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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.02.2024

Muttergefühle

Vermisst am Greifensee
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Ein fesselnder und absolut spannender Kriminalroman in dem die Gefühle ausschlaggebend sind.
Während Zita im Krankenhaus ihren Sohn Finn entbindet, wird im Krankenhaus ein Säugling entführt. Meier, der ...

Ein fesselnder und absolut spannender Kriminalroman in dem die Gefühle ausschlaggebend sind.
Während Zita im Krankenhaus ihren Sohn Finn entbindet, wird im Krankenhaus ein Säugling entführt. Meier, der gerade den Mord an einer Sozialarbeiterin untersucht nimmt die Ermittlungen auf, die ihn schnell in den Geburtsvorbereitungskurs "Mamyoga" führt. Während der Ermittlungen verändert sich die Situation plötzlich dramatisch, ihr Sohn Finn wird ebenfalls entführt. Kann Meier genügend Neutralität wahren, um in diesem für ihn so wichtigen Fall weiter ermitteln zu können?
Gabriela Kasperski erzählt die packende Geschichte in einem lebendigen und hervorragend zu lesenden Schreibstil. Die anfänglichen Schwierigkeiten mit den vielen Personen zu Beginn des Buches waren schnell vergessen. Die Autorin beschreibt das Thema Menschenhandel mit viel Respekt und Einfühlsamkeit. Die Spannung wird direkt zu Beginn der Geschichte aufgebaut und mit viel Emotionen und überraschenden Wendungen auf hohem Niveau gehalten. Das Ende kam für mich sehr überraschend, auch wenn ich während des Buches immer wieder Möglichkeiten hatte, eigen Überlegungen zur Lösung des Falls anzustellen. Die Hintergrund-Informationen zum Thema wirkten auf mich als sehr gut recherchiert, was den Unterhaltungswert von "Vermisst am Greifensee" zusätzlich erhöht hat.
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, so dass ich es sehr gerne weiterempfehle und mit fünf von fünf Sternen bewerte. Ich freue mich schon auf das nächste Abenteuer von Schneyder & Meier!!!

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Veröffentlicht am 25.01.2024

Freiheit durch Wagemut

Der Mentor
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Kommissar Jakob Krohn bekommt es in seinem neuen Fall mit einem scheinbar gestörten Täter zu tun. Die Opfer sind zwei Frauen die brutal getötet wurden und ihre Leichen wurden im Wald verscharrt. Die römischen ...

Kommissar Jakob Krohn bekommt es in seinem neuen Fall mit einem scheinbar gestörten Täter zu tun. Die Opfer sind zwei Frauen die brutal getötet wurden und ihre Leichen wurden im Wald verscharrt. Die römischen im Hals eingeschnittenen Zahlen I und III, weisen zum einen auf einen Serientäter hin und zum anderen lassen sie vermuten, dass ein weiteres Opfer nur noch nicht gefunden wurde. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren und eine Spezialeinheit aus München soll zusätzlich unterstützen. Dennoch kommt das Team nicht richtig voran, zumal schon festgestellt werden konnte, dass es sich vermutlich nicht um einen einzigen Täter handelt. Der Wettlauf mit der Zeit beginnt, kann Opfer Nr. 4 noch verhindert werden?

Die deutsche Autorin Svenja Diel hat mit "Der Mentor" einen aus meiner Sicht absolut packenden Thriller geschrieben. Sie erzählt die Geschichte in einem äußerst temperamentvollen und hervorragend zu lesenden Schreibstil, der mich schnell in den Bann ziehen konnte. Zusätzlich arbeitet sie mit sehr kurzen Kapiteln und die damit einhergehenden Perspektivwechsel erhöhen das Tempo noch einmal zusätzlich, so dass sich der Thriller für mich zu einem Page-Turner entwickelte. Der Spannungsbogen wird mit dem Auffinden der beiden verstümmelten Opfer klassisch direkt zu Beginn des Buches aufgebaut und über die ereignisreichen und mit vielen Wendungen versehenden Ermittlungsarbeiten auf einem hohen Niveau gehalten. Die interessant gezeichneten Hauptprotagonisten tragen zum Gelingen der Geschichte bei, gerade die charismatische Ermittlerin Nova Winter kann mit ihrer straighten Art und der eigenen belastenden Vergangenheit dem Ganzen einen Stempel aufsetzen. Das Buch bleibt bis zur letzten Seite spannend, wo es dann das fulminante Finale mit einer gut nachvollziehbaren Auflösung gelungen abrundet.

Insgesamt ist "Der Mentor" aus meiner Sicht ein mehr als gelungener Thriller, der mich fesseln konnte und für einige spannende Lesestunden sorgte. Gerade die durchdachte und clever konzipierte Geschichte, die interessanten Charaktere und das hohe Lesetempo haben mich begeistert. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter, bin gespannt auf weitere Bücher der Autorin und bewerte den Thriller folgerichtig mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 19.01.2024

Die vierte Dimension

Himmelfahrt
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Der sehr angesehene Physiker Harold Tunmore wird auf etwas nebulöse Art und Weise zu einer außergewöhnlichen Expedition überredet. Eine Gruppe von Wissenschaftlern sind bereits an dem Projekt gescheitert ...

Der sehr angesehene Physiker Harold Tunmore wird auf etwas nebulöse Art und Weise zu einer außergewöhnlichen Expedition überredet. Eine Gruppe von Wissenschaftlern sind bereits an dem Projekt gescheitert und nun soll Tunmaore mit weiteren Wissenschaftlern einen zweiten Versuch wagen. Was Harold überzeugt, ist die Tatsache, dass eine der beiden Überlebenden der ersten Tour seine Ex-Frau Naoko ist, die er vor Jahren verlassen hat. Sie soll die zweite Expedition mit ihren gemachten Erfahrungen begleiten, eine Chance sie wiederzusehen, der er nicht wiederstehen kann. Vor Ort wird Harold mit der Mission überrascht, einen Berg zu besteigen, der die Höhe des Mount Everest deutlich übersteigt. Laut Satellitenbilder gibt es den Berg erst seit Monaten und er birgt viele Rätsel, die nicht nur das Leben der Teilnehmer bedroht, sondern auch viele wissenschaftliche Erkenntnisse relativiert...

Der britische Autor Nicholas Binge hat mit "Himmelfahrt" einen mehr als außergewöhnlichen Thriller veröffentlicht. Gerade die auf dem Cover vermerkte Empfehlung Stephen Kings hat meine Aufmerksamkeit geweckt, so dass ich mit einer großen Erwartungshaltung in das Werk gestartet bin. Nicholas Binge erzählt die Geschichte in einem sehr zugänglichen und gut zu lesenden Schreibstil. Die Erlebnisse werden in Form von Briefen des Hauptprotagonisten Harold Tunmore an seine Nichte Hattie verfasst und lassen diese damit aus meiner Sicht realistischer wirken. Der Spannungsbogen wird mit dem rätselhaften Scheitern der ersten Expedition gut aufgebaut und über die unerklärlichen und mystisch wirkenden Geschehnisse auf einem hohen Niveau gehalten. Der Autor lässt uns so in einer vierte Dimension eintauchen, in der Zeiten und Naturgesetze keine Rolle mehr spielen und die betreffenden Personen an sich selbst zweifeln.

Insgesamt ist "Himmelfahrt" ein für mich sehr kreativer und hervorragend erzählter Thriller, dessen Verlauf völlig unvorhersehbar ist und mich so über die gesamte Länge in den Bann ziehen konnte. Ein wirklich außergewöhnliches Leseerlebnis, auf dass man sich sicherlich auch einlassen muss, empfehle ich sehr gerne weiter und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 16.01.2024

Abteilung für hoffnugslose Fälle

Stille Falle
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Ein spektakulärer Entführungsfall überschattet das schwedische Malmö, bietet der Kriminalinspektorin Leo Asker aber die Chance, bei erfolgreicher Ermittlung zur Leiterin der Abteilung für Schwerverbrechen ...

Ein spektakulärer Entführungsfall überschattet das schwedische Malmö, bietet der Kriminalinspektorin Leo Asker aber die Chance, bei erfolgreicher Ermittlung zur Leiterin der Abteilung für Schwerverbrechen aufzusteigen. Aber kurz nach Beginn der Recherchen wird sie in eine andere Abteilung versetzt, von der sie bisher noch nie etwas gehört hat. Schnell wird ihr klar, dass man sie ausgebootet hat und sie macht sich mit Hilfe ihrer neuen mehr als merkwürdigen Kollegen auf die Suche nach der vermissten jungen Frau. Sie verlässt sich auf ihren Instinkt und vermutet, dass sie noch lebt, es aber sicherlich auf einen Wettlauf mit der Zeit hinausläuft...

In Schweden war "Stille Falle" vom Autor Anders de la Motte ein Bestseller, so dass ich mit viel Vorfreude und einer hohen Erwartungshaltung in den Auftaktband der neuen Reihe aus Skaninavien gestartet bin. Anders de la Motte erzählt die Geschichte in einem lebendigen und sehr gut zu lesenden Schreibstil, der mich schnell in den hohen Norden entführt hat. Der Spannungsbogen wird mit der Entführung zu Beginn des Buches gut aufgebaut und über die ereignisreichen und mit vielen Wendungen versehenden Ermittlungsarbeiten auf einem aus meiner Sicht ständig hohen Niveau gehalten. Den Charme erhält das Buch über ihre Charaktere, die sehr interessant gezeichnet werden. Gerade die Ermittlerin Leo Asker und ihr Jugendfreund Martin Hill tragen mit ihren Charakteren zum Gelingen des Kriminalromans bei. Das fulminante Finale, welches mit einer gut nachvolziehbaren und für mich überraschenden Auflösung überzeugen kann, rundet das Ganze gelungen ab.

Insgesamt ist "Stille Falle" ein aus meiner Sicht außerordentlich gut gelungener Auftakt einer neuen Krimi-Reihe, die in Grundzügen zwar an die erfolgreichen Fälle aus dem Sonderdezernat Q von Jussi Adler-Olsson erinnert, aber über die Protagonisten und einer gut ausgeklügelten Geschichte ihren eigenen Charakter erhält. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es folgerichtig mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 16.01.2024

Toxische Beziehungen

Maintod
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Hauptkommissarin Nadja Gontscharowa und ihr Partner Peter Steiner bekommen es mit einem ungewöhnlichen Fall zu tun. Es sind zwei männliche Opfer zu beklagen, deren Gemeinsamkeit es sein zu scheint, dass ...

Hauptkommissarin Nadja Gontscharowa und ihr Partner Peter Steiner bekommen es mit einem ungewöhnlichen Fall zu tun. Es sind zwei männliche Opfer zu beklagen, deren Gemeinsamkeit es sein zu scheint, dass sie aktiv eine aktuell boomende Dating-App benutzt haben. Bei den ersten Treffen versucht die Agentur dem Ganzen einen belebenden Charakter zu verleihen, indem den beiden Kandidaten gemeinsame Aufgaben auferlegt werden. Die große Resonanz geht aber schnell wieder zurück, als in der Presse verkündet wird, dass scheinbar eine Gefahr von zukünftigen Treffen ausgeht. Das Ermittler-Team steht unter Druck, da sie unbedingt verhindern wollen, dass es ein weiteres Opfer geben wird. Der Wettlauf mit der Zeit beginnt...

Ich habe bereits einige Kriminalromane aus der Feder der Autorin Anja Mäderer gelesen und wurde bisher nie enttäuscht. "Maintod" ist mittlerweile der dritte Band um die sympathische Kommissarin Nadja Gontscharowa und ihrem Kollegen Peter Steiner. Anja Mäderer erzählt die Geschichte wieder in ihrem sehr lebendigen und hervorragend zu lesenden Schreibstil, der mich schnell in den Bann ziehen konnte. Der Spannungsbogen wird mit dem ersten Attentat direkt zu Beginn des Buches klassisch aufgebaut und über die schwer vorankommenden Ermittlungsarbeiten aus meiner Sicht auf einem hohen Niveau gehalten. Die vielen Hintergrundinformationen wirken sehr gut recherchiert und der Leser bzw. die Leserin bekommt in Anhang noch einmal die Quellen genannt, um eventuell in Themen tiefer einzusteigen. Die Bücher der Reihe erhalten einen ganz besonderen Charme über ihre Protagonisten, die sehr liebevoll und interessant gezeichnet sind. Die Geschichte konnte mich bis zum spannenden Finale fesseln, welches das Buch mit einer gut nachvollziehbaren, aber für mich auch sehr überraschenden Auflösung abschließt.

Insgesamt ist "Maintod" die für mich sehr gut gelugene Fortsetzung einer tollen Krimi-Reihe, die mit außergewöhnlichen und gut durchdachten Fällen, symapthischen Protagonisten, einem wohldosierten Lokalkolorit und zu guter letzt mit dem Erzähltalent der Autorin überzeugt. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne wieter und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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