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Veröffentlicht am 24.08.2025

Komplexer Kriminalfall

Eisfeld – Dunkle Enthüllungen
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Kriminalkommissarin Mara Eisfeld ist in ihrem zweiten Fall stark eingespannt. Zum einen fordert ihr Noch-Ehemann nervenaufreibende Meditationsgespräche um die Trennung für den gemeinsamen Sohn zu vereinfachen, ...

Kriminalkommissarin Mara Eisfeld ist in ihrem zweiten Fall stark eingespannt. Zum einen fordert ihr Noch-Ehemann nervenaufreibende Meditationsgespräche um die Trennung für den gemeinsamen Sohn zu vereinfachen, und zum anderen taucht plötzlich ihr Vater mit seiner neuen Lebensgefährtin auf. Der neue Fall um den auf offener Straße erschossenen Investigativ-Journalisten Peter Hester sorgt zunächst für Ablenkung, aber die Ermittlungen gestalten sich schwierig. Der anfänglich vermutete Racheakt einer Drogenbande ist nur sehr schwer zu belegen und so stößt Mara Eisfeld bei ihren weiteren Recherchen auf eine scheinbar sehr brisante Enthüllung, an der das Opfer arbeitete. Ist hier das Motiv für den Täter zu finden?

Steffen Weinert, bekannt als preisgekrönter Drehbuchautor und Regisseur hat den zweiten Band um die charismatische Ermittlerin Mara Eisfeld veröffentlicht. Nach den vielen guten Bewertungen bin ich mit einer hohen Erwartungshaltung in den aktuellen Fall gestartet und wurde nicht enttäuscht. Steffen Weinert erzählt die Geschichte in einem lebendigen und hervorragend zu lesenden Schreibstil, der mich schnell fesseln konnte. Der Spannungsbogen wird mit dem Tod an den Investigativ-Journalisten direkt zu Beginn des Buches gut aufgebaut und über die immer komplexer werdenden Ermittlungsarbeiten auf einem aus meiner Sicht hohen Niveau gehalten. Dem Autor gelingt es das interessante private Umfeld der Ermittlerin gut in die kriminalistische Story einzubauen, was zum Gelingen des Buches beiträgt. Das fulminante Finale rundet mit einer gut nachvollziehbaren und für mich überraschenden Auflösung das Ganze gelungen ab.

Insgesamt ist "Eisfeld- Dunkle Enthüllungen" ein gelungener Kriminalroman, bei dem ich auch als Quereinsteiger niemals Verständnisprobleme hatte. Der spannende und sehr clever konzipierte Fall hat Lust auf mehr gemacht, so dass ich mich schon jetzt auf einen möglichen Nachfolger freue. Ich empfehle den Kriminalroman daher sehr gerne weiter und bewerte ihn mit den vollen fünf von fünf Sternen

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Veröffentlicht am 24.08.2025

Oma Käthe macht sauber

Die eiskalte Strohwitwe von Sylt
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Um den Spannungen mit der zu Besuch erschienen Schwester ihres Lebenspartners Hinnerk zu entfliehen und einer Bekannten einen Gefallen zu tun, übernimmt Oma Käthe vorübergehend den Job der Hausdame bei ...

Um den Spannungen mit der zu Besuch erschienen Schwester ihres Lebenspartners Hinnerk zu entfliehen und einer Bekannten einen Gefallen zu tun, übernimmt Oma Käthe vorübergehend den Job der Hausdame bei den betuchten Lindholms auf Sylt. Kaum ist sie in der Familie angekommen stirbt auch schon die Millionärsgattin Fernanda und mit dem Gärtner ist für die ermittelnde Polizei auch schnell der Täter ermittelt. Nur Käthe glaubt nicht an diese Theorie und beginnt undercover ihre eigenen Recherchen. Da das Opfer kein Sympathieträger war, mehren sich die potentiellen Täter und Täterinnen und die Suche nach dem vermeintlich "wahren" Täter gestaltet sich deutlich schwieriger als gedacht...

Ich habe bereits einige Kriminalromane aus der Feder von Dany R. Wood gelesen, welche mit Jupp Backes mit seiner Familie als Hauptakteure stets gute Laune verbreitet. Mit viel Vorfreude und einer gewissen Erwartungshaltung habe ich Oma Käthe bei ihrem zweiten Fall auf Sylt nun begleitet. Dany R. Wood erzählt die Geschichte in seinem gewohnt temperamentvollen und unterhaltsamen Schreibstil, in dem ihm aus meiner Sicht eine tolle Mischung aus Spannung und Humor gelingt. Der Spannungsbogen wird mit dem Tod der Millionärsgattin zu Beginn des Buches gut aufgebaut und über Käthes aufwendigen und zum Teil ungewöhnlichen Ermittlungen stets auf einem aus meiner Sicht hohen Niveau gehalten. Die stellenweise schrägen Typen und die unkonventionelle Art der Hauptprotagonistin tragen zum Gelingen des Buches bei und die vielen Verdächtigen haben immer wieder dazu angeregt, die eigene Überlegungen bezüglich Täter und Täterhintergründe zu hinterfragen und neu aufzustellen. Das Ganze konnte mich bis zum Finale in den Bann ziehen, wo dann eine sehr gut nachvollziehbare und für mich überraschende Auflösung die Geschichte gelungen abrundet.

Insgesamt ist "Die eiskalte Strohwitwe von Sylt" für mich ein äußerst unterhaltsamer und guter Kriminalroman, der mit den toll gezeichneten Charakteren, einer durchdachten Story, einem wohldosierten Lokalkolorit und dem Erzähltalent des Autors zu überzeugen weiß. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen weiter.

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Veröffentlicht am 24.08.2025

Die Lasten einer Schuld

Ewige Schuld
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Fritz Tiedemann ist der einzige Gymnasiast seines kleinen Heimatdorfes und wird daher schon als Außenseiter betrachtet. In der Schule lernt er die jung und schöne Freda kennen, der er kurze Zeit später ...

Fritz Tiedemann ist der einzige Gymnasiast seines kleinen Heimatdorfes und wird daher schon als Außenseiter betrachtet. In der Schule lernt er die jung und schöne Freda kennen, der er kurze Zeit später verfallen ist. Gleichzeitig verführt ihn aber auch die Verlobte seines besten Freundes, von der er ebenfalls nicht die Finger lassen kann. Er manövriert sich so in ein vorprogrammiertes Fiasko und stochert zudem noch in der nazibehafteten Vergangenheit des Dorfes. Er weckt Geister, die er eigentlich ruhen lassen sollte und es entwickeln sich Tragödien, die sein Gewissen noch für lange Zeit belasten sollen...

Der deutsche Autor Arne Dessaul besticht mit seinen Kriminalromanen um den Kriminalkommissar Helmut Jordan, in seinem neuen Roman "Ewige Schuld" taucht der Ermittler auch in einer Nebenrolle auf. Ich bin mit einer hohen Erwartungshaltung in das Buch gestartet und wurde nicht enttäuscht. Dessaul erzählt die Geschichte in einem bildreichen und hervorragend zu lesenden Schreibstil, der mir die Geschehnisse der damaligen Zeit lebendig vor Augen führt. Obwohl es sich nicht um einen klassischen Kriminalroman handelt, baut sich zunehmend ein Spannungsbogen auf, der von Fritz Tiedemanns verzwickter Situation und den Geheimnissen der Ortschaft getragen wird. Arne Dessaul gelingt es aus meiner Sicht sehr gut, die damalige Zeit in das Leben des politisch engagierten Hauptprotagonisten zu integrieren und den Leser so auf eine authentische Reise in die Vergangenheit schickt. Das Ganze konnte mich bis zum fesselnden Finale in den Bann ziehen, wo es dann mit einer überraschenden und aus meiner Sicht völlig überzeugenden Auflösung abgerundet wird.

Insgesamt ist "Ewige Schuld" ein bewegender Roman, in dem der engagierte Protagonist unausgesprochenen Geheimnissen auf der Spur ist und damit nicht nur in seinem Leben die Weichen für die Zukunft stellt. Der Roman konnte mich mit seiner besonderen Art und dem integrierten Genre-Mix voll und ganz überzeugen, so dass ich ihn gerne weiterempfehle und mit den vollen fünf von fünf Sternen bewerte.

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Veröffentlicht am 24.08.2025

Gute-Laune-Roman

Inselhippies
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Herbert hält um die Hand von Anja an und hat sich um die anstehende Hochzeit noch überhaupt keine richtigen Gedanken gemacht. Die reichen Eltern von Anja haben hingegen schon sehr konkrete Pläne und gehen ...

Herbert hält um die Hand von Anja an und hat sich um die anstehende Hochzeit noch überhaupt keine richtigen Gedanken gemacht. Die reichen Eltern von Anja haben hingegen schon sehr konkrete Pläne und gehen natürlich davon aus, dass die Feierlichkeiten auf Ibiza stattfinden. Während Anjas Besuch bei ihren Eltern, wird ihr dann mit einem Highlight nach dem anderen der Mund wässrig gemacht, nur Herbert ist so gar nicht davon begeistert, seine Hochzeit nicht in seiner Heimat zu feiern. Erbeschließt kurzfristig mit seinem Trauzeugen Hans Richtung Ibiza aufzubrechen, um zu retten was zu retten ist. Es droht ein Fiasko...

Mit seiner "Herbert-Reihe" hat der deutsche Autor Friedrich Kalpenstein schon einige Leser immer wieder begeistern können. Ich bin daher mit viel Vorfreude und einer hohen Erwartungshaltung in sein neues Werk um Herberts möglicher Hochzeit gestartet. Er erzählt die Geschichte in seinem geschätzten Lockeren und mehr als unterhaltsamen Schreibstil, der mich schnell wieder in den Bann ziehen konnte. Mit viel Leichtigkeit dürfen wir bei den Hochzeitsvorbereitungen dabei sein, welche durch die völlig unterschiedlichen Vorstellungen, wie eine solche Feier stattfinden soll, für viel Heiterkeit und gute Laune sorgt. An einigen Stellen findet sich der eine oder andere wieder und die Geschichte wirkt so, wie mitten aus dem Leben gerissen. Gefühlvoll und extrem unterhaltsam fliegt das buch nur so an mir vorbei.

Insgesamt ist "Inselhippies" aus meiner Sicht ein mehr als gelungener Unterhaltungsroman, der für die aktuelle Urlaubszeit wie gemacht erscheint. Viel gute Laune, ehrliche und ergreifende Gefühle sowie das Erzähltalent des Autors sorgen für ein tolles Leseerlebnis, welches ich sehr gerne weiterempfehle und dementsprechend mit den vollen fünf von fünf Sternen bewerte.

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Veröffentlicht am 24.08.2025

Jäger und Beute

Asa
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Asa hat die letzten sechs Jahre im Gefängnis verbracht und sie hat nach ihrer Entlassung einen großen Rachefeldzug geplant. In den letzten hundert Jahren mussten viele aufgrund einer alten und aus Asas ...

Asa hat die letzten sechs Jahre im Gefängnis verbracht und sie hat nach ihrer Entlassung einen großen Rachefeldzug geplant. In den letzten hundert Jahren mussten viele aufgrund einer alten und aus Asas Sicht völlig sinnlosen Tradition sterben. Auch sie war in ihrer Vergangenheit in Gefahr, konnte sich aber behaupten, was allerdings in den darauffolgenden Jahren zu einem persönlichen Desaster führte, welches sie letzten Endes auch ins Gefängnis brachte. Kann Asa die alte Tradition ihrer mittlerweile sehr mächtigen Familie stoppen?

Der in Kroatien geborene und in Deutschland lebende Autor Zoran Drvenkar hat mit "Asa" einen Thriller um eine mehr als düstere Familienchronik veröffentlicht, der mich bis zur letzten Seite in den Bann ziehen konnte. Er erzählt die Geschichte in einem gut zu lesenden, aber auch schon poetisch angehauchten Schreibstil, der dem Buch eine zusätzliche Tiefe verleiht. Der Spannungsbogen wird um die Hauptprotagonistin und der rätselhaften Vergangenheit ihrer Familie direkt zu Beginn des Buches sehr gut aufgebaut und über die dramatischen Rückblenden aus meiner Sicht auf einem sehr hohen Niveau gehalten. Dabei entwickelt sich eine immer komplexere Geschichte, die aufgrund vieler Protagonisten und diversen Zeitsprüngen schon die volle Aufmerksamkeit erfordert, aber das "Dranbleiben" lohnt sich. Die düstere Atmosphäre die sich in der Familienchronik eingenistet hat wird hervorragend eingefangen und macht den Thriller für mich zu einem besonderen Leseereignis. Das ganze konnte mich bis zum fulminanten Finale komplett in den Bann ziehen und wird mit einer nachdenklich stimmenden Auflösung gelungen abgerundet.

Insgesamt ist "Asa" für mich in seiner Komplexität und Intensität eines der herausragenden Leseerlebnisse in diesem Jahr. Ein toller Thriller, der mich mit der vielschichtigen Story, eine mehr als interessant gezeichneten Hauptprotagonistin und letzten Endes auch mit dem Erzähltalent des Autors überzeugen konnte. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es dementsprechend mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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