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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.08.2025

Australien - zwischen Ureinwohnern und dem zeitgeschichtlich ältesten Riff

Baedeker Reiseführer Australien
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Der Baedeker Reiseführer ‘A Australien‘ vom MAIRDUMONT Verlag bietet die Möglichkeit auf knapp 600 Seiten einen ganzen Kontinent für sich zu erlesen und zu erobern. Ein sehr schönes Zitat von Barry Gibb ...

Der Baedeker Reiseführer ‘A Australien‘ vom MAIRDUMONT Verlag bietet die Möglichkeit auf knapp 600 Seiten einen ganzen Kontinent für sich zu erlesen und zu erobern. Ein sehr schönes Zitat von Barry Gibb von den Bee Gee´s zeigt, was Australien sein kann. Es lautet: “Australien zu verlassen war das Schlimmste, was ich jemals getan habe“. Dieses schier unendlich wirkende Land, eine Insel – nein ein ganzer Kontinent, gibt sich mit seinem Aussie-Feeling freundlich, sonnig, zeigt eine überwältigende Natur und viel royales, britisches Ambiente, welches wiederum, typisch australisch, durch sehr viel Lässigkeit geprägt ist.
Dieses Land ist so viel mehr als nur Sydney, Ayers Rock oder das Great Barrier Reef. Die ehemalige Kronkolonie liegt näher an Shanghai als an London. Deshalb spürt man auch an vielen Ecken der Hauptstadt Canberra überaus deutlich den asiatischen Einfluss.
Wer sich einen Überblick über diesen Kontinent verschaffen möchte, nutzt üblicherweise nicht nur Auto, Zug oder Schiff. Die großen Entfernungen machen das Flugzeug unentbehrlich. Wichtige Ankerpunkte, von denen aus man das Land entdecken kann, sind Melbourne, Adelaide, Alice Springs (Uluru früher Ayers Rock), Carins (Great Barrier Reef) und Sydney. Aber das Wichtigste ist – bringen sie Zeit mit. Australiens Größe und die lange Anreise machen diese unabänderlich zur Grundbedingung.
Alles Wissenswerte und Interessante über Australien auf über 600 Seiten bietet der Baedeker ‘A Australien‘ von Dr. Madeleine Reinicke und Hilke Maunder mit der praktischen Karte EASY ZIP.

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Veröffentlicht am 10.08.2025

Die Bretagne - ein außergewöhnliches Fleckchen Frankreich

Baedeker Reiseführer Bretagne
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Mit dem Baedeker ‘B Bretagne‘ haben Sie nicht nur einen umfänglichen Reiseführer an der Hand, sondern auch ein Hilfsmittel, dass das Überangebot an Highlights versucht zu ordnen. Dieses ‘Mehr‘ an Besonderheiten, ...

Mit dem Baedeker ‘B Bretagne‘ haben Sie nicht nur einen umfänglichen Reiseführer an der Hand, sondern auch ein Hilfsmittel, dass das Überangebot an Highlights versucht zu ordnen. Dieses ‘Mehr‘ an Besonderheiten, welches diese Region Frankreichs zu bieten hat, ist ein faszinierender Reiz, den es zu genießen gilt. Wer im Urlaub in der Bretagne unterwegs ist, wird sehr schnell merken, dass magische Momente zu erleben – dort gelebter Alltag bedeutet. Das nordwestlichste Ende des Landes ist der Beginn eines vom Meer bestimmten Traumes, des so oft schon beschriebenen, von Leichtigkeit geprägten Savoir Vivre, verbunden mit dem einzigartigen, wilden Charme des Atlantiks. Namen wie Saint Malo oder Mont-St-Michel entfachen sofort, bereits beim Aussprechen, Bilder im Kopf. Die Bretagne ist ein Spiel zwischen Moderne und Mittelalter. Beim Betrachten der Gegensätze spürt man, dass diese durchaus auch miteinander harmonieren können und diese Rauheit diesem Fleckchen Erde einen liebenswerten Charakter verleihen.
Wer unbedingt stilvoll Shoppen möchte – und mal genug hat von diesem reizenden Meeresklima, macht einen Abstecher nach Nantes, um dort in der Passage Pommeray Zeit zu verbringen.
Auf mehr als 400 Seiten in diesem Reiseführer kann man so vieles entdecken, was man unbedingt als Besucher der Bretagne wissen sollte. Anregungen werden in Hülle und Fülle im Baedeker ‘B Bretagne‘, geschrieben von Susanne Kilimann und Manfred Görgens, angeboten. Hilfreich ist die ebenfalls enthaltene praktische Karte EASY ZIP.

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Veröffentlicht am 04.08.2025

Abgrundtiefer Hass

Die Rosenschlacht
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Die vor achtzehn Jahren geschlossenen Ehe zwischen Jonathan und Barbara Rose zerbricht scheinbar wie aus heiterem Himmel. Barbara verlangt die Scheidung und fordert ihren Noch-Ehemann durch konsequentes, ...

Die vor achtzehn Jahren geschlossenen Ehe zwischen Jonathan und Barbara Rose zerbricht scheinbar wie aus heiterem Himmel. Barbara verlangt die Scheidung und fordert ihren Noch-Ehemann durch konsequentes, unerbittliches Handeln gemeinsam mit dem Star-Anwalt Washingtons auf, der Trennung zuzustimmen. Es werden Bedingungen zur Aufteilung des Wohnraumes und der Begleichung finanzieller Aufwände des noch gemeinsam genutzten Haushalts für das Trennungsjahr ausgehandelt, denen auch Jonathan mit seinem nicht minder schlitzohrigen Anwalt zunächst zustimmt. Doch als das mit viel Liebe zum Detail aufwendig renovierte und ausgestattete luxuriöse Anwesen in bester Stadtlage bezüglich einer Gütertrennung zur Disposition steht, eskaliert die Situation, weil sich keiner davon freiwillig trennen möchte, beide auf ihr Recht beharren, den größten Anteil an der gemeinsam aufgebauten Immobilie geleistet zu haben. Die Gemüter erhitzen sich zusehends. Jonathan und Barbara gehen wie zwei Boxer, eigentlich das initial verbindende Glied zwischen ihnen in Form von zwei wertvollen Porzellanfiguren, aufeinander los und verbeißen sich selbstzerstörend ineinander. Ungeachtet der Folgen ihres Handelns, die sich belastend auf ihre Kinder auswirken können, werden die Hassattacken immer brutaler ausgetragen.
Es faszinierte und erschreckte mich zugleich, wie sich die Charaktere aufbauen, wie menschliche Schwächen in ihrer Unachtsamkeit aus einer Mücke einen Elefanten entstehen lassen, wie die Gemüter sich an Dingen hochschaukeln, die normalerweise vernünftig diskutiert und geklärt werden könnten. Man steht fassungslos vor dieser unglaublich wuchtigen, skrupellosen, ins Maßlose ausufernden Inszenierung von Vernichtung zweier sich ehemals Liebenden.
Warren Adler liefert mit seinem überarbeiteten Roman ‘Die Rosenschlacht‘ die Vorlage zur gleichnamigen Neuverfilmung, des Ende der achtziger Jahre sehr erfolgreich gelaufenen Kinohits ‘Der Rosenkrieg‘. Der Autor schreibt äußerst lebendig, lässt den Lesenden kaum Zeit zum Luftholen in der bildlichen Darstellung der katastrophalen Zustände im Hause Rose. Gleichzeitig wirft er Fragen auf woher die Unzufriedenheit der Ehefrau in diesem bevorzugten Leben ohne finanzielle Not kommt. Ist es der unausgefüllte Alltag, in dem die Kinder stetig selbständiger werden, der Neid auf den beruflichen Erfolg des Mannes, während sie
immer zurückgesteckt hatte oder ist es das vollkommene Luxusheim, das keiner weiteren Hinwendung bedarf?
Dieser Roman, den ich sehr gern gelesen habe und auch weiterempfehle, stellt gesellschaftliche und menschliche Probleme in den Mittelpunkt und beweist in seiner zugegeben überspitzten Ausführung absolute Aktualität.

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Veröffentlicht am 03.08.2025

Mimo, der Außenseiter

Was ich von ihr weiß
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Michelangelo Vitaliano, genannt Mimo, wird von seiner Mutter nachdem der Vater verstorben war aus Geldnöten im zarten Alter von zwölf Jahren nach Ligurien zum Onkel Alberto geschickt. Der Junge ist Bildhauer, ...

Michelangelo Vitaliano, genannt Mimo, wird von seiner Mutter nachdem der Vater verstorben war aus Geldnöten im zarten Alter von zwölf Jahren nach Ligurien zum Onkel Alberto geschickt. Der Junge ist Bildhauer, hat das künstlerische Rüstzeug und die Begabung vom Vater mitbekommen. Seine Kleinwüchsigkeit und die überaus schlechte Behandlung durch seinen Verwandten setzen Mimo mental zu. Neben seine Freunden Annex und Emanuele findet er in der lebenslustigen als auch besonders eigenwilligen Adligen Viola Orsini eine Vertraute Beide dürfen sich allerdings nur im Verborgenen sehen. Die Standesunterschiede sind zu groß.
Die Familie Orsini fördert den Künstler, der damit finanziell wohl situiert leben kann. Sein letztes Werk wird allerdings vom Vatikan als zu skandalös eingeschätzt und verschwindet in einem Kloster, in dem auch der Protagonist Mimo viele Jahre seines Lebens verbringt. Rückblickend wird aus der Perspektive des alten Mannes, der auf dem Sterbebett liegt, über sein Leben und seiner großen Liebe zu Viola, die nie ihre Erfüllung fand, berichtet. Verwoben wird die Geschichte mit den historischen Ereignissen des 20. Jahrhunderts in Italien zu Lebzeiten der Hauptfigur.
Jean-Baptiste Andrea erhielt für seinen feinfühligen, poetischen, stillen Roman ‘Was ich von ihr weiß‘ den Prix Concourt.

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Veröffentlicht am 02.08.2025

Vorsorgen ist besser als Nachsicht

Der große Erbschaftsratgeber
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‘Der große Erbschaftratgeber‘ von Otto N. Bretzinger bietet geballtes Wissen rund um das Thema der Planung von Nachlass. Um eventuellen Streitigkeiten schon frühzeitig aus dem Weg zu gehen, ist es empfehlenswert, ...

‘Der große Erbschaftratgeber‘ von Otto N. Bretzinger bietet geballtes Wissen rund um das Thema der Planung von Nachlass. Um eventuellen Streitigkeiten schon frühzeitig aus dem Weg zu gehen, ist es empfehlenswert, sich rechtzeitig ausführlich und sachkundig über die Gegebenheiten in unserer deutschen Rechtsprechung zu informieren. Zeitgerechte Vorsorge sichert vor ungewollten bösen Überraschungen.
Gut strukturiert und leicht verständlich gibt der Autor in einundzwanzig Hauptabschnitten wertvolle Ratschläge zum Umgang mit dem Erbe. Schließlich ist es überhaupt nicht leicht, sich im Paragraphendschungel als Laie zurechtzufinden. Einen bösen, vielleicht sogar langwierigen Streit vor den Gerichten sollte man durch fürsorgliche Planung vermeiden können. Das ist doch ein positiver Aspekt dafür, den ein oder anderen Blick in dieses lehrreiche Nachschlagewerk zu riskieren.

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