafanzug, der eher eine einschläfernde Wirkung zeigt.
Lediglich die Handlung hätte für unseren Geschmack ein klein wenig schneller voranschreiten können. Es passiert zwar immer wieder etwas Lustiges oder Sonderbares, und es wird dabei auch nicht langweilig, aber erst im letzten Drittel kommt etwas mehr Spannung auf.
Dafür mochten wir aber die Hauptfiguren Nelly und das Alpaka Montserrat total gerne. Irgendwie passen die beiden wunderbar zusammen, und Montserrat schafft es, dass Nelly sich weniger allein auf dieser gruseligen Burg fühlt. Auch Nellys Freunde, die später dazustoßen, fanden wir sehr nett. Die vier bilden ein cooles Team, das füreinander einsteht.
Begleitet wird diese etwas andere Geschichte über Freundschaft durch sehr starke Illustrationen, die auch den Humor gut rüberbringen. Für uns war es auf jeden Fall ein schönes Vorlesebuch mit ein wenig schrägen, aber liebenswerten Figuren, bei dem wir uns sehr gut amüsiert haben.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Gruselig - witzig - perfekt für alle jungen Gruselfans

Nightmore - Das gruseligste Internat der Welt (Band 2) - Zombie gesucht
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Vanessa Walder hat es mal wieder geschafft, meinen Sohn und mich mit einem Buch zu begeistern. "Nightmore - Das gruseligste Internat der Welt - Zombie gesucht" ist der zweite Teil der Reihe. Doch dieser ...

Vanessa Walder hat es mal wieder geschafft, meinen Sohn und mich mit einem Buch zu begeistern. "Nightmore - Das gruseligste Internat der Welt - Zombie gesucht" ist der zweite Teil der Reihe. Doch dieser kann relativ unabhängig vom ersten gelesen werden.
Fynn ist ein Werwolf, der recht neu an der Nightmore Academy ist. Dort geht es ziemlich finster zu mit Folterunterricht und Lehrkräften, die aus Horrorbüchern stammen könnten. Auch seine Mitschülerinnen und Mitschüler sind unheimliche Gestalten wie Vampire, Hexen und Dämonen. Als sein Zombiefreund Edgar verschwindet und nur ein Auge hinterlässt, begibt sich Fynn direkt auf die Suche nach ihm. Doch da wo Edgar ist, möchte kein anderer Noctie hin. Zu unheimlich und gefährlich ist es dort.
Was nach einer Horrorgeschichte klingt, ist genau das, aber mit so vielen witzigen Elementen, dass es schon wieder gar nicht so gruselig ist. Wir mussten sehr oft lachen und hatten einfach nur richtig viel Spaß beim Lesen. Die Verbindung von Grusel und Humor ist absolut gelungen.
Gleichzeitig mögen wir die etwas skurrilen Charaktere - vor allem die Dämonin Sinista, die in fast jeder Situation entspannt bleibt, außer an dem Ort, an dem der Zombie Edgar ist.
Ich habe das Buch meinem Sohn vorgelesen, was mir viel Spaß gemacht hat, da ich den Schreibstil von Vanessa Walder sehr gerne mag. Die Texte sind aber so gut geschrieben und in kurze Kapitel eingeteilt, dass Kinder ab etwa 7 Jahren es auch ganz einfach selbst lesen können.
Dazu kommen noch sehr stimmungsvolle Schwarz-Weiß-Illustrationen von Philipp Ach, die fast immer sehr passend sind und viele coole Details enthalten, wie etwa ein Mathebuch in der Folterkammer.
"Nightmore - Das gruseligste Internat der Welt - Zombie gesucht" sorgt bei allen jungen Gruselfans für spannenden und zugleich witzigen Lesespaß. Wir können gar nicht genug von der Reihe kriegen. Deswegen werden wir als Nächstes das passende Hörbuch hören. Das hat uns schon beim ersten Band richtig gut gefallen!

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