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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.10.2025

Eine handliche Übersicht der Brandenburger Seen

Die schönsten Seen in Brandenburg
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Roswitha Schieb zeigt in ihrem handlichen Buch die 33 schönsten und spannendsten Seen Brandenburgs.

Das Cover hat mich sofort angesprochen, schlicht und zugleich elegant, es weckt die Neugier welche wohl ...

Roswitha Schieb zeigt in ihrem handlichen Buch die 33 schönsten und spannendsten Seen Brandenburgs.

Das Cover hat mich sofort angesprochen, schlicht und zugleich elegant, es weckt die Neugier welche wohl die schönsten Seen Brandenburgs sind. Natürlich kenne ich bereits einige Seen rund um Berlin und habe mich ersteinmal auf das detaillierte Inhaltsverzeichnis, gestürzt. Die Seen sind schön gegliedert unter Nord- und Südosten von Berlin und Süd- und Nordwesten von Berlin.

An jedem See gibt es etwas Besonderes zu entdecken: Neben Tipps zu Badestellen, Wander- und Radwegen rund um die Seen, gibt das Buch auch Hinweise zu nahegelegenen Sehenswürdigkeiten und erzählt Kulturgeschichte rund um die Seen und die umliegenden Ortschaften.
Jeder See wird so auf einigen Seiten mit eindrucksvollen Bildern und einem informativen und aussagekräftigem Text vorgestellt.

Eine Anfahrtsbeschreibung gibt es allerdings nicht, nur den Hinweis der ÖPNV aus einer nahe gelegenen Stadt bzw. größeren Ortschaft. Erst im Anhang befindert sich eine Gesamtüberskarte mit den aufgeführten Brandenburger Seen.

Fazit:
Das ultimative Seenbuch ist für mich ein großartiger Begleiter für Ausflüge zu Natur, Kultur und Geschichte rund um die schönsten Seen Brandenburgs.
Von mir gibt es allerdings einen Punkte-Abzug für die Bindung des Buches, weil ein umblättern der festen Seiten fast nicht möglich ist ohne dabei den Buchrücken zu beschädigen.

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Veröffentlicht am 06.10.2025

Die Machtspiele beginnen

Die Frau der Stunde
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Heike Specht ist Deutschlands lässigste Historikerin und erzählt in ihrem neuen Roman "Die Frau der Stunde" eine fiktive Geschichte aus den 70er-Jahre über eine Frau, die nach der Macht greift und die ...

Heike Specht ist Deutschlands lässigste Historikerin und erzählt in ihrem neuen Roman "Die Frau der Stunde" eine fiktive Geschichte aus den 70er-Jahre über eine Frau, die nach der Macht greift und die Männerwelt auf den Kopf stellt.

Im Mittelpunkt steht die liberale Politikerin Catharina Cornelius – eine alleinstehende Frau, die in der Bonner Altherren-Elite völlig überraschend nach dem Rücktritt von Helmut Busch, zur Außenministerin und Vizekanzlerin ernannt wird. Die überrumpelten Kollegen in den höchsten Regierungskreisen reiben sich fassungslos die Augen, die Journalisten spitzen die Federn und das ganze Land blickt erstaunt auf die zierliche Frau. Doch Catharina versteht es, sich auf dem Podium und dem Parkett, elegant und souverän zu bewegen.

Als Helmut Busch seinen Posten unter allen Umständen zurückhaben möchte und Catharina darauf nicht eingeht, versucht er, sie vor der Öffentlichkeit bloßzustellen. Als Catharina sein Machtspiel durchschaut, stellt sie sich gelassen den hämischen Kommentaren, während sie im Gegenzug ihr eigenes Machtspiel eröffnet. Catharina weiß sich durchzusetzen …

Macht hat ihren Preis und Catharina muss heimlich ihre Liebe zu einem Jounalisten leben.

Catharinas Internatsfreundinnen bedeuten ihr alles und die drei Frauen bilden eine starke Gemeinschaft, dass sich gegenseitig schätzt und unterstützt.
Als Azadeh Nouri, iranische Regisseurin sich unbedingt an den Frauenaufständen im Iran beteiligt und nach Teheran reist, sind ihre Nerven nicht nur als Außenministerin, angespannt. Sie hat Angst um das Leben ihrer Freundin.
Nach dem Umbruch im Iran, reist auch ihre Freundin Suzanne de Vries, Korrespondentin für die belgische Tageszeitung in Bonn, für Recherchearbeiten nach Teheran.

Fazit:
Der Autorin ist es hervorragend gelungen, mit ihrem leichten und flüssigen Schreibstil ihren fiktiven Charaktere und historischen Ereignissen, einen unterhaltsamem Einblick in die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse der 70er-Jahre, zu geben. Eine lesenswerte Geschichte mit der ich viele schöne Lesestunden hatte.
Von mir 4 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 05.10.2025

Eine gefühlvolle Erzählung, die mein Herz berührt

Der Himmel trägt ein goldenes Herz
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„Der Himmel trägt ein goldenes Herz“ von Jando ist eine bewegende Erzählung voller Hoffnung – über Abschied, der nicht das Ende ist, und über Liebe, die bleibt – wie der Wind, der uns sanft berührt, auch ...

„Der Himmel trägt ein goldenes Herz“ von Jando ist eine bewegende Erzählung voller Hoffnung – über Abschied, der nicht das Ende ist, und über Liebe, die bleibt – wie der Wind, der uns sanft berührt, auch wenn wir ihn nicht sehen.

Inhalt:
Als Felippo den schmalen Pfad zu den Klippen hinaufsteigt, trägt er nicht nur die Erinnerung an seine geliebte Frau Aurora bei sich, sondern auch eine kleine hölzerne Urne. Während der Wind ihre Asche sanft mit sich nimmt, erkennt Felippo, dass Abschiednehmen nicht das Ende bedeutet. Denn Aurora hat ihm eine Spur hinterlassen – Botschaften an Orten, die sie einst gemeinsam liebten. Von den sandigen Dünen bis hin zu den Bergen, die ihre Sehnsucht nach Freiheit spiegelten, führt ihn ihre Liebe auf eine Reise. Und Felippo begreift: Wahre Liebe vergeht nicht – selbst dann nicht, wenn die Erinnerungen verblassen.

Fazit:
Felippos Geschichte ist berührend erzählt und als plötzlich eine fremde Frau an seiner Seite auftaucht um ihn stützend und helfend auf seiner Reise zu begleiten, lassen mich die Gefühle nicht mehr los und ich bin mittendrin im Geschehen. Seine große Liebe Aurora ist es nicht aber wer ist die Fremde? Doch zu viel möchte ich hier nicht vom Inhalt verraten.

Beim Lesen schwingt eine besondere Atmosphäre mit, bei der ich hoffte, sie möge nie enden. Selbst die überraschende Wendung am Ende, traf mich mitten ins Herz.

Bisher habe ich von Jando noch kein Buch gelesen und bin völlig überrascht von seiner bewegenden Erzählung, die mich von der ersten Zeile an, in ihren Bann gezogen hat. Der Schreibstil mit seinen einfühlsamen Worten und kurzen Sätzen, hat mich tief berührt und nachdenklich zurückgelassen. Die Handlung und die Charaktere sind sehr gut und berührend ausgearbeitet.

Das liebevoll gestaltete Buch mit seinen wunderschönen Illustrationen von Robby Krüger, verleiht dieser poetischen Geschichte, eine gelungene Tiefe.

Von mir 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Eine ungleiche Liebe – bitter und süß -

Bittersüß
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In ihrem Roman „Bittersüß“ erzählt die Autorin Hattie Williams eine fiktive Geschichte über Abhängigkeiten und toxische Machtverhältnisse.

Die Ich-Erzählerin Charlie, leidet in ihrer Jugend nach dem Tod ...

In ihrem Roman „Bittersüß“ erzählt die Autorin Hattie Williams eine fiktive Geschichte über Abhängigkeiten und toxische Machtverhältnisse.

Die Ich-Erzählerin Charlie, leidet in ihrer Jugend nach dem Tod ihrer Mutter unter schweren Depressionen und fühlt sich nirgends zugehörig. Als ihr Stiefvater eine neue Familie gründet, sucht sie sich in London eine Arbeit. Das Geld ist knapp und so freut sich Charlie, dass sie für eine geringe Miete bei ihrer besten Freundin Ophelia und ihrem Mitbewohner Eddy, einziehen kann. Die drei Freunde werden unzertrennlich.

Seit einem Jahr arbeitet Charlie als Presseassistentin bei einem renommierten Londoner Buchverlag, der bald das neue Buch des preisgekrönten Richard Aveling herausbringt. Bei einer Zigarette im Regen trifft Charlie den dreißig Jahre älteren Richard und ist überwältigt, den zum ersten Mal fühlt sie sich gesehen und ernst genommen. Ihr Traum erfüllt sich noch, als sie mit ihm zusammenarbeiten soll. Aus der Arbeitsbeziehung wird viel zu schnell eine Affäre, die auf Macht, Kontrolle und Schweigen beruht. Charlie, sucht Halt und Liebe, doch der 30 Jahre ältere Richard, ist ihr weit überlegen und nutzt seine Macht aus.
Charlie isoliert sich nach und nach von ihren Freunden und bittet sie um Schweigen über ihre Affäre im Verlag, den diese Verbindungen werden nicht gerne gesehen und führen normalerweise zur Kündigung. Durch das Schweigen entsteht ein geschicktes manipulatives Verhältnis, aus dem Charlie sich kaum befreien kann.

Das vorauszusehende Ende der Beziehung ist wie zu erwarten herzzerreißend und schmerzvoll für Charlie. In dieser Zeit stehen aber nicht nur ihre Freunde ihr zur Seite sondern auch ihr Stiefvater, dem sie sich endlich öffnen kann und seine neue Familie, lieben lernt.

Fazit:
Der Autorin ist es hervorragend gelungen, die toxischen Machtverhältnisse und die innere Zerrissenheit von Charlie, authentisch zu schildern. Sprachlich konnte mich der Roman mit seiner stillen Kraft, welche durch eindrucksvolle Beschreibungen noch mehr emotionalen Tiefgang erhielt, überzeugen. Ein sehr interessanter Roman, den ich gerne gelesen habe.
Von mir 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Die Macht der Musik

Durch das Raue zu den Sternen
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Die Ich-Erzählerin Arkadia Fink, genannt Moll, ist 13 Jahre alt, musikalisch hochbegabt und mit reichlich Fantasie gesegnet. In ihrem bayerischen Dorf macht sie das zur Außenseiterin. Dann hat auch noch ...

Die Ich-Erzählerin Arkadia Fink, genannt Moll, ist 13 Jahre alt, musikalisch hochbegabt und mit reichlich Fantasie gesegnet. In ihrem bayerischen Dorf macht sie das zur Außenseiterin. Dann hat auch noch vor acht Monaten, drei Wochen und sechs Tagen ein einschneidendes Ereignis in ihrem Leben stattgefunden. Ihre Mutter ist „kurz weggegangen“, wie sie es zu sagen pflegt. Seitdem leidet sie unter der bedrückenden Abwesenheit und der quälenden Frage, wann sie endlich zurückkommt. Sie redet sich zeitweise ein, dass sie ohne sie gut klar kommt aber ihr Vater nicht, denn er ist nicht mehr er selbst, hat seitdem nichts mehr in seiner Werkstatt, geschreinert und die offenen Rechnungen stapeln sich.

Geblieben ist der 13jährigen Ihre beste Freundin Bernhardina, die im Seniorendomizil Phoenix lebt und früher Musiklehrerin in Namibia, war. Moll muss Bernhardina jeden Abend anrufen und sich vergewissern, dass sie noch lebt, obwohl sie von Pflegepersonal umgeben ist. Manchmal ist sie zu spät dran, dann ruft Bernhardina sie an.
Bernhardina ist nur dann nicht mehr ihre beste Freundin, wenn sie sagt, dass ihre Mutter vielleicht nicht mehr zurückkommt. Deshalb sind sie sich nicht immer einig.

Der Neo-Bechstein ihrer Mutter, wird für Moll zur absoluten Hingabe zur Musik. Sie kann singen und hat eine Idee, denn wenn der weltberühmteste Knabenchor Deutschlands sie aufnimmt und sie auf der großen Bühne singt, wird ihre Mutter zurückkehren. Die Hürden scheinen zuerst unüberwindbar zu sein, denn noch nie hat ein Mädchen in dem Knabenchor gesungen aber Moll denkt nicht daran aufzugeben. Sie ist sicher, ihr Ziel kann sie nur über die Musik erreichen.

Fazit:
Zuerst wußte ich nicht so recht, wie ich Molls Wut auf der einen Seite und der absoluten Liebe auf der anderen verstehen soll, doch schnell wird klar, dass sie der Realität nicht ins Auge sehen will. Erst zum Ende lösen sich die tragischen Ereignisse auf.
Der Autor hat auf eine berührende Art und Weise eine Geschichte zum Thema Trauer und Verlust, Liebe und Wut und von der Macht der Musik, melancholisch aber dennoch hoffnungsvoll, geschrieben. Der Roman „Durch das Raue zu den Sternen“ von Christopher Kloeble, ist eine gefühlvolle und lebendige Geschichte, die ich allen Literaturbegeisterten gerne weiterempfehle.
Von mir 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung!

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