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Veröffentlicht am 04.04.2020

Gutes tun für die Gesundheit und ein langes Leben

Die wichtigsten Fragen zum Intervallfasten
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Wer hat sich noch nicht mit den Prinzipien der Ernährung auseinandergesetzt, um sein Gewicht zu reduzieren? Unterschiedlichste Vorschläge wirkungsvoller Diäten überfluten den Markt, doch meist haben sie ...

Wer hat sich noch nicht mit den Prinzipien der Ernährung auseinandergesetzt, um sein Gewicht zu reduzieren? Unterschiedlichste Vorschläge wirkungsvoller Diäten überfluten den Markt, doch meist haben sie alle den gleichen Effekt, nach anfänglichen Erfolgserlebnissen stellt sich alsbald Frustration ein, die für den Abbruch der jeweiligen Diät sorgt. Der Autor Dr. med. Christian Thuile setzt sich mit genau diesem Umstand in Hinblick auf das Intervallfasten auseinander. Handelt es sich wieder einmal nur um eine Modeerscheinung, die frühere Ratschläge von möglichst vielen kleinen Mahlzeiten über den Tag verteilt konterkariert? Thuile ist davon überzeugt, dass dies nicht so ist und liefert in seinem Buch "Die wichtigsten Fragen zum Intervallfasten" die entsprechenden Hintergründe seiner These.
In einem leicht verständlichen und mit nicht viel Fachwörter überfrachteten Schreibstil führt er zunächst über die Historie des Fastens an das Thema heran. Gerade der Umstand, dass in der heutigen zivilisierten Welt eine jederzeitige Ernährung sichergestellt ist, führt zu den Problemen des Übergewichts und den begleitenden Erkrankungen wie Diabetes. Setzt sich nun jemand mit der Frage des Intervallfastens auseinander, kann er sich zur Motivation ja die Frage beantworten, wer von seiner Verhaltensänderung profitieren wird. Das Ergebnis wird die betroffene Person selber sein, denn weder die Nahrungsmittelindustrie, noch die Pharmaindustrie, noch die Politik oder gar die Religionen haben ein Interesse an dieser Art von Konsumverzicht.
Dr. med. Christian Thuile geht in seinem Ratgeber auch ins Detail des Intervallfastens. Was bedeutet es nun, diesen Schritt zu tun? Was gilt es zu beachten? Welche Auswirkungen hat meine Verhaltensänderung? Wie kann ich davon profitieren? Welche Erfolgschancen habe ich? Bei der Beantwortung dieser Fragen bedient sich der Autor zum einen an wissenschaftlichen Erkenntnissen und zum anderen an Erfahrungswerten auch aus seiner eigenen Praxis. Er lässt seine Patienten zu Wort kommen, was die Authentizität seiner Ausführungen weiter unterstreicht.
Das Buch entwickelt sich so zu einem aus meiner Sicht sehr hilfreichen Ratgeber und Motivator, etwas für seine eigene Gesundheit zu tun. Denn der sicherlich sehr attraktive Nebeneffekt der Gewichtsabnahme ist lediglich eine Begleiterscheinung, im Augenschein sollte eigentlich ein erfüllteres und gesünderes Leben stehen. "Die wichtigsten Fragen zum Intervallfasten" weckt auch keine reißerischen Erwartungshaltungen, sondern setzt sich seriös und gut umsetzbar mit dem Thema einer gesunden Ernährung auseinander. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 04.04.2020

Dummes Fleisch...

Luzies Tier
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Während Luzie mit Cookie, dem Hund der Nachbarin, durch den Wald streift, stößt sie auf einen alten verrosteten Bagger, der scheinbar vergessen in einer Grube steht. Sie kann es zunächst nicht glauben, ...

Während Luzie mit Cookie, dem Hund der Nachbarin, durch den Wald streift, stößt sie auf einen alten verrosteten Bagger, der scheinbar vergessen in einer Grube steht. Sie kann es zunächst nicht glauben, aber der Bagger entwickelt ein Eigenleben und blickt sie aus einem Auge an. Völlig entgeistert holt sie ihren Bruder Robin und dessen Freund Mattes dazu und die drei beschließen, dieses Geheimnis für sich zu behalten. Luzie sieht den Bagger als das von ihrer verstorbenen Mutter versprochene Haustier an, aber Haustiere wollen auch gefüttert werden...
Mit seinem Debüt-Roman sorgt der Autor Daniel Kasper bei seinen Lesern für einen ordentlichen Schub Gänsehautfeeling. Er erzählt eine sehr düstere und beklemmende Geschichte in einem aus meiner Sicht wohlformulierten und hervorragend zu lesenden Schreibstil, der mich in den dunklen Wald dieser Story entführte. Es gelingt dem Autor außerordentlich gut, eine gruselige Atmosphäre zu schaffen, die perfekt zu den Geschehnissen passt. Gerade der für mich unvorhersehbare Verlauf und die große Kreativität von Daniel Kasper machen "Luzies Tier" zu etwas besonderen. Natürlich geht es in dem Thriller auch blutig zu, ohne dies aber zu übertreiben. Die Grusel-Momente finden eher auf der atmosphärischen Ebene statt und erhalten so einen deutlich größeren Effekt.
"Luzies Tier" hat mir seit langem mal wieder das Fürchten gelernt. Daniel Kasper hat dies mit einem eigenen Stil und viel Kreativität geschafft, da er sich nicht an den üblichen Szenarien von Horror-Thrillern bedient. Ein wirklich tolles Debüt, welches bei dem Erzähltalent des Autors, noch auf weitere Werke hoffen lässt. Wer also mal wieder Lust auf ein wenig gruseln hat, dem sei der Roman ans Herz gelegt. Ich bewerte das Buch mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 31.03.2020

Offene Rechnungen

Das kann uns keiner nehmen
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Eigentlich sind der eher introvertierte Hans und der extravagante Tscharlie grundverschiedene Menschen. Der Umstand allerdings, dass sie sich am Kraterrand des Kilimanjaro treffen, macht ein näheres Kennenlernen ...

Eigentlich sind der eher introvertierte Hans und der extravagante Tscharlie grundverschiedene Menschen. Der Umstand allerdings, dass sie sich am Kraterrand des Kilimanjaro treffen, macht ein näheres Kennenlernen erst möglich. Die ersten Auseinandersetzungen verlaufen aber genau so, wie sie zu erwarten waren, die Beiden geraten schnell aneinander, und so ist es doch schon ein wenig verwunderlich, dass sich Hans davon überzeugen lässt, den kranken Hans auf seiner letzten Reise durch Afrika zu begleiten. Eine Reise, die den Beiden die Bewältigung ihrer eigenen Vergangenheit ermöglichen soll...
Die Aussage vom Literaturkritiker Denis Scheck "Matthias Politycki zählt zu den wenigen Autoren, die über eine ganz eigene Sprache, einen unverkennbaren Sound verfügen" hat mich aufmerken lassen. Ich kannte bisher noch kein Buch des Autors und bin mit großer Neugier und einer hohen Erwartungshaltung in sein neues Werk "Das kann uns keiner nehmen" gestartet. Ich hatte zunächst ein wenig Anlaufschwierigkeiten, aber nachdem ich einige Seiten gelesen hatte, konnte mich der bildreiche und atmosphärische Schreibstil des Autors in den Bann ziehen. Es entsteht quasi eine Sogwirkung, die mich das Buch kaum noch aus der Hand legen lassen wollte. Die beiden grundverschiedenen und sehr interessant gezeichneten Hauptprotagonisten finden nach und nach zueinander und schließen in kürzester Zeit eine intensive Freundschaft, von der Beide stark profitieren. So unterstützen sie sich gegenseitig dabei, mit den Problemen ihrer eigenen Vergangenheit ins Reine zu kommen. Der zunächst etwas belanglos wirkende Einstieg wandelt sich im Verlauf des Buches zu einem emotionalen und packenden Roman über das Leben und die Liebe. Sowohl Hans als auch Tscharlies Schicksal haben mich dabei ergriffen und wirken bei mir noch länger nach.
Insgesamt ist "Das kann uns keiner nehmen" aus meiner Sicht ein beeindruckender Roman, der in erster Linie mit seinen spannenden Charakteren und dem Erzähltalent des Autors punktet. Für mich eine Entdeckung, die ich gerne weiterempfehle und mit den vollen fünf von fünf Sternen bewerte.

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Veröffentlicht am 29.03.2020

Zeit für die Wahrheit

Im Namen der Lüge
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Nach der offiziellen Auflösung im Jahre 1998 ist es sehr still um die RAF geworden, umso erstaunlicher erscheint daher das Gerücht, eine vierte Generation dieser Linksbewegung hätte sich um drei ehemals ...

Nach der offiziellen Auflösung im Jahre 1998 ist es sehr still um die RAF geworden, umso erstaunlicher erscheint daher das Gerücht, eine vierte Generation dieser Linksbewegung hätte sich um drei ehemals radikale Mitglieder gegründet. Dies ruft Melia Khadit, die Leiterin des Referats für Linksextremismus auf den Plan. Über mehrere Informanten erfährt sie, dass es im Untergrund brodelt und so lässt der erste Anschlag auch nicht lange auf sich warten. Melia muss in die obersten Führungsebenen des Landes vordringen und dabei noch ein Auge auf ihre eigene Umgebung haben, denn sie kann scheinbar niemanden vertrauen...
Mit Wolfsspinne hatte mir der Autor Horst Eckert schon gezeigt, wie spannenden und fesselnd ein Polit-Thriller sein kann. So bin ich mit hohen Erwartungen in sein neues Werk gestartet und nach wenigen Seiten war mir bereits klar, dass ich nicht enttäuscht werden würde. Mit seinem enorm temporeichen und hervorragend zu lesenden Schreibstil hat mich Horst Eckert schnell in den Bann gezogen. Er arbeitet dabei mit sehr vielen kurzen Kapiteln, was dem Geschehen noch einmal ein zusätzliches Tempo verleiht. Der Spannungsbogen wird direkt zu Beginn des Buches klassisch aufgebaut und über die packenden Ermittlungsarbeiten sowohl am rechten als auch am linken Rand unserer Gesellschaft auf einem sehr hohen Niveau gehalten. Die vielen Beteiligten, die häufigen Szenen- bzw. Perspektiv-wechsel und die clever und komplex aufgebaute Geschichte erfordern schon die Konzentration des Lesers, aber gerade dies gibt diesem Polit-Thriller seinen ganz besonderen Charme. Es ist stellenweise schon erschreckend, den korrupten und machtbesessenen Protagonisten im Kampf um die Spitze zu folgen, denn vieles scheint der Realität nicht weit entrückt. In einem fulminanten Finale liefert Horst Eckert noch eine nach-vollziehbare Auflösung, die dieses Buch aus meiner Sicht hervorragend abrundet.
Insgesamt ist dem Autor mit "Im Namen der Lüge" ein brisanter und packender Polit-Thriller gelungen, der den Auftakt einer Reihe um die ein wenig extravagante aber in ihrer Art auch sympathischen Ermittlerin Melia Khadit darstellt. Es bleibt nach diesem Auftakt zu hoffen, dass die Haupt-Protagonistin noch viele Einsätze erhält. Ich empfehle das Buch daher unbedingt weiter und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 28.03.2020

Eine Marionette der Zeit

Der Empfänger
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Josef Klein gelingt die Auswanderung ins gepriesene Amerika, um dort ein neues Leben aufzubauen. Sein Bruder Carl hat aufgrund eines Unfalls, bei dem er ein Auge verliert, weniger Glück und muss in Deutschland ...

Josef Klein gelingt die Auswanderung ins gepriesene Amerika, um dort ein neues Leben aufzubauen. Sein Bruder Carl hat aufgrund eines Unfalls, bei dem er ein Auge verliert, weniger Glück und muss in Deutschland bleiben. Aber in der Phase um den Zweiten Weltkrieg ist das Leben in Amerika auch nicht unbedingt das, was sich Josef darunter vorgestellt hat. Seine Unterkunft ist mehr als bescheiden und völlig unfreiwillig wird er auch noch in Spionage-Tätigkeiten verwickelt, die bei Aufdeckung mit dem Tod bestraft werden. So entfernt sich Josef immer mehr von einem selbstbestimmten Leben...
Ulla Lenze beschreibt in ihrem Roman "Der Empfänger" die brisante Situation eines Deutschen in Amerika während des Zweiten Weltkrieges und bezieht sich dabei auf die Erinnerungen und Aufzeichnungen ihre Großonkels. Sie erzählt die Geschichte in einem etwas nüchternen, aber dadurch auch passenden Schreibstil, der sich flüssig lesen lässt. Sie entführt uns in die aufgeriebene und völlig ungewisse Atmosphäre der späten dreißiger Jahre, in der gerade die Nazifizierung Deutschland die Welt polarisierte. In dieser Situation versucht der Hauptprotagonist Josef in einer für ihn neuen Welt Fuß zu fassen und gerät dabei unversehens in eine Situation, aus dies es für ihn kein Entrinnen zu geben scheint. Ein wirkliches spannendes Thema welches historisch gut recherchiert erscheint und aufgrund der persönlichen Notizen ihres Großonkels auch durchaus authentisch wirkt. Ein wenig Probleme hatte ich mit dem wenig charismatischen Hauptprotagonisten, welcher fast wehrlos zwischen den Fronten der damaligen Welt hin und her gestoßen wurde. Ich bekam beim Lesen wenig Zugang zu ihm, so dass der Geschichte aus meiner Sicht "die Seele" fehlte und mich nicht wirklich fesseln konnte.
Insgesamt ist "Der Empfänger" für mich ein Roman, welcher sein großes Potential des aufgearbeiteten historischen Hintergrunds nicht ausschöpft, aber durchaus das Erzähltalent der Autorin Ulla Lenze erkennen lässt, so dass ich ihn mit drei von fünf Sternen bewerte.

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