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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.07.2025

Ein Buch, das ans Herz wächst.

ROYALS - Prinz Charming gesucht
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Daisy führt ein ganz normales und unspektakuläres Leben mit ihren Eltern in einem kleinen Städtchen in Florida. Doch alles ändert sich schlagartig, als ihre Schwester Elli ihre Verlobung mit ihrem Freund ...

Daisy führt ein ganz normales und unspektakuläres Leben mit ihren Eltern in einem kleinen Städtchen in Florida. Doch alles ändert sich schlagartig, als ihre Schwester Elli ihre Verlobung mit ihrem Freund Alex bekannt gibt. Das Besondere daran? Alex ist kein Geringerer als der zukünftige König von Schottland. Um Daisy und ihre Familie vor den neugierigen Blicken der Medien zu schützen und sie in die royale Familie einzuführen, holt die königliche Familie sie kurzerhand für den Sommer nach Schottland. Doch von dem glamourösen Leben, das Daisy aus Magazinen kennt, ist in Schottland kaum etwas zu spüren. Das Schloss wirkt altmodisch und kühl, die königliche Gesellschaft ist hochnäsig und arrogant und Daisy fühlt sich alles andere als willkommen. Besonders Alex Bruder Sebastian macht es Daisy nicht leicht. Er ist nicht nur der jüngere Bruder des zukünftigen Königs, sondern auch der Anführer der berüchtigten „königlichen Chaoten“, zu denen auch sein bester Freund Miles gehört. Obwohl Daisy versucht, sich aus allem herauszuhalten, wird sie immer wieder in das Chaos hineingezogen, und eine Schlagzeile jagt die Nächste. Daisy wünscht sich nichts sehnlicher, als in ihr altes, langweiliges Leben zurückkehren zu können. Ob der herablassende und zugleich doch attraktive Miles ihre Meinung noch ändern kann?

Der erste Band der Royals-Reihe ist ein gut geschriebenes und äußerst unterhaltsames Buch. Zu Beginn lernt man Daisy und ihre Familie in ihrem normalen Umfeld kennen. Ihre Familie wirkt locker, witzig und einfach charmant – schon hier wird deutlich, dass es sich um eine humorvolle und spannende Geschichte handeln wird. Besonders gefällt mir, dass Daisy einen eher nerdigen Charakter hat und sich für Bücher und Filme interessiert. Sie ist das komplette Gegenteil ihrer älteren Schwester, die für ihr Studium ins Vereinigte Königreich gezogen ist und dort ihren Verlobten, den zukünftigen König von Schottland kennengelernt hat. Es ist sofort klar, dass Daisy, ihr ehemaliger Rockstar-Vater und ihre Autorinnen-Mutter so gar nicht in diese königliche Familie passen. Durch Daisys plötzlichen Einstieg in eine völlig neue Welt passieren immer wieder lustige Situationen und Fettnäpfchen, die nicht nur dafür sorgen, dass sie auf der Titelseite eines Magazins landet, sondern auch einfach Spaß beim Lesen machen. Die Liebesgeschichte, die sich im Laufe des Buches zwischen Daisy und dem etwas mürrischen Miles entwickelt, verleiht der Geschichte den letzten besonderen Schliff.

Das Buch ist insgesamt sehr süß geschrieben. Manchmal ist die Geschichte ein bisschen vorhersehbar, was aber nicht weiter stört, denn so fiebert man mit seinen Lieblingsfiguren mit und hofft, dass endlich das passiert, was man sich schon die ganze Zeit gedacht und erhofft hat. Leider gefällt mir das Cover überhaupt nicht. Es wirkt ziemlich altbacken, und mehrere Leute haben mich schon gefragt, was eigentlich auf dem Cover zu sehen ist, weil man es aufgrund der eintönigen Farbauswahl nicht sofort erkennen kann.
Es gibt auch einen zweiten Band in der Reihe, der die Geschichte von Sebastians Schwester erzählt. Beide Bände sind unabhängig voneinander lesbar. Ehrlich gesagt hat mir Band zwei überhaupt nicht gefallen, während ich den ersten Band schon zum zweiten Mal gelesen habe und ihn immer noch witzig und unterhaltsam finde. Es ist zwar kein Bestseller, aber ein schönes Buch für Zwischendurch, das ich auch noch ein drittes und viertes Mal lesen würde.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.06.2025

Magisch, spannend und emotional – der gelungene Auftakt der Shadowflame-Dilogie von Liz Skadi

Shadowflame - Licht und Dunkelheit
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Als Ava an der renommierten Shadowflame-Akademie aufgenommen wird, geht für sie ein lang ersehnter Traum in Erfüllung. Endlich darf sie ihre Schattenmagie offen nutzen und ihr Land mit ihrer Magie verteidigen. ...

Als Ava an der renommierten Shadowflame-Akademie aufgenommen wird, geht für sie ein lang ersehnter Traum in Erfüllung. Endlich darf sie ihre Schattenmagie offen nutzen und ihr Land mit ihrer Magie verteidigen. Doch hinter ihrer Entscheidung steckt noch mehr: Ihr Vater ist schwer krank, und Ava hofft, als Mitglied der Shadowflame – den magischen Kriegern des Königreichs – genug Geld für seine Medikamente verdienen zu können.
Ein zentraler Bestandteil der Ausbildung ist es, eine magische Bindung mit einem Lichtmagier einzugehen, um gemeinsam die volle Kraft der Licht- und Schattenmagie entfalten zu können. Ausgerechnet Zion, verschlossen, arrogant und ziemlich gutaussehend wird ihr zugeteilt. Während Ava sich durch das anspruchsvolle Training kämpft, stößt sie auf ein Geheimnis, das ihre Sicht auf das gesamte Königreich erschüttert. Auch Zion scheint mehr zu verbergen, als er vorgibt – und plötzlich geht es für Ava nicht mehr nur um ihren Abschluss, sondern um die Freiheit eines ganzen Volkes.

Liz Skadi gelingt mit Shadowflame ein fesselnder Auftakt voller Intrigen, Magie und überraschender Wendungen. Ihr Schreibstil ist angenehm, flüssig und lädt dazu ein, einfach abzutauchen – perfekt, um nach einem langen Tag noch ein paar Seiten zu verschlingen. Was zunächst wie eine klassische Akademie-Geschichte wirkt, entwickelt sich schnell zu einer vielschichtigen Handlung mit Tiefe und Emotion.
Besonders beeindruckend fand ich, wie gut die Autorin Stimmungen und Charakterdynamiken transportiert. Schon nach wenigen Seiten spürt man, ob eine Szene auf etwas Positives oder Bedrohliches hinausläuft, wem man vertrauen kann – und wem besser nicht.
Ava mochte ich auf Anhieb. Sie ist klug, mutig, schlagfertig – und zieht Ärger fast magisch an. Trotzdem verliert sie nie ihr Ziel aus den Augen. Zion bleibt zunächst undurchsichtig, doch im Lauf der Geschichte zeigt sich, dass hinter seiner harten Schale sehr wohl ein weicher Kern steckt. Die langsame Annäherung zwischen den beiden, das wachsende Vertrauen und die sich entwickelnde Partnerschaft haben mir besonders gut gefallen.
Auch die Nebencharaktere konnten mich überzeugen – allen voran Shae und Bo, die mit Ava durch dick und dünn gehen. Sie bringen nicht nur Humor in die Geschichte, sondern zeigen, dass echte Freundschaft selbst im Konkurrenzkampf bestehen kann.
Das Setting der Shadowflame-Akademie hat ebenfalls Eindruck hinterlassen. Düster, fast wie ein Gefängnis wirkend, spiegelt es gut die Situation der Magier wider – gefürchtet von der Bevölkerung und dennoch vom Königreich ausgebeutet.
Insgesamt ist Shadowflame eine gut geschriebene, spannende Geschichte mit viel Herz, Magie und einigen unerwarteten Twists. Der fiese Cliffhanger am Ende hat mich mit vielen Fragen zurückgelassen – umso gespannter bin ich auf den zweiten Teil!

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Veröffentlicht am 06.06.2025

Zwischendurch noch etwas ausbaufähig, aber insgesamt ein gutes Buch!

Der letzte erste Blick
1

Emery erhofft sich, an ihrem neuen College einen Neuanfang - weit weg von den verurteilenden Blicken und dem Gerede aus ihrer alten Heimat. Sie möchte ein neues Leben beginnen, selbst wenn das bedeutet, ...

Emery erhofft sich, an ihrem neuen College einen Neuanfang - weit weg von den verurteilenden Blicken und dem Gerede aus ihrer alten Heimat. Sie möchte ein neues Leben beginnen, selbst wenn das bedeutet, sich ein WG-Zimmer mit einem fremden Kerl teilen zu müssen. Dort trifft sie zum ersten Mal auf Dylan, den besten Freund ihres Mitbewohners. Gutaussehend, charmant und humorvoll – der klassische „Good-Guy“, von dem Emery sich eigentlich fernhalten wollte. Doch mit seiner lockeren Art und seinem Charme verdreht er ihr von Anfang an den Kopf und lässt ihr Herz höherschlagen. Kann das gutgehen?

„Der letzte erste Blick“ ist eine süße Liebesgeschichte, die zeigt, wie aus Freundschaft langsam Liebe wird. Besonders die Dynamik zwischen den beiden Protagonisten macht die Story aus. Der humorvolle Umgang miteinander sorgt für einige witzige Momente und lässt den Leser spüren, wie gut die Chemie zwischen Emery und Dylan ist.
Zu Beginn konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen – es war einfach so unterhaltsam und die beginnende Liebesgeschichte der beiden hat mich förmlich in ihren Bann gezogen. Bis zur Mitte des Buches war ich vollkommen in die Geschichte versunken. Doch an einigen Stellen zog sich die Handlung unnötig, während wichtige Teile, die für die Story entscheidend gewesen wären, viel zu kurz kamen. Was mir leider überhaupt nicht gefallen hat, waren die Reaktionen von Emery. Sie wirkten oftmals sehr übertrieben und waren nicht immer nachvollziehbar. Trotzdem fand ich Emerys Entwicklung sehr gelungen. Anfangs ist sie misstrauisch und lässt oft ihre aggressive Seite zum Vorschein kommen, doch sie lernt, Vergangenes zu akzeptieren und sich nicht mehr darum zu scheren, was andere über sie denken. Das ist ein schöner und wichtiger Schritt, den sie im Laufe des Buches macht. Und dann ist da noch Dylan - der absolute Traumtyp. Er bleibt ihr treu und gibt sie nicht auf, egal wie oft sie ihn von sich stößt. Es ist beeindruckend, wie geduldig er mit ihr ist. Ein Moment der bei mir definitiv hängen geblieben ist, ist der erste Kuss zwischen den beiden – absolut magisch.
Das Ende kam dann doch etwas plötzlich und fühlte sich ein wenig unvollständig an, was ich sehr schade fand. Trotzdem hat mir das Buch insgesamt gut gefallen, besonders, weil die Themen Freundschaft und Familie schön verarbeitet wurden und eine wichtige Botschaft vermittelt haben. Da ich die Charaktere wirklich mochte, freue ich mich jetzt schon auf die anderen Bücher in der Reihe.

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Veröffentlicht am 03.06.2025

Süße Fake-Liebesgeschichte trifft auf ein sensibles Thema

Songs for the Broken
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Presley Wrens Karriere scheint dem Ende nahe, als ein Shitstorm nach dem anderen über sie hereinbricht und die Medien pausenlos über sie berichten. Da sie außer ihrer Karriere nichts mehr hat, ist sie ...

Presley Wrens Karriere scheint dem Ende nahe, als ein Shitstorm nach dem anderen über sie hereinbricht und die Medien pausenlos über sie berichten. Da sie außer ihrer Karriere nichts mehr hat, ist sie fest entschlossen, alles zu tun, um ihre Position zu retten. Daher geht sie eine Fake-Publicity-Beziehung mit dem erfolgreichen Football-Star Kane Crawford ein. Doch was als reine Inszenierung beginnt, entwickelt sich anders – und plötzlich knistert es nicht nur vor den Kameras, sondern auch zwischen den beiden.

Zuerst muss ich gestehen, dass ich den ersten Teil der Reihe nicht gelesen habe. Mir wurde erst später klar, als ich andere Rezensionen las, dass es sich hierbei um eine Buchreihe handelt und nicht um einen Einzelband. Für mich war das anfangs nicht erkennbar, was jedoch kein großes Problem darstellte. Die wichtigen Ereignisse aus dem ersten Teil wurden geschickt in die Geschichte eingebaut, ohne dass es sich wie eine langwierige Zusammenfassung anfühlte.

Mir hat das Buch insgesamt gut gefallen. Die Chemie zwischen den beiden Hauptcharakteren war sofort spürbar, und die Dynamik zwischen Presley und Kane hat mir sehr gut gefallen. Auch die Nebencharaktere haben schnell mein Herz erobert und bringen eine nette Ergänzung zur Story. Anfangs dachte ich, dass es sich einfach nur um eine typische Fake-Dating-Geschichte handelt, die wenig Neues zu bieten hat. Doch ich wurde positiv überrascht. Die süße Liebesgeschichte zwischen Presley und Kane bleibt zwar eher ruhig, aber die Story wird durch andere dramatische Wendungen und emotionale Themen spannend gehalten. Besonders die Entwicklung der beiden Charaktere hat mich beeindruckt. Nicht nur die Beziehung zwischen ihnen, sondern auch ihre persönlichen Herausforderungen, die sie im Laufe der Geschichte durchmachen. Das Buch behandelt auch ein sehr relevantes Thema, das in der heutigen Gesellschaft leider oft ignoriert oder runtergespielt wird. Die Wendung, die dieses Thema betrifft, kam für mich völlig unerwartet und hat die Geschichte auf eine tiefere Ebene gehoben, mit der ich nicht gerechnet hatte. Allerdings gab es auch einige Stellen, die mich weniger überzeugt haben. Besonders Kane hat mich zum Ende hin etwas verwirrt. Als er plötzlich ausrastet, war für mich nicht ganz nachvollziehbar, warum er so wütend reagiert hat. Seine Reaktion kam für mich zu abrupt und wirkte überzogen. Auch die darauffolgende Versöhnung der beiden ging sehr schnell und fast schon unspektakulär über die Bühne.

Alles in allem ist es ein solides Buch, das gut unterhält und vor allem Fans von Liebesgeschichten mit Drama und emotionalen Momenten gefallen dürfte. Trotzdem hat es mich nicht ganz so mitgerissen, dass ich es ein zweites Mal lesen würde. Es bleibt dennoch ein empfehlenswerter Titel.

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Veröffentlicht am 29.04.2025

Camp Rainbow – Ein Sommer voller Gefühle, Freundschaft und Selbstfindung

Camp Rainbow - Über mir der Himmel
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Für die 17-jährige Malin gibt es nichts Schöneres, als ihren Sommer im Camp Rainbow zu verbringen. Während sie zu Hause eher die Außenseiterin ist, kann sie hier drei Wochen lang einfach sie selbst sein ...

Für die 17-jährige Malin gibt es nichts Schöneres, als ihren Sommer im Camp Rainbow zu verbringen. Während sie zu Hause eher die Außenseiterin ist, kann sie hier drei Wochen lang einfach sie selbst sein – laut, bunt und queer. Doch mit 17 noch ungeküsst zu sein, passt Malin überhaupt nicht, weshalb sie beschließt, dass sich das diesen Sommer auf jeden Fall ändern muss. Gemeinsam mit ihren zwei besten Freunden erstellt sie eine Kussliste mit möglichen Kandidaten aus dem Camp. Doch so einfach, wie sie sich das vorgestellt hat, ist es dann doch nicht. Und wie schafft man es überhaupt, sich zu verlieben? Plötzlich verhält sich auch noch ihre beste Freundin Flo merkwürdig, und am Ende läuft alles ganz anders als erwartet.

Camp Rainbow ist ein Buch, das viele wichtige gesellschaftliche Themen unserer Zeit anspricht. Besonders Themen wie Freundschaft, Sexualität und Liebe führen oft dazu, dass Teenager sich nicht immer wohl in ihrer Haut fühlen und unter Druck geraten. Auch Zurückweisung und Ausgrenzung spielen eine große Rolle in der Geschichte. Alicia schreibt in einem sehr angenehmen und flüssigen Stil, sodass man das Buch auch nach einem stressigen Tag entspannt lesen kann. Die Geschichte um Malin und ihre Freunde ist unglaublich humorvoll und unterhaltsam geschrieben, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Alicia schafft es, eine wunderbare Atmosphäre zu kreieren, in die man sich sofort hineinversetzen kann – man möchte am liebsten gleich seine Koffer packen und selbst ins Camp ziehen.
Die Reaktionen von Malin sind zwar manchmal nicht ganz nachvollziehbar, aber man sollte dabei bedenken, dass das Buch vor allem für jüngere Leser geschrieben wurde. Der Cliffhanger am Ende lässt bereits erahnen, dass es einen weiteren Band in dieser Reihe geben wird. Ich kann mir gut vorstellen, dass Alicias Bücher eine wertvolle Unterstützung für Teenager bei ihrer Entwicklung und Selbstfindung sein können. Aber auch ältere Leser, die gerne Young-Adult-Romane lesen, werden mit diesem Buch jede Menge Spaß haben. Insgesamt ist es eine schöne Geschichte, die zum Nachdenken anregt. Deshalb kann ich Camp Rainbow auf jeden Fall weiterempfehlen.

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