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Veröffentlicht am 28.03.2020

Das Schicksal eines 8 Jährigen

Das Tor zum Garten der Zambranos
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Angelito ist etwa 8 Jahre alt und lebt auf den Straßen. Seit seine Mutter fort ist, hat er kein Zuhause mehr.
Er bettelt, versucht sich als Autowächter und Einkaufshelfer. Oft schläft er hungrig in einem ...

Angelito ist etwa 8 Jahre alt und lebt auf den Straßen. Seit seine Mutter fort ist, hat er kein Zuhause mehr.
Er bettelt, versucht sich als Autowächter und Einkaufshelfer. Oft schläft er hungrig in einem Gebüsch, oder in einem alten Tunnel.
Natürlich träumt er von einem besseren Leben, doch das wird nicht passieren.
Eines Tages ist er mit seinem Freund Tinto vor einer Villa und sie sehen hinter dem Zaun einen Jungen. Der möchte mit den 2 Bettlern spielen und holt sie auf das Grundstück. Zusammen bauen sie ein Baumhaus. Später kommen die Eltern von Gregorio nach Hause und erschließen sich, Angelito aufzunehmen. Er soll ein Spielkamerad werden, da ein zweites Kind nicht möglich ist.
Schnell wird Angelito gewaschen und geputzt. Er bekommt Unterricht und wird allmählich angepasst an das reiche Leben der Zambranos.
Doch glücklich ist Angelito nicht, er vermisst seine Freunde und kann sich nicht an das neue Leben gewöhnen. Eine schwierige Zeit kommt und es wird schwer für den Jungen.

Der Schreibstil ist einfach, man kommt schnell ins Buch. Kurze Kapitel und kurze Dialoge machen die Geschichte zu einem flotten Lesen. Mit dem Ende bin ich nicht zufrieden, ich hätte es anders besser gefunden.
Das Schicksal der armen Menschen im Buch ist furchtbar und die Reichen machen kaum etwas dagegen. Das Buch hat etwa 188 Seiten, da hätte ich nicht viel mehr erwarten können. Es ist eine Geschichte zum Nachdenken, die einen das Leben nicht als selbstverständlich sehen lässt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.03.2020

Spiel, Spaß und Unfug

Familie Flickenteppich 1
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Das Haus Nummer 11 ist ab sofort das neue Heim für Emma, Ben, Jojo und den Papa. Da alle Hunger haben nach dem Kartons schleppen, will Emma Pfannkuchen machen. Doch wie blöd, die Eier fallen ihr aus der ...

Das Haus Nummer 11 ist ab sofort das neue Heim für Emma, Ben, Jojo und den Papa. Da alle Hunger haben nach dem Kartons schleppen, will Emma Pfannkuchen machen. Doch wie blöd, die Eier fallen ihr aus der Hand. Patsch, ist der Boden voller Glibberschleim.
Da sie gerade erst eingezogen sind, hatte Papa noch keine Zeit einzukaufen.
Also gehen Ben und Emma im Haus klingeln, um Eier bei den Nachbarn zu leihen.
So lernen sie schnell die Nachbarn kennen. Darunter die Zwillinge Aylin und Tarek, die in die gleiche Klasse wie Emma gehen.
Ganz unten wohnen die komischen Neumann, die Großeltern von Freddy, der auch auf die gleiche Schule geht.
Und ganz oben Frau Becker, eine ältere Dame mit 2 grünen Vögeln, die Rosi und Darling heißen.
Da Papa oft weg ist, sein Beruf als Koch ist oft gefragt, werden die Bewohner um Haus Nr.11 einfach zu Verwandten auserkoren. Das führt zu lustigen Abenteuern.

Das Buch ist ganz bezaubernd, mit niedlichen Zeichnungen von Anne-Kathrin Behl, dadurch wird die Geschichte noch lebendiger.
Die kurzen Kapitel lesen sich gut, es sind sehr amüsante Szenen. Die Kinder sind schlagfertig und witzig. Die Familie Flickenteppich ist ideal für Kinder ab 8 Jahre, unterhaltsam und ein wenig Spannung ist auch vorhanden. Zum Beispiel der seltsame Graf, der unten wohnt. Sein Garten ist gruselig verwachsen. Dann noch sein Keller, wo sich Aylin und Emma mit Taschenlampen umsehen.
Für kinderfreundliche Spannung ist bestens gesorgt. Es ist ein Kinderbuch, aber mir als Erwachsene hat es total viel Freude bereitet.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.03.2020

Was hält eine Freundschaft aus?

Coco, Sophie und die Sache mit Paris
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Paris, die Stadt der Liebe, Coco freut sich sehr auf eine Woche Paris. Sie trifft sich mit Nik, dem Bruder ihres Exmannes Carl-Torben. Es hat irgendwann geknistert und gefunkt zwischen den beiden, da kommt ...

Paris, die Stadt der Liebe, Coco freut sich sehr auf eine Woche Paris. Sie trifft sich mit Nik, dem Bruder ihres Exmannes Carl-Torben. Es hat irgendwann geknistert und gefunkt zwischen den beiden, da kommt es gerade gut, das Nik beruflich in Paris ist.
Dummerweise kommt ihre beste Freundin Sophie und deren Tochter auch mit.
Sophie wurde von ihrem Ex-Mann hängen gelassen und lässt sich das gefallen. Frank wollte die gemeinsame 14 jährige Tochter Frederike die ersten 2 Ferienwochen nehmen und Sophie hatte in der Zeit einen Erholungsurlaub in der Rhön gebucht. Doch Frank entscheidet einfach und macht den Rhönurlaub rückgängig und schickt Freddy und Sophie nach Paris.
Was soll ich tun, denkt Coco und verheimlicht vorerst die Affäre mit Nik.
Es kommt natürlich zu Streitigkeiten und Mißtrauen, was die lange Freundschaft der Frauen auf die Probe stellt.

Die Kapitel wechseln zwischen Coco und Sophie ab. Es gibt eine jeweilige Überschrift, dann kommt man nicht durcheinander. Die Frauen sind sehr unterschiedlich, eigentlich verwunderlich, wie sie überhaupt befreundet sein können. Coco redet und raucht viel, außerdem fühlt sie sich von CT, wie Carl-Torben genannt wird, verfolgt. Dieser CT agiert völlig kopflos und stalkt seine Ex. Was er für Nachrichten für Coco hinterlässt, für mich völlig sinnlos und humorlos.
Die Dialoge habe ich teilweise überflogen, weil ich darin keinen Unterhaltungswert entdeckt habe.

Was mich sehr genervt hat an der Geschichte, waren die vielen Metapher. Es reicht eine Szene zu beschreiben, da muss man nicht einen unnötigen Vergleich ziehen. Leider zieht sich diese Art der Vergleiche durch das ganze Buch. Ich habe oft auf Durchzug geschaltet und diese Metapher ausgeblendet.
Teilweise sind die Szenen zwischen Coco und Sophie recht witzig, oft wollte ich dazwischen gehen und fragen, geht's noch? So benimmt sich kein Mensch.
Insgesamt liest sich das Buch schnell, ich betrachte es als leichte Lektüre für zwischendurch. Man muss sich keine Gedanken machen, es läuft so vor sich hin. Die Freundschaft der zwei Frauen ist bewundernswert, wenn zwei so unterschiedliche Charaktere doch miteinander auskommen.
Der Epilog hat mich gefreut, weil darin in Kurzform die Charaktere und ihre Zukunftsaussichten erzählt werden. Da das Ende so positiv für mich geworden ist, gebe ich dem Buch eine bessere Bewertung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.03.2020

Ein märchenhaftes Abenteuer voller magischer Momente

Shadow Tales - Das Licht der fünf Monde
2

An ihrem 18. Geburtstag öffnet sich aufgrund der Mondkonstellation das Amulett, welches Lelani schon lange versucht zu öffnen. Plötzlich hat sie Empfindungen, die ihr völlig fremd sind.
Ihre Ziehmutter ...

An ihrem 18. Geburtstag öffnet sich aufgrund der Mondkonstellation das Amulett, welches Lelani schon lange versucht zu öffnen. Plötzlich hat sie Empfindungen, die ihr völlig fremd sind.
Ihre Ziehmutter Aphra hat bestimmt Antworten, auch wenn sie bisher über das Amulett geschwiegen hat.
Ihr bester Freund Haze steht ihr zur Seite und begleitet Lelani auf der Reise nach Antworten. Eine Stimme hat nach Lelani gerufen und um Hilfe gebeten.
Das Amulett zieht sie in die Ferne und scheint dem Ruf zu folgen. Lelani muss der Sache nachgehen. Wer oder was ruft nach ihr? Zusammen mit einem störrischen Esel und einem Pferd reiten die Freunde in das Ungewisse.
Was erwartet die Beiden in der Fremde?
Unterwegs machen sie Bekanntschaft mit anderen Reisenden und skurrilen Gestalten. Kyran schließt sich ihnen an. Haze ist von Anfang an skeptisch dem Fremden gegenüber, doch Lelani sieht in Kyran einen netten Mann, der auch noch unverschämt gut aussieht. Das sieht Haze gar nicht gerne, Eifersucht macht sich breit. Es wird eine interessante Reise.

Das Buch beginnt mit wunderschönen Karten, so hat man gleich ein Bild vor Augen, wie die Welt von Lelani aussieht.
Ich bin sofort in die Geschichte eingetaucht und war fasziniert von der Welt der Monde.
Ein Mond sieht toll aus am Himmel, aber gleich mehrere, das stelle ich mir unglaublich schön vor. Das Cover finde ich ebenfalls sehr gelungen, es verbreitet eine magische und märchenhafte Atmosphäre.

Die Landschaft ist wunderschön beschrieben, da möchte ich sofort die Wanderschuhe anziehen und hinein spazieren. Isabell hat einen tollen Stil, es wird nicht langweilig, es gibt keine Ausschweifenden unnötigen Beschreibungen.
Die magischen Wesen im Buch sind wundervoll, man hat sie gut vor Augen. Fantasievolle Namen machen die Wesen perfekt. Märchenhafte Momente lassen einen an die Gebrüder Grimm denken, ohne dabei zu viele Ähnlichkeiten zu erzählen.
Die Geschichte hat mich sehr in den Bann gezogen, ich freue mich sehr auf die Fortsetzung, die im November erscheinen wird.

  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Fantasie
Veröffentlicht am 21.03.2020

Der Rattenfänger von Hameln ist zurück

Die Dunkelheit der Drachen
1

Einst wurde der Rattenfänger von Hameln gefangen genommen und in ein tiefes Kellerverlies gesperrt. Den Verbleib um die verschwundenen Kinder hat er nicht verraten. Gleichzeitig hatte der Flötenspieler ...

Einst wurde der Rattenfänger von Hameln gefangen genommen und in ein tiefes Kellerverlies gesperrt. Den Verbleib um die verschwundenen Kinder hat er nicht verraten. Gleichzeitig hatte der Flötenspieler Drachenkinder entführt. Auch deren Verbleib ist bis heute ungewiss.
Als der junge Flick in einem Dorf die Bewohner von einer Rattenplage befreien will, passiert ihm ein Fehler. Das Dorf sorgt für seine Verhaftung und Flick wird trotz seines Alters von 13 Jahren verhaftet. Im Gefängnis trifft er auf den Rattenfänger und muss feststellen, der eingesperrte Pfeifer ist gar nicht der Täter. Doch bevor Flick ihm helfen kann, wird die Burg, in deren Keller sich die Gefängniszellen befinden, von Drachen angegriffen. Sie wollen den Rattenfänger vernichten. Flick muss um sein eigenes Leben fürchten.

Die Geschichte begann für mich etwas ungewohnt, ich hatte einen anderen Schreibstil erwartet. Da es sich um ein Buch ab 10 Jahre handelt, musste ich mich erst daran gewöhnen. Doch schnell hab ich mich vertraut gemacht und großes Gefallen an der Geschichte gefunden.
Der Spannungsbogen wird hochgehalten, ich hab das Buch gerade zu verschlungen. Die Geschichte um die Pfeiferzunft und deren Ausbildung ist interessant. Ich mochte die Erklärungen und die Herstellung einer Flöte sehr.
Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet, sie sind unterhaltsam und amüsant.
Das Buch zeigt einem wie wichtig Freundschaft ist. Außerdem muss man manchmal seine Angst überwinden, um anderen helfen zu können.
Eine alte Sage wurde neu aufgefrischt und überaus fantasievoll erzählt.
Es war ein tolles Lesevergnügen und ich hoffe auf eine Fortsetzung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere