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Veröffentlicht am 09.06.2022

Überraschungsparty zum 50.

Schlaflos auf Sylt
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Singlefrau Merle wird 50 und möchte den Tag am liebsten allein mit ihren Eltern auf Sylt verbringen. Der Tag läuft sehr entspannt, doch am Abend erwartet Merle eine riesige Überraschungsparty. Ihre Schwestern ...

Singlefrau Merle wird 50 und möchte den Tag am liebsten allein mit ihren Eltern auf Sylt verbringen. Der Tag läuft sehr entspannt, doch am Abend erwartet Merle eine riesige Überraschungsparty. Ihre Schwestern haben heimlich Verwandte, Schulfreundinnen und Lehrer, Kollegen, Freunde und Nachbarn, Ex-Lover…. alle Menschen, die irgendwann mal in Merles Leben eine Rolle gespielt haben, eingeladen. Was dann folgt ist ein Fest mit vielen Gesprächen und so manchem Geständnis, Überraschungen, chaotischen Entwicklungen, verrückten Spielen….

Das Cover gefällt mir gut und ich habe mich auf den darauf versprochenen Glücksroman gefreut. Auch die Leseprobe ließ auf einen schönen und humorvollen Inselroman hoffen. Doch leider wurde ich enttäuscht. Die Party las sich für mich nach einer Aneinanderreihung von Action und schrägen Humor, der meist so überzogen war, dass ich nicht mehr darüber lachen konnte. Darauf folgten immer wieder Rückblicke und Erinnerungen von Merle an frühere Zeiten, die melancholisch wirkten und vielleicht nachdenklich gemacht hätten, wenn nicht sofort die nächste verrückte Aktion gekommen wäre. Das Ganze wurde auch noch mit sehr viel Alkohol herunter gespült…
Der Schreibstil der Autorin lässt sich gut lesen und die Grundidee des Romans gefiel mir auch gut. Leider konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen. Schade, so vergebe ich nur 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 05.06.2022

Ein neues Leben in Südfrankreich

Wo die wilden Kräuter blühen
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„Da ist er wieder, der Tuchan – Moment! Der Alltag ist das große Glück. Wenn wir merken, wie sich uns unser kleiner Kosmos erschließt, die respektvolle Allverbundenheit mit der Natur, dem Dorf, seinen ...

„Da ist er wieder, der Tuchan – Moment! Der Alltag ist das große Glück. Wenn wir merken, wie sich uns unser kleiner Kosmos erschließt, die respektvolle Allverbundenheit mit der Natur, dem Dorf, seinen Menschen. Wenn wir das Gefühl haben, uns einbringen zu können und gleichzeitig gesehen werden, da hüpft das Herz, da schwingt es.“ (s. S. 195)

Sandy und Steffen Neumann lieben Südfrankreich und sind über lange Zeit auf der Suche nach einem Haus. In Tuchan finden sie ihr Traumhaus, gebaut aus Naturstein am Dorfrand. Sandy ist Food- Bloggerin und immer auf der Suche nach neuen Rezepten und den besten Zutaten direkt aus der Natur. Schnell findet das Ehepaar neue Freunde, kocht sich ins Herz der Nachbarn und wird ein Teil der Dorfgemeinschaft….

„Unser Leben im Einklang und mit der Natur, im Wandel der Jahreszeiten erfüllt uns mit Dankbarkeit. Weniger zu brauchen, weniger zu verbrauchen, befreit ungemein. Die Zeit noch anspruchsvoller zu gestalten, zur Gemeinschaft beitragen, sind die besten Zutaten für unser Glück. Und sich dieses Glück zu erlauben, sich zu trauen zu sagen, wie schön es ist!“ (s. S. 220)

Dieses Buch lässt sich sehr gut lesen. Mir gefallen die Beschreibungen von Natur, Leuten und Begegnungen und natürlich vom Essen. Wer allerdings auf Rezepte hofft, wird enttäuscht. Statt dessen wird ein einfaches und sehr schönes Leben beschrieben… aber natürlich auch so manche Schwierigkeit, sei es beim Besorgen von Holz für den Ofen oder bei Problemen mit dem Auto. Auch die Sprachbarriere ist oft vorhanden. Doch die Neumanns schaffen einen Neubeginn, integrieren sich in die Dorfgemeinschaft und leben ihren Traum.

Mir hat das Buch gut gefallen. Es weckt Lust auf einen Urlaub in Südfrankreich. Gern empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 29.05.2022

Von Einem, der auszog den Camino zu laufen…

...und plötzlich Pilger
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Als Johannes Zenker All-inclusive-Urlaube zu langweilig werden, begibt er sich ziemlich blauäugig auf den Jakobsweg. Seine Wanderung auf dem Camino del Norte beschreibt er in seinem Buch „… und plötzlich ...

Als Johannes Zenker All-inclusive-Urlaube zu langweilig werden, begibt er sich ziemlich blauäugig auf den Jakobsweg. Seine Wanderung auf dem Camino del Norte beschreibt er in seinem Buch „… und plötzlich Pilger“.
Das Buch ist hochwertig mit festen Einband und einem Schutzumschlag, der den Autor vor einer Küstenlandschaft zeigt. In der Mitte gibt es einen kleinen Fototeil mit Bildern vom Jakobsweg. Sie sind sehr interessant, aber es hätten gern noch etwas mehr sein können.
Der Schreibstil des Autors ist lässt sich angenehm lesen, ist abwechslungsreich und voller Humor. Man taucht schnell mit ein in das Abenteuer Camino. Die einzelnen Kapitel sind nach Datum sortiert und beinhalten jeweils eine Tagestour mit wunderbaren Weg- und Landschaftsbeschreibungen, netten und manchmal auch skurrilen Begegnungen und den Gedankengängen des Autors. Tagesbuchaufzeichnungen liegen den Buch zugrunde.
Es ist sehr interessant Johannes Zenker auf seinem Weg zu begleiten. Ich habe gestaunt, dass er trotz unzureichendes Vorbereitung - wer läuft schon 830 km in Turnschuhen und hat kein ordentliches Regencape dabei? - und ohne Wanderfahrungen, diese lange Strecke meistert. Die Mischung aus Erlebnissen, Erfahrungen und Gedanken macht das Buch lesenswert. So erlebt der Leser mit wie der Autor sich an der Natur, besonders am Meer erfreut, wie er ganz unterschiedliche Menschen kennen lernt und wie er sich freut als er zb. David und Julia immer wieder trifft und mit ihnen den Weg teilt. Philosophieren über Gott, den Camino und die Welt gehört natürlich auch dazu. Es ist schön zu lesen wie der Weg den Autor verändert…

Mir hat das Buch gut gefallen und ich empfehle es gern weiter. Von mir gibt es 4 Sterne dafür.

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Veröffentlicht am 23.05.2022

Vier unterhaltsame Geschichten um den „Baum der Liebenden“

Der Baum der Liebenden
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„Ein Baum hört dir immer zu, auch wenn du noch so viel zu erzählen hast.“ (s.S. 396)

Ein Baum, das ist der Hauptprotagonist des vorliegenden Buches. Dieser „Baum der Liebenden“ ist eine alte Eiche, ...

„Ein Baum hört dir immer zu, auch wenn du noch so viel zu erzählen hast.“ (s.S. 396)

Ein Baum, das ist der Hauptprotagonist des vorliegenden Buches. Dieser „Baum der Liebenden“ ist eine alte Eiche, in deren Schatten sich die Paare von Oak Springs treffen, in dessen Rinde sie ihre Initialen und Herzen schnitzen. Vier verschiedene Autorinnen erzählen jeweils eine Geschichte von jungen Leuten und ihrer besonderen Beziehung zu dem Baum.

1868: Regina Jennngs erzählt von Bella. Diese junge Frau hat genaue Vorstellungen von ihrem Leben, von einem 1. Kuss unter der Eiche, von der Liebe… doch dann kommt alles ganz anders.
Mir hat sehr gut gefallen, dass Bella sich nicht unterkriegen lässt, sondern das Beste aus der Situation macht. Sehr romantisch ist das Ende, dass natürlich unter der Eiche passiert…

Der Bogen ins Jahr 1891 wird von Karen Witemeyer gekonnt geschlagen: Phoebe möchte neben der alten Eiche ein ganz besonderes Hotel eröffnen, einen romantischen Ort für Liebende. Ihr Vater stellt ihr Barnabas zur Seite, der ihr dabei helfen soll. Doch schnell stellt sich heraus, dass ihre Meinungen sehr verschieden sind. Werden sie gemeinsam dem Hotel zum Erfolg verhelfen können?

Der nächste „Sprung“ ist größer, führt er doch ins Jahr1945. Die Autorin Amanda Dykes erzählt von Luke, der während des 2. Weltkriegs der Schwester seines gefallenen Freundes Briefe schrieb. Nun kommt er nach Oak Springs um Hannah etwas zu bringen, doch er findet auch für sich sehr viel…

Die letzte Geschichte ist von Nicole Deese und spielt im Heute: Als die Hotelgärtnerin Abby erfährt, dass der „Baum der Liebenden“ gefällt werden soll, tut sie alles, um die alte Eiche zu retten. Baumpfleger Griffin soll den Baum beurteilen. Wird er Abby helfen oder steht er auf der anderen Seite? Und was ist aus der Liebe zwischen den Beiden geworden?

Meine „Reise“ nach Oak Springs war sehr unterhaltsam. Alle vier Kurzromane lassen sich sehr gut lesen, entführen eine Weile nach Texas unter die alte Eiche und zu den liebenswerten Protagonisten. Obwohl hier vier verschiedene Autorinnen am Werk waren, fügen sich die Geschichten gut aneinander. „Der Baum der Liebenden“ ist ein schönes Buch für entspannte Lesestunden. Gern empfehle ich das Buch weiter.

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Veröffentlicht am 22.05.2022

wunderschön und voller Tiefgang – ein Muss für Jane – Austen - Fans

Mit Herz und Verstand
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„Gönnen wir uns den Luxus der Stille.“
(Jane Austen in „Mansfield Park“)

Jane Austen ist hauptsächlich durch ihre Romane und deren Verfilmungen sehr bekannt. Weniger bekannt ist dagegen, dass sie nicht ...

„Gönnen wir uns den Luxus der Stille.“
(Jane Austen in „Mansfield Park“)

Jane Austen ist hauptsächlich durch ihre Romane und deren Verfilmungen sehr bekannt. Weniger bekannt ist dagegen, dass sie nicht nur Romane schrieb, sondern auch viele Briefe an ihre Schwester Cassandra. Ebenso hat Jane Austen, die in einem Pfarrhaus aufwuchs und tief gläubig war, immer wieder Gebete notiert. Mit den 31 Andachten des Buches „Mit Herz und Verstand“ entführt uns die Autorin Susanne Degenhard in Jane Austens Welt.

Dieses Andachtsbuch ist einfach nur wunderschön! Ich habe mich sofort in der Cover verliebt. Durch den Rosé- Ton, den Blütenkranz und die Goldschrift wirkt das Buch einladend und man nimmt es gern in die Hand.
Auch die Innengestaltung ist sehr ansprechend. Jede Andacht beginnt mit einer Nummer im Blätterkranz und mit einem Zitat aus Jane Austens Büchern oder Briefen. Diese Zitate sind farbig hinterlegt, weiterführenden Bibelstellen sind braun hervorgehoben. Zwischendurch gibt es immer wieder Seiten in rosé oder braun mit einem schön gestalteten Zitaten.
In den Andachten verbindet die Autorin ganz verschiedene Aspekte aus Jane-Austens Texten mit unserem heutigen Leben. So geht es um Garten, Besuche, Luxus und Klatsch & Tratsch ebenso wie um Dankbarkeit, Ermahnung, Anerkennung, Gottes Schutz, Vergebung… Susanne Degenhardt erzählt offen und mit Humor Beispiele aus ihrem Leben und stellt immer auch einen Bezug zu biblischen Geschichten. Eine Bibelstelle am Ende des Abschnitts lädt dann zum Weiterlesen ein.

Mich haben die Andachten sehr angesprochen. Es gefällt mir in den Werken von Jane Austen nicht nur Geschichten fürs Herz, sondern auch wertvolle Gedanken für mein Leben zu finden. Der Schreibstil der Autorin lässt sich gut lesen, die tiefsinnigen Gedanken und Anregungen sind für mich gut nachvollziehbar und die Impulse berühren mich. Es ist ein Buch, dass man immer wieder gern in die Hand nimmt. Gern empfehle ich es weiter.

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