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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.09.2019

Unfassbar gut erzählt - emotional. aufwühlend und absolut authentisch

Auf der Suche nach dem Kolibri
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Wow - dieses Jugendbuch gehört definitiv als Highlight bezeichnet. Allein das Cover ist unfassbar schön, der Inhalt jedoch noch viel wundervoller.

Ava Dellaira schreibt flüssig, präzise und schafft es, ...

Wow - dieses Jugendbuch gehört definitiv als Highlight bezeichnet. Allein das Cover ist unfassbar schön, der Inhalt jedoch noch viel wundervoller.

Ava Dellaira schreibt flüssig, präzise und schafft es, die Handlungsorte derart wundervoll zu skizzieren, dass man das Gefühl hat, beim lesen einen Film zu schauen.

Die Geschichte ist in 2 Erzählstränge unterteilt. Zum einen lesen wir von Angie, die versucht in Erfahrung zu bringen, was mit ihrem Vater geschehen ist und hierzu nach L.A. reist.
Zum anderen erfahren wir vieles aus der Vergangenheit von Marilyn - Angies Mutter.

Beide Frauen sind derart authentisch und facettenreich dargestellt, dass man sie einfach ins Herz schließen muss.
Marilyns Kindheit und Jugend war alles andere als einfach. Sie wuchs ohne Vater auf, wurde von ihrer Mutter zur Schauspielerei gedrängt und war schon als Kind in Werbespots zu sehen.
Sie trägt die unglaubliche Last, Geld für sie und ihre Mum zu erwirtschaften auf den Schultern obwohl sie viel lieber studieren würde.
So trifft sie James - einen Farbigen und die Liebe ihres Lebens. Sie wird mit Angie schwanger, verliert James aus zunächst unbekannten Gründen und zieht ihre Tochter alleine groß.

Angie wächst in dem Wissen, ihr Vater sei bei einem Autounfall ums Leben gekommen auf, findet jedoch Hinweise, dass diese Geschichte eventuell nicht stimmen kann .... Das Schicksal nimmt seinen Lauf.

Eine unfassbar gut erzählte Geschichte über Liebe und Vertrauen, Freundschaft und Familie. Über das Anderssein und Ausgrenzung, über Verzeihen und Hoffnung.
Leise und nachdenklich erzählt trägt dieses Buch in meinen Augen den Funken des Besonderen in sich.
Ich konnte es einfach nicht aus der Hand legen, es ist ein wahrer Pageturner.
Mehr als einmal standen mir die Tränen in den Augen - das Ende hätte ich mir dann anders gar nicht wünschen können.

In meinen Augen ein Buch, welches ganz unbedingt gelesen gehört. Wundervoll erzählt und einfach herzzerreißend schön.

Veröffentlicht am 14.09.2019

Ein absolut besonderer Roman - schonungslos und faszinieren erzählt

Die Kosmetikerin
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Mit diesem Buch ist Melba Escobar in meinen Augen ein wahres Meisterwerk gelungen.
Der Schreibstil ist schonungslos, teilweise recht rau, insgesamt aber sehr flüssig. Man fliegt nur so durch die Seiten. ...

Mit diesem Buch ist Melba Escobar in meinen Augen ein wahres Meisterwerk gelungen.
Der Schreibstil ist schonungslos, teilweise recht rau, insgesamt aber sehr flüssig. Man fliegt nur so durch die Seiten.
Allerdings muss ich anmerken, dass dies kein Buch ist, welches man als leichte Kost bezeichnen könnte. Sowohl Schreibstil als auch Inhalt sich recht anspruchsvoll. Ob der Fülle an Charakteren erfordert das Lesen einiges an Konzentration.
Das Buch entwickelt eine ganz eigene Dynamik. Ich war regelrecht gefesselt.

Die Charaktere sind facettenreich und authentisch, die Handlungsorte wundervoll dargestellt. Oftmals hatte ich das Gefühl, im Kino zu sitzen und einen Film zu verfolgen.

Gestehen muss ich zwar, das ich ob des Klappentextes etwas anderes erwartet habe, als ich letztendlich bekam - jedoch bin ich mit dieser Tatsache sehr glücklich.

Karen als Protagonistin ist ein ebenso vielschichtiger Charakter wie Claire. Beide Frauen sind absolut starke Persönlichkeiten, die sich in einer Welt, in der es rein um Geld und Äußerlichkeiten geht, behaupten müssen.
Gerade die Geschichte um Karen, ihre Beweggründe für ihr Handeln, ihre Vergangenheit und Gegenwart sind in meinen Augen ebenso faszinierend wie schockierend. Aber durchaus glaubwürdig und packend beschrieben.

Mehr als einmal rieselte es mir kalt den Rücken herunter. Die Geschichte wirkt alles andere als konstruiert und könnte sich so oder ähnlich tatsächlich zugetragen haben.
Der Leser bekommt Einblick in eine Welt, die er sich derart sicher nicht hätte vorstellen können.

Für mich ein besonderes Highlight in diesem Jahr und ein Buch, welches man unbedingt gelesen haben sollte.

Veröffentlicht am 01.09.2019

Skurril, witzig, charmant

Agatha Merkwürdens Racheblumen
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Bei diesem Buch ist der Name Programm! 

Selten habe ich ein solch skurriles, witziges, schräges, dabei aber charmantes, unterhaltsames und lehrreiches Buch gelesen. 

Der Schreibstil ist angenehm, die ...

Bei diesem Buch ist der Name Programm! 

Selten habe ich ein solch skurriles, witziges, schräges, dabei aber charmantes, unterhaltsames und lehrreiches Buch gelesen. 

Der Schreibstil ist angenehm, die Schriftgröße dem angedachten Lesealter angemessen und der Spannungsbogen derart straff gespannt, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. 

Eingangs war ich - das muss ich hier gestehen - ein wenig irritiert. Ich fragte mich mehrfach, wo die Autorin mit dem Leser hin möchte, bzw. was das alles zu bedeuten hat. Im letzten Drittel wird dann allerdings alles aufgelöst und ist schlüssig. 

Die Charaktere sind unfassbar liebenswert. Allein die Namensgebung ist der Knaller! Wir erleben die Geschichte aus Sicht der elfjährigen Melissa Brachfeld, die ein unfassbar braves, regelkonformes Mädchen ist. Immer lieb und nett, adrett gekleidet, gut in der Schule und niemals aufmüpfig. Entsprechend anders ist ihre Freundin Nia - eine angehende Wissenschaftlerin in spe, immer einen flotten Spruch auf den Lippen und meist alles andere als brav. 
Dann gibt es da noch den Schulleiter Herrn Kleinlich, seine Nichte die Lehrerin Fräulein Moosherz und diverse andere skurrile wie liebenswerte Charaktere. 

Dieses Buch weiß unglaublich gut zu unterhalten, hat dabei aber auch eine tiefgründige Message. 
Die Idee sucht wahrlich ihresgleichen. Ich bin wirklich beeindruckt ob der Fantasie der Autorin. 

Alles in allem mehr als empfehlenswert, ich meinen Augen ein sehr, sehr wertvolles Kinder- bzw. Jugendbuch, welches unbedingt gelesen gehört. 

Veröffentlicht am 18.08.2019

Wunderschön und tiefgründig

An Nachteule von Sternhai
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Ist das Cover nicht der Wahnsinn? Die Farbgebung? Die Idee an sich - und das kleine Briefzeichen am Rand - absolut großartig!

Diese Aufmachung gepaart mit dem Klappentext - mir war klar, dieses Buch ...

Ist das Cover nicht der Wahnsinn? Die Farbgebung? Die Idee an sich - und das kleine Briefzeichen am Rand - absolut großartig!

Diese Aufmachung gepaart mit dem Klappentext - mir war klar, dieses Buch muss ich unbedingt lesen!

Mit "An Nachteule von Sternhai" ist die Bücherwelt um ein Buch reicher, welches den kleinen Funken des Besonderen in sich trägt.

Schon auf den ersten Seiten wird dem Leser klar, das es sich um alles andere als ein "normales Buch" handelt.
Vielmehr finden wir e-Mails und Briefe, die uns die Geschichte erzählen.
Wir treffen zwei junge Mädchen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, deren Väter sich jedoch ineinander verliebt haben und die nun mehr oder weniger gezwungen scheinen, miteinander aus zu kommen.

Bett Devlin ist schrill, vorlaut, clever, mutig und sportlich. Avery Bloom ist eher zurückhaltend, ruhig, ein wenig schrullig, ein kleiner wissbegieriger Nerd mit Angst vor vielen Dingen.
Klar das es unter diesen Voraussetzungen unmöglich scheint, eine Freundschaft aufzubauen.
Was später allerdings alles geschieht ist der Wahnsinn und lässt sich nur als fulminant bezeichnen!
Da taucht plötzlich eine Mutter auf, es gibt riesigen Krach in China und eine Großmutter wird der Star des neuen Theaterstücks.

Selten habe ich ein solch witziges, charmantes, dabei aber einfühlsames und lehrreiches Jugendbuch gelesen. Es zählt definitiv zu meinem Highlights in diesem Jahr und ich kann es absolut empfehlen.

Wie jedes gute Jugendbuch hat auch dieses selbstverständlich eine Message - einen Fingerzeig: sei offen für Neues, habe keine Vorurteile und lass Unbekanntes erst einmal auf dich zukommen, möglichst ohne Angst!

Eine Ode an die Freundschaft, das Anderssein, die Liebe und den Fortschritt!
Einfach zauberhaft!

Veröffentlicht am 18.08.2019

Düster, spannend - unfassbar gut!

Kill Creek
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Wenn das Wetter usselig wird ist für mich die Zeit der Thriller und Horrorbücher gekommen.

"Kill Creek" reizte mich allein wegen des Covers. Gepaart mit dem kurzen Klappentext war klar, dass ich dieses ...

Wenn das Wetter usselig wird ist für mich die Zeit der Thriller und Horrorbücher gekommen.

"Kill Creek" reizte mich allein wegen des Covers. Gepaart mit dem kurzen Klappentext war klar, dass ich dieses Buch lesen muss.

Scott Thomas' Schreibstil ist angenehm, flüssig zu lesen - der Spannungsbogen ist an fast allen Stellen recht straff gespannt, man kann das Buch also trotz der hohen Seitenanzahl in einem Rutsch weg lesen.

Gleich zu Beginn werden und 2 der 4 Schriftsteller, die zu besagtem Interview (Klappentext) eingeladen werden, vorgestellt.
Besonders die recht spröde wirkende Moore hat es mir angetan, sie war mir von Anfang an sympathisch. Auch Sam kommt als ein Protagonist daher, der einem einfach ans Herz wachsen muss.
Auch Sebastian und Daniel gehören dazu, bleiben aber fast die ganze Geschichte über ein wenig im Hintergrund.

Man nehme also 4 Schriftsteller (mit all ihrer Spleenigkeit), ein verlassenes Haus mit zweifelhafter Geschichte, diverse verstorbene Vorbesitzer und einen Galgenbaum. All dies würzt man mit einer düsteren, bedrückenden Atmosphäre, gibt eine Prise Tod und Dramatik hinzu, erschafft albtraumhafte Figuren, spielt mit der Psyche des Lesers und kreiert so ein fesselndes Horrorwerk, welches für aufgestellte Nackenhaare sorgt.

An einigen Stellen zieht sich das Ganze leider etwas hin, hätte man hier dezent weniger ausschweifend berichtet, wäre es ein Meisterwerk geworden.
So ist es absolut lesbar, weiß den Leser zu unterhalten, sorgt für angenehmen Grusel und kann mit authentischen Charakteren aufwarten.
Insgesamt sehr empfehlenswert - an manchen Stellen recht detailreich was Morde, Wunden etc. angeht, daher nicht für zart besaitete Leser geeignet.
Mich konnte es überzeugen und ich möchte definitiv mehr von diesem Autor lesen.