Platzhalter für Profilbild

MarieausE

Lesejury Star
offline

MarieausE ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit MarieausE über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.08.2021

Die Götter müssen verrückt sein

Der Schwur der Göttin, Band 1: Beyond Eternity
0

Das Buch ist der seltene Fall, dass ich das Cover so gar nicht mag, die Story aber umso mehr. Besonders ist aber, dass das Motiv auch nach Abnehmen des Schutzumschlags auf dem Buch noch mal abgedruckt ...

Das Buch ist der seltene Fall, dass ich das Cover so gar nicht mag, die Story aber umso mehr. Besonders ist aber, dass das Motiv auch nach Abnehmen des Schutzumschlags auf dem Buch noch mal abgedruckt ist, das ist selten, aber umso schöner.
Die Tochter sagte zum Cover: "sieht aus, als hätte sie eine Glatze, aus der lauter Nebelschwaden kommen". Ja, sieht wirklich auch in meinem Blick nach Glatze aus. Aber zum Glück ist das Cover ja nicht entscheidend.

Die Story: Es geht um römische Gottheiten und einen fiesen Fluch, der auf Nayla liegt. Sie ist siebzehn, ihre Eltern sind sehr streng, was Dates angeht und bislang war sie auch noch nie wirklich verliebt. Doch jetzt sind da diese zwei neuen Austauschschüler an der Schule und...

Die römische Mythologie ist Grundthema des Buches, aber meine Befürchtung, dass es es trockene römische Götterkunde wird, hat sich glücklicherweise nicht bewahrheitet. Insgesamt nimmt das Thema deutlich weniger Raum ein als gedacht. Klar ist es ständig präsent, aber keinen Lesemoment verstaubt oder dominant. Echte Fans des Themas könnten aber deshalb evtl. enttäuscht sein.

Ich mag den Schreibstil - modern, humorvoll und Nayla, die ihr Umfeld mit dem "Gottheitengedöns" für völlig abgefahren hält. Klingt ja auch sehr unglaubwürdig. Spannend und dazu die süße Lovestory, eine richtig feine Mischung.

Wie erwartet endet das Buch als Zweiteiler natürlich mit einem üblen Cliffhanger - und jetzt heißt es warten bis Frühling 2022.

Die Altersempfehlung liegt ab vierzehn Jahren, es ist aber weder sonderlich brutal noch gibt es deutliche Liebesszenen, so dass ich es auch schon ab zwölf Jahre empfehlen würde.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.08.2021

Einfach schön-Teenie Leben mit viel Drama

Chaosköniginnen
0

Arme Fritzi. Die Sommerferien sind vorbei und Lou, ihre beste Freundin und sie haben den perfekten Plan geschmiedet, wie sie auch bei der jetzt anstehenden Klassenneuaufteilung (da zweite Fremdsprache) ...

Arme Fritzi. Die Sommerferien sind vorbei und Lou, ihre beste Freundin und sie haben den perfekten Plan geschmiedet, wie sie auch bei der jetzt anstehenden Klassenneuaufteilung (da zweite Fremdsprache) zusammen bleiben können. Doch dann läuft plötzlich alles schief!

Fritzi muss -ob sie will oder nicht - durch die Pubertät (nun ja, sie will nicht). Einschließlich Monsterpickel, hochnotpeinlichen Elterngesprächen, fürchterlichen Lateinlehrern und obernervigen kleinen Schwestern.

Aber auch mit echten Freundinnen, gar nicht so blöden Erwachsenen und...ach, lest selbst!

Fritzi ist toll, super sympathisch- genau wie das Buch. Es geht genau um die Dinge, die einem in dem Alter umtreiben, ist modern geschrieben (außer die Lateinstunnden natürlich) und war viel zu schnell ausgelesen.

Die elfjährige Tochter vergibt sehr begeisterte fünf Sterne und freut sich schon auf Teil Zwei.

Große Begeisterung auch darüber, dass das Buch trotz Reihe in sich abgeschlossen ist, kein übler Cliffhanger zum Abschlus, genau so mögen wir das und freuen uns umso mehr auf eine Fortsetzung mit den drei Chaosköniginnen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.08.2021

Spannende Kinder-Fantasy

Verliebt in ein Tagebuch (Band 1)
0

Aleen hat Geburtstag und wird dreizehn Jahre alt. Von ihrer Großtante bekommt sie ein Tagebuch und schnell wird klar, dieses ist magisch. Es antwortet nämlich auf Aleens Einträge.

Der elfjährigen Tochter ...

Aleen hat Geburtstag und wird dreizehn Jahre alt. Von ihrer Großtante bekommt sie ein Tagebuch und schnell wird klar, dieses ist magisch. Es antwortet nämlich auf Aleens Einträge.

Der elfjährigen Tochter und mir haben der Schreibstil und die Aufmachung sehr gut gefallen.

Aleen ist total sympathisch, im Buch geht es um Freundschaft, erstes Verliebtsein, Schottland (schön!) und natürlich um Magie.
Wir mögen es sehr, wenn ein Buch auch so schön aufgemacht ist wie dieses hier. Nicht nur das Guckloch im Cover, auch die schöne Gestaltung im Inneren. Hier wechseln sich die normalen Textelemente (aus der von der Tochter so geliebten Ich-Perspektive) mit den schön gestalteten Tagebucheinträgen ab.

Das magische Geheimnis um das Tagebuch ist beste Kinder-Fantasy für die Altersgruppe ab zehn Jahren. Spannend, aber nicht gruselig-verstörend.

Eigentlich hat das Buch alles, was für uns eine fünf Sterne Rezension ausmacht, wenn nicht...das Ende wäre.

Es wird nämlich so gut wie nichts aufgelöst, lediglich ein Strang. Der Rest bleibt offen. Offen nicht im Sinne von “hier male ich mir als Lesende:r aus, wie es weitergeht”, nein, es hört einfach auf.
Ich habe auch weder auf der Bewerbung des Buches noch im Buch den Hinweis auf eine Reihe gefunden. Normalerweise steht dann ja am Ende noch etwas wie “Im Monat x geht es weiter mit Teil 2“ oder eine Leseprobe oder das Buch wird beworben mit “Auftakt zu einer magischen Reihe” (dann weiß ich, auf was ich mich einlasse, den üble Cliffhanger sind ja mittlerweile Standard auch bei Kinderbuchreihen) hier aber...nichts.

Ich habe das Buch jetzt noch einmal genau angesehen und am Buchrücken eine “1“ entdeckt. Es scheint also doch eine Reihe zu werden.
Lange Rede: ich habe mich mit dem Ende sehr verschaukelt gefühlt und das Kind war sehr enttäuscht.
Deshalb nur vier Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.08.2021

Mein Gott Walter!

Barbara stirbt nicht
0

Walter ist Rentner und hat Zeit seines Lebens die Vollversorgung durch seine Ehefrau als Selbstverständlichkeit nicht nur hingenommen, sondern auch seine Standards definiert und abverlangt.
Doch dann ...

Walter ist Rentner und hat Zeit seines Lebens die Vollversorgung durch seine Ehefrau als Selbstverständlichkeit nicht nur hingenommen, sondern auch seine Standards definiert und abverlangt.
Doch dann wird Barbara, seine Frau, krank und er muss von einer Minute auf die andere alles daheim wuppen.
Er hat keinen blassen Schimmer und kann nicht mal Kaffee kochen.

Walter ist einfach fürchterlich! Er ist unsympathisch, unfreundlich, unselbständig und ein Ignorant. Was er nicht wahrhaben will, gibt es nicht. Ob es die gleichgeschlechtliche Beziehungen der Tochter (die Partnerin ist für ihn die beste Freundin), die gescheiterte Partnerschaft des Sohnes oder eben Barbaras Erkrankung ist (ist ein bisschen schlapp, muss nur anständig was essen).

Die Autorin schildert das alles so trocken und so real, als wären wir dabei. Und ja nun, so ein bisschen bis ganz schön viel Walter kennt man auch aus dem eigenen Familien- und Bekanntenkreis.

Wir als Lesende nehmen dabei Walters Perspektive ein, wissen also nur das, was Walter als seine Wahrheit gelten lässt. Sein Umfeld weiß deutlich besser Bescheid. Interessante Herangehensweise, die das Lesen spannend macht.

Im Laufe des Buches geschieht es dann - in ganz kleinen Schritten - Walter nimmt seine neue Rolle an. Natürlich bekommt er auch Hilfe, ganz viel aus dem von ihm bislang völlig unentdeckten Internet. Er entdeckt einen Fernsehkoch und mit dessen Facebook-Seite erobert er sich Zug um Zug die Kochwelt. Ganz köstlich zu lesen, wie Walter sogar eine kleine Internet-Berühmtheit wird.

Ich habe das Buch verschlungen, der böse Witz der Autorin, gepaart mit der treffender Charakterstudie einer Generation von Männern (ja, ich weiß, natürlich sind nicht alle so und es ist etwas überzeichnet) - ein echter Lesegenuss.
Sehr gelungen auch das Ende, nochmal ein Paukenschlag zum Abschluss.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.08.2021

Lustig, spannend, ernst, dramatisch...höllisch gut!

Luzifer junior (Band 10) - Die verrückte Zeitmaschine
0

Wir sind Luzie-Fans durch und durch und können einfach nicht genug bekommen von den Abenteuern der Freunde und des kleinen zuckersüßen Hausdämons.
Auch die Reise mit der Zeitmaschine ist wieder ein Riesenspass ...

Wir sind Luzie-Fans durch und durch und können einfach nicht genug bekommen von den Abenteuern der Freunde und des kleinen zuckersüßen Hausdämons.
Auch die Reise mit der Zeitmaschine ist wieder ein Riesenspass für jedermann, ob Groß oder Klein. Abgesehen von Corona-Leugnern vermutlich, die haben nun nämlich ihre eigene Abteilung bei Luzifer Senior...

Dieser Band hat mir wieder so gut gefallen, weil

a) Cornibus eine tragende Rolle gespielt hat
b) die Zeitreisen nicht nur sehr lustig, sondern auch noch sehr informativ waren (auch ich als Erwachsene habe noch etwas gelernt)
c) das Kind wieder vor Begeisterung sprühte und ganz oft mit dem Buch ankam, weil mir unbedingt sofort eine besonders gelungene Stelle vorgelesen werden musste.

Wir mögen den speziellen Humor einfach so sehr, dieses Mal war es durchaus auch dramatisch. Die Illus sind auch ganz großes Kino, Autor und Illustrator einfach das perfekte Match.

Hach, wenn wir doch nur gleich nahtlos weiterlesen könnten...Aber Band 11 lässt hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere