Roman. Wie eine warme Umarmung an einem eiskalten Tag. Für Leserinnen von Miranda Cowley Heller und Carley Fortune
Angela Koonen (Übersetzer)
Zwei Schwestern. Ein Geheimnis. Eine Insel von rauer Schönheit
Ein mitreißender Roman voller Zuversicht über Zugehörigkeit und Vergebung - wie eine warme Umarmung an einem eiskalten Tag
Als ihr Vater schwer erkrankt, kehrt Evie in ihre Heimat auf den schottischen Orkneyinseln zurück. Nicht alle sind glücklich über ihr Auftauchen, vor allem ihre Schwester Liv nicht, denn nach einem traumatischen Vorfall in der Kindheit ist die Beziehung der Schwestern zerrüttet. Während Evie das Haus ihres Vaters für den Verkauf entrümpelt, fühlt sie sich zu einer Gruppe von Kaltwasserschwimmerinnen hingezogen, die in den rauen Wellen innere Ruhe finden. Gemeinsam helfen sie Evie, sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Dabei drängen nach und nach Wahrheiten ans Licht, die folgenreich für die Dorfgemeinschaft sind und Evies Familie tief erschüttern ...
Unter den Top 10 derSunday Times
Jahresbestsellerliste 2024
»So warmherzig und mitreißend. Ein absoluter Genuss« Beth O'Leary
Puh, das muss ich erstmal sacken lassen... war glaube ich mein erster Gedanke, wie ich das Buch nach der letzten Seite zugeklappt habe.
Ich bin glaube ich zum ersten Mal sprachlos, wenn es um einen Roman ...
Puh, das muss ich erstmal sacken lassen... war glaube ich mein erster Gedanke, wie ich das Buch nach der letzten Seite zugeklappt habe.
Ich bin glaube ich zum ersten Mal sprachlos, wenn es um einen Roman geht.
Dieser Roman der auf den Orkney Inseln in Schottland spielt, hat mich einfach auf so vielen Ebenen abgeholt und ich frage mich gerade ob ich dieses Buch beendet habe oder das Buch mich.
Die Themen in diesem Buch waren zunächst einmal auf wundersame Weise, sehr ähnlich in vielen Punkten meines Lebens, was wahrscheinlich mitunter der Grund dafür war, dass mich die Story so mitgerissen hat.
Das erste Mal war tatsächlich schon auf Seite 30. die Art wie es geschrieben wurde lies einen einfach Mitfühlen.
Aber auch im Thema Spannung kam hier nichts zu kurz und man fieberte einfach jeden Moment mit in dem man weitere Details über Evies Geheimnis erfuhr. Es gab mehrere Povs, blieb aber dennoch übersichtlich und ergab dadurch einen schönen Lesefluss.
Was ich aus dem Buch mitnehme ist einfach mal wieder, das es für nichts zu spät ist und wir einfach jeden Moment auskosten sollten egal wie unsinnig es einem vorkommt und das am Ende des Tages „nach Hause" kommen das schönste ist Ich kann jedem dieses Buch einfach nur ans Herz legen es sollte soviel mehr Aufmerksamkeit bekommen!
Ich empfehle jedoch eine Packung Taschentücher gleich mit dabei zu kaufen
Die Inselschwimmerin von Lorraine Kelly ist eine berührende Geschichte über Verlust, Heimat und den Mut, sich der eigenen Vergangenheit zu stellen.
Im Mittelpunkt steht Evie, die nach zwanzig Jahren in ...
Die Inselschwimmerin von Lorraine Kelly ist eine berührende Geschichte über Verlust, Heimat und den Mut, sich der eigenen Vergangenheit zu stellen.
Im Mittelpunkt steht Evie, die nach zwanzig Jahren in London auf die Orkney-Inseln zurückkehrt. Der Tod ihres Vaters zwingt sie, sich nicht nur mit ihrer Familie, sondern auch mit alten Schuldgefühlen auseinanderzusetzen. Die einzelnen Protagonisten sind so gut beschrieben, man kann sich gut in sie hineinversetzen und versteht ihr Handeln und Tun.
Die Autorin beschreibt die Orkney-Inseln mit so viel Liebe zum Detail, dass man die Wellen rauschen hört und den Wind fast spürt. Die Rückblenden in die Vergangenheit sind geschickt eingeflochten und lassen Stück für Stück erkennen, warum Evie geflohen ist und weshalb die Heimkehr so schwerfällt.
Kennt ihr das? Ihr geht ein Buch komplett ohne jegliche Erwartungen an und es haut euch einfach um? So ging es mir mir "Die Inselschwimmerin" von Lorraine Kelly. Und auch wenn sich die Story komplett anders ...
Kennt ihr das? Ihr geht ein Buch komplett ohne jegliche Erwartungen an und es haut euch einfach um? So ging es mir mir "Die Inselschwimmerin" von Lorraine Kelly. Und auch wenn sich die Story komplett anders entwickelt hat, als der Klappentext vermuten ließ, habe ich einfach alles daran geliebt.
Erzählt wird die Geschichte in drei unterschiedlichen Zeitebenen. So begleiten wir Protagonistin Evie in der Gegenwart bei ihrer Rückkehr in ihre Heimat auf den schottischen Orkneyinseln, erfahren in Rückblenden aber auch mehr über ihre Flucht von der Insel 20 Jahre zuvor und ihre damit verbundenen Schuldgefühle. Außerdem lernen wir Evies Familiengeschichte kennen, die 1960 mit ihren Eltern Cara und Duncan begann.
Ich hatte anfangs die Befürchtung, durch die unterschiedlichen Zeitebenen durcheinander zu kommen, dies war aber überhaupt nicht der Fall. Im Gegenteil: Die drei Erzählstränge hatten so eine Sogwirkung auf mich, da sich nach und nach die Puzzleteile rund um Evies Vergangenheit zusammengesetzt haben, dass ich das Buch gar nicht mehr weglegen wollte.
Auch der flüssige und bildhafte Schreibstil, das wunderschöne Setting sowie die vielen Charaktere in Evies Heimat haben dazu beigetragen, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Nicht alle von ihnen waren sympathisch – allen voran Evies Schwester Liv, die mich zeitweise echt wütend gemacht hat, mir gleichzeitig aber auch leidgetan hat. Generell habe ich die Gemeinschaft auf Orkney aber sehr geliebt und vor allem Freya habe ich in mein Herz geschlossen. 🌈
"Die Inselschwimmerin" war ganz anders als erwartet, und doch hat sich Evie mit ihrer schwierigen Familiengeschichte und ihren Schuldgefühlen in mein Herz geschwommen. Ich fand es schön zu sehen, wie sie sich im Laufe der Geschichte ihrer Vergangenheit stellt und sich weiterentwickelt. 🩷
„Die Inselschwimmerin“ ist das Romandebüt der britischen Journalistin und Fernsehmoderatorin Lorraine Kelly. Nach mehreren Sachbüchern wagt sie sich hier erstmals an fiktionale Literatur – und das mit ...
„Die Inselschwimmerin“ ist das Romandebüt der britischen Journalistin und Fernsehmoderatorin Lorraine Kelly. Nach mehreren Sachbüchern wagt sie sich hier erstmals an fiktionale Literatur – und das mit spürbarer Leidenschaft für das Setting: die Orkneyinseln, in die sie sich laut eigenen Aussagen bereits vor Jahrzehnten verliebt hat.
Im Zentrum der Geschichte steht Evie, eine Frau mittleren Alters, die vor zwanzig Jahren plötzlich und ohne Erklärung ihre Heimat – die rauen, windumtosten Orkneys – verlassen und sich in London ein neues Leben aufgebaut hat. Der Grund für ihre abrupte Flucht liegt tief vergraben in ihrer Vergangenheit, ein gut gehütetes Geheimnis, über das sie nie gesprochen hat – weder mit ihrer Familie, zu der sie jeden Kontakt abgebrochen hat, noch mit ihrer einzigen verbliebenen Freundin Freya. Auch Freya weiß bis heute nicht, warum Evie damals gegangen ist. Als Freya ihr mitteilt, dass Evies Vater im Sterben liegt, ringt sich Evie dazu durch, in ihre Heimat zurückzukehren – allerdings kommt sie zu spät, um sich mit ihm auszusöhnen. Dennoch wird ihre Rückkehr zum Ausgangspunkt einer schmerzhaften, aber notwendigen Auseinandersetzung mit ihrer Vergangenheit. Evie beschließt, sich endlich ihrer Geschichte zu stellen und das lang verdrängte Kapitel ihres Lebens aufzuarbeiten.
Besonders gelungen ist meiner Meinung nach die Erzählstruktur des Romans: Die Handlung entfaltet sich auf mehreren Zeitebenen. Neben der Gegenwart im Jahr 2024 gibt es Rückblenden in die 1960er Jahre, in denen wir miterleben, wie sich Evies Eltern kennenlernen und eine Familie gründen, sowie ins Jahr 2004, dem Zeitpunkt von Evies Flucht. Lorraine Kelly versteht es bemerkenswert gut – und das gerade für ein Erstlingswerk – diese verschiedenen Zeitstränge kunstvoll miteinander zu verweben. Wie Puzzlestücke fügen sich die Ereignisse allmählich zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen. Diese Art der Erzählweise entwickelt einen regelrechten Sog und sorgt dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte – man möchte ständig wissen, wie alles zusammenhängt und was als Nächstes passiert.
Was dieses Buch zudem für mich besonders lesenswert macht, ist die Vielzahl an vielschichtigen, teils widersprüchlichen Charakteren. Einige wachsen einem schnell ans Herz, andere wirken befremdlich oder gar abstoßend – nicht selten tun sich dabei menschliche Abgründe auf. Doch gerade diese Mischung sorgt für Spannung und emotionale Tiefe.
Auch thematisch hat der Roman einiges zu bieten: Trauer, familiäre Konflikte, Versöhnung, unerfüllter Kinderwunsch, Suchtproblematik, Krankheit, Freundschaft, Verlust, Schuld, Erpressung und Trauma sind nur einige der Themen, die sensibel und glaubwürdig in die Handlung eingebettet werden. Trotz dieser thematischen Fülle wirkt die Geschichte nie überladen – vielmehr ist es der Autorin gelungen, all diese Aspekte organisch miteinander zu verknüpfen.
Ein ganz besonderes Highlight ist jedoch die atmosphärische Beschreibung der Orkneyinseln. Die kargen, zugleich rauen und doch faszinierend schönen Landschaften, die Weite des Meeres, das wechselhafte Licht – all das wird mit so viel Liebe zum Detail und Sinn für Stimmung geschildert, dass beim Lesen fast automatisch Reiselust aufkommt. Man möchte selbst dorthin reisen, den Wind spüren, die Klippen sehen und in diese besondere Insellandschaft eintauchen.
Ein kleiner Kritikpunkt bleibt dennoch: Der deutsche Titel „Die Inselschwimmerin“ sowie der Klappentext erwecken Erwartungen, die der Roman nur bedingt erfüllt. Der Schwimmaspekt spielt eine eher untergeordnete Rolle und dient eher als symbolisches Motiv denn als zentrales Handlungselement. Dennoch hat dies bei mir das Lesevergnügen kaum geschmälert.
Insgesamt ist „Die Inselschwimmerin“ ein atmosphärisch dichter, berührender und klug konstruierter Roman, der mit emotionaler Tiefe, einem spannenden Erzählbogen und lebendigen Landschaftsbeschreibungen überzeugt. Für ein Debüt ein wirklich gelungenes Werk – mit dem Potenzial, Lesende nicht nur zu unterhalten, sondern auch nachhaltig zu berühren.
Lorraine Kelly (Autor) schrieb den Roman "Die Inselschwimmerin" , der wie eine warme Umarmung an einem eiskalten Tag die Herzen und Emotionen der Leser*innen wirkt. (übersetzt von Angela Koonen).
Die ...
Lorraine Kelly (Autor) schrieb den Roman "Die Inselschwimmerin" , der wie eine warme Umarmung an einem eiskalten Tag die Herzen und Emotionen der Leser*innen wirkt. (übersetzt von Angela Koonen).
Die Handlungen spielen auf verschiedenen Zeitebenen, beginnen mit dem Leben der Eltern von Evie und Liv, ihren vergeblichen Vesuchen durch Kinder endlich eine richtige Familie zu werden. Nach langen, bereits kriselnden Ehejahren wird Liv geboren. Sie ist ein schwieriges Kind, so dass elterliche Bindungen und richtige Liebe zu ihrem Kind aufzubauen nur unzureichend gelingt Das prägt Livs Charakter von kleinauf. Nach einigen Jahren wird dann noch Evie geboren, die zu Papas Liebling wird. Die von Anfang an sich entwickelnde Kluft zwischen den Schwestern wird im Laufe der Jahre immer größer, was sich dann auch in ihrer Jugendzeit immer mehr ausprägt. und durch einen tödlichen Unfall, ein Geheimnis zwischen den Beiden zum totalen Zerwürfnis führt. Evie fühlt sich schuldig und flieht nach London, wo sie ein von Schuldvorwürfen unzufriedenes, teils toxisch abhängiges Leben führt.
Liv, ungeliebt und unzufrieden und dem Konsum von Drogen und Alkohol verfallen,, bringt ihr Leben nicht auf die Reihe. Sie erpresst Evie und verlangt Geld für ihr Schweigen und behüten des Geheimnisses, Beide Schwestern scheinen an ihrem Leben zu zerbrechen. Dann stirbt der Vater und Evie kehrt nach fast 20 Jahren Leben in London auf die schottischen Orkneyinseln zurück. Nun muss sie sich ihrer Vergangenheit und dem Schwestern-Geheimnis stellen, da sie auch weiter von Liv bedroht wird. Sie will endlich mit der Vergangenheit abschließen, zur Ruhe kommen und sich ein neues Leben aufbauen. Hilfe erhält sie von Freya, einer langjährigen und älteren Freundin, die die gute Seele der Inselbewohner ist und alle Fäden zwischen den Freunden und Bewohnern zusammenhält. Sie ist es auch, die Evie ermutigt sich der Gruppe der Kaltwasserschwimmerinnen aunzuschließen, doch dafür muss Evie erst schwimmen lernen und ihre Angst vor dem Meer-Wasser überwinden.
Die Themen mit denen sich die Handlungen über verschiedene Zeitebenen auseindersetzen werden von der Autorin sehr gut dargestellt und in der Geschichte verwoben. Toleranz, Vertrauen, Respekt, Achtung und auch Verständnis sowie Vezeihen gehören dazu. Emotional geht der Roman unter die Haut und man fiebert mit, ob Evie und auch Liv ihr Leben in bessere Bahnen lenken und ihre Beziehung zueinander annähern können.