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Veröffentlicht am 04.05.2026

Freundschaft ist die schönste Wundertüte 🥰

Zeit der Freundinnen
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Nach der erfolgreichen Romantrilogie „Zeit der Schwestern“ legt Tanja Huthmacher mit „Zeit der Freundinnen – Wundertütentage“ den Auftakt zu ihrer neuen Reihe vor. Im Zentrum stehen Julia sowie ihre Freundinnen ...

Nach der erfolgreichen Romantrilogie „Zeit der Schwestern“ legt Tanja Huthmacher mit „Zeit der Freundinnen – Wundertütentage“ den Auftakt zu ihrer neuen Reihe vor. Im Zentrum stehen Julia sowie ihre Freundinnen Sophie und Helen. Die Folgebände „Marmeladenglasmomente“ und „Sternenhimmelnächte“, deren Cover bereits am Ende des Buches zu sehen sind, widmen sich ebenfalls den drei Frauen.

Die Handlung führt nach München: Julia, Sophie und Helen befinden sich in einer ähnlichen Lebensphase – ihre Kinder werden flügge, und jede von ihnen muss lernen, mit diesem Umbruch umzugehen. Besonders Julia, die als Goldschmiedin arbeitet, hat damit zu kämpfen. Ihr sechzehnjähriger Sohn Flavio entscheidet sich überraschend für eine Ausbildung zum Geigenbauer und zieht dafür von München nach Mittenwald. Diese Veränderung trifft Julia tief, nicht zuletzt aufgrund von Verlustängsten aus ihrer Kindheit. Gemeinsam mit ihren Freundinnen erlebt sie eine Reihe besonderer „Wundertütentage“ – und während einer gemeinsamen Bergtour kommt schließlich ein lange gehütetes Geheimnis ans Licht.

Der Auftakt der Trilogie hat mir sehr gut gefallen. Tanja Huthmacher entführt ihre Leserinnen und Leser nach München-Haidhausen und Mittenwald und vermittelt dabei spürbar ihre Vertrautheit mit diesen Schauplätzen. Der Alltag der drei Frauen wird authentisch und lebensnah dargestellt. Besonders hervorzuheben ist der sorgfältig recherchierte Einblick in die Goldschmiedekunst, der nicht nur interessant ist, sondern auch die eigene Kreativität anregt. Überhaupt zieht sich das Thema Kreativität durch den gesamten Roman. Ebenso zentral ist die Freundschaft zwischen den Protagonistinnen, die trotz mancher Hürden im Mittelpunkt steht. Auch romantische Elemente kommen nicht zu kurz – etwa wenn Julias Ehemann Max, der als Pilot arbeitet, sie mit liebevollen, oft überraschend platzierten Nachrichten erfreut.

Insgesamt ist „Wundertütentage“ für mich ein gelungener und stimmungsvoller Auftakt der Trilogie „Zeit der Freundinnen“ – ein echter Wohlfühlroman, den man nur ungern aus der Hand legt. Die Fortsetzungen machen definitiv neugierig.

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Veröffentlicht am 17.11.2025

Bock auf Party - und auf noch mehr Greg!

Gregs Tagebuch 20 - Bock auf Party?
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Die Buchreihe „Gregs Tagebuch“ erscheint in den USA bereits seit 2007 und ist seit 2008 auch in Deutschland ein großer Erfolg. Dass Jeff Kinney, der die ersten Ideen zu dieser Reihe schon 1998 entwickelte, ...

Die Buchreihe „Gregs Tagebuch“ erscheint in den USA bereits seit 2007 und ist seit 2008 auch in Deutschland ein großer Erfolg. Dass Jeff Kinney, der die ersten Ideen zu dieser Reihe schon 1998 entwickelte, einmal einen solchen Welterfolg landen würde, hat er damals vermutlich selbst nicht geahnt. „Gregs Tagebuch“ ist seit vielen Jahren ein Dauerbrenner – und ich bin mir sicher, dass auch der 20. Band, der Jubiläumsband „Bock auf Party“, seinen Vorgängern in nichts nachstehen wird.

Diesmal steht Greg, dessen genaues Alter weiterhin ungenannt bleibt, kurz vor seinem Geburtstag. Und wie immer löst dieses Ereignis eine Vielzahl an Überlegungen aus: Welche Wünsche hat man überhaupt? Wie soll gefeiert werden? Wen lädt man ein? Und vor allem: Wie kommt man an das dringend benötigte Geld, um eine ganz besondere Mikrokreaturen-Sammelkarte ergattern zu können? Gregs Ideen, etwa parfümiertes Klopapier gegen Aufpreis zu verkaufen – das leider Juckreiz verursacht –, sind dabei ebenso skurril wie typisch für ihn.

Im gewohnt humorvollen Stil lässt Greg uns an seinen ausschweifenden Gedankengängen teilhaben, mal noch unausgereift, mal überraschend tiefsinnig – eine herrliche Mischung. Die Ereignisse überschlagen sich wie immer, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen kann und förmlich durch die Seiten fliegt. Der Text ist erneut herrlich witzig, und die Zeichnungen sind wieder einmal ein absolutes Highlight. Sie vermitteln oft Bilder, die man sich lieber nicht allzu lebhaft vorstellen möchte – etwa wie ein Mitschüler in einem Stuhl feststeckt und Greg ihn kurzerhand für eine Art Flaschengeist hält.

Ich bin mit meinen 50 Jahren immer noch begeistert von Greg und seinen Abenteuern, ganz besonders aber von diesem Jubiläumsband. Und ich bin mir sicher, dass auch die jugendlichen Leserinnen und Leser wieder voll auf ihre Kosten kommen werden – und den 21. Band genauso sehnsüchtig erwarten wie ich.

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Veröffentlicht am 05.11.2025

Zwischen Schreibblockade und Selbstfindung- RosiesWeg zum „Happy Ending“

Happy Ending
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„Happy Ending“ ist der Debütroman von Anne-Marie Varga. Die Autorin lebt in New York und London – und genau in diese beiden Städte nimmt sie uns mit ihrer Geschichte mit.
Im Mittelpunkt steht die erfolgreiche ...

„Happy Ending“ ist der Debütroman von Anne-Marie Varga. Die Autorin lebt in New York und London – und genau in diese beiden Städte nimmt sie uns mit ihrer Geschichte mit.
Im Mittelpunkt steht die erfolgreiche Bestsellerautorin Rosie, die nach einer Psychotherapie dringend Abstand von New York braucht. In London hofft sie, ihre Schreibblockade zu überwinden und endlich mit ihrem neuen Buch zu beginnen, auf das ihr Verlag bereits sehnsüchtig wartet. Doch das Schreiben fällt ihr auch dort schwer – nicht zuletzt, weil sie sich in der neuen Stadt zunächst fremd fühlt und Anschluss sucht. Zum Glück lernt sie Tara kennen, die sie herzlich in ihre Freundesgruppe aufnimmt und ihr sogar einen Job vermittelt. Dumm nur, dass der Barkeeper Gamble, den Rosie in einer Kneipe trifft und eigentlich gar nicht ausstehen kann, Taras Zwillingsbruder ist. Trotz allem fühlt sich Rosie zu ihm hingezogen – und bald wird klar, dass jeder in dieser Runde seine eigene Geschichte und seine eigenen Wunden mit sich trägt. Vor allem Rosie verbirgt lange ein Geheimnis, das sie davon abhält, im Leben, in der Liebe und beim Schreiben wirklich weiterzukommen. Ob sie am Ende ihre Blockade lösen kann – und welche Rolle Gamble und die „Gang“ dabei spielen – bleibt spannend bis zum Schluss.

Der Schreibstil und Rosies Stimme haben mich schon in der Leseprobe begeistert. Rosie denkt laut, hält mit ihren Gefühlen und Gedanken nicht hinterm Berg und zieht den Leser mitten hinein in ihr Gefühlschaos – humorvoll, ehrlich und sehr emotional. Besonders die Dynamik zwischen ihr und Gamble sorgt für Witz und Spannung, zumal ihre Beziehung eigentlich tabu ist, da Tara als Zwillingsschwester ein wachsames Auge auf die beiden hat. Nach und nach zeigt sich jedoch, dass Rosies Flucht nach London tiefere Ursachen hat. Deshalb sollte man kein durchgehend heiteres Buch erwarten – Varga greift auch ernste Themen auf, die der Geschichte Tiefe verleihen.

Der Einstieg hat mir ausgesprochen gut gefallen: Die Figuren sind individuell, lebendig und interessant. Stück für Stück werden ihre Hintergründe und Konflikte offenbart – nur Rosies Vergangenheit bleibt lange im Dunkeln. Das fand ich stellenweise etwas unglaubwürdig, da sich alle anderen öffnen, Rosie aber nicht, und niemand sie damit wirklich konfrontiert. Ihre eigentliche Problematik hat mich am Ende dennoch überrascht – damit hätte ich nicht gerechnet.

Weniger gelungen fand ich die längeren Dialogpassagen, die zur Aufklärung von Rosies Vergangenheit dienen; sie wirkten stellenweise etwas zu ausführlich. Die romantischen Elemente hingegen haben mir sehr gut gefallen. Beeindruckt hat mich auch, dass die Autorin in ihrem Erstlingswerk den Mut hat, ernste Themen wie Depressionen aufzugreifen.

Insgesamt hätte ich mir an manchen Stellen etwas mehr Tiefe gewünscht, dennoch habe ich „Happy Ending“ mit Interesse und Freude gelesen. Ein gelungener Debütroman, der Humor, Emotionen und Nachdenklichkeit miteinander verbindet.

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Veröffentlicht am 05.10.2025

Romantik pur: Drei Brüder, drei Herzen, ein Hauch von Weihnachten

The Holiday Brothers
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„The Holiday Brothers“ trägt seinen Untertitel völlig zu Recht: süß wie Schokolade, aufregend wie der Weihnachtsabend und spicy wie Lebkuchen!

Die US-amerikanische Bestsellerautorin Devney Perry, bekannt ...

„The Holiday Brothers“ trägt seinen Untertitel völlig zu Recht: süß wie Schokolade, aufregend wie der Weihnachtsabend und spicy wie Lebkuchen!

Die US-amerikanische Bestsellerautorin Devney Perry, bekannt durch ihre warmherzigen und emotionalen Liebesgeschichten, stammt aus Montana – und genau dort spielt auch dieses Buch. Ihre Wurzeln und ihr Bezug zu Heimat und Familie sind deutlich spürbar und prägen den Roman auf eine sehr authentische Weise. Besonders berührend fand ich die Danksagung am Ende: Die Autorin wirkt darin ehrlich, bodenständig und äußerst sympathisch.

Im Mittelpunkt des Romans steht die Familie Holiday aus Montana, genauer gesagt die drei Brüder Maddox, Heath und Tobias. In drei eigenständigen, aber geschickt miteinander verwobenen Geschichten gewährt Perry einen tiefen Einblick in deren Liebesleben – mit all den Höhen, Tiefen und emotionalen Momenten, die dazugehören:
A SINGLE DAD FOR CHRISTMAS: Maddox, alleinerziehender Vater, steht kurz davor, mit seiner Tochter nach Montana zurückzukehren – da tritt Natalie in sein Leben.
A SECRET CRUSH FOR CHRISTMAS: Heath wird plötzlich mit seiner Vergangenheit konfrontiert, als er Stella, die kleine Schwester seines besten Freundes, plötzlich mit neuen Augen sieht.
A SECOND CHANCE FOR CHRISTMAS: Tobias muss sich gemeinsam mit seiner großen Liebe, Eva, seiner Vergangenheit und wichtigen Zukunftsentscheidungen stellen.

Ich habe das Buch mit großer Freude gelesen! Jede der drei Geschichten hat mich sofort in ihren Bann gezogen – so sehr, dass mir der Abschied von den jeweiligen Figuren immer schwerfiel. Am liebsten wäre ich noch länger in deren Welt geblieben. Die Epiloge am Ende jeder Geschichte waren da eine Art Rettungsanker für mich: Sie runden zum Abschluss der jeweiligen Liebesgeschichte das Ganze wunderbar ab und geben einen kleinen Ausblick in die Zukunft der jeweiligen Hauptfiguren..

Besonders gut gefallen hat mir der Wechsel der Erzählperspektiven: Sowohl die männliche als auch die weibliche Hauptfigur der jeweiligen Liebesgeschichte kommen abwechselnd zu Wort, geben jeweils Einblick in die Handlung aus deren Sicht, in deren Gedanken- und Gefühlswelt, was den Figuren Tiefe und Authentizität verleiht. Ebenso gelungen ist die Verknüpfung der drei Geschichten – ein zentrales Ereignis, die Weihnachtsparty am Heiligabend, die die Familie Holiday traditionell in der Weihnachtszeit organisiert, wird in allen Geschichten aufgegriffen, jeweils aus einer anderen Sicht.

„The Holiday Brothers“ ist ein Roman, der perfekt in die Vorweihnachtszeit passt – herzerwärmend, romantisch und voller Wohlfühlmomente. Die festliche Atmosphäre hätte für meinen Geschmack stellenweise noch etwas stärker hervortreten dürfen, doch das mindert den Lesegenuss keineswegs.

Fazit:
Eine wunderschöne Sammlung romantischer Liebesgeschichten, die Herz und Seele berührt. Wer gerne gefühlvolle Romantik mit einer Prise Weihnachtszauber liest, dem kann ich „The Holiday Brothers“ uneingeschränkt empfehlen.

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Veröffentlicht am 08.08.2025

Bis dass der Hass uns scheidet

Die Rosenschlacht
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Es beginnt alles ganz harmlos: Jonathan und Barbara teilen schon in jungen Jahren eine Leidenschaft für Antiquitäten. Auf einer Auktion lernen sie sich kennen und lieben. Sie heiraten, Jonathan wird Anwalt, ...

Es beginnt alles ganz harmlos: Jonathan und Barbara teilen schon in jungen Jahren eine Leidenschaft für Antiquitäten. Auf einer Auktion lernen sie sich kennen und lieben. Sie heiraten, Jonathan wird Anwalt, Barbara schmeißt ihr Studium und widmet sich den Kindern. Die Liebe zu den Antiquitäten verbindet sie auch weiterhin: Bald füllen unzählige kostbare Stücke ihr gemeinsames Heim – eine idyllische Welt für das Ehepaar Rose und seine beiden Kinder.

Doch als alles perfekt scheint, bricht diese Idylle jäh zusammen: Barbara stürzt in eine Midlife-Crisis, verlangt die Trennung – sie will endlich „ihr“ Leben leben und will das Haus für sich allein. Jonathan weigert sich jedoch auszuziehen. Er bleibt. Die Schlacht beginnt.

Das Buch „The War of the Roses“ von Warren Adler erschien erstmals 1981. Die Verfilmung „Der Rosenkrieg“ aus dem Jahr 1989 mit Michael Douglas, Kathleen Turner und Danny DeVito war mir bereits bekannt, bevor ich die komplett überarbeitete Neuübersetzung „Die Rosenschlacht“ – das Buch zur aktuellen Neuverfilmung mit Olivia Colman und Benedict Cumberbatch – in die Hand nahm. Überraschenderweise erinnerte ich mich noch sehr genau an viele Details des Films aus den 80ern. Und dennoch erschütterte mich beim Lesen, wie weit das Ehepaar Rose in ihrem Krieg tatsächlich geht.

Jonathan war mir grundsätzlich einen Hauch sympathischer (sofern man bei all den Eskapaden überhaupt von Sympathie sprechen kann), wenn auch seine Handlungen oft weit unter die Gürtellinie gehen. Beide Seiten (über)treiben es maßlos – ihr Ziel ist nicht mehr Einigung oder gar ein Kompromiss, sondern die vollständige Vernichtung des anderen. Dabei verlieren sie sich selbst und alles drumherum völlig aus den Augen und verfallen zunehmend ins Chaos.

Als Leserin war ich gleichermaßen entsetzt und fasziniert von diesem überspitzt inszenierten Scheidungskrieg. Immer wieder fragte ich mich: Wie abartig kann menschliches Verhalten werden, wenn es nur noch von einer fixen Idee gesteuert wird? Trotz des für mich absehbaren Endes konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen.

Besonders gelungen fand ich den Perspektivwechsel: Die Geschichte wird nicht nur aus Jonathans und Barbaras Sicht erzählt, sondern auch aus der von Ann, dem Au-pair-Mädchen, das sich ausgerechnet in Jonathan verliebt. Dieser Erzählstil lässt einen die Eskalation hautnah miterleben. Sehr originell ist auch der erzählerische Rahmen mit den beiden Boxerfiguren „Molineaux“ und „Gribb“, der dem Geschehen eine zusätzliche Symbolkraft verleiht.

Fazit: „Die Rosenschlacht“ ist ebenso verstörend wie fesselnd. Der beschriebene Scheidungskrieg ist zutiefst traurig und in seiner Härte schwer zu ertragen, und doch blitzen immer wieder schwarze, fast groteske Humorelemente auf. Eine Lektüre, die unterhält – und lange nachwirkt.

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