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Veröffentlicht am 01.03.2024

Außergewöhnliches Buch zum Lesenüben

Lesen NERVT! – Bücher? Nein, danke! (Lesen nervt! 1)
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Die Idee, Kinder vom Lesen abhalten zu wollen, um sie fürs Lesen zu begeistern, fanden wir sehr lustig. Allein das Cover und die durchgehend bunten Illustrationen haben uns angesprochen. Vor allem die ...

Die Idee, Kinder vom Lesen abhalten zu wollen, um sie fürs Lesen zu begeistern, fanden wir sehr lustig. Allein das Cover und die durchgehend bunten Illustrationen haben uns angesprochen. Vor allem die Hauptfigur, die Weberknechtdame Karoline Kneberwecht, ist sehr lustig illustriert und zeigt uns einige sehr komische Gesichtsausdrücke.
Lesen NERVT, findet Frau Kneberwecht, vor allem, weil allein das Herausnehmen der Bücher ja ihr schönes zu Hause im Bücherregal kaputtmachen könnte. Um die Kinder vom Lesen abzuhalten, bringt Karoline einige verrückte Argumente vor und versucht diese mit kleinen Geschichten zu beweisen.
In der ersten Geschichte werden im Text beispielsweise einzelne Buchstaben ausgelassen. Das Kind wird aufgefordert, den Text trotzdem zu lesen. Um das zu schaffen, müssen die Kinder natürlich über das Erstlesestadium, in dem wirklich jeder einzelne Buchstabe zählt, hinaus sein. Dann ist die Aufgabe gut zu schaffen. Vorher könnte es die Kinder aber verunsichern, weil sie die Wörter vielleicht wirklich nicht verstehen. Leider hat uns diese erste Geschichte eher weniger gut gefallen.
Die anderen kleinen Geschichten waren vielmehr nach unserem Geschmack. Besonders lustig fanden wir den Abschnitt "Kein gutes Versteck", bei dem die Kinder aus einer Gruppe von Wörtern immer wieder einzelne Wörter auswählen mussten und diese in einen Lückentext einfügen sollten. Keine einfache Aufgabe, aber das Ergebnis war wirklich sehr witzig und wir haben richtig viel gelacht.
Die Lesemotivation war durch diese interaktiven Elemente bei uns teilweise sehr hoch, auch wenn nicht jede Aufgabe gleich gut angekommen ist. Die Kinder sollten auf jeden Fall schon einiges an Leseerfahrung mitbringen, da die Aufgaben für Erstleser*innen noch recht schwer sind und dann vermutlich eher überfordern.
Wir empfehlen das Buch daher allen Kinder, die schon sicher lesen können und gerne lustige, interaktive Bücher mögen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.03.2024

Mutmachendes Erstlesebuch für die Einschulung

Amelie kommt in die Feenschule
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Die kleine Fee Amelie hat ein großes Bauchgrummeln, weil sie bald in die Feenschule kommt. Gibt es dort wirklich Räuber, so wie ein paar größere Feen erzählt haben? Was muss sie alles schon können? Zum ...

Die kleine Fee Amelie hat ein großes Bauchgrummeln, weil sie bald in die Feenschule kommt. Gibt es dort wirklich Räuber, so wie ein paar größere Feen erzählt haben? Was muss sie alles schon können? Zum Glück stellt Amelie schnell fest, dass Schule Spaß macht und es gar nicht schlimm ist, wenn man etwas noch nicht kann.
Besonders toll sind die unterschiedlichen Charaktere. Amelie ist zu Beginn etwas unsicher, aber wird mit der Zeit immer mutiger. Das liegt auch an ihrem Feenfreund Felix, der ihr hilft, die erste Angst vor der Schule zu überwinden. Auch die Lehrerin Frau Mokka fanden wir sehr nett, weil sie es schafft, alle Feenkinder für die Schule zu begeistern.
Der Text ist wirklich sehr einfach zu lesen. Die Sätze sind schön kurz gehalten und bestehen aus sehr einfachen Wörtern. Trotzdem wird die Geschichte nicht langweilig und macht Spaß beim Lesen. Manche Stellen fanden wir richtig lustig. Dazu lockern ein paar Sprechblasen den Text sehr gut auf, sodass die Textmenge pro Seite nicht überfordert.
Ein großes Highlight sind die wunderschönen Bilder, die die Geschichte toll begleiten, aber nicht zu sehr vom Text ablenken. Die Natur ist richtig schön dargestellt: riesige, bunte Blumen und grünes Gras und eine sehr hübsche Feenschule. Die Feen sehen alle sehr nett aus, mit großen Augen und freundlichen, ausdrucksstarken Gesichtern. Toll, dass dabei Feen mit unterschiedlichen Hautfarben gezeigt werden. So kann sich fast jedes Kind in der Geschichte wiederfinden. Besonders gut gefallen hat uns auch, dass eine männliche Fee (Felix) eine große Rolle spielt.
Für alle Kinder, die bald in die Schule kommen oder gerade eingeschult wurden, ist es das perfekte Geschenk zum Lesenlernen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.02.2024

Originell, außergewöhnlich, einzigartig, bemerkenswert

Willkommen bei den Grauses 1: Wer ist schon normal?
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Sabine Bohlmann gehört mit zu unseren liebsten Kinderbuchautorinnen. Wir haben schon so viele wunderbare Bücher von ihr gelesen, da wollten wir auch die Grauses nicht verpassen. Ich muss gestehen, wir ...

Sabine Bohlmann gehört mit zu unseren liebsten Kinderbuchautorinnen. Wir haben schon so viele wunderbare Bücher von ihr gelesen, da wollten wir auch die Grauses nicht verpassen. Ich muss gestehen, wir haben diesmal beim Lesen etwas Zeit gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen. Dann aber waren meine Kinder und ich richtig begeistert und ich durfte gar nicht mehr aufhören mit dem Vorlesen. Das lag vor allem an den ausgefallenen Charakteren.
In "Willkommen bei des Grauses" trifft die 9-jährige Ottilie Schmidt auf eine ganz und gar außergewöhnliche Familie: die Grauses - bestehend aus drei Kindern (Muh, Wolfi und Husch), einem sehr besonderen Opa, den Eltern Olga und Holger Grause und einem kleinen Hund (oder doch ein Wischmopp?), bei dem man nie weiß, wo vorne und hinten ist.
Sehr schnell merkt Ottilie, dass die Familie etwas anders ist. Gerade das macht sie für das Mädchen aber so interessant, denn auch sie fühlt sich des Öfteren etwas außen vor und hat jetzt endlich die Chance, richtige Freunde zu finden. Doch es besteht die Gefahr, dass die Grauses schon bald wieder gehen müssen. Das möchte Ottilie natürlich verhindern.
Wir mochten sehr, wie sich die Freundschaft zwischen Ottilie und der Familie Grause langsam entwickelt hat und wie beide Seiten immer mutiger im Umgang miteinander wurden. Besonders schön ist die Message, dass ausgefallen oder anders zu sein nichts Schlechtes ist. Die Charaktere sind alle auf ihre Weise etwas besonderes und liebenswert. Dazu hat die Geschichte viele sehr lustige Szenen und Momente, bei denen wir geschmunzelt oder auch laut gelacht haben.
Wir mochten die Grauses und Ottilie wirklich sehr und empfehlen das Buch zum Vorlesen schon ab ca. 6 Jahren und zum Selberlesen ab ca. 9 Jahren.

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Veröffentlicht am 20.02.2024

Lustiges Waldabenteuer: Rettet den Grimmwald!

Grimmwald: Lasst die Felle fliegen! – Band 2
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Meine Kinder lieben lustige Geschichten für zwischendurch. Da hat der 2. Band von "Grimmwald: Lass die Felle fliegen" super zu uns gepasst. Und keine Sorge - wir kannten bisher Grimmwald 1 noch nicht - ...

Meine Kinder lieben lustige Geschichten für zwischendurch. Da hat der 2. Band von "Grimmwald: Lass die Felle fliegen" super zu uns gepasst. Und keine Sorge - wir kannten bisher Grimmwald 1 noch nicht - sind aber ohne Probleme in die Geschichte reingekommen. Den ersten Teil wollen wir jetzt auch sehr gerne noch lesen.
Ted und Nancy sind zwei junge Füchse, die noch recht neu in Grimmwald sind, hier aber schon viele Freunde gefunden haben. Sie fühlen sich dort pudelwohl. Nancy liebt Baumboink - eine sehr verrückte, lustige Sportart, die vor allem von Eichhörnchen gespielt wird. Doch leider bleibt es nicht so ruhig und friedlich in Grimmwald. Ein neuer Fuchs taucht auf, der Bürgermeister von Funkelforst, der fiese Pläne für Grimmwald hat. Natürlich geben Nancy und Ted zusammen mit ihren Freunden alles, ihr geliebtes zu Hause zu retten.
Zum Ende hin wird die Geschichte richtig spannend. Zwischendurch ist es aber superlustig und wir haben viel geschmunzelt. Immer wieder gibt es witzige Einschübe durch die Assel Erik Dynamit, die die Geschichte an den richtigen Stellen auflockert. Auch die Baumboink-Einlagen haben uns sehr gut gefallen und waren spaßig. In der Geschichte kommen aber auch immer wieder ernste Themen zur Sprache. So schreibt zum Beispiel der kleine Fuchs Ted seinen vermissten Eltern immer wieder Briefe. Trotzdem stehen der Spaß und die Spannung im Vordergrund der Geschichte.
Die schwarz-weißen Illustrationen fanden wir sehr gut. Sie schaffen eine witzige Stimmung und lockern auch etwas längere Textpassagen für junge Lesekinder super auf, sodass man gar nicht merkt, wie viel man schon gelesen hat.
Wir hatten auf jeden Fall sehr viel Spaß im Grimmwald und empfehlen das Buch allen Grundschulkindern, die beim Lesen gerne lachen. Zum Vorlesen ist "Grimmwald: Lass die Felle fliegen!" schon ab ca. 6 Jahren super geeignet. Kinder ab ca. 8 Jahren können das Buch meistens problemlos selbst lesen.

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Veröffentlicht am 19.02.2024

Spannend-lustige Waldrettung

Unterholz-Ninjas. Das Abenteuer beginnt
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Der Wald, den das Eichhörnchen Ella, der Igel Piks und der Uhu Bubo ihr zu Hause nennen, ist in Gefahr. Denn dort soll ein Badeparadies für die Fellwechsler (Menschen) angelegt werden. Die drei Jungtiere ...

Der Wald, den das Eichhörnchen Ella, der Igel Piks und der Uhu Bubo ihr zu Hause nennen, ist in Gefahr. Denn dort soll ein Badeparadies für die Fellwechsler (Menschen) angelegt werden. Die drei Jungtiere schließen sich zu einer Ninja-Bande zusammen, um den Wald zu retten. Mit ausgefeilten Ideen und viel Mut stellen sich die jungen Tiere den Menschen, die ihren Wald zerstören wollen, und deren Maschinen entgegen. Dabei helfen sie einander wo sie nur können und finden sogar Hilfe bei einer jungen Fellwechslerin.
Allerdings kommen viele andere Menschen nicht besonders gut weg, da sie an de Zerstörung des Lebensraumes der Tiere beteiligt sind.
An manchen Stellen ist die Geschichte wirklich witzig. Vor allem die Erfindungen der Tiere sind sehr kreativ. Es wird aber auch immer wieder ernst und spannend, besonders wenn die Tiere in Gefahr geraten und der Wald zerstört werden soll.
Das Thema Umwelt- und Tierschutz ist ganz zentral in der Geschichte. Auch wenn sie durch die sprechende Tiere nicht realistisch ist, wird doch deutlich, wie wichtig auch in unserer Welt der Schutz der Wälder ist.
Der Sprecher Jonas Minthe macht aus dieser Geschichte ein sehr schönes Hörerlebnis. Die drei Hauptfiguren werden von ihm ganz besonders toll gesprochen, so dass wir uns den Tieren sehr nah gefühlt haben und sie richtig gut vor Augen hatten.
Uns hat die Geschichte sehr gut gefallen. Vor allem zum Schluss wurde es richtig schön spannend und wir haben sehr mitgefiebert. Als Hörbuch oder zum Vorlesen empfehlen wir die Unterholz-Ninjas allen Kindern ab ca. 6 Jahren.

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