Bin nicht wirklich überzeugt
The Songbird and the Heart of Stone (Crowns of Nyaxia 3)Cover
Uff, dieses Cover ist atemberaubend! Ich liebe die düstere Stimmung, die Details, aber vor allen den "Songbird" im Hintergrund als passendes Element zum Inhalt.
Meine Meinung
Nachdem ich ...
Cover
Uff, dieses Cover ist atemberaubend! Ich liebe die düstere Stimmung, die Details, aber vor allen den "Songbird" im Hintergrund als passendes Element zum Inhalt.
Meine Meinung
Nachdem ich nun schon, die vorangegangene Geschichte rund um Oraya und Raihn aus dem gleichen Universum kenne, wollte ich gerne wissen, ob Mische, die wir bereits kennenlernen durften, und Asar mich ebenso bezaubern können. Bisher waren die Bücher von Carissa Broadbent für mich eine Mischung aus sehr gut und mittelmäßig gut, weshalb ich gespannt war, ob sie es schafft mich weiterhin zu begeistern.
Um gleich mit einem kleinen Geständnis zu starten, ich fand, dass diese Geschichte viele Längen hatte. Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern, wann ich zuletzt etwas gelesen habe, wo ich so stark den Eindruck hatte, dass wir uns inhaltlich überhaupt nicht vom Fleck bewegen. Dabei tun wir das durchaus, doch durch die immergleichen Abläufe, gerade was die Toten, die Geister und das irgendwie sehr schwarz-weiße Setting angeht, passiert mir zu wenig. Bis Seite 200 war ich noch voll dabei und dann kam irgendwann der Punkt, an dem ich mir Abwechslung sehnlich gewünscht habe. Selbst die Rückblicke, gerade auf Misches Vergangenheit und die beiden sich liebenden Götter konnten das Ganze für mich einfach nicht zufriedenstellend lockern. Auch habe ich Spannung vermisst. Wir dümpeln immer wieder zwischen den Prüfungen vor uns hin und selbst diese Herausforderungen wirkten im Kern immer gleich. Mit Ausnahme des Endes gab es wenig Spannungshöhen und eher eine gleichbleibende Spannung, die mich nur leider nicht fesseln konnte. Doch den Cliffhänger und den kleinen Plot-Twist habe ich dagegen sehr genossen und bin schon gespannt, wie diese Reise wohl weitergeht.
Mische, die nach vielen Jahren immer noch nicht bereit ist ihr Leben als Vampirin vollumfänglich zu akzeptieren, sehnt sich verzweifelt nach der Anerkennung ihres einst gewählten Gottes und ist gezwungenermaßen auf der Reise, um einen anderen getöteten Gott wiederzubeleben. Mische ist eigentlich eine Frohnatur, möchte anderen den richtigen Weg weisen, doch klammert sich ebenso an ihrem alten Leben fest. Grundsätzlich mochte ich sie gerne, doch in meinen Augen reicht sie nicht an Oraya heran. Mir fehlt Eigeninitiative, mir fehlt eine echte Verbindung zu ihr und ihrer Vergangenheit und bis zum Schluss bin ich nicht ganz mit ihr warm worden.
Asar hingegen war so perfekt, wie ein männlicher Buchprotagonist eben sein kann. Er war grüblerisch, intelligent, geduldig und hat ein Herz aus Gold. Seine Liebe für sein Haustier und für seine verflossene Geliebte waren wunderbar zu lesen und geben ihm einen schönen Tiefgang. Persönlich hätte ich gerne mehr Einblicke in seine Vergangenheit als Bastardprinz gesehen oder den Umgang mit seinen Geschwistern und seinem Vater.
Irgendwie mochte ich „The Songbird and the Heart of Stone“ und irgendwie auch nicht. Ich werde der Reihe wohl treu bleiben, um zu schauen, ob mich die Autorin nicht doch noch umhauen kann.
Fazit
Irgendwie hat es zwischen diesem Buch und mir bis zuletzt nicht richtig gefunkt. Zwar mochte ich den Inhalt als solchen ganz gerne, doch hatte ich den noch stärkeren Eindruck, dass wir auf der Stelle treten, das Setting war mir zu schnell zu eintönig und insgesamt mochte ich Mische und Asar nicht so gerne, wie Oraya und Raihn.
Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.