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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.12.2025

Für unerschrockene Spürnasen und Comicfans

Manhwa für Kids: Sherlock Holmes (Band 1) - Eine Studie in Scharlachrot
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"Manhwa für Kids: Sherlock Holmes - Eine Studie in Scharlachrot" von Yeon-Jong Kim zeigt, wie man Klassiker für Kinder spannend neu erzählen kann - als Manhwa, also koreanische Comics, die übrigens in ...

"Manhwa für Kids: Sherlock Holmes - Eine Studie in Scharlachrot" von Yeon-Jong Kim zeigt, wie man Klassiker für Kinder spannend neu erzählen kann - als Manhwa, also koreanische Comics, die übrigens in unserer gewohnten Leserichtung gelesen werden.
Enthalten sind drei bekannte Fälle von Sherlock Holmes: Eine Studie in Scharlachrot, Das gefleckte Band und Die Liga der Rotschöpfe. Dabei halten sich alle recht nah an das Original. Die Texte sind jedoch so leicht zu verstehen und die Geschichten so verkürzt, dass sie sehr gut für Kinder ab etwa neun Jahren geeignet sind.
Da es jedoch in zwei Fällen um Morde geht und diese auch in den Bildern zu sehen sind, ist das Buch vor allem für Kinder geeignet, die mit dem Thema Tod gut umgehen können und für die es gar nicht spannend genug sein kann.
Die Ermittlungen von Sherlock Holmes und Dr. Watson sind auf jeden Fall sehr verzwickt und gerade der zweite Fall ist besonders dramatisch. Toll ist dabei auch, dass es in jedem Abschnitt Rätsel für Kinder gibt, die teilweise recht knifflig sind.
Die Zeichnungen von Woobin Choi sind typisch für Manhwa komplett farbig, mit überzeichneten Emotionen und ausdrucksstarken Figuren. Gerade Sherlocks Überheblichkeit und Genialität kommen in diesem Band sehr gut heraus. Darüber hinaus sorgen einige humorvolle Momente dafür, dass eine gewisse Leichtigkeit mitschwingt und selbst unheimliche Szenen nicht mehr ganz so düster wirken.
Es gibt lediglich ein paar kleine Details bei der zeichnerischen Gestaltung, die uns nicht ganz so gut gefallen haben. So werden an einigen Stellen Elemente genutzt werden, die nicht in Sherlocks Zeit passen und manche Details, die für die Fallauflösung wichtig sind, sind in den Bildern erst bei der Auflösung zu sehen.
Trotz dieser kleinen Kritikpunkte ist dieser Band absolut empfehlenswert für alle Kinder ab etwa neun Jahren, die gerne spannende Comics und Detektivgeschichten mögen und sich von Mordfällen in der Handlung nicht abschrecken lassen.

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Veröffentlicht am 16.12.2025

Fantastische Welt, düstere Geheimnisse, eine gefährliche Reise

Lightfall 1: Das verlorene Licht
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Bei "Lightfall 1: Das verlorene Licht" hat mein 8-jähriger Sohn sofort am Cover erkannt, dass wir den Zeichner aus einer anderen Buchreihe kennen. Hier hat Tim Probert aber nicht nur die fantastischen ...

Bei "Lightfall 1: Das verlorene Licht" hat mein 8-jähriger Sohn sofort am Cover erkannt, dass wir den Zeichner aus einer anderen Buchreihe kennen. Hier hat Tim Probert aber nicht nur die fantastischen Bilder geliefert, sondern auch die Geschichte, die uns in eine ganz andere Welt bringt: auf den Planeten Irpa.

Dort leben Bea und ihr Eber-Großvater in einer entlegenen Hütte und brauen Zaubertränke. Doch Beas Großvater vergisst viel und ist ein wenig verwirrt. Als er eines Tages verschwindet und nur eine merkwürdige Botschaft hinterlässt, muss Bea ihn finden. Glücklicherweise stehen ihr ihre Katze Nim und der Galdurier Cad, den sie gerade erst kennengelernt hat, zur Seite. Gemeinsam mit ihnen reist sie durch Irpa, auf der Suche nach ihrem Großvater und auf den Spuren großer Geheimnisse und düsterer Gefahren.

Uns hat dieses Abenteuer in eine ganz andere Welt versetzt, die uns so sehr fasziniert hat, dass wir diesen 256 Seiten starken Comic in einem Stück verschlungen haben. Irpa ist eine sehr naturverbundene Welt mit riesigen Wäldern und wunderschönen Landschaften, die detailreich und atmosphärisch gezeichnet sind. Gleichzeitig gibt es in dieser Welt düstere, gefährliche Orte mit erschreckenden Kreaturen, die uns gefesselt haben und auch in den Bildern eine unglaublich finstere Stimmung vermitteln.

Aber nicht nur die Landschaften und unterschiedlichen Wesen haben uns zeichnerisch überzeugt. Tim Probert schafft es, auch Beas Gefühlswelt durch seine Bilder greifbar zu machen. So wird ihre Angst durch schwarze Fasern dargestellt, die sie immer enger umschlingen, bis Bea es schafft, ihre Starre zu überwinden. Eine grandiose Darstellung, die ihre Gefühle so gut übermittelt.

Doch Lightfall glänzt nicht nur durch die herausragenden Bilder, auch die Geschichte selbst ist spannend, mit tollen Wendungen, einigen Kampfszenen und Charakteren, die wir sehr gerne begleitet haben. Oft kommen die Bilder mit nur wenig Text aus, was das Lesen des Comics auch für Kinder, die eher wenig lesen, ganz einfach macht. Trotzdem ist die Story komplex und spannend und gleichzeitig mit einigen humorvollen Momenten gespickt.

Wir sind absolut begeistert von "Lightfall 1: Das verlorene Licht" und empfehlen es allen Kindern und Erwachsenen, die gerne tief in eine fantastische fremde Welt mit düsteren Elementen, aber auch schönen Lichtblicken eintauchen. Für uns war es der eindrucksvollste Comic, den wir dieses Jahr im Fantasy-Bereich gelesen haben. Wir freuen uns schon jetzt auf den zweiten Teil, der Mitte 2026 erscheinen soll.

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Veröffentlicht am 12.12.2025

Zum Immer-wieder-Lesen: witziger, actionreicher Fall für Mango und Keck

InvestiGators (Band 4) – Angriff der Mega-Krabbler
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Mein 8-jähriger Sohn liebt Comics und ganz besonders die Reihe "InvestiGators" von John Patrick Green. Klar, dass auch der vierte Band "Angriff der Mega-Krabbler" ganz schnell bei uns einziehen und in ...

Mein 8-jähriger Sohn liebt Comics und ganz besonders die Reihe "InvestiGators" von John Patrick Green. Klar, dass auch der vierte Band "Angriff der Mega-Krabbler" ganz schnell bei uns einziehen und in Windeseile gelesen werden musste.
Die Fälle der beiden Investigators Mango und Keck sind spannend, witzig und voller verrückter Ideen, die meinen Sohn und mich immer wieder zum Lachen bringen. So macht das Lesen riesigen Spaß. Und da die Bücher so toll sind, werden sie bei uns wieder und wieder gelesen.
Die Fälle der beiden S.U.P.E.R.-Agenten bauen ein wenig aufeinander auf, sodass man sie besser versteht, wenn man die vorherigen Bände gelesen hat. Aber auch Kinder, die die ersten Aufträge von Mango und Keck noch nicht kennen, werden mit diesem Fall hier viel Freude haben.
Das liegt zum einen an den lustigen Bildern, die eher einfach gehalten sind, aber trotzdem so viele Details und Humor enthalten, dass allein das Anschauen der Bilder Spaß macht. Zum anderen begeistert uns aber auch der Wortwitz und die Wortspielereien, die diesmal besonders gelungen sind.
Vor allem Mango und Keck sind uns total sympathisch. Wir lieben es, wie sie als Team zusammenarbeiten und sich gegenseitig helfen. Ebenso mögen wir die wiederkehrenden Bösewichte, die gefährlich und witzig zugleich sind. In diesem Band sorgen sie für einen spannenden Fall mit riesigen Ameisen, einer gefährlichen Rakete und einem Gefängnisausbruch mit chaotischen Folgen.
Für Kinder im Grundschulalter, die gerne witzige Comics mit verrückten Ideen und viel Action mögen, ist die InvestiGators-Reihe genau das Richtige. Wir freuen uns jetzt schon auf die nächsten Fälle von Mango und Keck.

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Veröffentlicht am 08.12.2025

Traumhafte Magie und starke Charaktere

Dreamslinger – Der Ruf des Drachen
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Manchmal lassen wir uns von einem schönen Cover und Farbschnitt verführen. Bei „Dreamslinger - Der Ruf des Drachen“ von Graci Kim haben wir das absolut nicht bereut. Hier trifft ein außergewöhnliches Magiesystem ...

Manchmal lassen wir uns von einem schönen Cover und Farbschnitt verführen. Bei „Dreamslinger - Der Ruf des Drachen“ von Graci Kim haben wir das absolut nicht bereut. Hier trifft ein außergewöhnliches Magiesystem auf interessante Charaktere, die in einer zerrissenen Gesellschaft leben müssen.

Auch in Aria steckt das Dreamslinger-Gen, das ihr den Zugang zu gefährlicher Elementarmagie gewährt. Doch in Amerika, wo sie aufwächst, werden Dreamslinger ausgestoßen oder verfolgt. Nur im abgeschotteten Königreich Hanguk werden sie ausgebildet, ihre Kräfte zu kontrollieren und im Kampf einzusetzen. Aria soll dort im Auftrag ihrer Regierung spionieren und helfen, die Gefahren, die von dem Bund ausgehen, auszulöschen. Doch dabei stößt sie auf Geheimnisse und Wahrheiten, die nicht nur Hanguk betreffen, sondern auch sie ganz persönlich.

Obwohl das Magiesystem sehr außergewöhnlich ist, haben meine Kinder und ich uns sofort gut darin zurechtgefunden. Wir waren fasziniert von der Verbindung zwischen Traum und Magie, entzückt von den Gefährten, die die Dreamslinger aus Hanguk haben, und begeistert von den magischen Gegenständen, die in Hanguk hergestellt werden. Einzig ein Glossar hätten wir als hilfreich empfunden, da manche Begriffe doch sehr speziell sind.

Zu Aria konnten wir ganz leicht eine Beziehung aufbauen, denn ihre Gefühlswelt und ihre Zerrissenheit sind sehr greifbar. Auch ihre Freundschaft zu Tui und Lion entwickelt sich glaubhaft und die drei werden zu einem tollen Team, das zeigt, wie wichtig Freundschaft ist, wenn man vor schwierigen Herausforderungen steht.

Wir haben Aria und ihre Freunde so gerne in Hanguk begleitet und jeden Tag voller Spannung weitergelesen. Besonders das Ende hatte es ganz schön in sich und wir konnten das Buch nicht beiseitelegen. Die Altersempfehlung ab 10 Jahren ist zum Selbstlesen für unser Empfinden gut gewählt. Bei uns hat aber auch schon der 8-Jährige sehr gerne zugehört und war gefesselt von der Geschichte.

Deshalb empfehlen wir „Dreamslinger - Der Ruf des Drachen“ allen Kindern, die spannende Geschichten mit außergewöhnlichen magischen Elementen mögen. Wir freuen uns schon jetzt auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 28.11.2025

Witzig, kritisch, außerirdisch gut - hat die ganze Familie begeistert

Elon & Jeff on Mars
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Bei uns ist die ganze Familie begeistert von Marc-Uwe Klings Büchern. Mein Teenagersohn hat die Känguru-Bände verschlungen und natürlich auch die Comics dazu. Aus diesen kennt er auch schon kleine Episoden ...

Bei uns ist die ganze Familie begeistert von Marc-Uwe Klings Büchern. Mein Teenagersohn hat die Känguru-Bände verschlungen und natürlich auch die Comics dazu. Aus diesen kennt er auch schon kleine Episoden von "Elon & Jeff on Mars". Ein eigenständiger Comic über die beiden Milliardäre, das ist genau nach seinem Geschmack.
Und ganz ehrlich: Ich bin mindestens genauso begeistert. Es sind so viele Situationen, die uns zum Lachen gebracht haben, wie die Diskussion von Elon und Jeff darüber, wer den Müll rausbringen muss, oder wie die beiden vor lauter Langeweile Kaufladen spielen.
Tatsächlich habe ich zunächst gedacht, es wären einfach nur ein paar witzige Episoden über das Leben auf dem Mars. Aber es zeigt sich, dass eine sehr interessante Story dahintersteckt. Denn es geht um mehr als nur nachbarschaftliche Streitigkeiten, auf dem Mars lauert eine ganz besonders intelligente Gefahr.
Die Zeichnungen von Bernd Kissel haben uns alle sehr gut gefallen. Elons oberflächliches Gehabe und sein Hochmut kommen in den Bildern sehr gut heraus. Auch Jeffs Charakter kann man allein durch die Bilder gut erkennen. Während sich Jeff und Elon auf dem Mars langweilen, sind die Bilder und die Story alles andere als langweilig.
Der Comic ist natürlich recht schnell gelesen. Aber es lohnt sich, denn man kann ihn wieder und wieder lesen und sich über die beiden Milliardäre auf dem Mars amüsieren. Wir hoffen sehr, dass sie noch einige Zeit dort bleiben müssen, denn einen weiteren Comic der beiden würden wir sehr gerne lesen.
Von uns gibt es eine klare Leseempfehlung an alle Fans der Känguru-Reihe und natürlich alle, die neugierig darauf sind, was Menschen wie Elon und Jeff auf dem Mars machen.

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