Ein modernes Märchen
Das Land, in dem die Wörter wohnenInhalt:
Papa erzählte begeistert von seiner letzten Bergwanderung mit Freunden. „Das Wetter war herrlich, und es waren auch nicht zu viele Leute“, sagte er, „und von oben hatte man eine wunderbare …“ Er ...
Inhalt:
Papa erzählte begeistert von seiner letzten Bergwanderung mit Freunden. „Das Wetter war herrlich, und es waren auch nicht zu viele Leute“, sagte er, „und von oben hatte man eine wunderbare …“ Er hielt mitten im Satz inne und schüttelte den Kopf. „Jetzt fällt mir das Wort nicht ein.“
Was wie die Erzählung einer beginnenden Demenzerkrankung beginnt, stellt sich als Katastrophe für die Menschheit heraus: Logos, der König der Wörter, findet, so könne es nicht mehr weitergehen, beruft eine Vollversammlung ein und zieht alle Wörter von der Erde ab. Die Menschen verstummen, während sich die Wörter in ihrem Land beraten. Werden sie zurückkommen? Werden sie den Menschen eine zweite, oder besser gesagt, zum wiederholten Male doch noch einmal eine Chance geben?
Im Stil eines Märchens greift der Philosoph Clemens Sedmak die aktuelle Debatte um Fake News und Lügenpresse auf und liefert ein eindringliches Plädoyer für den sorgsamen Umgang mit Wörtern und Botschaften, für das Ringen nach Wahrheit – und auch für Zeiten der Stille.
Meine Meinung:
Das Buch ist eine kurze Geschichte, im Stil eines modernen Märchens. Es geht um die Bedeutung von Worten in unserer aktuellen Zeit und deren Entwicklung. Der Schreibstil ist bildhaft und lässt sich sehr flüssig lesen. Die Figuren sind ausführlich beschrieben und ich habe sie schnell ins Herz geschlossen. Man geht mit ihnen auf Reise durch das Land der Wörter und andere Orte. Manche Stellen hätten ausführlicher gestaltet werden können.
Ein spannendes Abenteuer, für jung und alt gut zu lesen. Eine Empfehlung für alle Leser, denen die Bedeutung von Worten bewusst und wichtig ist.