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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.04.2021

Absolutes Wohlfühlbuch!

Sommerfrische auf Gracewood Hall
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Eigentlich der dritte Teil der Reihe - habe ich mit diesem begonnen. Man kann die Bücher problemlos unabhängig voneinander lesen, allerdings bietet es sich selbstverständlich an, erst die anderen beiden ...

Eigentlich der dritte Teil der Reihe - habe ich mit diesem begonnen. Man kann die Bücher problemlos unabhängig voneinander lesen, allerdings bietet es sich selbstverständlich an, erst die anderen beiden zu lesen. Es fiel mir eingangs nämlich ein wenig schwer, bei der Fülle an Personen nicht durcheinander zu geraten. Allerdings hat die Autorin auf ihrer Homepage auch ein Personenverzeichnis - super praktisch! :)

Der Schreibstil ist angenehm, man fliegt nur so durch die Seiten. Die Autorin erzählt wechselweise aus der Perspektive der zwei Protagonisten. Dies schafft sie absolut perfekt, man hat also keinerlei Schwierigkeiten dem Geschehen zu folgen. Denn: sie wechselt die Perspektiven nicht in jedem Kapitel ein- sondern diverse Male.

Die Geschichte ist natürlich klebrig und zuckersüß allerdings wirkt sie weder gewollt noch unglaubwürdig. Vielmehr weckt sie den Glauben an das Schicksal - an die eine wahre Liebe.

Insgesamt muss ich sagen, dass dieses Buch den kleinen Funken des Besonderen in sich trägt. Es ist so positiv! Man bekommt beim lesen zwangsläufig gute Laune. Und irgendwie Lust auf Yoga. Aber das nur am Rande... :)

Ich bin dankbar, diese Autorin für mich entdeckt zu haben und finde, ihre Bücher gehören definitiv gelesen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.04.2021

Hervorragend geschrieben

Das Landhaus
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Wow! Das war mal ein Debut nach meinem Geschmack!

"Das Landhaus" kommt ganz ohne Schnickschnack aus - die Autorin schreibt großartig! Zwar sind einige Stellen ein klein wenig langatmig und somit geht ...

Wow! Das war mal ein Debut nach meinem Geschmack!

"Das Landhaus" kommt ganz ohne Schnickschnack aus - die Autorin schreibt großartig! Zwar sind einige Stellen ein klein wenig langatmig und somit geht dezent die Spannung flöten, dennoch entwickelt die Geschichte einen ganz eigenen Sog. Selten hat mich ein Thriller auch nach Beenden noch derart befasst.

Die Atmosphäre ist dicht, düster und drückend - die Protagonistin kratzte bei mir immer hart an der Grenze zur Antipathie. Ich konnte mich bis zuletzt nicht entscheiden, ob ich sie mag oder nicht. Nichtsdestotrotz habe ich ihren Einzug in besagtes Landhaus, ihre Ehe, ihre Erkenntnisse und ihre charakterliche Entwicklung sehr, sehr gerne mitverfolgt.

In meinen Augen handelt es sich bei diesem Buch um einen ganz besonderen Thriller. Er kommt leise daher, stimmt nachdenklich und hat seinen ganz eigenen Reiz. Es geht nicht darum, herauszufinden, wer der Böse ist. Vielmehr geht es um die Abgründe der menschlichen Seele. Um natürliches Fehlverhalten, falsche Liebe und dem Festhalten an gesellschaftlichen Normen. Allzu oft wird etwas von einem erwartet, dessen man nicht gerecht werden kann oder will, es aber zwingend doch versucht. Benimmt man sich nicht der Norm entsprechend, gilt man als sonderbar oder ab einem bestimmten Grad sogar als unnormal oder gar beschädigt....

Ich finde, dieses Buch gehört definitiv gelesen. Für mich ist es jetzt schon eins der Highlights in diesem Jahr.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.04.2021

Spannend jedoch mit schwachem Ende

Der Kreidemann
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Lange lag dieses Buch auf meinem SuB - jetzt habe ich es endlich geschafft, es zu lesen. Angetan war ich damals vor allem von dem Cover.

Die Autorin schreibt hervorragend - sehr, sehr angenehm, man fliegt ...

Lange lag dieses Buch auf meinem SuB - jetzt habe ich es endlich geschafft, es zu lesen. Angetan war ich damals vor allem von dem Cover.

Die Autorin schreibt hervorragend - sehr, sehr angenehm, man fliegt nur so durch die Seiten. Der Spannungsbogen ist fast durchgehend straff gespannt, man kann das Buch quasi in einem Rutsch durch lesen. Die Charaktere sind authentisch und facettenreich, die Handlung nachvollziehbar.

Ich liebe Bücher, die im Stil von Kings "ES" gehalten sind - man liest über Kinder, die sich als Erwachsene wieder treffen und gemeinsame Erlebnisse aufarbeiten. Unterteils ist das Buch übrigens in 2 Ebenen. Die Vergangenheit und Gegenwart. Auch so etwas mag ich sehr gerne.

Die Atmosphäre ist düster, es gibt allerdings nicht unbedingt allzu viel Platz für Spekulationen. Eigentlich ist recht zeitnah klar, was passiert ist, bzw. wer auf keinen Fall der Kreidemann sein kann.

Was mich dann ein wenig enttäuscht hat, ist das Ende. Es war zu vorhersehbar, zu schnell herbeigeführt und dadurch nicht ganz befriedigend. Ich hätte mir da etwas mehr erhofft.

Insgesamt aber durchaus lesenswert.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.04.2021

Hervorragend geschrieben

Das Haus des Leuchtturmwärters
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Aufmerksam geworden bin ich durch das wundervolle Cover - der Klappentext tat sein Übriges. Bin ich doch an der Ostsee, in der ehemaligen DDR aufgewachsen und habe somit einen besonderen Bezug zu der Geschichte. ...

Aufmerksam geworden bin ich durch das wundervolle Cover - der Klappentext tat sein Übriges. Bin ich doch an der Ostsee, in der ehemaligen DDR aufgewachsen und habe somit einen besonderen Bezug zu der Geschichte. Die Autorin schreibt wunderbar angenehm - die Charaktere sind facettenreich und authentisch. Überhaupt hätte das Ganze so oder ähnlich tatsächlich passiert sein können.

Wir begegnen Franzi, die uns mittels eines Tagebuchs mit in die Vergangenheit von Else, Lulu und Otto nimmt. Alle drei wollen Republikflucht begehen, halten sie es doch in der DDR nicht mehr aus. Zu groß ist der Wunsch nach Freiheit. Am naheliegendsten ist natürlich eine Flucht über die Ostsee - nach Dänemark und dann weiter in den Westen. Was dann folgt ist eine nachdenkliche Geschichte über Freundschaft, Liebe, Zusammenhalt aber auch Verrat und Enttäuschung.

Die Autorin schafft es grandios, die Geschichten von so unterschiedlichen Personen - dazu auch aus Vergangenheit und Gegenwart - zu verknüpfen. Am Ende werden alle Fäden zusammen geführt und der Leser bleibt ohne offene Fragen vollends befriedigt zurück.

Insgesamt stimmt das Buch nachdenklich. Ich kenne die Geschichten um die Stasi, weiß, wie es ist, wenn die eigene Familie bespitzelt wird. Viele kennen dies (zum Glück) nur aus Erzählungen. Und dennoch ist es wichtig, dass dieses Wissen nicht verloren geht. Zu schnell kann sich so etwas wiederholen. Es ist nicht allein der 2. Weltkrieg, an den man immer wieder erinnert werden muss. In meinen Augen ist es eben auch die jüngere Vergangenheit.

So kann ich dieses Buch natürlich absolut empfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.04.2021

Ganz anders als erwartet

Zauberklingen - Die Klingen-Saga
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Ich muss gestehen, dass mir vor Beginnen des Buches gar nicht klar war, das es sich um Band x einer ganzen Reihe handelt. Das stellte ich erst weit später fest. Allerdings ist es offenbar nicht schlimm ...

Ich muss gestehen, dass mir vor Beginnen des Buches gar nicht klar war, das es sich um Band x einer ganzen Reihe handelt. Das stellte ich erst weit später fest. Allerdings ist es offenbar nicht schlimm denn ich habe mich problemlos in die Welt bzw. die Geschichte hineinfinden können. Zwar wird an einigen Stellen immer mal wieder an Vorangegangenes erinnert, allerdings fällt das nicht weiter ins Gewicht und stört auch nicht.

Ich habe zwar etwas anderes erwartet, war am Ende dann aber dennoch positiv überrascht. Der Autor schreibt Fantasy der besonderen Art. Düster und mit einem ganz eigenen Humor. Allerdings fand ich die vielen Handlungsstränge etwas übertrieben. Man muss sich beim lesen definitiv konzentrieren, sonst geht einem da schnell etwas durch die Lappen.

Die Charaktere sind durch die Bank super dargestellt, authentisch und alles andere als blass. Spannend fand ich auch die Tatsache, dass wir von der Industrialisierung lesen. Arbeiter werden quasi durch Maschinen ersetzt. Alles andere als abwegig. :)

Insgesamt empfehlenswert. Man kann die vorangegangenen Bücher lesen, muss dies allerdings wie in meinem Fall nicht zwingend.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere