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Veröffentlicht am 25.11.2024

Eine Liebe, die nicht sein darf im deutsch-französischen Krieg 1870/71

Eine Liebe zwischen den Fronten
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Die Autorin Maria W. Peter schreibt in ihrem neuen Roman „Eine Liebe zwischen den Fronten“ von dem deutsch-französischen Krieg, der vor 150 Jahren dazu führte, dass das Elsass und Lothringen nicht länger ...

Die Autorin Maria W. Peter schreibt in ihrem neuen Roman „Eine Liebe zwischen den Fronten“ von dem deutsch-französischen Krieg, der vor 150 Jahren dazu führte, dass das Elsass und Lothringen nicht länger Teil Frankreichs waren. Ihre Geschichte baut die Autorin um die Schicksale von fünf Figuren auf, deren Leben miteinander verknüpft sind: den preußischen Stabsarzt Paul und seine französische Verlobte Madeleine, ihren Bruder Clément und das algerische Dienstmädchen Djamila sowie deren Bruder Kamil.

Die Französin Madeleine und der junge deutsche Arzt Paul sind mitten in ihrer Verlobungsfeier, als ein Bote eine schreckliche Nachricht überbringt und ihre Pläne durchkreuzt: Zwischen Preußen und dem Französischen Kaiserreich ist der Krieg ausgebrochen. Paul muss unverzüglich als preußischer Militärarzt zurück zu seinem Regiment nach Coblenz. Madeleine und ihr Vater brechen in ihre Heimatstadt Metz auf.
Von nun an Feinde zu sein und auf unterschiedlichen Seiten zu stehen, ist für Madeleine und Paul unerträglich. Kann ihre Liebe den Krieg überstehen?

Madeleine und Paul müssen um ihre Liebe und ihr zukünftiges gemeinsames Leben bangen, sie setzen während des Krieges aufopfernd und unermüdlich ihr medizinisches Wissen im Dienst an den Verwundeten ein. Das zierliche algerische Dienstmädchen der Familie Tellier steht Madeleine zur Seite. Die sanftmütige und ruhige Djamila hat eine tragische Vergangenheit, sie sorgt sich zudem um ihren geliebten Bruder Karim. Dieser wird ebenfalls zu einer Schlüsselfigur im vorliegenden Roman – durch ihn lernt der Leser die Trailleurs Algérien kennen, die sogenannten Turcos, die als Söhne der Wüste und unerschrockene Kämpfer der französischen Armee gegen die deutschen Feinde agieren. Der Fokus der Autorin richtet sich jedoch auch auf Madeleines Bruder Clément, einen jungen Jurastudenten mit ungezügeltem Temperament und aufrührerischem Gedankengut. Clément hält nichts von den Idealen seines friedliebenden Vaters, er ist eine getriebene Seele, innerlich zerrissen zwischen hasserfüllten und fanatischen Überzeugungen und der Liebe zu seiner Familie. Sein radikaler Einsatz für die Pariser Kommune bestimmt letztendlich Cléments Denken und Handeln.

Die Kriegshandlungen und die unvorstellbaren Schrecken auf den Schlachtfeldern sowie das große Leid der Verwundeten, aber auch die schlimmen Entbehrungen der Bevölkerung im Zuge der Belagerungen werden dem Leser drastisch vor Augen geführt. Und dennoch dürfen die Figuren der Handlung immer wieder auch Lichtblicke in all dem Grauen erleben – sie erfahren Menschlichkeit und Nächstenliebe, Hilfe unter Einsatz des Lebens inmitten des Krieges.

Die Autorin hat am Ende dem Leser ein umfangreiches Zusatzmaterial mit einem sehr informativen Nachwort, Glossar, Personen- und Literaturverzeichnis sowie Reise- und Stöbertipps, zusammengestellt.

Die Autorin Maria W. Peter, hat hier einen spannenden und hervorragend recherchierten historischen Roman geschrieben, der mich von der ersten Seite an unglaublich fasziniert hat und den ich sehr gerne weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 25.11.2024

Leben in verschiedenen Welten

Kinder ihrer Zeit
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Die Autorin Claire Winter hat hier einen spannenden und hervorragend recherchierten historischen Roman über zwei Schwestern geschrieben, der mich von der ersten Seite an unglaublich fasziniert und gefesselt ...

Die Autorin Claire Winter hat hier einen spannenden und hervorragend recherchierten historischen Roman über zwei Schwestern geschrieben, der mich von der ersten Seite an unglaublich fasziniert und gefesselt hat.

Klappentext:
Die Zwillinge Emma und Alice werden 1945 auf der Flucht aus Ostpreußen getrennt. Beide glauben, die andere hätte nicht überlebt. Emma wächst in Westberlin auf, Alice in einem Heim in der DDR. Erst zwölf Jahre später finden sie sich überraschend wieder. Durch Alice lernt Emma den Ost-Berliner Physiker Julius Laakmann kennen. Als Julius Zeuge einer Entführung wird, gerät er zwischen die Fronten der Geheimdienste. Dann verschwindet Alice spurlos. Zu spät erkennt Emma, welcher drohenden Gefahr sie und ihre Schwester gegenüberstehen. Währenddessen erreicht der Kalte Krieg einen neuen Höhepunkt – Berlin soll für immer geteilt werden...

Aus dem Inhalt des Buches:
Ein spannender kurzer Prolog, zwei Monate vor dem Mauerbau in Berlin, Juni 1961.
Einmarsch der Roten Armee in Ostpreußen, - sechszehn Jahre zuvor, Januar 1945 - Rosa flüchtet mit ihren beiden Mädchen Emma und Alice. Die Ereignisse auf der Flucht sind furchtbar grausam und Alice bleibt nach einem Angriff, verschwunden! Rosa sucht nach ihrer Tochter, kann sie nicht finden und weiß nicht, ob Alice lebt oder tot ist. Mit dieser Ungewissheit rettet sie Emma und sich nach Berlin.

Nach 12 Jahren sehen sich die Schwestern wieder. Alice, wächst in Heimen in der DDR auf und macht ihre Schulausbildung in einem Jugendwohnheim, während Emma, bei ihrer Mutter aufwächst und eine Ausbildung als Dolmetscherin macht. Für Alice ist es ein regelrechter Schock, dass ihre Mutter nicht mehr lebt und ihr wird bewusst, wie unterschiedlich ihre Leben verlaufen sind. Alice schafft es nicht, sich Emma gegenüber zu öffnen und ihr die Wahrheit über die Stasi und den KGB zu erzählen. Alice schadet vielen Menschen in ihrem Umfeld und bekommt langsam Zweifel, ob sie auf der richtigen Seite steht. Emma hat sich in den Ost-Berliner Physiker Julius verliebt, weiß aber, dass eine Zukunft mit ihm durch das geteilte Deutschland, schwierig werden könnte. Schaffen Emma und Julius eine gemeinsame Zukunft?

Deutschland ist geteilt in DDR und BRD und Berlin ist geteilt in den Ost- und Westsektor. Trotz der zwei politischen und verfeindeten Systeme, konnte die Bevölkerung bis zum Mauerbau im Jahr 1961 weiterhin vom Ost- in den Westsektor oder umgekehrt, gehen bzw. sich frei bewegen. Berlin wurde die Hochburg der Spionage und Geheimdienste auf beiden Seiten. Viele Menschen fühlten sich bedrängt und wurden oft verfolgt oder sogar verhaftet. Die Lage wurde immer schlimmer und viele Ost-Berliner und DDR-Bürger flüchteten in den Westen. Mit dem Mauerbau am 13. August 1961 wurde eine Ausreise und Flucht aus der DDR, nicht mehr möglich. Die menschlichen Verbindungen wurden damit rigoros unterbunden.

Bisher habe ich alle Romane der Autorin mit Begeisterung gelesen und kann auch dieses tiefbewegende Buch sehr gerne weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 19.11.2024

Einblicke in das Leben der Elisabeth Brugger

Nur nachts ist es hell
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Der Autorin Judith W. Taschlers, erzählt in ihrem neuen Roman “Nur nachts ist es hell“, eine berührende Geschichte über Elisabeth, die Schwester der Zwillinge Carl und Eugen Brugger, aus dem Roman „Über ...

Der Autorin Judith W. Taschlers, erzählt in ihrem neuen Roman “Nur nachts ist es hell“, eine berührende Geschichte über Elisabeth, die Schwester der Zwillinge Carl und Eugen Brugger, aus dem Roman „Über Carl reden wir morgen“ (der als erster Band vorausging) und setzt die Geschichte der Familie Brugger fort.

Inhalt:
Elisabeth ist das jüngste der vier Brugger-Kinder. Im Ersten Weltkrieg arbeitet sie als Lazarettschwester, nach dem Krieg studiert sie Medizin. Sie heiratet den Sohn einer alteingesessenen Wiener Ärztefamilie, der versehrt von der Südfront zurückgekehrt ist. Die beiden führen gemeinsam eine Praxis. Elisabeth kann die Augen nicht verschließen vor dem Elend der Frauen, die in ihrer Verzweiflung eine Engelmacherin aufsuchen. Sie muss sich die Frage stellen, wie weit sie bereit ist zu gehen … Eine besonders enge Beziehung hat sie zu ihrem Bruder Eugen, sie ist die Einzige, die von seiner Affäre mit der Frau seines Zwillingsbruders Carl weiß. Als Eugen eine Familie vor der SS versteckt, wird er selbst zum Gesuchten. War es Carl, der ihn verraten hat?

Meine Meinung:
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Elisabeth, die im Jahr 1972 mit ihren 77 Jahren auf ihr bewegtes Leben voller Höhen und Tiefen zurückblickt. Sie erzählt ihre Geschichte auf nüchterne, ehrliche Weise in der Ich-Perspektive und richtet dabei ihre anspruchsvolle aber nicht immer chronologisch aufgebaute Erzählung an ihre Großnichte Christina. Oft schweifen ihre Gedanken ab, die Zeitsprünge sind groß, kehren aber zwischendurch immer wieder zurück um am Ende sich glücklicherweise zu einem Ganzen zusammenzufügen.

Elisabeth, wurde im Jahr 1895 im Mühlviertel bei Linz geboren und lebte ein privilegiertes Leben in der Belle Époque, jener glanzvollen Ära, die mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs ihr jähes Ende fand. Diese Zeit ist geprägt von kulturellem Aufschwung, künstlerischer Blüte und technologischem Fortschritt, aber auch eine Phase des gesellschaftlichen Wandels, insbesondere für die Rolle der Frau. Während des Ersten Weltkriegs arbeitet Elisabeth als Lazarettschwester an der Front und studiert danach Medizin.
Elisabeth heiratet Georg, den Sohn einer alteingesessenen Wiener Ärztefamilie, der versehrt von der Südfront zurückgekehrt ist. Elisabeth und ihr Mann übernehmen eine Praxis und bekommen zwei Söhne. Aus dem Kaiserreich wird eine Republik, es folgt das 3. Reich und der Zweite Weltkrieg.

Gespannt habe ich Elisabeths Werdegang hier verfolgt und natürlich auch, was aus Carl und Eugen geworden ist. Doch der Fokus liegt eindeutig auf Elisabeth, der Medizingeschichte und auf Frauen und Frauenrechte zu der damaligen Zeit.

Die Autorin ist es gelungen, sowohl persönliche als auch historische Themen hervorragend miteinander zu verweben

Fazit:
Der Autorin ist es hervorragend gelungen, eine berührende Geschichte, Schnörkellos, tiefgründig, direkt und sprachlich unglaublich gut an die Situationen angepasst, zu erzählen. Sie erzählt die Geschichte aus Sicht Elisabeths in der Ich-Perspektive und lässt somit einen wunderbaren tiefen Blick auf das Innerste ihrer Protagonistin zu. Durch die ständigen Zeitsprünge in der Geschichte, geht die Spannung nie verloren. Mich konnte dieser Roman, mit der ich viele schöne Lesestunden hatte, von der ersten Zeile an, überzeugen.
Von mir 5 Sterne und eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 19.11.2024

Spannende Fortsetzung der Täufer-Saga

Die Schwester des Ketzers
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Das Autorenduo Uschi & Klaus Pfaffeneder, erzählen in ihrem zweiten historischen Roman „Die Schwester des Ketzers - Propheten der Apokalypse “, die Fortsetzung der Täufer-Saga: Die wahre Geschichte der ...

Das Autorenduo Uschi & Klaus Pfaffeneder, erzählen in ihrem zweiten historischen Roman „Die Schwester des Ketzers - Propheten der Apokalypse “, die Fortsetzung der Täufer-Saga: Die wahre Geschichte der süddeutschen Täufer.

Inhalt:
Im Jahr 1527 hallen Luthers Thesen immer noch wie Donnergrollen durchs Land, und der Bauernkrieg hat weite Teile Süddeutschlands verwüstet. Inmitten dieses Chaos’ kämpfen Anna Schuster und Lenz Kirchperger ums Überleben, gejagt von den Häschern des bairischen Herzogs und als Ketzer gebrandmarkt. Ihre Flucht führt sie in die Reichsstadt Memmingen, wo sie auf ein neues Leben hoffen. Doch die dunklen Schatten ihrer Vergangenheit holen sie ein und zwingen Anna, nach Augsburg zurückzukehren, wo sie erneut in den Bann der Täuferbewegung gerät. Da die Stadt einem Pulverfass gleicht, ist der Stadtrat fest entschlossen, die Täufer ein für alle Mal zu vernichten. Anna schwebt in höchster Gefahr, und Lenz sieht nur einen Ausweg: Er muss alles aufs Spiel setzen, um die Frau zu retten, die er liebt. „Die Schwester des Ketzers“ entführt Sie in eine Welt voller Intrigen, Liebe und verhängnisvoller Geheimnisse. Finden Anna und Lenz ihre Freiheit oder verlieren sie sich in den Wirren der Geschichte? Eine packende Reise in eine Zeit des fundamentalen Umbruchs erwartet Sie!

Meine Meinung:
Das Buch ist wieder mit einem stilvollen und passenden Cover zum 1. Band gestaltet und enthält die gewohnte Fülle an Informationen, die durch viel Recherche des Autorenduos, gelungen erzählt wird.
Besonders gut gefällt mir zu Beginn des Buches, das Inhaltsverzeichnis und die gelungenen Kartenübersichten aus Memmingen, Landsberg und Augsburg. Das ausführliche Personenregister beschreibt die historischen und einige fiktive Personen.

Im Jahr 1927 gelingt Anna Schuster, ihrem kleinen Neffen Ignaz und Lenz Kirchperger die Flucht in die Reichsstadt Memmingen um sich ein neues Leben aufzubauen. Bei seinem früherem Meister Lodweber, wird Lenz, mit Anna und Ignaz, herzlich aufgenommen doch schon bald bekommen sie auch hier Verrat und Intrigen zu spüren.

In Augsburg bemerkt Magdalena, dass sie schwanger ist und bevor sie sich dem Willen ihrer Eltern beugt, einen älteren Mann zu heiraten, muss ihr gelingen Lenz zu finden. Bald schon bietet sich ihr die Gelegenheit und sie macht sich auf den Weg nach Memmingen. Raffiniert und geschickt versucht sie Lenz das Kind unterzuschieben und Anna fühlt sich von ihrer Vergangenheit bedroht und eingeholt. Anna sieht keinen anderen Ausweg als zurück nach Augsburg zu kehren und gerät dabei erneut in den Bann der Täuferbewegung. Selbst einer Taufe schließt sie sich nicht aus und gerät damit in noch größere Gefahr.

In Augsburg nimmt die Verfolgung gegen die Wiedertäufer eine dramastische und fanatische Wendung, die Lenz vor Sorge um Anna, fast verzweifeln lässt. Er setzt alles aufs Spiel um seine geliebte Anna aus Augsburg zu retten.

Fazit:
Dem Autorenduo ist es recht gut gelungen, durch einige Überraschungen und Wendungen, die Fortsetzung der Täufer-Saga zu Anfang des 16. Jahrhunderts, gut recherchiert weiterzuerzählen. Ich habe die Fortsetzung sehr gerne gelesen und gebe hier auf jeden Fall eine Leseempfehlung, denn die Geschichte regt zum Nachdenken an und ich könnte mir gut vorstellen, dass hier noch ein weiterer Teil folgt.
Von mir 4 von 5 Sterne und eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 12.11.2024

Das Kaminzimmer von Marie d’Aulnoy

Der Salon der kühnen Frauen
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Die Autorin Clare Pollard, entführt in ihrem historischen Roman “Der Salon der kühnen Frauen“, in das 17. Jahrhundert nach Versailles und erzählt eine Geschichte vom Zusammenhalt einer Gruppe von Frauen, ...

Die Autorin Clare Pollard, entführt in ihrem historischen Roman “Der Salon der kühnen Frauen“, in das 17. Jahrhundert nach Versailles und erzählt eine Geschichte vom Zusammenhalt einer Gruppe von Frauen, die sich der Übermacht der Männer am Hof des Sonnenkönigs widersetzen.

Inhalt:
Versailles zu Zeiten Ludwig XIV. Am Hof des Sonnenkönigs herrschen Pomp und Verschwendungssucht. Wer einen Blick hinter die Kulissen wagt, findet Intrigen, Missgunst, Klatsch und Tratsch. Das wissen vor allem die Frauen, die sich regelmäßig in Marie d'Aulnoys Kaminzimmer in Paris treffen und dort zusammen flirten, lachen, Champagner trinken und sich Märchen erzählen. Doch das Geschichtenerzählen ist riskant und droht die Frauen eine nach der anderen in große Gefahr zu bringen …

Sexy, scharfsinnig, zeitgemäß: ein schillernder historischer Roman, der von wahren Begebenheiten inspiriert ist und von der Kraft des Geschichtenerzählens unter mutigen Frauen handelt.

Meine Meinung:
Die Autorin entführt schillernd, in das Zeitalter und die Regentschaft von Ludwig dem XIV. in die Zeit der Intrigen, Missgunst, Klatsch und Tratsch.

Regelmäßig trifft sich ein Kreis aus Frauen aber auch Männern, im Kaminzimmer von Madame d'Aulnoy, um einander ihre Interpretationen von Märchen zu erzählen. Diese Runde erfreut sich großer Beliebtheit, den die einzelnen Mitglieder erzählen ihre Versionen der Volksmärchen, versetzt mit frivolen Anmerkungen, Grausamkeiten, versteckten Anspielungen und Spitzfindigkeiten. Jeder weiß, dass Geschichtenerzählen riskant und gefährlich ist, denn der König ist da sehr empfindlich und hat seine Spitzel, überall.

Die im Kaminzimmer erzählten Märchen stehen dabei meist in einem speziellen und spannenden Bezug auf die Schicksale der Menschen um den König herum und enthalten dadurch ein hervorragendes Sittenporträt der damaligen Zeit am Hof von Versailles. In den Erzählungen verstecken sich oft die Sehnsüchte und Lebensgeschichten der einzelnen Frauen und Männer. Zunächst ahnt man noch nicht, welche Tragik sich hinter den oft gruseligen und brutalen Märchen, verbergen. Denn auch die Realität schlägt grausam zu!

Zitat:
Der Autorin ist es sehr gut gelungen, das Leben ihrer Protagonisten, die Salons und das Leben am Hof des Sonnenkönigs, realistisch widerzuspiegeln. Inspiriert zu dieser Geschichte wurde die Autorin von den wahren Abenteuern der modernen Märchenerzählerinnen des ausgehenden 17. Jahrhunderts, die den Märchen die Form gegeben haben, die wir heute kennen. Ein großartiger Blick hinter die Kulissen am Hof des Sonnenkönigs. Mit der Geschichte hatte ich schöne lesenswerte Stunden.
Von mir 4 von 5 Sternen!

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