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Veröffentlicht am 24.09.2024

Der Ruf des Vogels

Abgrundtiefer Hass
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Durch Zufall gerät Hauptkommissar Nik Kohonen in einen Entführungsfall. Geistesgegenwärtig nimmt er die Verfolgung auf und kurze Zeit später kann der entführte Junge Yanis aus einem verlassenen Brunnen ...

Durch Zufall gerät Hauptkommissar Nik Kohonen in einen Entführungsfall. Geistesgegenwärtig nimmt er die Verfolgung auf und kurze Zeit später kann der entführte Junge Yanis aus einem verlassenen Brunnen befreit werden. Die erste Erleichterung wird aber von einem schrecklichen Fund im Brunnen überschattet, es handelt sich um menschliche Knochen eines anderen Jungen, der vor Jahren ein scheinbar ähnliches Schicksal erlitt und nicht gefunden wurde. Nik Kohonen versucht über Yanis eine Spur zum alten Fall zu finden, stößt aber auf eisernes Schweigen...

Die Autorin Helene Falk hat mit "Abgrundtiefer Hass" einen aus meiner Sicht packenden Thriller geschrieben. Sie erzählt die Geschichte in einem temporeichen und hervorragend zu lesenden Schreibstil, der mich schnell in den Bann ziehen konnte. Der Spannungsbogen wird mit der Entführung zu Beginn des Buches sehr gut aufgebaut und über den alten Fall und die fortschreitenden Ermittlungen auf einem aus meiner Sicht hohen Niveau gehalten. Helene Falk gelingt es ein düsteres Szenario zu erzeugen und bringt über den vermeintlichen "Vogel" einen fast mystischen Effekt ins Spiel. Die schwer vorhersehbare Handlung wirkt sehr gut konzipiert und ließ mich bis zum fulminanten Finale, welches das Ganze mit einer gut nachvollziehbaren Auflösung gelungen abrundet, nicht mehr los.

Insgesamt ist "Abgrundtiefer Hass" ein für mich mehr als gelungener Thriller, der mir einige spannende Lesestunden bescherte. Er überzeugte mich in erster Linie mit einer wirklich clever inszenierten Story, interessanten Protagonisten und dem Erzähltalent der Autorin. Es handelt sich hier um den zweiten Band der Reihe um Nik Kohonen und ich bin gespannt auf weitere Fälle. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 23.09.2024

Spannender Fall im historischen Gewand

Maybrick und die Toten vom East End
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Anfang des 20. Jahrhunderts übernimmt Joseph Maybrick in London den Posten des Divisionsinspektors und versucht Gerechtigkeit in das schwierige Umfeld, aus dem er selber stammt, zu bringen. Die Slums sind ...

Anfang des 20. Jahrhunderts übernimmt Joseph Maybrick in London den Posten des Divisionsinspektors und versucht Gerechtigkeit in das schwierige Umfeld, aus dem er selber stammt, zu bringen. Die Slums sind voll von Gewalt und Überlebenskampf, aber als Maybrick zum Fundort einer Kinderleiche gerufen wird, ist das Ausmaß der Gewalt eine besonderes. Gerade ein so wehrloses Opfer macht den Ermittler wütend und treibt ihn mit Sorge um, dass es sich nicht um einen Einzelfall handelt. Mit vollem Einsatz macht er sich auf die Suche nach dem Täter, um weitere Kinderopfer zu vermeiden...

Das aus meiner Sicht sehr gelungene Cover hat mich angesprochen und zum historischen Kriminalroman "Maybrick & die Toten vom Eastend" greifen lassen. Es ist das Debüt der deutschen Autorin Vanessa Glas, sie erzählt die Geschichte in einem ruhigen und gut zu lesenden Schreibstil, der mich mehr als hundert Jahre in die Vergangenheit entführte und mir die Geschehnisse bildreich vor Augen führte. Der Spannungsbogen wird mit dem Auffinden der Kinderleiche sehr gut aufgebaut und über die schwierigen Ermittlungen auf einem aus meiner Sicht ordentlichen Niveau gehalten. Vanessa Glas legt viel Wert auf die doch düstere und ärmliche Atmosphäre der damaligen Zeit und es gelingt ihr, diese authentisch einzufangen und in die fiktive Geschichte einzubinden. Die historischen Informationen wirken dabei sehr gut recherchiert und tragen zum Gelingen des Buches bei. Etwas Schwierigkeiten hatte ich mit dem Wechseln zwischen den doch zahlreichen Protagonisten, was sich aber mit der Zeit einstellte.

Insgesamt ist "Maybrick & die Toten vom Eastend" ein für mich gelungener historischer Kriminalroman, der mich in erster Linie mit der spannenden historischen Einordnung und einer gelungenen Storyline überzeugen konnte. Ich bin auf einen möglichen Nachfolger sehr gespannt, empfehle das Buch sehr gerne weiter und bewerte es mit guten vier von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 31.08.2024

Harter und megaspannender Thriller

Der Totenarzt (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 13)
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Die beiden Detectives Robert Hunter und Carlos Garcia vom LAPD Ultra Violent Crimes Unit bekommen es mit einem neuen außergewöhnlichen Fall zu tun. Durch Zufall entdeckt die Gerichtsmedizinerin Dr. Hove ...

Die beiden Detectives Robert Hunter und Carlos Garcia vom LAPD Ultra Violent Crimes Unit bekommen es mit einem neuen außergewöhnlichen Fall zu tun. Durch Zufall entdeckt die Gerichtsmedizinerin Dr. Hove bei der Obduktion eines Unfallopfers, dass die Person beim Unfall bereits tot war und vorher unglaublichen Qualen ausgesetzt worden ist. Der sehr clevere Täter macht es den beiden Ermittlern nicht leicht, denn er hinterlässt keine Spuren und seine Vorgehensweise lässt weitere Opfer vermuten. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit und der Täter schient immer ein Schritt voraus zu sein...

Totenarzt ist bereits der dreizehnte Band um die beiden charismatischen Ermittler Robert Hunter und Carlos Garcia. Die vorherigen Bände bescherten mir bereits mehr als spannende Lesestunden, so dass ich mit viel Vorfreude und einer hohen Erwartungshaltung in den neuen fall gestartet bin. Der Autor Chris Carter erzählt die Geschichte in seinem hervorragend zu lesenden Schreibstil, mit dem er gerne die Grenzen des Leids austestet. Wie die Spezialeinheit der Beiden mit Ultra Violence schon vermuten lässt ist auch der neue Fall nicht für Zartbesaitete geeignet. Chris Carter gelingt es aber wieder einen schockierenden Fall zu kreieren, ohne aber aus meiner Sicht die Grenzen zu überschreiten. Der Spannungsbogen wird mit der rätselhaften Auffindesituation des ersten Opfers gut zu Beginn des Buches aufgebaut und über die mehr als ereignisreiche Ermittlungsarbeit auf einem immer weiter steigenden Niveau gehoben. Auch wenn sich der Verlauf ein wenig erahnen lässt, war ich bis zur letzten Seite völlig in den Bann gezogen. Das fulminante Finale rundet das Buch mit einer gut nachvollziehbaren Auflösung gelungen ab.

Insgesamt ist "Der Totenarzt" die für mich mehr als gelungene Fortsetzung einer außergewöhnlichen Thriller Reihe, die mit spektakulären Fällen, äußerst interessant gezeichneten Protagonisten und dem Erzähltalent des Autors überzeugen kann. Ich freue mich bereits auf den nächsten Fall, empfehle das Buch sehr gerne weiter und bewerte es dementsprechend mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 25.08.2024

Zukunftsvision eines Thrillers

Wolfszone
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Der Privatdetektiv Joe Denzinger bekommt einen völlig unerwarteten Auftrag. Die Chefin eines mächtigsten Rüstungskonzerns Sylvia Kraupen vermisst ihre Tochter und Joe soll sie finden. Den letzten Kontakt ...

Der Privatdetektiv Joe Denzinger bekommt einen völlig unerwarteten Auftrag. Die Chefin eines mächtigsten Rüstungskonzerns Sylvia Kraupen vermisst ihre Tochter und Joe soll sie finden. Den letzten Kontakt hatte sie zu ihr, als sie sich in der Nähe eines evakuierten Waldgebietes aufgehalten hat, in dem es die sogenannten Cyberwölfe geben soll, die dort iht Unheil verbreiten. Die Regierung überlegt bereits die mutierten Wölfe zu eliminieren, aber die Zeit hat Joe nicht und er macht sich auf die Suche. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt...

Der deutsche Autor Christian Endres hat mit "Wolfszone" einen Zukunftsthriller veröffentlicht. Er erzählt die Geschichte in einem temperamentvollen und sehr flüssig zu lesenden Schreibstil, der einen schnell in die Zukunft entführt. Der Spannungsbogen wird direkt zu Beginn des Buches mit dem rätselhaften verschwinden der jungen Frau sehr gut aufgebaut und über die stets ungewisse Entwicklung auf einem aus meiner Sicht sehr hohen Niveau gehalten. Die Elemente des Cyberthrillers wirken bedrohlich und durchaus realer, als es einem eigentlich lieb ist. Christian Endres thematisiert somit auch durchaus kritisch den Umgang mit künstlichen Intelligenzen und deren Auswirkung, was für mich gut in die Geschichte integriert wurde. Das Finale war mit dann doch ein wenig zu konstuiert, was aber letzten Endes den guten Eindruck nur ein wenig mindern konnte.

Insgesamt ist der Cyberthriller "Wolfszone" für mich ein gelungener Thriller mit zukunftsorientierten Elementen, die den Verlauf nahezu unverhersehbar machen und zum Nachdenken anregen. Ich empfehle das Buch gerade aufgrund seiner außerordentlichen Thematik gerne weiter und bewerte es mit guten vier von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 25.08.2024

Intensiver Thriller

Signum
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Kim Ribbing versucht seine schwere Vergangenheit zu bewältigen, indem er den berüchtigten Schockdoktor Martin Rudbeck entführt, der ihn über lange Zeit in seiner Jugend mit Elektroschocks maltretiert hat. ...

Kim Ribbing versucht seine schwere Vergangenheit zu bewältigen, indem er den berüchtigten Schockdoktor Martin Rudbeck entführt, der ihn über lange Zeit in seiner Jugend mit Elektroschocks maltretiert hat. Er will dem vermeintlichen Doktor eine Schocktherapie verpassen, um ihn über sein vergangenes Handeln nachden ken zu lassen. Die ganze Sache läuft aber aus dem Ruder und Kim Ribbing braucht plötzlich Verbündete, die ihm helfen, der Lage her zu werden. Seine größte Stütze, aber vielleicht auch Gefahr ist dabei die Ex-Polizistin Julia Malmros. Diese muss entscheiden, auf welcher Seite sie steht...

Der schwedische Autor John Ajvide Lindquist hat mit dem ersten Band um Kim Ribbing auf sich aufmerksam gemacht und die vielen guten Bewertungen seines Thrillers haben bei mir eine hohe Erwartungshaltung und viel Vorfreude erzeugt, in sein neues Werk einzusteigen. Er erzählt die Geschichte in einem sehr gut zu lesenden und eine bei mir Sogwirkung auslösenden Schreibstil. Der Spannungsbogen wird mit der Entführung sehr gut aufgebaut und über die weiteren Entwicklungen auf einem guten Niveau gehalten. Lindquist arbeitet dabei mit vielen Perspektivwechseln, die den handelnden Personen sehr viel Tiefe und Raum geben und der Geschichte zusätzliches Tempo verleiht. Allerdings verliert er sich dabei aus meiner Sicht manchmal in Details, so dass leichte Längen auftreten. Es gelingt ihm dabei aber auch Sympathien für Täter zu erzeugen, so dass ich als Leser nicht mehr genau wusste, ob ich mir eine Auflösung des Falls wünschen sollte oder nicht. Das ganze konnte mich bis zum finale in den Bann ziehen.

Insgesamt ist "Signum - Finstere Nacht. Ewige Schuld. Kalte Rache" für mich ein gelungener Thriller, der mich in erster Linie mit sehr interessant und intensiv charakterisierten Protagonisten, einer spannenden Story und dem Erzähltalent des Autors überzeugen konnte. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es mit guten vier von fünf Sternen.

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