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Veröffentlicht am 16.12.2025

Über den Tod hinaus

Über die Toten nur Gutes
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Der Trauerredner Mads Madsen erfährt von dem Tod seines Freundes Patrick, dessen letzter Wunsch eine Grabrede von ihm war. So macht er sich auf die Spuren der jüngsten Vergangenheit und stößt dabei auf ...

Der Trauerredner Mads Madsen erfährt von dem Tod seines Freundes Patrick, dessen letzter Wunsch eine Grabrede von ihm war. So macht er sich auf die Spuren der jüngsten Vergangenheit und stößt dabei auf Ungereimtheiten, die für den plötzlichen und unerwarteten Tod des Freundes verantwortlich zu sein scheinen. Mads sieht es nun als seine Aufgabe an, der ermittelnden Polizei zuzuarbeiten, gerät dabei aber selbst in den Fokus von Leuten, denen er lieber aus dem Weg gegangen wäre. Wird Mads Patrick einen letzten Dienst erweisen können und die Mörder seines Freundes ausfindig machen?

Der deutsche Drehbuchautor und Schriftsteller Andreas Izquierdo konnte mich schon oft mit seinen Romanen berühren und begeistern, so dass ich mit viel Vorfreude und einer hohen Erwartungshaltung in sein neues Werk, dem Kriminalroman "Über die Toten nur Gutes", gestartet bin. Er erzählt die Geschichte in seinem gewohnt lebendigen und hervorragend zu lesenden Schreibstil, der mich schnell wieder gefangen nahm. Izquierdo gelingt es aus meiner Sicht immer wieder eine sehr emotionale Tiefe in seinen Geschichten zu verankern. In diesem Fall macht er einen Trauerredner zu einem Ermittler und schlägt so eine Brücke zwischen Leben und Tod. Die Protagonisten werden sehr interessant und sympathisch gezeichnet, was zum Gelingen des Romans beiträgt. Der Spannungsbogen wird mit dem tragischen Tod von Mads Freund direkt zu Beginn des Buches gut aufgebaut und über die ungewöhnlichen und charmant beschriebenen Ermittlungsarbeiten auf einem stets hohen Niveau gehalten. Das Finale rundet die Geschichte mit einer gut nachvollziehbaren Auflösung gelungen ab.

Insgesamt ist "Über die Toten nur Gutes" für mich ein toller Kriminalroman mit einer ordentlichen Portion Tiefgang, der mit einer innovativen Ermittler-Konstellation und dem Erzähltalent des Autors voll und ganz überzeugen kann. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es folgerichtig mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 16.12.2025

Alltagstauglich

Hensslers Schnelle Nummer - morgens, mittags, abends
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Die Präsenz der vielen Fernsehköche ist zwar mittlerweile deutlich verkleinert worden, aber Steffen Henssler konnte sich mit neuen Formaten und einem hohen Unterhaltungswert durchsetzen. Ich schätze an ...

Die Präsenz der vielen Fernsehköche ist zwar mittlerweile deutlich verkleinert worden, aber Steffen Henssler konnte sich mit neuen Formaten und einem hohen Unterhaltungswert durchsetzen. Ich schätze an ihm das improvisierte Kochen und er kann gefühlt aus vielen einfachen Zutaten ein tolles Gericht zaubern. Sehr passend daher seine Reihe der "schnellen Nummern", wo wirklich alltagstaugliche, aber zugleich auch kreative und wohlschmeckende Mahlzeiten zubereitet werden. Sein neuer Band hat mein Interesse geweckt und ich war sehr gespannt auf die Umsetzung seiner Ideen...

Der Grundaufbau des Kochbuchs untergliedert die drei gewöhnlichen Mahlzeiten eines Tages, das Frühstück, das Mittagessen und das Abendessen. Zu jedem Tageszeitpunkt empfiehlt Steffen Henssler sehr facettenreich neue Kreationen, die mich durchaus begeistern konnten. So konnten mich beim morgentlichen Mahl die "Eggs Royal mit Räucherlachs" oder die "Eggs Bendict" begeistern, während sich beim Mittagessen die "Italienische Salsicca-Pfanne" und der "Rote-Beete-Salat" als besonders schmackhaft empfunden habe. Highlights beim Abendesse seinen mit dem "Auberginen-Kartoffel-Gratin" und dem "Spaghettikuchen mit Parmesan" auch noch genannt.

Alle Rezepte haben gemein, dass sie wirklich gut beschrieben und einfach nachzuahmen sind. Steffen Henssler achtet bei seinen Gerichten für ihn typisch nicht auf spektakuläre Zutaten, sondern konzentriert sich auf leicht zu beschaffene Lebensmittel, die er raffiniert kombiniert und würzt. Unterstützt wird man noch mit tollen Fotos, die wirklich motivieren, den Kochlöffel selbst in die Hand zu nehmen. Die Alltagstauglichkeit wird damit auf alle Fälle berücksichtigt und macht ""Hensslers Schnelle Nummer / Morgens, Mittags, Abends" zu einem wichtigen Begleiter in der heimischen Küche. Wer also Anregungen sucht, wieder ein wenig Abwechslung in die eigene Speisekarte zu bringen, dem sei der aktuelle Ratgeber des sympathischen Fernsehkochs ans Herz gelegt. Meine Bewertung fällt mit guten vier von fünf Sternen dementsprechend positiv aus.

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Veröffentlicht am 14.12.2025

Raffinierter und komplexer Kriminalfall

Tod zur Teestunde
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Die Lektorin Susan Ryeland hat die spektakulären Geschehnisse der letzten Zeit einigermaßen verarbeiten können, als sie in Londen einen neuen Job angeboten bekommt. Sie soll den jungen Autor Eliot Crace ...

Die Lektorin Susan Ryeland hat die spektakulären Geschehnisse der letzten Zeit einigermaßen verarbeiten können, als sie in Londen einen neuen Job angeboten bekommt. Sie soll den jungen Autor Eliot Crace dabei unterstützen, die erfolgreiche Reihe um den beliebten und genialen Ermittler Atticus Pünd fortzusetzen. Aufgrund ihrer gemeinsamen Vergangenheit mit dem Urheber der Krimi-Reihe scheint niemand geeigneter dafür zu sein als sie und schnell erkennt sie auch, dass Eliot Crace anscheinend das Faible von Alan Conway übernommen hat, mit seinen fiktiven Geschichten auf einen realen Kriminalfall hinzuweisen. So kommt Susan Ryeland nicht nur in den Genuss eines spannenden Kriminalromans, sondern landet auch in der Realität wieder mitten in den Ermittlungen zu einem rätselhaften Mord...

Der englische und äußerst erfolgreiche Autor Anthony Horowitz konnte mich mit seinen fesselnden Geschichten bereits mehrfach begeistern, so dass ich mit viel Vorfreude und einer gewissen Erwartungshaltung in sein neues Werk gestartet bin. Er erzählt die Geschichte in seinem gewohnt bildreichen und hervorragend zu lesenden Schreibstil, der mich schnell in den Bann ziehen konnte. Der Spannungsbogen wird zu Beginn des Buches gleich auf zwei Ebenen aufgebaut und über die jeweiligen Ermittlungsarbeiten auf einem aus meiner Sicht sehr hohen Niveau gehalten. Es entwickelt sich so eine komplexe und jederzeit die volle Aufmerksamkeit erfordernde Story, in der die beiden Handlungs-stränge nach und nach zu einem Ganzen zusammengeführt werden. Dabei gelingt es Anthony Horowitz ausgesprochen gut, seine Protagonisten weiterzuentwickeln und so zum Gelingen des Buches beizutragen. Der Fall konnte mich bis zum Finale begeistern, in dem ich dann von einer gut nachvollziehbaren Auflösung vollkommen überrascht wurde.

Insgesamt ist "Tod zur Teestunde" ein für mich rundum gelungener Kriminalroman im klassischen englischen Stil, der ohne viel Blut und spektakuläre Taten überzeugen kann. Beeindruckend ist vielmehr die raffiniert ausgefeilte Story und das erzählerische Talent des Autors. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es dementsprechend mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 06.12.2025

Spannender Thriller mit brisantem Thema

Die Atompriester
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Elias Thomsen muss noch immer den schweren Schicksalsschlag eines Unfalls verdauen, bei dem er seine Eltern und seine Lebensgefährtin verloren hat. So kommt es ihm fast wie ein Verrat vor, als er sich ...

Elias Thomsen muss noch immer den schweren Schicksalsschlag eines Unfalls verdauen, bei dem er seine Eltern und seine Lebensgefährtin verloren hat. So kommt es ihm fast wie ein Verrat vor, als er sich zunehmend für die hübsche Spanierin Blanca interessiert. Sie überzeugt ihn von einem Projekt, bei dem auch in der weiten Zukunft gewährleistet werden soll, die Menschheit für strahlendem Atommüll zu warnen. Er folgt ihr nach Spanien und schließt mit einem alten Leben nahezu ab, um dann festzustellen, dass sich seine neue Aufgabe und Umgebung ganz anders entwickelt, wie er sich dies vorgestellt hat. Er gerät in einen Gewissenskonflikt, der auch eine große Gefahr für ihn bedeuten kann...

Der Autor Rolf Sakulowski hat mit "Die Atompriester" einen wirklich fesselnden Thriller rund um das brisante Thema der Atommüll-Endlagerung veröffentlicht. Er erzählt die Geschichte in einem sehr lebendigen und hervorragend zu lesenden Schreibstil, der mich schnell in den Bann ziehen konnte. Der Spannungsbogen wird rund um die verschwörerischen Gemeinschaft und der geheimnisvollen jungen Spanierin gut aufgebaut und über die ereignisreiche und dramatische Entwicklung auf einem aus meiner Sicht hohen Niveau gehalten. Rolf Sakulowski gelingt es dabei, eine wirklich bestehende These zur langfristigen Warnung vor Atom-Strahlung in eine packende Geschichte zu verweben, die sich selten fern der gefühlten Realität bewegt, was das Szenario sehr greifbar macht und mich doch öfter mal nachdenklich stimmte. Das Ganze konnte mich bis zum fulminanten Finale fesseln, wo dann eine nachvollziehbare Auflösung scheinbar alles abrundet. Der Epilog hat es dann aber noch einmal in sich...

Insgesamt ist "Atompriester" ein für mich zeitkritischer und in seiner Thematik aus der breiten Masse des Genres herausstechender Thriller. Er konnte mich in erster Linie mit einer authentischen und damit bedrohlich wirkenden Grundstory, interessant gezeichneten Protagonisten und zu guter Letzt mit dem Erzähltalent des Autors überzeugen. Ich empfehle das Buch daher gerne weiter und bewerte es mit guten vier von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 29.11.2025

Spannender Thriller mit düsterem Szenario

Düsteres Tal
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Clara Lofthus hat es mit ihrem Lebensgefährten und den zwei Söhnen nach Nairobi verschlagen und dort als Leiterin eines Hilfsobjekts ein neues Leben aufgebaut. Bei einem Terroranschlag bewirkt sie ohne ...

Clara Lofthus hat es mit ihrem Lebensgefährten und den zwei Söhnen nach Nairobi verschlagen und dort als Leiterin eines Hilfsobjekts ein neues Leben aufgebaut. Bei einem Terroranschlag bewirkt sie ohne großes Nachdenken eine Heldentat und rettet damit mehreren Kindern das Leben. Das Aufsehen um sie ist daher groß und kurze Zeit später bekommt sie die Möglichkeit ein zweites mal Justizministerin in Norwegen zu werden. Sie kann den Möglichkeiten, die sich ihr mit dieser Stelle bieten nicht widerstehen und kehrt daher wieder in die Heimat zurück. Dort ist sie aber wieder ihrer eigenen Vergangenheit ausgesetzt, die sie nach kurzer Zeit in ihrem Amt auch einzuholen scheint...

"Düsteres Tal" ist bereits der dritte Band um die Protagonistin und Anti-Heldin Clara Lofthus. Ich bin mit diesem Teil erst in die Reihe gestartet und hatte zu keiner Zeit Verständnisprobleme, so dass das Buch als alleinstehender Band gelesen werden kann. Die erfolgreiche norwegische Autorin Ruth Lillegraven erzählt die Geschichte in einem sehr lebendigen und flüssig zu lesenden Schreibstil, der mich schnell in den Bann ziehen konnte. Der Spannungsbogen wird mit Claras Rückkehr nach Norwegen und ihrer verfehlten Vergangenheit gut aufgebaut und über die weiteren Geschehnisse auf einem ständig hohen Niveau gehalten. Es ist ein Fiebern um eine interessant gezeichnete Hauptprotagonistin, die nicht unbedingt sympathisch erscheint, immer wieder zu scheitern droht und doch mit ihrem messerscharfen Verstand und ihrer Kaltblütigkeit eine Faszination ausstrahlt. Das Ganze konnte mich bis zum Finale packen, wo ich dann von einer aus meiner Sicht sehr gelungenen Auflösung überrascht wurde.

Insgesamt ist "Düsteres Tal" ein für mich gelungener Thriller, der mich zum einen mit einer clever konzipierten Story und einer in ihrer Rolle überzeugenden Hauptprotagonistin überzeugen und mich zum anderen über das Erzähltalent der mehrfach ausgezeichneten Autorin in den Bann ziehen konnte. Ich empfehle das Buch gerne weiter, merke an, dass es sicherlich sinnvoll ist, im Vorhinein auch die Vorgängerbände zu lesen und bewerte den Thriller mit guten vier von fünf Sternen.

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