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Veröffentlicht am 20.02.2020

Das Meer, das Glück und die Liebe

Ein Sommer auf Sylt
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Als Julia ein Haus auf Sylt erbt, kann sie erstmal nichts damit anfangen.
Was soll sie mit dem Haus, wo früher ihre Mutter mit ihren zwei Schwestern gelebt hat.
Julias Freund Jo sieht den Geldregen, der ...

Als Julia ein Haus auf Sylt erbt, kann sie erstmal nichts damit anfangen.
Was soll sie mit dem Haus, wo früher ihre Mutter mit ihren zwei Schwestern gelebt hat.
Julias Freund Jo sieht den Geldregen, der da kommen könnte. Das gemeinsame Büro benötigt eine Auffrischung, neue Möbel sollen her. Mit den Ideen von Jo kann Julia nichts anfangen, da entscheidet er über ihren Kopf hinweg. Genuaso mit seinem Plänen in Dubai ein Büro zu eröffnen.
Kurzentschlossen fährt Julia mit ihrer Mutter Beate und den Tanten Annegret und Christiane nach Sylt. Bereits auf der Fahrt dahin fliegen die Fetzen zwischen den Geschwistern. Jahrelang haben sie sich nicht gesehen, doch die alten Streitigkeiten bauschen sich schnell auf.
Was Julia auf Sylt findet, stellt ihr Leben gehörig auf den Kopf. Sie weiß bald nicht mehr, was sie eigentlich will.

Das Buch liest sich zwar schnell und man kommt auch gut in die Geschichte rein, doch gewisse Punkte stören mich etwas. Julia ist mir zu naiv und lässt sich viel zu viel gefallen. Die Tanten agieren wie in einem schlechten Theaterstück, sehr überzogen und übertrieben in ihren Gesten und Worten.
Jo benimmt sich nicht sehr partnerschaftlich Julia gegenüber. Er entscheidet gegen ihre Wünsche, doch sie lässt sich das gefallen. Für meinen Geschmack lässt sich die junge Frau sehr unterbuttern.
Was mir sehr gefallen hat, waren die Szenen am Meer, die Dünen, der Sand, eine traumhafte Gegend. Sylt wird von seiner schönsten Seite präsentiert und macht Lust, dorthin zu reisen. Der Duft vom Meer zieht sich durch das Buch und macht es positiver. Das Cover ist sehr hübsch gestaltet, ein Wellenprofil zieht sich über den Einband und lockt den Leser.
Obwohl es dort viel Tourismus gibt, sind auf Sylt auch wundervolle Orte zum dahin schmelzen und zu träumen. Grundsätzlich ist es ein nettes Buch, mit gewissen Abstrichen im Unterhaltungswert, aber als leichte Urlaubslektüre genau richtig.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.02.2020

7 Todsünden auf einen Streich

Saligia
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Keira hat es schwer im Leben, in der Schule wird sie gehänselt und beleidigt. Ständig wird sie verbal belästigt, weil sie anders ist.
Dann spricht sie ein Mann an. Elliot ist ein Sucher, er spürt Menschen ...

Keira hat es schwer im Leben, in der Schule wird sie gehänselt und beleidigt. Ständig wird sie verbal belästigt, weil sie anders ist.
Dann spricht sie ein Mann an. Elliot ist ein Sucher, er spürt Menschen auf, die eine der sieben Todsünden als Kraft in sich trägt. Keira ist vom Zorn geprägt. Elliot kann sie überzeugen, mit ihm zur Canterbury School zu kommen. In der Schule wird den jungen Menschen beigebracht, mit der jeweiligen Sünde umzugehen.
Es ist nicht leicht für Keira, ihr Zorn steht ihr im Weg. Doch sie bemüht sich, um dem Tagesablauf der Schule zu meistern.
Mit den anderen Mädels auf ihrem Zimmer fällt es schwer, Freundschaft zu schließen. Die Eigenschaften der anderen sind sehr stark und schwer kompatibel.
Als ein Mädchen verschwindet, ist die Stimmung noch gereizter unter den Schülern. Das Misstrauen wächst und heizt die Gemüter kräftig auf.
So sehr sich Keira wünscht, in der Schule eine Zukunft zu finden, es bleibt ungewiss, ob sie es schafft, ihren Zorn zu beherrschen.

Zunächst haben mich die lateinischen Bezeichnungen der Sünden verwirrt. Ich habe mir einen Spickzettel gemacht, um nachschauen zu können, was z B. Gula ist. Danach war es einfacher und hat mein Lesen nicht mehr mehr gestört.
Ins Buch bin ich schnell gekommen, der Schreibstil ist sehr unterhaltsam.
Mir haben die Wechsel gut gefallen zwischen den Kapiteln. Es wird von Elliot erzählt, der als Sucher unterwegs ist, um weitere Saligia zu finden. Dann von der Mutter von Keira, die auch noch eine Rolle spielt.
Am besten haben mir die Streitszenen der Schule gefallen, da kochen die Emotionen hoch und es fliegen auch mal die Fäuste, selbst bei Keira. Sehr interessant fand ich die einzelnen Charaktere mit ihren Eigenschaften. Es war spannend, wenn die Trägheit auf den Hochmut trifft.
Das Buch nimmt allmählich an Fahrt auf, ohne zwischendurch langweilig zu werden. Genau wie Keiras Herzschlag ab und an zu schnell schlägt, hat meins vor Spannung mit geklopft.
Das Ende hat mich ein bisschen unbefriedigt zurück gelassen, trotzdem hat mich das Buch begeistert. Ich hoffe auf eine Fortsetzung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.02.2020

Wenn einer eine Reise macht...

Ach, wär ich nur zu Hause geblieben
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Es ist herrlich, wenn man ein Buch beginnt und sich bereits nach ein paar Seiten auf die Schenkel klopft vor Lachen.
Die Urlaubsgeschichten sind zum kringeln, schlagfertige Dialoge, witzige Situationen ...

Es ist herrlich, wenn man ein Buch beginnt und sich bereits nach ein paar Seiten auf die Schenkel klopft vor Lachen.
Die Urlaubsgeschichten sind zum kringeln, schlagfertige Dialoge, witzige Situationen und eine Hauptdarstellerin mit einem grandiosen Humor.
Was tun bei Flugangst, wenn die Freundin einen nicht ernst nimmt.
Oder die Freundin behauptet, perfekt italienisch zu können, aber die Sprachen durcheinander wirft.
Diverse Phobien werden beschrieben, ob es die alle gibt, ist fraglich, aber auf jeden Fall witzig.
Die Kindheitsgeschichten von Kerstin und ihrer Schwester haben mich sehr zum Lachen gebracht. Jedes Kapitel hat eine kurze Episode aus dem Leben von Kerstin. Gespickt mit bissigen Dialogen, Situationskomik und sehr unterhaltsamen Szenen.
Das kurzweilige Buch ist leider viel zu schnell gelesen. Zum Glück ist Kerstin Gier eine aktive Autorin, so dass es an Nachschub nicht mangelt.
Leider kann ich nur 5 Sterne vergeben, ich würde dem Buch gerne mehr schenken.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.02.2020

Verliebt, oder doch nicht?

Everything I Didn't Say
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Eine verbotene Liebe in der Filmbranche. Jamie und Carter können die Finger nicht voneinander lassen. Dabei steht im Vertrag von Carter eine eindeutige Klausel, Beziehungen sind verboten, er muss sein ...

Eine verbotene Liebe in der Filmbranche. Jamie und Carter können die Finger nicht voneinander lassen. Dabei steht im Vertrag von Carter eine eindeutige Klausel, Beziehungen sind verboten, er muss sein Image als sexy Junggeselle wahren.
Was soll man machen, wenn man sich verliebt und die Anziehungskraft sehr stark ist?

Die 19 jährige Jamie fängt ein Praktikum in einem Filmstudio an. Sie studiert und braucht diese Stelle, um ihrem Traum als Dramaturgin näher zu kommen.
Am Set einer Serie begegnet ihr Carter und von Anfang an sprühen Funken zwischen den beiden.
Diese Liebe steht unter einem schlechten Stern, eine Zukunft haben die 2 Verliebten wahrscheinlich nicht.

Die Geschichte dümpelt vor sich hin. Eine interessante Story baut sich nicht auf. Das Buch wechselt zwischen 2015 und 2019 hin und her, was mich sehr verwirrt hat und den Lesefluss extrem stört. Diese Zeitspanne ist sehr groß, so dass ich mir keinen Reim darauf machen konnte, welcher Sinn sich dahinter verbirgt. Zusätzlich springen die Kapitel zwischen Jamie und Carter hin und her.
Dann spielt es nach etwa der Hälfte nur noch in der Gegenwart, es dümpelt vor sich hin und geht langatmig weiter.
Ein Geheimnis wird offenbart, welches für die Zukunft von Jamie und Carter von großer Bedeutung ist.
Die Dialoge waren mir zu einfach und teilweise dümlich gestrickt. Beim Lesen habe ich einige Sätze überflogen, weil es mich einfach gelangweilt hat.
Jamie wird mir zu naiv dargestellt und Carter zu sehr als Weiberheld. Beides trifft auf keinen zu. Mit über 500 Seiten ist das Buch definitiv zu lang. Für meinen Geschmack hätte ordentlich gekürzt werden können, dann wäre das Buch nicht so langatmig gewesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.02.2020

Langeweile im Leben von Agatha Raisin

Agatha Raisin und der tote Friseur
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Es ist langweilig in Agathas Leben. Ihr Nachbar James Lacey ist mal wieder verreist. Eigentlich wollte sich Agatha ihn endgültig aus dem Kopf schlagen, doch die Liebe für ihn bleibt trotz allem.

Die ...

Es ist langweilig in Agathas Leben. Ihr Nachbar James Lacey ist mal wieder verreist. Eigentlich wollte sich Agatha ihn endgültig aus dem Kopf schlagen, doch die Liebe für ihn bleibt trotz allem.

Die Hitze ist unglaublich, trotzdem geht Agatha zum Frisör nach Evesham, eine Empfehlung einer Freundin. John ist ein Künstler und zaubert eine wunderschöne Frisur. Das Selbstbewusstsein steigt wieder von Agatha. Als der auch noch mit ihr flirtet, ach tut das gut. Schließlich trifft sie sich auch mit Charles, mut dem sie auf Zypern das Bett geteilt hat.
Alles ganz nett, aber Spannung kommt in Agathas Leben nicht auf.
Dann stirbt der Frisör unter mysteriösen Umständen. Endlich kann Agatha wieder Detektiv spielen. Dumm nur, dass sie mal wieder selbst unter Verdacht gerät.

In diesem Buch hat mir der typische Agatha Raisin Humor gefehlt. Es mag an der depressiven Stimmung der Hobbydetektivin liegen und soll vielleicht sogar zur Geschichte passen. Mir war es zu langweilig und nicht unterhaltsam. Die Vorgängerbände habe ich sehr gerne gelesen, ich hoffe sehr, der nächste Teil hat wieder den Agatha Raisin Stil, den ich gewohnt bin.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere