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Veröffentlicht am 14.01.2021

Ein tolles Buch, über die richtige Pferdebehandlung

Socke und Sophie – Pferdesprache leicht gemacht
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Die 12 jährige Sophie liebt Pferde über alles. Ihre Familie steht auf Fußball. Die Eltern und der kleinere Bruder können es absolut nicht verstehen, dass Sophie so auf Pferde abfährt.
Sie wünscht sich ...

Die 12 jährige Sophie liebt Pferde über alles. Ihre Familie steht auf Fußball. Die Eltern und der kleinere Bruder können es absolut nicht verstehen, dass Sophie so auf Pferde abfährt.
Sie wünscht sich sehr ein eigenes Pony. Doch die Eltern sind dagegen, viel zu teuer und Sophie verliert bestimmt die Laune an der Pflege. Sie würden Sophie viel lieber auf dem Fußballplatz sehen.
Ich kann beidem nichts abgewinnen, aber meine Sympathie gilt Sophie. Sie ist voller Leidenschaft für die Vierbeiner. Nicht ohne Grund heißt es, das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde. Was wiederum nicht für Socke gilt. Das arme Tier ist nicht zu bändigen. Ein unreitbares Pferd, es gehört auf keinen Fall in Kinderhände.
Wie es der Zufall will, lernt Sophie dieses Tier kennen und setzt alles daran, die Pferdesprache zu lernen, damit Socke nicht auf dem Schlachthof landet.
Gar nicht so einfach, wenn der Gegenüber so störrisch und unbändig ist.
Es bedarf viel Geduld und Feingefühl, damit aus Mensch und Tier eine Freundschaft entstehen kann.

Diese Geschichte um Sophie und Socke ist ein ganz tolles Buch, auch für nicht Pferdeverliebte. Mit wunderschönen bunten Bildern. Jedes Kapitel ist gekennzeichnet mit dem Bild von Sophie und Socke, so weiß man sofort, wer erzählt.
Am Ende vom Buch befindet sich ein ausführliches Glossar, mit interessanten Erklärungen, die blau geschriebenen Wörter findet man dort.
Jeder der ein Interesse daran hat zu reiten, sollte dieses Buch lesen. Es ist eine zu Herzen gehende Geschichte mit vielen klugen Tipps und tollen Figuren.
Ich hatte nie den Wunsch zu reiten und kann mit Pferden wenig anfangen. Trotzdem hat mir diese Geschichte sehr gefallen. Es geht um Freundschaft und Vertrauen, auch dem Pferd gegenüber. Es wird gezeigt, dass man auch mal über seinen Schatten springen muss und andere Dinge ausprobieren. Sophie ist ein lebenswertes Mädchen mit einem großen Herz.
"Socke und Sophie" kann ich wärmstens empfehlen. Ich bin begeistert und absolut überzeugt, dass dieses Buch ein großer Erfolg wird.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.01.2021

Humor ist wenn man trotzdem lacht

Tausche Ehe minus gegen Freundschaft plus
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Thomas Korwa und Christian Purwien sind ein schräges Duo, welches Musik macht und Bücher schreibt. Schräger Humor ist der Hauptgrund für ihre Aktivitäten.
In "Tausche Ehe Minus gegen Freundschaft Plus" ...

Thomas Korwa und Christian Purwien sind ein schräges Duo, welches Musik macht und Bücher schreibt. Schräger Humor ist der Hauptgrund für ihre Aktivitäten.
In "Tausche Ehe Minus gegen Freundschaft Plus" geht es um Christine und Tomasa, die in China ein Konzert geben wollen.
Es geht mehr schief als gut und sie schlittern in eine Katastrophe nach der anderen.
Begleitet wird das Abenteuer mit Showeinlagen von Trump, Gott und Buddha
( in diesem Fall Buddhine, da sich das Autorenduo weiblich präsentiert).
Ein Slapstick jagt den nächsten Gag, es ist eine Parodie auf vieles im Leben. So ziemlich alles wird auf die Schippe genommen. Diesen Humor muss man mögen, ich habe mich extrem köstlich amüsiert.
Man darf nichts ernst nehmen, sondern einfach lesen und sich kringeln vor lachen.

Der Hauptgrund der Reise nach China war ursprünglich ein Konzert. Was daraus wird, erzählen Christine und Tomasa äußert amüsant. Ein Schlagabtausch folgt dem nächsten Spruch.

Das Buch ist bestimmt nicht jedermanns Geschmack, ich war auch erst skeptisch. Ich bin froh, es doch gelesen zu haben, da ich oft herzlich gelacht habe.

Eine herrliche Geschichte, die nicht ernst zu nehmen ist. Man darf auch nicht alles für bare Münze nehmen. Der Klappentext gibt gute Hinweise, in welche Richtung dieses Buch geht. Rabenschwarz geht es zu, mit eine Prise Liebe und Sexappeal.
Die 2 Frauen entwickeln sich zu Heldinnen, die es zu feiern gilt.
Knapp 200 Seiten füllen das Buch, die unbedingt gelesen werden wollen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.01.2021

Eine düstere Zukunftsvision

Opus Eins
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Die Zukunft im Jahr 2200, kaum etwas ist echt, es existiert eine virtuelle Welt. Makel werden "übermalt" mit digitalen Funktionen.
Die Schönheit ist wichtig, wer will alternde Gesichter sehen und die Krankheiten, ...

Die Zukunft im Jahr 2200, kaum etwas ist echt, es existiert eine virtuelle Welt. Makel werden "übermalt" mit digitalen Funktionen.
Die Schönheit ist wichtig, wer will alternde Gesichter sehen und die Krankheiten, die einen Menschen entstellen.
Eine gottähnliche Macht beherrscht die Menschheit. Archon ist ein programmierter Herrscher, der sich gefährlich selbstständig entwickelt.
Diese Science Fiction Szenerie ist nicht neu, einige Bücher habe ich über diese Thematik gelesen. Es geht in diesem Fall einen Schritt weiter in die Zukunft, da die Welt außerhalb der digitalen Verschönerung total trostlos und scheinbar nicht mehr zu retten ist. Ohne Archon hört die Menschheit auf zu existieren. Krankheiten können nicht mehr eingedämmt werden, Nahrungsmittel werden knapp. Die Menschen brauchen Archon.
Doch zum Glück gibt es auch hier Rebellen, die anderer Meinung sind. Die Welt muss befreit werden von Archon.In diese Aufgabe rutscht der Realitätsdesigner Link eher unfreiwillig. Im wird die Grausamkeit der hochverehrten KI präsentiert. Er begreift nach anfänglichem zögern, wie gefährlich diese Übermacht ist. Ein fast unmögliches Unterfangen, aber es gibt Hoffnung. Links muss eine Person aus seiner Vergangenheit finden, mit deren Hilfe es möglich sein könnte, Archon zu stoppen.

Ein paar Szenen habe ich überblättert, weil sie mir zu grausam waren. Nicht ohne Grund steht auf dem Buchcover "Nichts für schwache Nerven". Gewaltausdrücke stehen an der Tagesordnung, was mir nicht gefallen hat.
Ansonsten ist es ein hochspannendes SciFi Abenteuer mit viel Fantasie und nicht allzu vielen schockierende Szenen. Der Leser wird ein wenig in die Irre geführt mit seinen Gedankengängen, das Ende überrascht und kommt anders als ich vermutete.
Diese Zukunftsvision ist erschreckend, aber durchaus denkbar. Ich bin lese gerne SciFi Geschichten, angefangen mit Star Wars.
Mit Link war es ein sehr unterhaltsamer Endzeit-Thriller, der noch eine Weile die Gedanken beschäftigt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.01.2021

Eine Reise durch die Herbstlande

Herbstlande / Die Reisen des jungen Haselhorn
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Als der Autor Markus Heitkamp gebeten wurde, eine Kurzgeschichte zu den Herbstlanden zu schreiben, ging für ihn ein Traum in Erfüllung.
Zum Glück wurde daraus sogar ein Buch.
Die Geschichte über ein ...

Als der Autor Markus Heitkamp gebeten wurde, eine Kurzgeschichte zu den Herbstlanden zu schreiben, ging für ihn ein Traum in Erfüllung.
Zum Glück wurde daraus sogar ein Buch.
Die Geschichte über ein Haselhorn ist eine durchweg geniale Erzählung. Dieses seltsame und seltene Wesen hat ein Makel, welches zum Verstoß aus seiner Familie geführt hat. Es trägt ein Horn auf der Stirn.
Man sagt den Haselhörnern nach, sie haben magische Kräfte. Welche magische Kraft in eben diesem Haselhorn steckt, wird man noch erfahren.
Es ist eine bezaubernde Erzählung mit extrem gutem schrägen Humor. Ich habe es intensiv gespürt, mit welcher Freude der Autor am Werk war.
Sämtliche Charaktere haben eine Daseinsberechtigung und bringen der Geschichte ordentlich Pfeffer. Ich habe mich von der ersten bis zur letzten Seite köstlich amüsiert. Das Eichhörnchen zählt zu meinem Lieblingstier, daher habe ich mich sehr auf diese Erzählung gefreut. Das Haselhorn muss man lieb haben, trotz seiner Fehler.
Ich habe jede Seite genossen, es war eine abenteuerliche Reise mit skurrilen Figuren und seltsamen Wesen.
Das Buch hat nur etwas mehr als 100 Seiten, es kam mir viel länger vor, da jedes Kapitel absolut lesenswert ist.
Ich könnte vor Begeisterung Purzelbäume schlagen und dabei schallend lachen
Ich bedanke mich bei Markus Heitkamp für dieses geniale Werk und ziehe meinen Zylinder.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.01.2021

Eine bezaubernde Geschichte

Und jetzt lass uns tanzen
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"Und jetzt lass uns tanzen" von Karine Lambert ist eine zu Herzen gehende Geschichte.

Marguerite ist Ende 70 und hat ihren Mann nach langer Ehe beerdigt. Marcel hat seine Frau Nora verloren, er ist Anfang ...

"Und jetzt lass uns tanzen" von Karine Lambert ist eine zu Herzen gehende Geschichte.

Marguerite ist Ende 70 und hat ihren Mann nach langer Ehe beerdigt. Marcel hat seine Frau Nora verloren, er ist Anfang 70.
Zufällig begegnen sie sich und es ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.
Das Umfeld, u.a. Marguerites Sohn kann dieser Beziehung nichts abgewinnen. Dies gehört sich nicht in dem Alter, außerdem ist seine Mutter viel zu gebrechlich und es könnte sonst was passieren.

Sie schert sich nicht darum, endlich beginnt Marguerite zu leben und genießt ihre Freiheit. In der Ehe mit Henri war sie zu sehr an den Willen ihres Mannes gebunden. Die Haare werden gekürzt, die Kleidung bunter. Marcel macht ihr Flügel, das Leben wird beschwingter.

Das Buch zeigt, auch im Alter kann man sich neu verlieben. Man darf sich nicht von seiner Familie einschränken lassen.

Mir hat die Geschichte unheimlich gut gefallen. Das Buch hat eine Leichtigkeit, die einen mitnimmt.

Mich hat sofort das Cover angesprochen, die Beiden tanzen aufeinander auf einem Seil entgegen. Das Leben kann beschwerlich sein, doch man muss das Beste daraus machen und einfach aufeinander zugehen.

Marcel und Marguerite sind bezaubernd zusammen, sie trotzen dem Umfeld und genießen die Zeit zusammen.
Ein Roman für jedes Alter, es gibt jedem etwas mit auf den Weg. Ich bin sehr froh, das Buch entdeckt zu haben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere