Eine Party, die nicht alle überleben
Der FjordDer Fjord von Sarah Goodwin, aus dem Englischen von Michael Krug, war mein erstes Buch der Autorin. Leider kann ich mich den vielen begeisterten Stimmen nicht anschließen, mich konnte der Thriller nicht ...
Der Fjord von Sarah Goodwin, aus dem Englischen von Michael Krug, war mein erstes Buch der Autorin. Leider kann ich mich den vielen begeisterten Stimmen nicht anschließen, mich konnte der Thriller nicht fesseln.
Amelia und Rose sind Schwestern. Als Rose von einer Party in Norwegen nicht nach London zurückkehrt, will Amelia erfahren, was ihr zugestoßen ist. Sie macht eine Typumwandlung von der Anwältin zur durchtrainierten Fitnesstrainerin durch, um das Interesse von Ford Fowley zu wecken. Ford ist der Cousin des Gastgebers Lawrence, dessen jährliche Partys am Fjord sagenumwoben sind. Amelia und Ford werden ein Paar, und sie begleitet ihn zu der Party am Fjord.
Auf dem Anwesen gelten strenge Sicherheitsvorschriften, die Gäste sind in Chalets untergebracht, die in dem dazu gehörigen Wald verteilt sind.
Amelia wird Laurence und seiner Familie vorgestellt: Seiner Verlobten Cecile, seinem Bruder James sowie Sam, der Stiefschwester der beiden.
Schon zu Beginn der Party gibt es den ersten Toten. Die Polizei wird nicht informiert, die Gäste lassen sich beim Feiern nicht stören. Der Alkohol fließt in Strömen, Drogen werden auf Tabletts herumgereicht, die Gäste reißen sich die Kleider vom Leib, tanzen und vergnügen sich im Pool – mittendrin Amelia, die nüchtern bleibt und zielstrebig versucht, sich ins frenetisch abgeriegelte Herrenhaus Zugang zu verschaffen.
Der englische Originaltitel „The Serial Killer’s Party“ passt viel besser zu dem Thriller als der deutsche Titel, da das Setting keine Rolle spielt, die Party hätte überall stattfinden können, wo es Reiche, Alkohol und Drogen, einen Wald und Wasser gibt.
Es gibt mehrere Twists, die die Geschichte in einem neuen Licht erscheinen lassen, doch leider haben sie nicht gereicht, um mich bei der Stange zu halten. Vieles erschien mir unrealistisch und konstruiert. Es gab einige langatmige Passagen, so dass ich das Buch ohne die Leserunde, in der ich es gelesen habe, abgebrochen hätte.
Positiv möchte ich den Schreibstil, das Cover und den Farbschnitt hervorheben, der Plot hingegen konnte mich nicht begeistern.