Die deutsch-deutsche Grenze...mittendurch
Die DorfschullehrerinDie Dorfschullehrerin spielt in einem westdeutschen Dorf ganz dicht an der Grenze... und dem früheren Nachbardorf, jetzt nicht mehr durch eine Straße verbunden, sondern durch die Grenze getrennt.
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Die Dorfschullehrerin spielt in einem westdeutschen Dorf ganz dicht an der Grenze... und dem früheren Nachbardorf, jetzt nicht mehr durch eine Straße verbunden, sondern durch die Grenze getrennt.
Die Geschichte spielt kurz vor dem Mauerbau, die Grenze ist schon streng bewacht, es gab schon Umsiedelungen und die Dorfbewohner auf der Ostdeutschen Seite durften schon nicht so einfach Besuch empfangen.
Zwei kleine Dörfer, im Westen ist kein Reichtum ausgebrochen, es gibt einen Mangel an qualifizierten Lehrkräften und man schlägt sich so durch. Im Osten wurden schon Menschen zwangsumgesiedelt und die Partei versucht die Bauern zur Aufgabe ihres Privatbesitzes und in die LPGs zu bringen.
Die Dorfschullehrerin ist jung, hübsch und liebt ihren Beruf, aber sie trägt auch viel Ballast mit sich herum, man erfährt es nach und nach warum sie immer zur Grenze wandert und was sie mit dem Dorf auf der anderen Seite verbindet...
Ich habe schon die Ruhrpottsaga von Eva Völler verschlungen und das ging mir mit der Dorfschullehrerin genauso. Ich mag ihre Charaktere, auch die in den Nebenrollen (obwohl ich hoffe, dass im nächsten Band über die eine oder andere Person noch mehr zu erfahren ist). Das Thema dieser Grenzregionen ist für mich zumindest noch sehr neu, mein Wissen kommt eher aus Schulbüchern und der Roman bringt Fleisch an das Faktengerüst, was ich sehr spannend fand.
Am Ende fand ich die eine oder andere Sache etwas schnell, deshalb der halbe Stern Abzug.
Für mich ein sehr interessantes Buch, ich freue mich schon auf die Fortsetzung (immer ein gutes Zeichen).