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Veröffentlicht am 20.11.2025

Highlight

The Isles of the Gods
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Cover
Ich kann wohl nicht leugnen, dass das Cover ziemlich gut zum Inhalt passt. Hätte ich es im Laden in die Hand genommen? Vermutlich nicht. Es entspricht einfach nicht dem Typ Buch, den ich auf den ...

Cover
Ich kann wohl nicht leugnen, dass das Cover ziemlich gut zum Inhalt passt. Hätte ich es im Laden in die Hand genommen? Vermutlich nicht. Es entspricht einfach nicht dem Typ Buch, den ich auf den ersten Blick interessant fände.

Meine Meinung
Während ich weiterhin daran arbeite meinen Stapel ungelesener Bücher zu reduzieren, lese ich momentan von neuen zu etwas älteren Bücher alles, was ich finden kann. Dieses Buch habe ich vor einer halben Ewigkeit als Überraschungspost erhalten und war mir gar nicht so sicher, ob ich es jemals lesen werde. Von der Autorin habe ich in Kombination mit einer anderen Autorin vor einer Weile bereits eine Dilogie gelesen, die ich sehr genossen habe – also wollte ich der Geschichte doch eine Chance geben. Und wie das immer bei Büchern ist, bei denen man am wenigsten damit rechnet, habe ich es lieben gelernt.
Ehrlich gesagt fand ich den Einstieg in die Geschichte sehr holprig und ich brauchte doch ein Weilchen um mich in dieser Welt der Gegensätze zurechtzufinden. Gerade meine Vorstellung von Schifffahrt und den Reisen über das Meer stand in deutlichem Kontrast zu Automobilen und Dampfschiffen, neben der normalen Seefahrt, die wir zu sehen bekommen. Auch die Kluft zwischen Reich und Arm, zwischen dem was das Leben lehrt und was Lehrer uns beibringen, zwischen Prinz und dem Mädchen des Meeres konnte mich nach anfänglicher Verwirrung immer wieder in seinen Bann ziehen und begeistern. Das Worldbuilding ist nicht das Komplexeste, doch punktet mit verständlichen Erklärungen, mit Lebendigkeit und trotzdem mit einer überzeugenden Leichtigkeit.
Wir begleiten ganz unterschiedliche Charaktere durch diese Welt, wobei die beiden wichtigsten wohl Prinz Leander und Selly, das Schiffsmädchen sind – selbst, wenn alle Protagonisten, durch deren Augen wir diese Welt betrachten offensichtlich wichtig fürs große Ganze sind. Besonders überzeugt hat mich die Dynamik der einzelnen Personen, aber noch mehr, wenn diese sich zu Gruppen zusammengefunden haben. Die Charaktere starten ganz unterschiedlich in diese Geschichte, es gibt Differenzen, aber genauso übergreifende Verbindungen. Im Grunde genommen gibt es niemanden, dessen Leben nicht durch die Taten der anderen beeinflusst worden ist und das macht das ganze Zusammenspiel für mich so faszinierend. Die Taten und die Gespräche, neben den einzelnen Gedankenwelten sind authentisch und ehrlich, es gibt nicht nur Angst und Zweifel, sondern ebenso zentral die große Rolle der Schuld, neben den positiven Emotionen der Freundschaft, Loyalität und Hoffnung.
Persönlich habe ich mit einer seichteren Geschichte gerechnet, doch diesen Gedanken hat mir die Autorin ziemlich erfolgreich aus dem Kopf geschlagen, als die ersten Verbrechen ans Licht gekommen sind. Diese Welt verfolgt nicht nur den ruhenden Krieg zwischen Göttern, sondern ebenso zwischen den unterschiedlichen Völkern. Einige Taten sind in ihrer Grausamkeit kaum zu überbieten und ließen mir den ein oder anderen kalten Schauer über den Rücken laufen. Dieses Buch ist definitiv nichts für Zartbesaitete, wenngleich es nicht total blutrünstig ist. Es passt zur Welt, zur Geschichte und verleiht dem Inhalt stets etwas Dringliches, etwas Angsteinflößendes was nicht nur dafür gesorgt hat, dass ich das Buch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen habe, sondern ebenso der Spannung und dem Spannungsbogen immer wieder zu neuen Hochs beflügelt hat. Ich fand „The Isle of Gods“ unfassbar spannend, wurde mitgerissen, konnte nicht aufhören zu lesen, bis die allerletzte Seite erreicht war. Ich weiß nicht, ob es jemals einen zweiten Teil auf Deutsch geben wird, aber falls es zu einer Übersetzung kommt, werde ich das Ende dieser Reise auf jeden Fall von meinem Sofa aus verfolgen.

Fazit
Wieder konnte mich ein Buch total überraschen. "The Isle of Gods" ist ein überraschendes Highlight mit vielen liebgewonnen Charakteren, einer spannenden und actionreichen Welt und viel Herz.

Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.11.2025

Highlight

Die Sprache der Drachen
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Cover
Persönlich mag ich das Cover nicht ganz so gerne, finde aber, dass es hervorragend zum Inhalt passt. Auch die Darstellung des Drachen sieht richtig gut aus, wenngleich ich die Farben und auch den ...

Cover
Persönlich mag ich das Cover nicht ganz so gerne, finde aber, dass es hervorragend zum Inhalt passt. Auch die Darstellung des Drachen sieht richtig gut aus, wenngleich ich die Farben und auch den restlichen, weitestgehend leeren Hintergrund, einfach nicht besonders ansprechend finde.


Meine Meinung
Da ich mich gerade aktuell mit einem Familienmitglied über Drachen in Serien und Büchern unterhalten habe, juckte es mich in den Fingern mal wieder in ein Buch mit eben dieser Spezies abzutauchen. „Die Sprache der Drachen“ ist mein erstes Buch dieser Autorin, aber mit Sicherheit werde ich in Zukunft nach weiteren Büchern von ihr Ausschau halten.
Ironischerweise entspricht diese Geschichte gar nicht so sehr meinen Erwartungen und überzeugt vielleicht gerade deshalb. Wenn ihr nach etwas sucht, dessen Spannung unterschwellig immer mehr wird, wo der Kampf eher mit Worten als mit Waffen ausgefochten wird oder wo die Protagonistin doch eine Weile braucht, um die Wahrheit vor ihrer Nase zu erkennen seid ihr hier richtig.
Ich habe online bereits einige Meinungen dazu gelesen – ein paar davon beschreiben, dass unsere Protagonistin Vivien unsympathische Züge hat. Und wisst ihr was? Dem kann ich nur zustimmen. Vivien ist nicht die perfekte Heldin, sie ist weder besonders mutig noch einfallsreich noch bereit ihre Familie für das Wohl aller zu opfern. Und genau diese Aspekte ihres Wesens machen sie in meinen Augen nur menschlicher und authentischer. Trotz der Tatsache, dass ich irgendwann innerlich gebetet habe, dass sie endlich erkennt, wer im Recht ist und wer nicht, konnte ich sie verstehen. Ich kann nachvollziehen, dass ihre Angst das Falsche zu tun sie daran gehindert hat überhaupt etwas zu tun. Ihre Zweifel und Schuldgefühle fühlten sich für mich ehrlich und greifbar an und überzeugen genau deshalb. Auch der sehr, wirklich sehr, spät kommende Wandel in ihr kam in meinen Augen genau zum richtigen Zeitpunkt, ihr Bemühen zu helfen, sich richtig zu entscheiden, schlichtweg Leben retten zu wollen – und nicht nur ihr eigenes – kann mich restlos überzeugen.
Bereits kurz angesprochen habe ich die unterschwellige Spannung, die diesem Buch innewohnt. Es gibt durchaus einige Kämpfe, Feuer spuckende Drachen und den ein oder anderen Todesfall, doch den Großteil des Buches nimmt wohl der innere Kampf von Vivien ein. Der Mittelteil kann sich mitunter ganz schön ziehen, wenn man sich nicht so sehr in die Geschichte verliebt hat, wie es mir ergangen ist.
Gerade der Aufbau des Worldbuildings, das Klassensystem, neben den Rebellen und den Drachen als eigenes Volk, verbunden durch die unterschiedlichen Sprachen mit einer klitzekleinen Prise von Verrat und Liebe konnte mich vollkommen in seinen Bann ziehen. Der Inhalt ist herrlich komplex und behält dennoch immer den Blick zur Realität, was alles umso echter erscheinen lässt.
Auch die große, epische Liebesgeschichte werdet ihr hier verzweifelt suchen. Finden könnt ihr allerdings eine sich langsam entwickelnde Liebesgeschichte ohne unnötiges Hin- und Her, dafür mit Tiefgang und schönen Dialogen. Das Ende lässt zahlreichen Fragen offen, gerade ob es eine Zukunft für beide zusammen überhaupt geben wird – und ich hoffe wirklich sehr, dass es einen weiteren Band aus diesem Universum geben wird.


Fazit
Unerwarteterweise konnte „Die Sprache der Drachen“ mich für sich einnehmen, begeistern und zu Tränen rühren. Euch kann ich dieses wahnsinnig tolle Buch aus ganzem Herzen empfehlen!

Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 18.11.2025

Klang vielversprechender als es war

Mr. Fixer Upper
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Cover
Obwohl gelb nicht zu meinen Favoritenfarben gehört mag ich das Gesamtbild dieses Covers eigentlich ganz gerne. Persönlich finde ich, dass es durchaus schönere und passendere Details zum Inhalt hätte ...

Cover
Obwohl gelb nicht zu meinen Favoritenfarben gehört mag ich das Gesamtbild dieses Covers eigentlich ganz gerne. Persönlich finde ich, dass es durchaus schönere und passendere Details zum Inhalt hätte geben können, so wirkt es doch sehr zusammenhanglos.


Meine Meinung
Während Lucy Score – die Autorin – bereits eine bekannte Größe ist, habe ich mit diesem Buch mein erstes von ihr gelesen. "Mr. Fixer Upper" habe ich nicht nur gekauft, weil die Geschichte humorvoll und lesenswert klang, sondern auch weil ich die ähnlich klingende Fernsehserie Fixer Upper abgöttisch liebe.
Aus welchen Gründen auch immer bin ich davon ausgegangen, dass wir das Buch nur aus Sicht unserer weiblichen Protagonistin Paige erleben, was gar nicht stimmt, denn es gibt durchaus eine Handvoll Kapitel bzw. Abschnitte aus Gannons Sicht. Paige ist störrisch, pragmatisch und ein kleines Organisationstalent. Als wichtiger Teil der Filmcrew geht es hinter den Kameras der Show King of Construction heiß her – vor allem zwischen Paige und Gannon, die immer mal wieder aneinander geraten. Persönlich konnte ich mit Paige nicht immer etwas anfangen. Gerade ab dem Mittelteil bis zum Ende war ich von ihrem Verhalten irgendwann nur noch frustriert. Ja, ich kann verstehen, wenn man an seinen Prinzipien festhält und einen Fehler nicht wiederholen will, doch hier drehen sich die Diskussionen im Kreis, es gibt kein Vor und kein Zurück, Paiges Einsicht dauerte mir schlichtweg zu lang. Auch der Grund für den Streit war so aus der Luft gegriffen und dafür, dass Paige das Reality-TV in und auswendig kennt, hätte sie zumindest versuchen können hinter die Fassade zu schauen.
Auch Gannon war für mich nur ganz in Ordnung. Ehrlich gesagt fand ich den Großteil der Streitereien zwischen den beiden ziemlich unnötig und seine ewige Wiederholung des Kosenamens Prinzessin war ziemlich schnell ganz schön ausgelutscht. Darüber hinaus fand ich sein Engagement Paige zurückzubekommen schön anzusehen, ich habe seine Beziehung zu seiner Schwester Cat und seiner Großmutter geliebt, habe aber ewig gebraucht um zu schnallen, dass der Gute gar kein Amerikaner sondern ein Italiener ist. Ups. Nicht das das etwas ändern oder so, überrascht war ich trotzdem.
Der Schreibstil als solcher war schön verständlich, flüssig und hatte ein paar humorvolle Dialoge. Wenn ich mir aber den Inhalt im Vergleich dazu heranziehe, war das Buch insgesamt nicht so lustig wie ich es erwartet hätte. Dazu kommt, dass es jede Menge Abschnitte gab, wo die Geschichte einen unerwarteten Zeitsprung macht, wo es mich an einigen Stellen echt etwas gestört hat. Manche Szenen wirkten dadurch so abgehackt, so auseinander gezerrt und hätten vielleicht noch den ein oder anderen Blick hinter die Stirn unserer Protagonisten gewährt.


Fazit
Für mich war das Buch leider nur ganz okay. Ich habe einfach mehr Humor, mehr Leichtigkeit und etwas weniger Sturheit von Paige erwartet, wenngleich ich die Show als solche immer wieder ganz spannend und auch emotional fand, wenn hervorgehoben worden ist, für welche Menschen die Häuser renoviert werden.

Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 17.11.2025

Bin nicht so richtig abgeholt worden

Crash Test
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Cover

Passend zum Inhalt ist dieses Cover in meinen Augen echt gelungen. Ich liebe die Darstellung der beiden Protagonisten, gerade in ihrer Rennfahrerkluft.


Meine Meinung

Nachdem ich zuletzt wieder ...

Cover

Passend zum Inhalt ist dieses Cover in meinen Augen echt gelungen. Ich liebe die Darstellung der beiden Protagonisten, gerade in ihrer Rennfahrerkluft.


Meine Meinung

Nachdem ich zuletzt wieder ein paar Bücher aus einem anderen Genre gelesen habe, wollte ich mal wieder einen Liebesroman lesen. Dieses Buch habe ich bereits vor einigen Wochen spontan im Laden mitgenommen, weil mich sowohl das Cover als auch der Inhalt neugierig gemacht haben. Bisher kannte ich die Autorin überhaupt nicht und weiß auch noch nicht, ob ich zukünftig erneut etwas von ihr lesen möchte. Negativ aufgefallen ist mir als aller erstes wie diese Geschichte wiedergegeben wurde. Die ewigen Rückblicke waren nicht mein Fall. Ich fand es schade, dass wir die Charaktere nicht einfach in einer chronologischen Abfolge begleitet haben, sondern immer wieder durch ganze Kapitel a la „Ich kann mich daran erinnern, wie es vor sechs Monaten gewesen ist…“.

Der Schreibstil als solcher war, davon mal abgesehen eigentlich nicht schlecht, wenn ich nicht manchmal den Eindruck gehabt hätte, dass er ein wenig plump und einfallslos gewirkt hat. Keine Ahnung, ob es an der Übersetzung liegt, oder tatsächlich an der Autorin. Ich kann mich beispielsweise vage an den Satz erinnern „Er wischte mit den Lippen über meine“ – und von allen Wörtern, die man für den Kontakt von Lippen nutzen könnte, klingt es schlichtweg dumpf und irgendwie nicht passend. Solche Momente hatte ich öfter während des Lesens, aber zum Glück nicht im laufenden Band.

Um ehrlich zu sein bin ich mit beiden Charakteren bis zum Schluss nicht vollständig warm geworden. Persönlich mochte ich Travis etwas lieber als Jacob, was wohl Jacobs ekeligem Verhalten im Krankenhaus zuzuschreiben ist. Am besten gefallen hat mir bei beiden die Charakterentwicklung. Travis, der vom totalen Eigenbrötler zu jemandem wird, der für sich selbst einsteht und endlich eine herrlich bunte Familie bekommt und Jacob, der sich seinen eigenen Ängsten, aber ebenso seiner Familie stellt. Ironischerweise hätte ich bei beiden gerne Rückblicke der Art gesehen, dass wir verstehen, woher ihre Traumata wirklich kommen. Klar, es gibt einige Informationen, die wir nebenbei bekommen, aber diese waren für mich noch nicht glaubhaft genug.

Abgöttisch geliebt habe ich die Dynamik der Nebencharaktere. Gerade Heather, Travis neue Assistentin, muss man einfach lieben. Vor allem die Freundschaften unter den Charakteren, die gemeinsam Verluste verarbeiten oder einfach füreinander da sind, können mich komplett überzeugen.

Ich habs oben bereits kurz angeschnitten, aber ich weiß nicht, ob ich in Zukunft erneut ein Buch von Amy James kaufen und lesen würde. Das Buch war nicht schlecht oder so, hatte gute und schlechte Elemente, aber so richtig überzeugt bin ich halt einfach nicht.


Fazit

Leider konnte das Buch nicht wirklich mit meinen Erwartungen mithalten, denn für mich fehlte es an Tiefgang, Glaubhaftigkeit und neben den Nebencharakteren habe ich wenige Elemente wirklich genossen.

Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 15.11.2025

Overhyped

The Knight and the Moth
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Cover

Ich glaube viel besser könnte das Cover gar nicht zum Buch passen, es ist perfekt! Ich liebe die Darstellung unserer weiblichen Protagonistin und auch die genau richtig übereinstimmende Ästhetik ...

Cover

Ich glaube viel besser könnte das Cover gar nicht zum Buch passen, es ist perfekt! Ich liebe die Darstellung unserer weiblichen Protagonistin und auch die genau richtig übereinstimmende Ästhetik der Geschichte.



Meine Meinung

Einmal mehr habe ich mich von Social-Media zum Kauf eines gehypten Buches verleiten lassen. Ich habe in Vergangenheit bereits ein Buch dieser Autorin gelesen, welches ich ganz gerne mochte, weshalb ich zumindest die Hoffnung hatte, dass „The Knight and the Moth“ keine totale Enttäuschung wird.

Ich möchte behaupten, dass ich gar nicht so hohe Erwartungen an diese Geschichte hatte, wie vielleicht andere da draußen und doch bin ich ein klein wenig enttäuscht. Ich fand das Buch nicht schlecht oder so, aber von einem Highlight sind wir ebenfalls noch Lichtjahre entfernt. Angefangen beim Worldbuilding bin ich eben einfach nicht vollständig überzeugt worden. Ich mochte diese Welt als solche gerne, fand einige Elemente interessant und faszinierend zugleich, aber in seiner Gesamtheit auch irgendwie langweilig. Klar, man kann das Rad nicht neu erfinden, aber es gab irgendwie keinen Aspekt, der mich zu hundert Prozent abholen konnte. Als Beispiel, die steinernen Artefakte der Omen hätten so viel Potenzial gehabt Verwirrung, Verzweiflung, aber ebenso andere starke Emotionen hervorzurufen, die für mich ein wenig dadurch kaputt gemacht wurden, dass jedes Omen eine Sache kann, die auch alle anderen Omen können – ohne Erklärung warum das eigentlich so ist. Auch die Omen – die Götter dieser Welt sozusagen – hätten in der Theorie herrlich düster und machtbesessen sein können – was sie durchaus sind, keine Sorge – aber eben nicht in dem Maße, dass es mich von ihrer Habgier und ihrem Stolz überzeugt hätte. Auch das Weissagen, die Kathedrale oder andere zentrale Stichpunkte schaffen es schlichtweg nicht mich umzuhauen.

Ich kann verstehen, dass Leute sagen, der Schreibstil sei poetisch und wunderschön, denn das ist er durchaus. Doch ich hatte den Eindruck, dass sich diese ausschweifenden Beschreibungen eher auf den Anfang zentrieren und sich im Laufe des Buches in – teils – unwichtigen Nebensächlichkeiten verlieren. Ich hätte gerne mehr Details und mehr Fingerspitzengefühl beim Setting, aber ebenso bei den äußerlichen Beschreibungen der Charaktere gesehen.

Ich glaube, ich hätte das Buch mehr genossen, wenn die Autorin sich die Zeit genommen hätte, nicht nur Sybills Zweifel und Ängste oder ihre Zuneigung für Rory herauszuarbeiten, sondern ebenso in die Spannung und Dramatik der Geschichte investiert hätte. Es gab bestimmt ein Dutzend Momente, die Spannung hätten hervorrufen können, die für meinen Geschmack aber zu schnell verstrichen sind. Hier hätte ich mir gewünscht, dass gerade die Kämpfe oder auch einzelne Momente im Speziellen länger aufrechterhalten worden wären.

Auch mit Sybill oder Sechs fühle ich mich nicht wirklich wohl. Erst war sie mir zu stolz, zu überzeugt wirklich etwas Besseres zu sein und dann zu unentschieden, zu zurückhaltend für eine Protagonistin meines Geschmacks und das ewige Ich-weiß-nicht-was-ich-danach-tue ging mir irgendwie auf den Keks.

Tut mir leid das sagen zu müssen, aber das Ende brachte mich zum Augenrollen. Von allen Dingen, die hätten passieren können, war das genau, was ich erwartet hatte. Grundsätzlich ist das Buch ziemlich vorhersehbar, wenn ich ehrlich sein soll. Bisher bin ich nicht davon überzeugt diese Reihe weiterzuverfolgen und muss über meine anderen Geständnisse heraus zugeben, dass ich das Buch nach Beenden eigentlich ganz gerne mochte, jetzt, wo ich ein paar Stunden drüber nachgedacht habe, fällt mir auf, wie wenig ich tatsächlich überzeugt worden bin.



Fazit

Overhyped, wenn man mich fragen würde. Gerade unsere weibliche Protagonistin und das Worldbuilding lassen super viel Potenzial links liegen.



Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.

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