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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.01.2026

Zäher Start, dann immer besser

Immortal Longings
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Cover

Meinem Geschmack trifft dieses Cover nur zur Hälfte. Ich mag die den Inhalt wiederspiegelnde Dunkelheit sowie beiden gegensätzlich dargestellten Personen. Die beiden Gesichter, unten und oben sowie ...

Cover

Meinem Geschmack trifft dieses Cover nur zur Hälfte. Ich mag die den Inhalt wiederspiegelnde Dunkelheit sowie beiden gegensätzlich dargestellten Personen. Die beiden Gesichter, unten und oben sowie die Details entsprechen vom Stil schlicht nicht meinem persönlichen Gefallen.



Meine Meinung

Ich habe bereits vor einigen Jahren eine bekannte Dilogie dieser Autorin gelesen und fand, dass „Immortal Longings“ super ansprechend klang, weshalb ich das Buch letztlich gekauft habe.

Der Einstieg in diese neue Welt gestaltete sich für mich sehr schwierig. Die Erzählweise in Kombination mit dem puren Informationsfluss, gerade was Setting und Worldbuilding angeht, war zu Beginn gar nicht mein Fall. Es fiel mir schwer mich zurecht zu finden, die langen Textblöcke sorgen für einen drögen und langatmigen Einstieg, bei dem ich mir gut vorstellen kann, dass es nicht nur mir so ergangen ist. Aber, je länger ich an der Geschichte drangeblieben bin, desto besser wurde es tatsächlich. Ungefähr ab der Hälfte war ich im total im Geschehen drinnen und fand auch, dass es sich wesentlich einfach las als zu Anfang. Dennoch finde ich das Worldbuilding hier ganz besonders interessant. Gerade die wechselnden Körper, die Magie als solche, aber ebenso die ganzen Pläne und Intrigen, die immer wieder ans Licht kommen. Der Wettbewerb bringt wahnsinnig viel Spannung rein, wenngleich, ich gerne mehr vom menschlichen Aspekt gesehen hätte. Hier werden am laufenden Band Menschen ermordet und bei den wenigsten davon bekommt man als Leser*innen den Eindruck als, dass es sich dabei um mehr handelt als billiger Abfall. Irgendwo passt das zur Geschichte, doch diese Empathielosigkeit bezwingt für mich auch einen Großteil der Lebendigkeit, die ich hier nun mal sehr vermisse.

Was ich bis zum Schluss leider nur so mittelmäßig fand war das Setting. Die Idee dahinter ist gar nicht schlecht, gerade die beiden Zwillingsstädte, deren verwaschene Grenzen ineinander verschwimmen bringen auf jeden Fall alles notwendige mit, um zu überzeugen. Doch die Beschreibungen sind in meinem Kopf irgendwo am Anfang zu einem immergleichen Einerlei verschwommen. Irgendwie reiht sich ein Treppenhaus, eine Wohnungstür, ein Bordell und ein Internet-Café ans nächste. Überall gibt es massenweise Müll, kaum Sonnenlicht und beinahe jedes Aufeinandertreffen endet in blutigem Schweigen. Ich hätte gerne etwas Erinnerungswürdiges, etwas Greifbares und Herausstechendes gehabt, dass mir im Nachhinein im Gedächtnis bleibt.

Calla und Anton, unsere beiden Protagonisten und Teilnehmer der tödlichen Spiele ergeben eine interessante Kombination. Für Calla gilt ähnliches wie für das Worldbuilding, sie gibt so wenig auf das Leben anderer Leute und will um jeden Preis gewinnen, dass es mir lange Zeit schwer fiel andere Emotionen bei ihr zu entdecken. Sie denkt sehr schwarz-weiß und ist unumstößlich davon überzeugt, König Kasa zu ermorden würde sämtliche Probleme des Landes lösen. Was unlogisch ist, wenn man genauer darüber nachdenkt. Anton mochte ich persönlich eine ganze Ecke lieber – gerade seinen Grund an den Spielen teilzunehmen, seinen beißenden Sarkasmus, aber ebenso seine im verborgen liegende Vergangenheit im königlichen Palast machten seinen Charakter für mich so spannend. Beide gemeinsam haben für mich dennoch ganz hervorragend funktioniert, trotz des Misstrauens und den kleinen Streitereien.

Das Ende war spannungsgeladen, aber für mich noch nicht das Nonplusultra. Doch gerade der Plottwist konnte mich tatsächlich überraschen und eigentlich würde ich gerne losziehen und mir den zweiten Teil kaufen, doch leider hänge ich immer noch in meinem selbstauferlegtem Buchkaufverbot fest bzw. Tat ich das letztes Jahr, vielleicht muss ich demnächst doch ein paar neue Bücher kaufen gehen.



Fazit

Trotz eines zähen Starts konnte mich "Immortal Longings" irgendwann richtig fesseln. Gerade die eher düstere und blutige Stimmung, der Plot-Twist am Ende, sowie die beiden sehr morally-grey Protagonisten sind endlich mal wieder was anderes gewesen.

Von mir gibt es 3,5 bis 4 von 5 Sternen.

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  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.01.2026

Bin nicht wirklich überzeugt

The Songbird and the Heart of Stone (Crowns of Nyaxia 3)
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Cover

Uff, dieses Cover ist atemberaubend! Ich liebe die düstere Stimmung, die Details, aber vor allen den "Songbird" im Hintergrund als passendes Element zum Inhalt.



Meine Meinung

Nachdem ich ...

Cover

Uff, dieses Cover ist atemberaubend! Ich liebe die düstere Stimmung, die Details, aber vor allen den "Songbird" im Hintergrund als passendes Element zum Inhalt.



Meine Meinung

Nachdem ich nun schon, die vorangegangene Geschichte rund um Oraya und Raihn aus dem gleichen Universum kenne, wollte ich gerne wissen, ob Mische, die wir bereits kennenlernen durften, und Asar mich ebenso bezaubern können. Bisher waren die Bücher von Carissa Broadbent für mich eine Mischung aus sehr gut und mittelmäßig gut, weshalb ich gespannt war, ob sie es schafft mich weiterhin zu begeistern.

Um gleich mit einem kleinen Geständnis zu starten, ich fand, dass diese Geschichte viele Längen hatte. Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern, wann ich zuletzt etwas gelesen habe, wo ich so stark den Eindruck hatte, dass wir uns inhaltlich überhaupt nicht vom Fleck bewegen. Dabei tun wir das durchaus, doch durch die immergleichen Abläufe, gerade was die Toten, die Geister und das irgendwie sehr schwarz-weiße Setting angeht, passiert mir zu wenig. Bis Seite 200 war ich noch voll dabei und dann kam irgendwann der Punkt, an dem ich mir Abwechslung sehnlich gewünscht habe. Selbst die Rückblicke, gerade auf Misches Vergangenheit und die beiden sich liebenden Götter konnten das Ganze für mich einfach nicht zufriedenstellend lockern. Auch habe ich Spannung vermisst. Wir dümpeln immer wieder zwischen den Prüfungen vor uns hin und selbst diese Herausforderungen wirkten im Kern immer gleich. Mit Ausnahme des Endes gab es wenig Spannungshöhen und eher eine gleichbleibende Spannung, die mich nur leider nicht fesseln konnte. Doch den Cliffhänger und den kleinen Plot-Twist habe ich dagegen sehr genossen und bin schon gespannt, wie diese Reise wohl weitergeht.

Mische, die nach vielen Jahren immer noch nicht bereit ist ihr Leben als Vampirin vollumfänglich zu akzeptieren, sehnt sich verzweifelt nach der Anerkennung ihres einst gewählten Gottes und ist gezwungenermaßen auf der Reise, um einen anderen getöteten Gott wiederzubeleben. Mische ist eigentlich eine Frohnatur, möchte anderen den richtigen Weg weisen, doch klammert sich ebenso an ihrem alten Leben fest. Grundsätzlich mochte ich sie gerne, doch in meinen Augen reicht sie nicht an Oraya heran. Mir fehlt Eigeninitiative, mir fehlt eine echte Verbindung zu ihr und ihrer Vergangenheit und bis zum Schluss bin ich nicht ganz mit ihr warm worden.

Asar hingegen war so perfekt, wie ein männlicher Buchprotagonist eben sein kann. Er war grüblerisch, intelligent, geduldig und hat ein Herz aus Gold. Seine Liebe für sein Haustier und für seine verflossene Geliebte waren wunderbar zu lesen und geben ihm einen schönen Tiefgang. Persönlich hätte ich gerne mehr Einblicke in seine Vergangenheit als Bastardprinz gesehen oder den Umgang mit seinen Geschwistern und seinem Vater.

Irgendwie mochte ich „The Songbird and the Heart of Stone“ und irgendwie auch nicht. Ich werde der Reihe wohl treu bleiben, um zu schauen, ob mich die Autorin nicht doch noch umhauen kann.



Fazit

Irgendwie hat es zwischen diesem Buch und mir bis zuletzt nicht richtig gefunkt. Zwar mochte ich den Inhalt als solchen ganz gerne, doch hatte ich den noch stärkeren Eindruck, dass wir auf der Stelle treten, das Setting war mir zu schnell zu eintönig und insgesamt mochte ich Mische und Asar nicht so gerne, wie Oraya und Raihn.

Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 27.12.2025

Herrlich weihnachtlich und emotional

Good Spirits
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Cover

Ich weiß, da draußen gibt es eine Menge Leute, die keine Menschen auf dem Cover mögen. Zum Glück gehöre ich nicht dazu! Ich liebe dieses Cover! Die Darstellung der Protagonisten ist perfekt. Dazu ...

Cover

Ich weiß, da draußen gibt es eine Menge Leute, die keine Menschen auf dem Cover mögen. Zum Glück gehöre ich nicht dazu! Ich liebe dieses Cover! Die Darstellung der Protagonisten ist perfekt. Dazu die Schneeflocken und Weihnachtssterne und ich bin verliebt.



Meine Meinung

Während mein Buchkaufverbot leider anhält, bin ich bereits beim Stöbern in meiner Lieblingsbuchhandlung über dieses wunderschöne Buch gestolpert. Und zu meiner absolut totalen Freude waren NetGalley und der HarperCollins Verlag so nett mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen, vielen Dank dafür! Ihr wisst gar nicht, wie sehr ich mich auf diese Geschichte gefreut habe! Und was sogar noch besser ist, ich mochte „Good Spirits“ wirklich gerne.

Zunächst einmal haben wir da die quirlige und vor Energie übersprudelnde Harriet, die ich sehr schnell ins Herz geschlossen habe. Denn trotz ihrer positiven, freundlichen und aufgeschlossenen Art versteckt sich hinter ihrem zuckerstangenliebenden und herzlichen Selbst jemand, dessen Wert immer wieder herabgesetzt worden ist. Harriets Familie hätte den Besuch eines Geistes der vergangenen Weihnacht viel eher verdient, was dem Buch einen besonders interessanten Twist verleiht. Harriet ist allerdings auch sehr festgefahren in ihrem Verhalten es immer anderen recht zu machen und ihr fällt es schwer sich zu behaupten. Nun ja, zumindest so lange bis sie Nolan begegnet.

Nolan ist offenbar einer von vielen Geistern der vergangenen Weihnacht und trotz seiner Aufgabe Menschen auf ihre Fehler hinzuweisen, scheint er was sein eigenes Leben angeht sehr verloren zu sein. Zusammen mit Harriet hingegen blüht er regelrecht auf. Er fängt an zu leben und zu lieben, was wir nicht nur seinen Gedanken, sondern ebenso seinen kristallklaren Gefühlen entnehmen können. Wie er Harriet auf Händen getragen hat, als er sich seiner Zuneigung bewusst war, hat mich immer wieder begeistern können.

Genau wie ich es persönlich bereits vermutet hatte, gibt es kein großartig komplexes und in allen Einzelheiten ausgearbeitetes Worldbuilding. Und wisst ihr was? Ich habs auch nicht gebraucht. So simpel und doch irgendwo in sich logisch passt es wunderbar zur Geschichte, weil der Fokus schlichtweg auf der Beziehung zwischen Nolan und Harriet liegt.

Persönlich hätte ich sehr, sehr gerne noch einen ausgiebigen Epilog gehabt, weil gerade durch das zurückhaltende Worldbuilding für mich noch so einige Fragen offen sind. Beispielsweise würde mich ja brennend interessieren, ob Nolan seine Magie behalten hat oder ob er jetzt ein normaler Mensch ist. Oder hat er noch Kontakt zu den anderen Geistern bzw. darf er Kontakt haben. Was hat es mit Isabell und der Spieluhr auf sich? Ihr seht, da kommt doch einiges zusammen und ich nun mal ein furchtbar neugieriger Mensch.

Aber alles in allem? Passt diese Geschichte nicht nur ganz zauberhaft zur Weihnachtszeit, ich hatte damit herrlich angenehme Lesestunden und kann letztlich nur zugeben, dass dem Buch nur noch der allerletzte kleine Funke zum perfekten Buch gefehlt hat.



Fazit

Perfekt für die kalte Jahreszeit und einfach zum Verlieben schön, so hat sich "Good Spirits" beim Lesen für mich angefühlt. Euch kann ich es nur wärmstens weiterempfehlen!

Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 17.12.2025

Starker Auftakt

Daughter of No Worlds (War of Lost Hearts 1)
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Cover

Dieses Cover ist absolut atemberaubend! Ich liebe, liebe es. Gerade die Darstellung von Tisaanah passt perfekt zum Inhalt und ergibt mit den anderen Elementen ein absolut stimmiges und fesselndes ...

Cover

Dieses Cover ist absolut atemberaubend! Ich liebe, liebe es. Gerade die Darstellung von Tisaanah passt perfekt zum Inhalt und ergibt mit den anderen Elementen ein absolut stimmiges und fesselndes Gesamtbild.



Meine Meinung

Ich kenne bereits ein paar andere Bücher der Autorin, wobei ich einige von ihr echt gerne mochte. Deshalb stand für mich ziemlich schnell fest, dass ich bei dieser neuen Reise natürlich mit von der Partie bin.

Den ersten Teil des Buches erleben wir ausschließlich aus Sicht unserer weiblichen Protagonistin Tisaanah und erst im zweiten Teil kommen einige Kapitel aus Max Sicht hinzu. Tisaanah mag auf den ersten Blick einfach gestrickt sein, doch ihre Gedanken sind sehr komplex. Gerade ihr verzweifeltes Bemühen die Sklaven in ihrer Heimat, ihre Freunde zu befreien nimmt den Großteil ihrer Gedanken ein und wir merken als Leser nicht immer zum positiven, dass Tisaanah sehr in ihrem schwarz-weißen Denken gefangen ist. Es ändert nichts daran, dass ich sie wirklich gerne mag. Sie ist ehrgeizig, stur, hat Durchsetzungsvermögen und ist bereit sich selbst für ihr Ziel zu opfern.

Max mochte ich sogar noch lieber als Tisaanah, denn gerade seine anfängliche Zurückhaltung, sein Humor und sein gigantisches Herz machen ihn mir sympathisch. Die Beziehung der beiden entwickelt sich langsam, aber greifbar und konnte mich mit jedem verstreichenden – herrlich kurzem – Kapitel mehr fesseln.

Auch die Nebencharaktere, ob man diese nun mag oder nicht, sind herrlich facettenreich und authentisch. Gerade Max besten Freund Sammerin und dessen kleinen Lehrling habe ich dabei besonders ins Herz geschlossen. Die Dynamik ist toll und konnte mich immer wieder begeistern.

Inhaltich gibt es viele Elemente, die mich in ihren Bann ziehen und faszinieren konnten und dennoch hatte ich an einigen Stellen den Eindruck, dass es zu schnell ging bzw. dass es an einigen Erklärungen gemangelt hat. Wer das Buch schon gelesen hat, ihr erinnert euch mit Sicherheit an die erste große Schlacht? Das Geschehen vor dem Tor zum Beispiel ging mir irgendwie zu schnell und ich habe nicht zu einhundert Prozent begriffen, was genau passiert ist. In diesen etwas über sechshundert Seiten gibt es von diesen Momenten eine Handvoll, wo ich mir etwas Entschleunigung gewünscht habe, um die Geschichte besser greifen zu können. Auch emotional bin ich an echt vielen Punkten abgeholt worden und doch habe ich den Eindruck, dass der nächste Band diesen hier noch um einiges toppen könnte. Was bedeutet, dass ich von dieser Reihe schlicht noch etwas mehr erwarte, auch wenn die Autorin sich definitiv auf dem richtigen Weg befindet. Das Worldbuilding ist nichts übertrieben Neues, wurde aber gut erzählt und kann daher überzeugen.

Auch wenn es kein Highlight geworden ist, kann ich euch diese Geschichte wirklich empfehlen. Ich werde auf jeden Fall nach dem nächsten Band Ausschau halten und – wie immer – berichten.



Fazit

Ein starker Start, der bereits die richtigen Weichen für Folgebände mit sich bringt. Komplett überzeugt worden, bin ich leider noch nicht, aber trotzdem habe ich "Daughter of No Worlds" bis hierhin genossen.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 11.12.2025

Kennt man irgendwie schon

Night Lake Academy – Die Magie der Nachtfalter (Night Lake Academy 1)
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Cover
Einmal mehr habe ich mich im Buchladen meines Vertrauens von einem bildhübschen Cover überzeugen lassen. Ich liebe die goldenen Akzente, die Motte als Eyecatcher, aber genauso die vielen kleinen ...

Cover
Einmal mehr habe ich mich im Buchladen meines Vertrauens von einem bildhübschen Cover überzeugen lassen. Ich liebe die goldenen Akzente, die Motte als Eyecatcher, aber genauso die vielen kleinen Details.

Meine Meinung
Schon wieder habe ich mich beim Bücherkauf von einem wunderschönen Cover zum Kauf verleiten lassen, auch wenn die Geschichte mindestens ebenso spannend klingt. Bisher kannte ich die Autorin überhaupt nicht und weiß auch nicht, ob ich zukünftig erneut ein Buch von ihr kaufen würde bzw. lesen möchte.
Hannah als unsere weibliche Protagonistin passt leider ziemlich genau in das Bild, welches ich vom ganzen Buch gewonnen habe: Sie bleibt bis zuletzt unfassbar blass, sprunghaft und es mangelt an Fingerspitzengefühl sie wirklich lebendig zu machen. Ich konnte nicht jeden ihrer Gedanken nachvollziehen und saß manchmal vor diesem Buch und konnte die Logik hinter ihren Handlungen nicht verstehen. Gedanklich springt sie von einem Thema zum nächsten und damit hat mich die Autorin irgendwann leider verloren. Emotional fand ich Hannah unfassbar eintönig und blass, denn die Handlung schreitet in den eigentlich richtigen Momenten zu schnell voran, um mir das Gefühl zu geben, Hannah würde tiefergehende Emotionen verspüren.
Die wenigen Abschnitte aus Ians Sicht und ebenso die vergleichsweise seltenen Aufeinandertreffen der beiden konnten mich leider ebenso wenig überzeugen. Ians und Hannahs Beziehung fühlt sich für mich an wie ein reiner Lückenfüller. Die Verbindung der beiden ist wenig tiefgründig, noch weniger überzeugend und von der Tatsache mal abgesehen, dass Ian einen sehr späten Auftritt hinlegt, hatte ich schlichtweg nicht den Eindruck, dass diese vermeintliche Liebesbeziehung in irgendeiner Art und Weise wichtig für die Geschichte wäre. Traurigerweise stiehlt eine andere – wenngleich wesentlich überzeugendere – Beziehung den beiden mit Leichtigkeit die Show, was für besagte Nebencharaktere zwar ganz zauberhaft ist, aber in meinen Augen viel zu viel Raum einnimmt.
„Night Lake Academy“ strotz vor vielen guten, ja, auch bekannten Ideen und doch ist es letztlich die Tatsache, dass alles nicht so recht zueinander findet, was mich stört. Viele Elemente werden so nebenbei aufgegriffen, es gibt kurze Erklärungen und dann verlaufen sich die Informationen einfach im Sande. Es gibt super viele Ereignisse, die zunächst wichtig erscheinen, die im Verlauf der Geschichte dennoch gänzlich wegignoriert werden. Als Beispiel: Hannahs versehentlicher Angriff auf drei andere Schüler. Weder wird Hannah für ihre eigene Dummheit bestraft, noch macht sie sich jemals die Mühe sich bei den anderen zu entschuldigen. Frei nach dem Motto, zwar habe ich euch fast umgebracht, aber aus den Augen aus dem Sinn. Und davon gibt es für mich persönlich mehr als genug Momente, die uns inhaltlich überhaupt nicht voranbringen. Immer wieder hatte ich den Eindruck, dass die Autorin selber nicht ganz wusste, wo dieses Buch letztlich hingehen sollte, und das merkt man leider deutlich.
Für mich bleibt dieses Buch in seiner Gesamtheit unfassbar blass und leider sehr langweilig, weil ich partout nicht mit Hannah warm geworden bin. Es mangelt an Überzeugungskraft und innovativen Ideen und Details, die Geschichte für mich zum Leben zu erwecken. Den zweiten Teil werde ich mir mit hoher Wahrscheinlichkeit sparen.

Fazit
Trotz eines umwerfenden Covers bleibt diese Geschichte weit hinter meinen Erwartungen zurück. Mittlerweile gibt es viele Romantasy-Bücher, die an einer Academy o. ä. spielen, dass ich mir sehnlich etwas Abwechslung aber ebenso Tiefgang sehnlich gewünscht habe.

Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.

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