Profilbild von Lyjana

Lyjana

Lesejury Star
offline

Lyjana ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Lyjana über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.04.2026

Highlight

Powerless - Der Thron
0

Lange habe ich diesen dritten und finalen Band ungelesen in meinem Regal stehen lassen, weil ich das Ende des Zweiten eher frustrierend als animierend fand. Trotzdem wollte ich nun endlich wissen, wie ...

Lange habe ich diesen dritten und finalen Band ungelesen in meinem Regal stehen lassen, weil ich das Ende des Zweiten eher frustrierend als animierend fand. Trotzdem wollte ich nun endlich wissen, wie es weitergeht, bevor mein Gedächtnis mich endgültig im Stich lässt. Und wie das manchmal so ist, überraschen einige Bücher dann doch.

„Powerless – Der Thron“ konnte es zu meiner eigenen Überraschung schaffen mich von der ersten Seiten an zu fesseln, zu begeistern und brachte mich dazu mich wieder ganz neu in diese Idee zu verlieben. Was allen voran den Protagonisten und deren Emotionen zuzuschreiben ist. Gerade die erzwungene Distanz, die Zuneigung – versteckt hinter Sarkasmus und Stahl – und darauffolgend die tiefe Liebe zwischen Pae und Kai haben mein Herz immer wieder erweicht. Die Emotionen waren unfassbar greifbar, überwältigend und konnten mich zum Lachen, aber genauso zum Weinen bringen. Gerade die letzten Kapitel waren eine Achterbahnfahrt der Gefühle und mit Tränen in den Augen konnte ich dieses wunderbare Buch zu Ende bringen.

Neben den Emotionen waren auch die erneuten Herausforderungen, denen Pae und Kai sich stellen müssen voller Spannung und Action, ich habe aus tiefster Seele mitgefiebert, gelitten und immer wieder aufs ersehnte Happyend gehofft. Auch an faszinierenden Plottwists hat es nicht gemangelt, wenn gleich ich die ein oder andere Enthüllung von langer Hand habe kommen sehen.

Der Schreibstil war wie geschaffen für mich. Gefühlvoll, spannend, doch zugleich informationsreich und immer wieder konnten mich die Zeilen dieses Buches dazu verführen weiter und weiterzulesen. Dabei liest es sich flüssig und herrlich verständlich und vermittelt gleichermaßen Gefühl, wie auch Dringlichkeit und Spannung.

Viel Weiterentwicklung gibt es im Worldbuilding zwar nicht mehr, doch das macht diese Welt nicht weniger facettenreich. Die Kluft zwischen Elite und Gewöhnlichen ist immer noch gigantisch, wie wir immer wieder merken. Da es für mich eine Weile her ist, hätte ich unglaublich gerne eine kleine Auffrischung zu den unterschiedlichen Fähigkeiten und Bezeichnungen gehabt, so brauchte ich etwas, bis ich wieder alles verstanden habe.

Auch in das Setting kann man sich in meinen Augen nur verlieben. Gerade elementare Bestandteile, wie die Trauerweide oder das Schloss an sich, die Beschreibungen der Umgebung, Pae und Kais Sicht auf die Dinge, haben es immer wieder fertiggebracht, dass ich mir die Umgebung hervorragend bildlich vorstellen konnte.



Fazit

Ich kann mir auf jeden Fall vorstellen erneut Bücher von Lauren Roberts zu lesen, selbst wenn ich die ersten beiden Bände dieser Trilogie nicht ansatzweise so überzeugend fand wie diesen Schluss.

Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.04.2026

Leider sehr durchwachsen

Kiss of Nightmares
0

Bereits vor einer halben Ewigkeit habe ich „Kiss of Nightmares“ gekauft, bin bisher allerdings nicht zum Lesen gekommen. Gerade bei deutschen Autor*innen tue ich mich mit schlechten Rezensionen immer etwas ...

Bereits vor einer halben Ewigkeit habe ich „Kiss of Nightmares“ gekauft, bin bisher allerdings nicht zum Lesen gekommen. Gerade bei deutschen Autor*innen tue ich mich mit schlechten Rezensionen immer etwas schwer, weil ich ja weiß, wie unendlich viel Mühe und Fleiß in einem Werk steckt, doch ich hoffe, dass Laura Nick ebenso erkennt, dass es zwischen Lesendem und Geschichte manchmal leider nicht passt.

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die Idee mit der Academy voller verschiedenster Wesen, ansässig in den wunderschönen Highlands, in Kombination mit den hochnäsigen Adelsfamilien und Minas totaler Unwissenheit, ihre guten Seiten hat. Und doch sind wir uns wohl alle einig, dass nichts davon wirklich neu oder originell ist. Und gerade, wenn der Inhalt zum Großteil bekannt vorkommt, müssen Charaktere, Setting und die Gefühle hundertprozentig überzeugen. Dem ist hier aber leider nicht so.

Bedenkt bitte, dass es auch mir passieren kann, dass ich mir falsche Informationen merke, aber über einige Details bin ich leider nicht im positiven gestolpert. Beispielsweise bin ich der Meinung, dass erwähnt wird, dass Mina bereits 22 Jahre alt ist. Doch ihr Verhalten erinnert eher an eine pubertierende Jugendliche – was ebenfalls für durchweg alle anderen Schüler der Academy gilt. Und Oliver. Ich meine, Pferdemist im Zimmer seiner Nemesis zu verteilen, ernsthaft? Fand ich furchtbar kindisch und hat für mich nicht wirklich was mit starker Persönlichkeit zu tun. Genauso wie gestohlene Klamotten anderer Leute zu tragen. Für mich las sich Minas Verhalten manchmal echt etwas komisch und cringey, auch wenn es mir das Herz bricht, dass zugeben zu müssen.

Ich glaube, ich hätte mit Mina und Oliver wesentlich mehr anfangen können, wenn ich emotional abgeholt worden wäre. Doch weder der Tod von Minas Eltern, von Olivers Vater und Bruder, weder die Freundschaften untereinander noch die Feindschaften – ob sinnig oder nicht – konnten mich irgendwie überzeugen. Insgesamt bleibt das Buch in meinen Augen leider sehr oberflächlich und vielleicht hätten 100 Seiten mehr dem Buch ganz gutgetan.

Dazu kommt, dass nichts Überraschendes, nichts Überwältigendes, nichts erinnerungswürdiges passiert, an das ich mich nach Beenden noch erinnern kann. Gerade in der schnelllebigen Welt der Literatur, wo es Geschichten in Massen gibt, gerade was Academia Tropes und der Gleichen angeht, bin ich vermutlich einfach maximal übersättigt.



Fazit

Auch wenn die Idee bekannt vorkommt, hatte ich große Hoffnungen, dass der Rest überzeugt. Leider können weder Setting, Emotionen noch die Charaktere überzeugen.

Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.04.2026

Das Potenzial ist da

Adular (Band 1): Schutt und Asche
0

Wieder einmal habe ich den Zufall entscheiden lassen, welche Geschichte mich als nächstes begleiten darf. Geworden ist es „Adular“, welches ich vor einer halben Ewigkeit beim Verlag erstanden, aber offensichtlich ...

Wieder einmal habe ich den Zufall entscheiden lassen, welche Geschichte mich als nächstes begleiten darf. Geworden ist es „Adular“, welches ich vor einer halben Ewigkeit beim Verlag erstanden, aber offensichtlich bisher nicht gelesen habe. Zwiegespalten bin ich allerdings beim Inhalt, wie ihr gleich lesen werdet.

Grundsätzlich bringt das Worldbuilding faszinierende und interessante Grundsätze mit, doch ich hatte durchgängig das Gefühl, dass nicht das Maximum aus der Idee herausgeholt wurde. Gerade die Unterdrückung der Dunkelelfen, der Konflikt zwischen Rebellen und Stadtwache, wie weit die Macht der Umbra Gilde reicht und auch wie alles miteinander verbunden ist. Das Grundgerüst birgt super viel Potenzial, welches sich leider hin und wieder verliert. Dadurch, dass der Schreibstil eher direkt und ein wenig schnörkellos ist, wirkt diese Welt oberflächlicher als sie es tatsächlich ist. Mir fehlt es an Bildgewalt, Details und Fingerspitzengefühl die Tiefe dieser Welt wirklich zum Strahlen zu bringen.

Außerdem bin ich doch etwas überrascht worden, wie gewalttätig und blutig es zeitweilen zu geht, denn damit habe ich tatsächlich nicht gerechnet. Wenn ihr also ein Problem mit Gewalt etc. habt, würde ich euch empfehlen, euch gut zu überlegen, ob ihr dieses Buch in die Hand nehmt.

Leider muss ich zugeben, dass ich emotional ebenfalls zu wenig abgeholt worden bin. Es gab ein paar Momente, die mein Herz erreichen konnten, gerade das letzte Kapitel gehört diesbezüglich zu meinen Favoriten. Doch darüber hinaus? Ist es die Liebe zwischen Elanor und Dûhirion, der Verlust, dem wir zwischen den Seiten begegnen, die Angst, die Verzweiflung der Dunkelelfen oder überhaupt die ansteigende Spannung des nahenden Konfliktes, für mich war es insgesamt einfach nicht emotional genug. Auch wenn ich zugeben kann, dass ich diese Gefühle immer wieder aufschnappen konnte.

Die Protagonisten und Nebencharaktere waren herrlich facettenreich und bringen viel Lebendigkeit in die Geschichte. Ich glaube mit Abstand ist Dûhirion mein persönlicher Favorit, was gerade an seinem eher zynischen, aber sarkastischem Charakter, der schweren Vergangenheit und seiner Zuneigung zu Eleanor liegt.

Ich weiß noch nicht, ob ich diese Reihe weiterverfolge, doch sollten mir die anderen Bände mal vor die Nase kommen, würde ich auf jeden Fall darüber nachdenken, auch wenn diese Rezension vielleicht einen anderen Eindruck vermittelt.



Fazit

Trotz einer starken Idee und großartigen Charakteren bin ich der Meinung, dass mit dem vorhandenen Grundgerüst noch viel mehr aus der Geschichte herausgeholt werden könnte - doch das Potenzial ist definitiv da.

Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.04.2026

Ich kann verstehen, warum es vielen so gefällt

Dreamland Billionaires - The Fine Print
0

Während ich vor einiger Zeit mit meiner Schwester shoppen war, sind wir an einer dieser gefährlichen Mängelexemplarboxen vorbeigekommen und ich konnte einfach nicht widerstehen. Online gesehen habe ich ...

Während ich vor einiger Zeit mit meiner Schwester shoppen war, sind wir an einer dieser gefährlichen Mängelexemplarboxen vorbeigekommen und ich konnte einfach nicht widerstehen. Online gesehen habe ich diese Bücher schon sehr häufig, konnte mich aber nicht dazu durchringen sie zu kaufen, aber so konnte ich nicht nein sagen.

Ich fand es erfrischend mal wieder einen Liebesroman zu lesen, der beide Sichten aufgreift und nicht nur den der weiblichen Protagonistin. Angefangen mit Rowan, lernen wir als erstes, den jüngsten Erben des Dreamland Konzerns kennen und verfolgen sein Bemühen dem Wunsch seines verstorbenen Großvaters nachzukommen und die versteckten Fehler im Dreamland Freizeitpark aufzudecken. Gemeinsam mit der quirligen Zahra, die in meinen Augen sein perfektes Gegenstück spielt, gerät er dabei aneinander.

Rowan ist ein Dickkopf, ein eiskalter Geschäftsmann und vertraut nur wenigen anderen Menschen, Zahra ist aufgeweckt, lebensfroh und nimmt kein Blatt vor den Mund. Die Kombination aus beiden hat mir supergut gefallen, wobei es mir gerade die herrlich lustigen und sarkastischen Dialoge angetan haben. Trotz einiger erster Themen bleibt das Buch in seiner Gesamtheit schön locker und lässt sich wunderbar in kürzester Zeit lesen.

Ich hätte mir gewünscht, dass wir noch etwas mehr über die Traumata beider Protagonisten erfahren, um auch die Tiefe des Buches hervorzuheben. Die richtigen Elemente sind definitiv da und werden auch thematisch behandelt, doch gerade bei Zahra hatte ich den Eindruck, dass wir zu schnell darüber hinwegsehen. Bei Rowan hätte ich zudem gerne eine deutlichere Verbindung zu seinen beiden Brüdern, zu seinem Großvater, aber ebenso zu seiner Liebe zum Zeichnen gesehen – denn diese Aspekte gehen doch ganz schön unter.

Aber das Setting, der Dreamland Freizeitpark, war auf jeden Fall mal was anderes und kann überzeugen. Ich liebe die kleinen Details, die wir gerade durch Zahras Augen sehen dürfen, die Vielfalt, aber ebenso, dass nicht alles Friede Freude Eierkuchen ist. Geliebt habe ich außerdem die Nebencharaktere, allen voran Zahras beste Freundin sowie ihre kleine Schwester.

Für mich reicht es leider nicht zum perfekten Buch, denn gerade die beiden Streits zwischen unseren Protagonisten mögen nachvollziehbar gewesen sein, waren aber auch furchtbar vorhersehbar und gerade Rowan hat mich ab und an einfach nur zum Kopfschütteln gebracht. Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass ich in Zukunft nach den anderen beiden Bänden Ausschau halte.



Fazit



Zwar kann ich mich dem Hype um diese Reihe nicht gänzlich anschließen, kann allerdings erkennen, was anderen Leser*innen an dieser Geschichte gefällt. Bei Gelegenheit würde ich durchaus erneut ein Buch von Lauren Asher lesen.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.04.2026

Kurzweiliger Lesespaß

Bookishly Ever After
0

An dieses Buch bin ich eher zufällig geraten, fand den Inhalt allerdings super vielversprechend und wollte es deshalb gerne lesen. Da ich gerade Lust auf etwas einfaches für Zwischendurch hatte, habe ich ...

An dieses Buch bin ich eher zufällig geraten, fand den Inhalt allerdings super vielversprechend und wollte es deshalb gerne lesen. Da ich gerade Lust auf etwas einfaches für Zwischendurch hatte, habe ich hierzu gegriffen.



Und tatsächlich ist diese Geschichte eher was für Zwischendurch. Sie hat durchaus ihre emotionalen Tiefen, ist aber zu schnelllebig, die Charaktere entwickeln sich wenig greifbar weiter und überhaupt macht nicht alles Sinn, habe ich den Eindruck. Grundsätzlich ist die Rivalität zwischen den beiden Buchhandlungen eine schöne Idee, die gerade nach der Corona Zeit, den steigenden Kosten und der Schwierigkeit überhaupt einen Laden am Leben zu erhalten, punkten kann. Doch darüber hinaus hat es so seine Macken.



Lexi Austen als unsere weibliche Protagonistin hat ihre guten wie auch ihre schlechten Seiten. Ihre Liebe zu Büchern, zu ihrer geerbten Buchhandlung, zu ihren Kunden, aber genauso zu D. C. und der weitläufigen Umgebung konnten mein Herz immer wieder erweichen. Ihr Trotz den Laden nicht aufzugeben, ihre Standhaftigkeit, aber auch ihr versteckter Kummer waren toll ausgearbeitet und haben mich mitfiebern und beten lassen, dass ihre Mühen sich auszahlen. Doch ihren Umgang, sprachlich und gedanklich, mit Sam fand ich ab und zu unterste Schublade. Ihre andauernden Sticheleien, dass es seine Schuld sei, dass ihr Laden dem Ruin geweiht ist, ihre gedankenlose Art, gerade nach dem Geschlechtsverkehr, erweckten für mich den Eindruck, dass sie sich selbst sabotiert.



Sam Dickens ist ein klasse Geschäftsmann, hat aber die emotionale Bandbreite eines Werbeprospekts. Er ist schon sympathisch und bringt einen netten Charakter mit. Doch, seine "für dich will ich mich ändern" Nummer habe ich ihm nicht abgekauft. Dass er Lexis Ideen geklaut hat und nicht mal den Hauch von Reue gezeigt hat, nur weil er sich benutzt gefühlt hat ging mir gegen den Strich und überhaupt, das Potenzial mag ja da sein, doch wirklich genutzt wird es in meinen Augen was ihn betrifft schlichtweg nicht.



Aber das Setting, genauer gesagt Pemberley Books – Lexies Buchhandlung - vergöttere ich. Sie klingt nach dem perfekten Ort um stundenlag zu stöbern, zu verweilen und sich in die nächste Geschichte zu verlieben. Da merkt man, dass die Autorin ebenso ein Büchernerd ist wie ich auch. Auch Washington D. C. kann sich sehen lassen und wirkt gerade durch die harmonischen und herzerwärmenden Beschreibungen herrlich anzuschauen.



Fazit

Wenn ihr mal wieder ein Buch sucht, dass ihr nebenbei wegsnacken könnt, könnt ihr eure Suche vorerst beenden, denn dieses hier eignet sich perfekt für kurzweiligen Lesespaß.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere