Cover-Bild Die Rosenschlacht
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16,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Lübbe
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 272
  • Ersterscheinung: 07.08.2025
  • ISBN: 9783757701673
Warren Adler

Die Rosenschlacht

Roman | Das Buch zum Film mit Olivia Colman und Benedict Cumberbatch
Babette Schröder (Übersetzer)

Wenn die Liebe zum Schlachtfeld wird ...

Jonathan und Barbara Rose sind das perfekte Paar. Sie leben in einem wunderschönen Haus voller wertvoller Antiquitäten, haben zwei wohlgeratene Kinder und in der Garage einen teuren Ferrari. Was wünscht man sich mehr? Doch als Jonathan plötzlich einen Herzinfarkt erleidet (oder zumindest glaubt, er habe einen), wird Barbara klar, dass sie mehr vom Leben möchte - ohne ihn. Es gibt nur ein Problem: Beide wollen das Haus. Und nun beginnt ein Krieg, in dessen Verlauf alles zerstört wird, was ihnen kurz zuvor noch ach so wichtig gewesen ist ...

Die Buchvorlage zum Film mit Olivia Colman und Benedict Cumberbatch komplett überarbeitet und in neuer Übersetzung

»Herrlich böse, schwarzhumorig und haarsträubend« GILLIAN FLYNN

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.02.2026

Böse und bissig und sehr gut!

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Barbara und Jonathan Rose sind ein amerikanisches Traumpaar - sie sind gutaussehend, wohlhabend, erfolgreich und scheinbar überaus glücklich miteinander. Sie haben die perfekte Anzahl Kinder (2), Mädchen ...

Barbara und Jonathan Rose sind ein amerikanisches Traumpaar - sie sind gutaussehend, wohlhabend, erfolgreich und scheinbar überaus glücklich miteinander. Sie haben die perfekte Anzahl Kinder (2), Mädchen und Junge. Jonathan ist erfolgreicher Anwalt und Barbara, seit die Kinder nicht mehr so viel Arbeit machen, dabei, sich ein erfolgreiches Catering Unternehmen aufzubauen.
Als Jonathan eines Tages bei der Arbeit einen gesundheitlichen Zusammenbruch erleidet, der wie ein Herzinfarkt abläuft (aber keiner ist), besucht ihn Barbara nicht im Krankenhaus. Bei seiner Rückkehr spricht er sie zutiefst verletzt darauf an, woraufhin sie ihm eröffnet, dass es ihr egal war, weil er ihr egal sei - und damit die fast 20 Jahre dauernde Ehe abrupt und für Jonathan vollkommen unerwartet beendet.
Was nun folgt, ist ein Rosenkrieg (so der Name, unter der das Buch bereits verfilmt wurde) - von der heftigsten Sorte. Beide Ehepartner wollen um keinen Preis das Haus, das sie gemeinsam liebevoll mit wertvollen Antiquitäten und Möbeln eingerichtet haben, aufgeben. Als dann die Kinder ins Sommercamp geschickt werden und das Au-Pair-Mädchen ebenfalls das Haus verlässt, sind die Roses allein miteinander und der Krieg artet so schrecklich aus, wie es jeder Krieg leider tut - und wie in jedem Krieg kann es keinen Gewinner geben...

Wie sich die Rosenschlacht, so der Titel des neu aufgelegten Buches, entwickelt, ist wirklich virtuos und so bissig geschrieben, dass ich das Buch einfach nicht weg legen konnte. Immer wieder schwankte ich mit meiner Sympathie zwischen Barbara und Jonathan hin und her - so wie auch die Perspektiven der Erzählung wechselten. Atem- und fassungslos verfolgte ich die sich immer weiter zuspitzende Eskalation bis zum wirklich schlimmsten Tiefpunkt und einem Ende, das so hart und brutal ist, wie die beiden ehemals Liebenden es zueinander waren. Wenn aus Liebe Hass wird, wenn Menschen, die einander so gut kennen wie dieses Ehepaar, sich gegeneinander wenden, dann bleibt im wahrsten Sinn des Wortes kein Stein mehr auf dem anderen...
Ich empfehle das Buch uneingeschränkt weiter - es ist so gut und hart und trotz allem sehr, sehr unterhaltsam!!!

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Veröffentlicht am 19.08.2025

Wenn das Ende einer Liebe alles verschlingt

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Meine Meinung

Ich habe "Die Rosenschlacht" als eine bitterböse Komödie gelesen, die mich von Anfang an in ihren Bann gezogen hat. Was als Trennung beginnt, steigert sich schnell zu einem unerbitterlichen ...

Meine Meinung

Ich habe "Die Rosenschlacht" als eine bitterböse Komödie gelesen, die mich von Anfang an in ihren Bann gezogen hat. Was als Trennung beginnt, steigert sich schnell zu einem unerbitterlichen Kampf um Haus, Besitz und verletzten Stolz. Gerade dieses ständige Überbieten an Bosheiten nimmt ein erschreckendes Ausmaß an und macht den Roman so beklemmend wie faszinierend.

Mich hat besonders beeindruckt, wie Adler das gemeinsame Zuhause zum Schlachtfeld macht und wie die Dialoge sitzen wie Nadelstiche. Oft musste ich lachen, während mir gleichzeitig klar wurde, wie zerstörerisch dieser Krieg in Wahrheit ist. Manche Szenen sind bewusst überzeichnet, doch genau das hält die Spannung hoch. Ich war als Leser gefesselt, weil ich unbedingt wissen wollte, wer am Ende aufgibt und wie dieses gnadenlose Duell ausgeht.

Am stärksten bleibt für mich der Eindruck, dass hier nicht nur eine Ehe zerfällt, sondern ein ganzes Lebensmodell infrage gestellt wird. Das macht das Buch für mich zeitlos und absolut lesenswert.

Für alle die sowas wie "Gott des Gemetzels" mochten.


Klappentext

Jonathan und Barbara Rose sind das perfekte Paar. Sie leben in einem wunderschönen Haus voller wertvoller Antiquitäten, haben zwei wohlgeratene Kinder und in der Garage einen teuren Ferrari. Was wünscht man sich mehr? Doch als Jonathan plötzlich einen Herzinfarkt erleidet (oder zumindest glaubt, er habe einen), wird Barbara klar, dass sie mehr vom Leben möchte - ohne ihn. Es gibt nur ein Problem: Beide wollen das Haus. Und nun beginnt ein Krieg, in dessen Verlauf alles zerstört wird, was ihnen kurz zuvor noch ach so wichtig gewesen ist ...


Über den Autor

Warren Adler ist der Autor vieler erfolgreicher Romane und Kurzgeschichten, von denen mehr als ein Dutzend für die große Leinwand und das Fernsehen adaptiert wurden. DER ROSENKRIEG ist sein bekanntestes Werk, das 1989 mit Kathleen Turner, Michael Douglas und Danny DeVito verfilmt und für drei GOLDEN GLOBES (darunter für die beste Komödie) und den BAFTA-Award nominiert wurde.

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Veröffentlicht am 17.08.2025

Bitterböser schwarzer Humor

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"Die Rosenschlacht" ist ein bitterböser Roman über einen Scheidungskrieg. Wir begleiten das Ehepaar Barbara und Jonathan Rose dabei, wie sie sich in ihrem eigenen Haus von einander entfremden und das Leben ...

"Die Rosenschlacht" ist ein bitterböser Roman über einen Scheidungskrieg. Wir begleiten das Ehepaar Barbara und Jonathan Rose dabei, wie sie sich in ihrem eigenen Haus von einander entfremden und das Leben zur Hölle machen. Alles, was ihnen bisher heilig und kostbar war, gerät dabei zwischen ihre Klauen und es fallen nicht nur Grenzen, sondern auch sämtliche Hemmungen.

Warren Adler hat diesen Roman bereits 1981 geschrieben und natürlich fallen, gerade in Bezug auf die Rolle der Frau, entsprechend zeitgemäße Bemerkungen - auch wenn es erschreckend ist, wie aktuell sie trotz allem noch sind. Aber abgesehen davon merkt man dem Roman sein Alter überhaupt nicht an. Die Geschichte liest sich wahnsinnig modern und der Kampf um Antiquitäten, Kinder und Selbstbestimmung hätte auch im Jahr 2025 spielen können.

Besonders hervorzuheben ist für mich die Sprache. Mit einer auffallenden Detailverliebtheit werden uns die Streitwerte des Ehekrieges vor Augen geführt, aber das ist keineswegs langweilig, sondern trägt einfach sehr zur Atmosphäre bei und um zu verstehen, worum es hier geht. Spannend ist auch, dass der Roman aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt wird - Jonathan, Barabar und ihr Au-Pair-Mädchen - dadurch kennt man immer die nächsten Schritte der Gegenseite und erlebt hautnah mit, was diese beim betroffenen Partner auslösen.

Ich war überrascht, wie böse dieser Text wirklich ist. Geschont wird hier niemand, sympathisch ist hier niemand und gerade das macht es ungemein fesselnd. Umso weiter sich der Zwist zwischen Eheleuten hochschaukelt, umso unberechenbarer wird die Handlung und umso schwerer wurde es, das Buch aus der Hand zu legen. Das ganze liest sich wie ein Unfall, bei dem man einfach nicht wegschauen kann.

Ingesamt ist "Die Rosenschlacht" für mich eine sehr empfehlenswerte Wiederentdeckung, die ich mit großem Vergnügen und grausamer Faszination gelesen habe.

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Veröffentlicht am 08.08.2025

Bis dass der Hass uns scheidet

7

Es beginnt alles ganz harmlos: Jonathan und Barbara teilen schon in jungen Jahren eine Leidenschaft für Antiquitäten. Auf einer Auktion lernen sie sich kennen und lieben. Sie heiraten, Jonathan wird Anwalt, ...

Es beginnt alles ganz harmlos: Jonathan und Barbara teilen schon in jungen Jahren eine Leidenschaft für Antiquitäten. Auf einer Auktion lernen sie sich kennen und lieben. Sie heiraten, Jonathan wird Anwalt, Barbara schmeißt ihr Studium und widmet sich den Kindern. Die Liebe zu den Antiquitäten verbindet sie auch weiterhin: Bald füllen unzählige kostbare Stücke ihr gemeinsames Heim – eine idyllische Welt für das Ehepaar Rose und seine beiden Kinder.

Doch als alles perfekt scheint, bricht diese Idylle jäh zusammen: Barbara stürzt in eine Midlife-Crisis, verlangt die Trennung – sie will endlich „ihr“ Leben leben und will das Haus für sich allein. Jonathan weigert sich jedoch auszuziehen. Er bleibt. Die Schlacht beginnt.

Das Buch „The War of the Roses“ von Warren Adler erschien erstmals 1981. Die Verfilmung „Der Rosenkrieg“ aus dem Jahr 1989 mit Michael Douglas, Kathleen Turner und Danny DeVito war mir bereits bekannt, bevor ich die komplett überarbeitete Neuübersetzung „Die Rosenschlacht“ – das Buch zur aktuellen Neuverfilmung mit Olivia Colman und Benedict Cumberbatch – in die Hand nahm. Überraschenderweise erinnerte ich mich noch sehr genau an viele Details des Films aus den 80ern. Und dennoch erschütterte mich beim Lesen, wie weit das Ehepaar Rose in ihrem Krieg tatsächlich geht.

Jonathan war mir grundsätzlich einen Hauch sympathischer (sofern man bei all den Eskapaden überhaupt von Sympathie sprechen kann), wenn auch seine Handlungen oft weit unter die Gürtellinie gehen. Beide Seiten (über)treiben es maßlos – ihr Ziel ist nicht mehr Einigung oder gar ein Kompromiss, sondern die vollständige Vernichtung des anderen. Dabei verlieren sie sich selbst und alles drumherum völlig aus den Augen und verfallen zunehmend ins Chaos.

Als Leserin war ich gleichermaßen entsetzt und fasziniert von diesem überspitzt inszenierten Scheidungskrieg. Immer wieder fragte ich mich: Wie abartig kann menschliches Verhalten werden, wenn es nur noch von einer fixen Idee gesteuert wird? Trotz des für mich absehbaren Endes konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen.

Besonders gelungen fand ich den Perspektivwechsel: Die Geschichte wird nicht nur aus Jonathans und Barbaras Sicht erzählt, sondern auch aus der von Ann, dem Au-pair-Mädchen, das sich ausgerechnet in Jonathan verliebt. Dieser Erzählstil lässt einen die Eskalation hautnah miterleben. Sehr originell ist auch der erzählerische Rahmen mit den beiden Boxerfiguren „Molineaux“ und „Gribb“, der dem Geschehen eine zusätzliche Symbolkraft verleiht.

Fazit: „Die Rosenschlacht“ ist ebenso verstörend wie fesselnd. Der beschriebene Scheidungskrieg ist zutiefst traurig und in seiner Härte schwer zu ertragen, und doch blitzen immer wieder schwarze, fast groteske Humorelemente auf. Eine Lektüre, die unterhält – und lange nachwirkt.

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Veröffentlicht am 09.08.2025

Wenn aus Liebe Hass wird

7

Jonathan und Barbara Rose sind eine echte Vorzeigefamilie: Sie leben in einem großen Haus, das mit sorgfältig ausgewählten Antiquitäten eingerichtet ist, haben zwei liebenswerte Kinder und führen eine ...

Jonathan und Barbara Rose sind eine echte Vorzeigefamilie: Sie leben in einem großen Haus, das mit sorgfältig ausgewählten Antiquitäten eingerichtet ist, haben zwei liebenswerte Kinder und führen eine Bilderbuchehe. Geld ist im Überfluss vorhanden, Jonathan ist ein erfolgreicher Anwalt und Barbara gerade dabei, sich einen exklusiven Catering-Service aufzubauen. Beide zelebrieren ihr Glück auch nach außen. Als Jonathan eines Tages mit Verdacht auf Herzinfarkt in die Klinik kommt, eilt Barbara jedoch nicht zu ihm, sondern eröffnet ihm nach seiner Entlassung, dass sie die Scheidung will. Und das Haus. Doch Jonathan ist nicht bereit, das Haus aufzugeben, koste es, was es wolle. Und so beginnt ein nervenaufreibender Krieg, in dem mit immer härteren Bandagen gekämpft wird…

Das Buch „The War of the Roses“ von Warren Adler ist erstmals 1981 erschienen und wurde als „Der Rosenkrieg“ mit Michael Douglas, Kathleen Turner und Danny de Vito verfilmt. Der Film besitzt inzwischen Kultstatus. Anlässlich der Neuverfilmung mit Olivia Colman und Benedict Cumberbatch erscheint mit „Die Rosenschlacht“ eine Neuauflage des Romans.

Von Anfang hat mich die Handlung in ihren Bann gezogen und einen regelrechten Sog entwickelt, so dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Jonathan und Barbara überbieten sich mit bösartigen Einfällen gegenüber dem jeweils anderen. Es zählt nicht mehr, selbst eine bestimmte Sache zu bekommen, sondern nur noch, dass der andere sie nicht erhält. Die Anwälte der beiden beobachten das Treiben aus der Distanz, untätig-amüsiert. Solange die Rechnungen bezahlt werden, ist ihnen das alles ziemlich gleichgültig.

Warren Adler schreibt herrlich überspitzt – sowohl, was den immer aberwitzigeren Krieg der Eheleute angeht, als auch in Bezug auf die beiden Anwälte. Während des Lesens ertappte ich mich dabei, dass ich eher auf Jonathans Seite war. Hier spürt man ein bisschen, dass das Buch von einem männlichen Autor verfasst wurde und ein Kind seiner Zeit ist. Heute würde die Schuldfrage wohl etwas differenzierter betrachtet werden, während bei Adler anklingt, dass Barbara aufgrund einer fixen Idee alles aufgibt, um sich selbst zu verwirklichen. Sie wirkt egoistisch, undankbar und streckenweise auch etwas naiv, was ihr Geschäft anbelangt.

Abgesehen davon hat mir der Roman sehr gut gefallen, und gerade die Zuspitzungen machen den besonderen Reiz aus. Auch wenn diese auf den ersten Blick überzogen wirken, treffen sie doch den Kern vieler oft jahrzehntelanger Streitigkeiten, ob unter Geschwistern, Eheleuten oder Nachbarn. Man kämpft verbittert gegeneinander, weiß oft schon gar mehr, was der ursprüngliche Grund war, und sinnt nur noch darüber nach, dem anderen das Leben schwer zu machen. Und die einzigen, die davon profitieren, sind höchstens die Anwälte. Insofern hält „Die Rosenschlacht“ auch der Gesellschaft den Spiegel vor und regt zu Nachdenken darüber an, wie wir miteinander umgehen und welchen Preis wir letztendlich dafür bezahlen.

Eine ganz klare Leseempfehlung und volle 5 Sterne!

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