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Veröffentlicht am 01.06.2026

Ratten auf dem Jahrmarkt

Sister, Sister
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Zum Inhalt:

In ihrer Kindheit stellten sich die Schwestern Sigrid und Margit gemeinsam der Kälte ihres Elternhauses. Als jedoch Sigrid jedoch ihren Abschluss nicht schaffte und mit ihrer besten Freundin ...

Zum Inhalt:

In ihrer Kindheit stellten sich die Schwestern Sigrid und Margit gemeinsam der Kälte ihres Elternhauses. Als jedoch Sigrid jedoch ihren Abschluss nicht schaffte und mit ihrer besten Freundin auf der Suche nach einem Zugehörigkeitsgefühl durch die Kleinstadt zog und Margit für das College die Stadt verlässt, änderte sich die Beziehung der Schwestern. Während Margit Ordnung und Kontrolle bevorzugt, weiß Sigrid nicht, wo sie hingehört, und hat das Gefühl, dass sie einander nicht mehr verstehen. Erst ein tragisches Ereignis bringt die beiden dazu, sich der Wirklichkeit und der Frage, wer sie eigentlich sind, zu stellen und sich wieder anzunähern.


Mein Eindruck:

Ich durfte dieses Buch im Rahmen einer Premierenlesung lesen und wusste nicht genau, was mich erwarten würde. Als ich das Buch aufschlug und die Triggerwarnung las, befürchtete ich, dass es ein trauriges Buch werden würde – doch ich lag falsch.

„Sister Sister” ist in drei größere Bereiche gegliedert, was mir wirklich gut gefallen hat, da dadurch mehrere Perspektiven auf das Leben von Margit und Sigrid geboten werden. Im gesamten Buch finden sich kurze Tagebucheinträge oder Briefe, in denen sich die beiden Schwestern mit unterschiedlichen Erlebnissen oder Gedanken auseinandersetzen. Der Schreibstil ließ sich gut lesen und durch die kurzen Abschnitte hatte ich den Eindruck, schnell voranzukommen. An manchen Stellen bin ich über etwas bizarre Analogien gestolpert, die mich jedoch nicht wirklich gestört haben.

Sigrid und Margit haben keine optimale Schwesternbeziehung und sind unter weniger erfreulichen Bedingungen aufgewachsen. Mit dieser Geschichte hat Emily Austin aufgezeigt, in welche Richtung sich Kinder entwickeln können, die in einem von Gewalt und Streit geprägten Haushalt aufwachsen, und sie hat die Vor- und Nachteile des Kleinstadtlebens beleuchtet.

Sigrid und Margit sind beide spannende und komplexe Charaktere, denen ich gerne zugehört habe. Sie sind sich ähnlicher, als ich erwartet hatte. Kurz dachte ich sogar, dass sie ein und dieselbe Person wären, doch dem war nicht so. Was den eigentlichen Wendepunkt der Handlung anbelangt, so habe ich ihn nicht kommen sehen und mich sehr darüber gefreut. Emily Austin hat eine äußerst runde Geschichte geschrieben, in der einige Elemente regelmäßig auftreten oder sich auf bestimmte Ereignisse mehrmals bezogen wird, ohne repetitiv zu sein.

Ich bin nur wenige Jahre älter als die Schwestern und finde, dass man sich als junge Erwachsene in manchen Sorgen und Problemen gut verstanden fühlt. Es hatte zum Teil auch eine melancholische Wirkung auf mich, wenn es um die Kindheit ging. Mir haben die philosophischen Passagen gut gefallen, die Austin in die Geschichte eingebaut hat. Obwohl es nur kurz war, fand ich es gut, dass sie wichtige und ernsthafte Themen, wie Psychotherapie in ihr doch recht verspieltes Buch eingebunden hat.

„Sister Sister” hat mich positiv überrascht. Es ist intelligent, humorvoll und reflektiert das Erwachsenwerden mit all seinen Höhen und Tiefen. Ich kann es wärmstens empfehlen – zumindest für diejenigen, für die die Triggerwarnung kein Problem darstellt.

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Veröffentlicht am 01.06.2026

Versunkene Kosten

Chaos
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Zum Inhalt:

Hedda befindet sich in einer kritischen Phase ihres Lebens. Sie ist schwanger von ihrem Freund, der sie in allem unterstützt, und arbeitet an ihrer Doktorarbeit. Soweit so gut, doch dann scheint ...

Zum Inhalt:

Hedda befindet sich in einer kritischen Phase ihres Lebens. Sie ist schwanger von ihrem Freund, der sie in allem unterstützt, und arbeitet an ihrer Doktorarbeit. Soweit so gut, doch dann scheint plötzlich alles schiefzugehen. Plötzlich taucht ihr Vater wieder auf. Mit seinem Größenwahn bringt er alles durcheinander, was ihre Familie in den Jahren seiner Abwesenheit aufgebaut hat. Und Hedda trifft eine schlechte Entscheidung nach der anderen. Kann sie sich aus dem Sog ihres dysfunktionalen Umfelds retten?


Mein Eindruck:

Ich durfte dieses Buch im Rahmen einer Leserunde lesen und muss zugeben, dass es mir die ganze Zeit über schwergefallen ist, meine Erwartungen an das Buch zu formulieren.

Der bildhafte Schreibstil hat mir gut gefallen und zeugt von einer gewissen Liebe zum Detail. Ich könnte mir vorstellen, dass diese Eigenschaften in der Originalsprache noch ausgeprägter sind. Es hat sich in jedem Fall zügig lesen lassen. Die Handlung setzt sich aus Rückblicken und gegenwärtigen Ereignissen zusammen, was mir prinzipiell gefällt. Es gibt jedoch keine feste Struktur, in der diese auftreten. Dadurch wirkt die Erzählung willkürlich.

Hedda wird als Hauptfigur des Buchs ziemlich komplex und unsympathisch dargestellt. Sie hat Schwierigkeiten, Emotionen zu zeigen, wirkt unbeholfen im Umgang mit anderen, hat egoistische Züge und scheint Probleme aufzuschieben. Ihr Verhalten und ihre Entscheidungen standen so gut wie immer im Einklang mit dem, was sie in der Vergangenheit erlebt hat. Das Buch zeigt hervorragend, wie Heranwachsende von ihrem Umfeld beeinflusst und wie sich generationelle Eigenheiten – besonders im psychischen Bereich – weitergegeben werden. Die Familie hat einige Probleme, und jedes Mitglied leidet auf seine Weise darunter. Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass die Einblicke in die Dynamiken zwischen den Familienmitgliedern größtenteils zu kurz waren, um wirklich aussagekräftig zu sein.

In den größeren Konfliktsituationen des Buches hätte ich mir mehr Reflexion und Entwicklung der Figuren gewünscht. Hedda hat sich über das gesamte Buch hinweg nicht wirklich verändert und sich ihre Fehler am Ende nicht eingestanden. Das fand ich sehr schade, da ich Charakterentwicklungen in Büchern gerne beobachte. Aus diesem Grund hat sich das Buch – neben ein paar weiteren Faktoren – irgendwie unabgeschlossen angefühlt, als wären der Autorin die Seiten ausgegangen oder die Lust an ihrer eigenen Geschichte vergangen.

Ein weiteres Problem, das ich mit dem Buch hatte, ist, dass es nichts in mir auslösen konnte, abgesehen von einem Taubheitsgefühl. Während des Lesens konnte ich mich mehrmals mit der Dame auf dem Cover (vermutlich Hedda) identifizieren und habe mich natürlich auch gefragt, ob das das Ziel der Autorin war. Was sie konkret mit dem Buch bewirken oder ansprechen wollte, ist mir ebenfalls unklar, da sie so viele Themen angesprochen, aber nichts wirklich vertieft hat. Sie hat psychische Störungen thematisiert und sie im selben Atemzug von ihren Figuren auf krankhaftes Verhalten reduziert, ohne einen gesunden Umgang als erstrebenswert zu präsentieren. Es wirkt, als könnte Hedda gar nicht anders, als sich ihren psychischen Problemen zu ergeben – wobei ich nicht suggerieren möchte, dass es ein leichter Prozess wäre, sich damit auseinanderzusetzen.

„Chaos” ist in jedem Fall ein passender Titel für das Buch. Es erzählt eine Geschichte, auf die man sich bewusst einlassen muss, um zumindest angenehme Lesestunden zu haben. Ich bin unschlüssig, ob ich das Buch weiterempfehlen würde, da ich es definitiv nicht noch einmal lesen möchte.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Über Tropes zur Liebe

The Romance Rivalry
1

Zum Inhalt:

Irene Park ist eine passionierte Leserin und Rezensentin von Romance-Büchern – ihre Liebe zu diesen Werken ist so groß, dass sie diese Leidenschaft zum Beruf machen möchte. Neben ihrem Literaturwissenschaftsstudium ...

Zum Inhalt:

Irene Park ist eine passionierte Leserin und Rezensentin von Romance-Büchern – ihre Liebe zu diesen Werken ist so groß, dass sie diese Leidenschaft zum Beruf machen möchte. Neben ihrem Literaturwissenschaftsstudium am Brighton College begeistert sie als erfolgreiche Buchbloggerin ihre Hunderttausenden von FollowerInnen. Doch während sie täglich über große Gefühle liest und spricht, bleibt ihr eigenes Liebesleben auf der Strecke. Irene fasst daher den Entschluss, selbst etwas zu unternehmen und ihre wahre Liebe mit Hilfe von Romance-Book-Tropes zu finden. Mit Aiden Jeon, ihrem stärksten Rivalen – sowohl auf dem Campus als auch unter den BuchbloggerInnen, ist ihr Kandidat fürs Fake Dating schnell gefunden. Was für Irene jedoch zunächst nur ein lästiges Abhaken ihres unbeliebtesten Tropes ist, fühlt sich bald nach einem unerwarteten HEA an …


Mein Eindruck:

Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde vorab gelesen und ahnte bereits bei meiner Bewerbung, dass mich manche Aspekte beim Lesen ziemlich nerven könnten. Aber ich bin gerne bereit, mich von Büchern überraschen zu lassen oder zu erkennen, dass mein erster Eindruck falsch war.

Mein Interesse wurde in erster Linie durch die Rezensionsthematik geweckt und den Berufswunsch der Protagonistin. Zu Beginn fand ich Irene sehr sympathisch, vermutlich weil ich mich in mindestens zwei Punkten mit ihr identifizieren konnte. Je weiter die Handlung voranschritt, desto mehr schwand dieses Gefühl, weil ich einige Entscheidungen oder Beweggründe von Irene nicht nachvollziehen konnte. Sie wirkten auf mich einfach nicht authentisch, insbesondere ihre „Erleuchtung“ im letzten Viertel des Buchs. Ihr Konflikt wurde so lange hinausgezögert und so stark aufgebauscht, dass die Auflösung sich nicht passend bzw. mangelhaft oder überstürzt anfühlte.

Der Charakter von Aiden wurde meiner Meinung nach besser konstruiert und hat deshalb einen runderen und glaubhafteren Eindruck bei mir hinterlassen. Er ist einfühlsam, beharrlich, aufmerksam und charmant und wird nicht von seiner Schwäche oder seinen Fehlern definiert, wie es bei Irene der Fall ist. Die Kapitel aus seiner Perspektive haben mir gefallen und die Handlung zum Ende des Buchs aufgefrischt (obwohl ich kein Fan von seinen schriftstellerischen Fähigkeiten bin). Ihn als männlichen Romance-Blogger Irene gegenüberzustellen hat mir gut gefallen, weil somit der Stereotyp gebrochen wurde, dass nur Frauen Romance Bücher lesen und lieben können.

Auch die engen Freunde der beiden Protagonisten Jeannette und Charles habe ich in mein Herz geschlossen, weil sie unkomplizierte und treue Wegbegleiter waren und man als LeserIn genug von ihnen mitbekommen hat, um sie als vollwertige Nebenfiguren zu betrachten.

Der Schreibstil von Susan Lee hat sich flüssig und ohne Stolperfallen lesen lassen, was die Lektüre für mich angenehm und unterhaltsam zugleich gemacht hat. Sie fügte viele spannende Aspekte in die Handlung ein, wie etwa die Date-Challenge zwischen Aiden und Irene, hat diese aber nicht vertieft. Aus diesem Grund hat sich der Verlauf der Handlung allgemein für mich recht oberflächlich angefühlt und so sehr mir das Glossar zu Beginn des Buchs und die kleinen Rezensionsauszüge vor jedem Kapitel auch gefallen haben, konnten sie nicht von den Punkten ablenken, die mich zunehmend gestört haben.

Wie bereits zu Beginn meiner Rezension angedeutet, gab es Aspekte, bei denen ich ahnte, dass sie mich stören könnten und das war auch so. Hierbei sollte ich darauf hinweisen, dass ich Tropes einzig als Mittel zur Kategorisierung von Büchern sinnvoll finde, da sie ansonsten zu viel von der Story vorwegnehmen, auch wenn man sich im Romance Genre oft denken kann, wie das Buch endet. Die Bedeutung, die diesen Tropes im Buch beigemessen wurde, hat sie in meinen Augen nur lächerlicher werden lassen, wobei ich die realistische Darstellung ihres Nutzens im realen Leben gut fand. Sie sind keine Guideline zur Liebe und damit komme ich zu meinem letzten (Kritik-)Punkt – die Klischeehaftigkeit des Buchs.

Da ich mir unsicher bin, ob Susan Lee absichtlich ein Buch voller Klischees geschrieben hat, oder es versehentlich passiert ist, lasse ich diesen Punkt nicht in meine Bewertung einfließen, doch sollte ersteres der Fall gewesen sein, finde ich nicht, dass sie dem Romance Genre mit diesem Buch zu einem besseren Ansehen verhelfen konnte, was ich irgendwie als ihre Intention verstanden hatte.

„The Romance Rivalry“ ist ein Buch über und für Romance LeserInnen, das wenig Tiefe, aber ausreichend Humor und Romantik beinhaltet, um es unterhaltsam zu machen.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Ein Fall für die Kuppler-Omis

Two steps away - London Hearts 2
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Zum Inhalt:

Ohne ihren Terminkalender könnte die 19-jährige Pippa ihren 5-Jahres-Plan nicht verfolgen und ihr Leben nicht im Griff haben. Sie plant alles bis ins kleinste Detail, sogar den Mädelsabend ...

Zum Inhalt:

Ohne ihren Terminkalender könnte die 19-jährige Pippa ihren 5-Jahres-Plan nicht verfolgen und ihr Leben nicht im Griff haben. Sie plant alles bis ins kleinste Detail, sogar den Mädelsabend in ihrer WG am Willow Square. Doch als sich herausstellt, dass sie um den als sicher geglaubten Praktikumsplatz bei „Pink Flow Fashion” kämpfen muss, gerät ihre gesamte Dezemberplanung durcheinander. Als wäre das nicht schon genug, ist ausgerechnet Ben, der ihr das Herz gebrochen und sich anschließend aus ihrem Leben verabschiedet hat, ihr Konkurrent. Sie ist fest entschlossen, den Praktikumsplatz zu bekommen und Ben aus dem Weg zu gehen. Doch sie ist nicht auf das Knistern vorbereitet, das sich mit jeder Begegnung zwischen ihnen immer weiter ausbreitet …


Mein Eindruck:

Nach dem ersten Band „One Song Apart“ ist mir eine WG-Bewohnerin besonders im Gedächtnis geblieben – Pippa. Einzig wegen ihr und meiner Neugier auf den Stil von Valentina Fast, von der ich zuvor noch kein Buch gelesen hatte, beschloss ich es lesen zu wollen.

Der Schreibstil von Valentina Fast erschien mir flüssiger und lockerer als der von Lorena in Band 1. In der E-Book-Version habe ich einige Tipp- und Schreibfehler sowie eine fehlerhafte Formatierung festgestellt, die zu überlappenden Wörtern und einer dadurch erschwerten Lesbarkeit führten. Valentina ist gewiss nicht für alle diese Fehler verantwortlich, doch als Leserin kann ich schwer einschätzen, welcher Fehler aus welcher Quelle entsprungen ist. Sie haben in jedem Fall meinen Lesefluss unterbrochen. Das winterliche Setting in London passte definitiv perfekt zum Dezember und lieferte den Schnee, den manche Ecken in Deutschland leider bisher vermissen mussten.

Schon im ersten Band hat mich Pippa mit ihrem komplexen Charakter beeindruckt und fasziniert. In ihrer eigenen Geschichte wurde dies noch vertieft. Sie ist unglaublich ehrgeizig, organisiert, pflichtbewusst und ihren Mitbewohnerinnen eine gute Freundin. Valentina Fast hat die verschiedenen Facetten ihres Charakters deutlich an die Menschen in ihrer Umgebung angepasst, sodass man sofort nachvollziehen konnte, was sie von ihrem Gegenüber hält und welche Emotionen es in ihr auslöst. Ich hätte mir gewünscht, dass die Beziehung zu ihren Eltern ausführlicher behandelt wird und die Rückblenden sich nicht nur um Theo oder Ben drehen.

Ben ist ähnlich charakterstark wie Pippa und extrem hilfsbereit. Seine Vergangenheit wurde meiner Meinung nach ausreichend thematisiert, um ihn und seine Familiendynamik verstehen zu können. Er verkörpert eine gewisse Ausgeglichenheit und ist, soweit ich das beurteilen kann, reifer mit dem vergangenen Konflikt umgegangen als Pippa. Zumindest ist ihm dies schneller gelungen als ihr, doch beide haben eine schöne Entwicklung durchlebt.

Die Zeit, die sich Valentina Fast genommen hat, um die Gefühle der beiden wachsen zu lassen, hat mir äußerst gut gefallen, da sie die Beziehung damit authentischer erscheinen lässt. Die „zufälligen” Begegnungen wurden mir zwar irgendwann zu viel, doch sie trugen in den meisten Fällen sinnvoll zur Handlung bei. Wie im ersten Band finde ich die Darstellung der Freundschaftsdynamik zwischen Pippa, Quinn, Neve und Gemma genial. Ich hatte den Eindruck, dass es in diesem Band mehr Szenen mit ihnen gibt. Der Twist am Ende hat mir ebenfalls gefallen, da er zunächst vorhersehbar schien, dann aber mit seiner Auflösung überraschen konnte. Allgemein kam mir das Ende etwas zu rasch und es wurde zu schnell abgehandelt.

„Two Steps Away“ ist eine Leseempfehlung für alle, die unter Leistungsdruck und den Dämonen der Vergangenheit leiden – oder die einfach für eine Weile in die WG am Willow Square einziehen wollen.

(https://book-souls.com/2025/12/23/two-steps-away-valentina-fast-lorena-schaefer/)

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Veröffentlicht am 25.11.2025

Von Zuckerstangen und Geistern

The Nightmare Before Kissmas
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Zum Inhalt:

Coal ist nicht sehr begeistert, in der Weihnachtszeit nach Hause, an den Nordpol, zu kommen, denn sein Vater hat ihn als neuestes Objekt seiner PR-Kampagne auserkoren. Er soll als Prinz von ...

Zum Inhalt:

Coal ist nicht sehr begeistert, in der Weihnachtszeit nach Hause, an den Nordpol, zu kommen, denn sein Vater hat ihn als neuestes Objekt seiner PR-Kampagne auserkoren. Er soll als Prinz von Weihnachten seine beste Freundin Iris, die Prinzessin von Ostern, heiraten, um eine Allianz zwischen den beiden Feiertagen zu bilden. Als wäre das nicht schon genug, taucht der Prinz von Halloween auf und wirbt als Coals Konkurrent um Iris’ Hand. Je mehr Zeit vergeht, desto größer wird die Spannung zwischen den beiden Prinzen und sie kommen sich näher. Dabei werden immer mehr Geheimnisse aufgedeckt, die nicht nur Weihnachten, sondern eine Vielzahl von Feiertagen betreffen. Das Chaos ist also vorprogrammiert …


Meine Meinung:

Von diesem Buch habe ich gehört, noch bevor ich mich für die Leserunde beworben habe. Es wurde von einer Autorin empfohlen, die ich äußerst sympathisch und humorvoll finde, und meine Vorliebe für Halloween hat mein Interesse zusätzlich gestärkt. Von Sara Raasch habe ich bisher kein Buch gelesen, weshalb ich sehr gespannt war, wie es sein würde, zumal ich auch schon seit Längerem kein Buch mehr aus dem LGBTQ+ Bereich gelesen habe.
Zunächst überraschte mich die Länge der Kapitel, die mir den Einstieg in die Handlung erschwerten, da ich das Gefühl hatte, nicht voranzukommen. Dieses Problem legte sich mit der Zeit, und letztendlich habe ich mich an die langen Kapitel gewöhnt. Sara Raaschs Schreibstil ist locker und sehr humorvoll, weshalb es nicht lange gedauert hat, bis sie mir ein Schmunzeln oder Lachen entlocken konnte.
Ihre Fantasiewelt beinhaltet zum Teil Aspekte unserer Realität und setzt sich ansonsten aus den verschiedenen Feiertagen und deren eigenen Höfen zusammen. Sara Raasch hat sich für den „Hof von Weihnachten” beispielsweise ausgedacht, dass es eine Stadt namens „North Pole City” gibt und die Adelshäuser gewisse traditionelle Aspekte von Weihnachten beisteuern. So sind die Carolers unter anderem für die Weihnachtslieder und die Frosts für den Schnee verantwortlich. Diese Liebe zum Detail hat mich komplett verzaubert, zumal sie sich auch für Halloween etwas in der Art ausgedacht hat.
Ich habe alle Charaktere innerhalb kürzester Zeit in mein Herz geschlossen. Coals schalkhafte und lockere Art war unglaublich erfrischend. Doch er wäre nicht so liebenswert, wenn er nicht auch kleinere Schwächen aufweisen würde, die sich schnell in Stärken umwandeln können. Seine Entwicklung im Verlauf der Geschichte war nicht nur eindrucksvoll, sondern auch eine Entwicklung zu seinem authentischsten Selbst. Die Dynamik zwischen ihm, Iris und Kris hat mir ab dem ersten Gruppenchat gefallen und mich tatsächlich ein wenig an Samantha und die Brüder aus „Single All the Way“ von Stella Tack und Stefanie Hasse erinnert.
Hex erscheint mir in diesem Buch die Stimme der Vernunft und Weisheit zu sein. Er handelt und spricht mit Bedacht, kann aber auch scherzhaft und losgelöst sein, wenn die Situation es zulässt. Mir hat seine Art gefallen und ich hätte gerne mehr über ihn, Halloween und seine Familie erfahren. Auch er durchläuft eine Veränderung, die jedoch kleiner ausfällt als jene von Coal.
Besonders gut hat mir ihre kommunikative Fähigkeit gefallen. Coal und Hex waren von Beginn an ehrlich und offen zueinander. Sie haben jede Kleinigkeit besprochen und stets auf das Wohlergehen des anderen geachtet. Das hat ihre Beziehung für mich auf einer weiteren Ebene besonders werden lassen.
Ein weiterer Aspekt, den ich gut fand, war der allgemeine Handlungsverlauf. Zwar war er von einer grundsätzlichen Vorhersehbarkeit geprägt, drehte sich aber nicht ausschließlich um die romantischen Elemente der Handlung, sondern auch um politische Aspekte (im Sinne der Feiertage). Dadurch erhielt alles eine gewisse Tiefe und Bedeutung, die sich auch in der Authentizität der Charaktere und der Glaubhaftigkeit der Welt widerspiegeln.
Abschließend kann ich dieses Buch als lustig, tiefgründig und magisch beschreiben – eine perfekte Kombination für die Zeit zwischen Halloween und Weihnachten. Es ist eine Leseempfehlung für alle, die eine neue Perspektive auf unsere Feiertage und Traditionen erlangen und sich nach Magie und Liebe sehnen möchten.


(https://book-souls.com/2025/11/25/the-nightmare-before-kissmas-von-sara-raasch/)

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