Guter Frankenkrimi
Wenn der Winter stirbt - Der Fasalecken-Mord„Wenn der Winter stirbt – Ein Fasalecken-Mord“ ist ein Kriminalroman von Birgit Ringlein, erschienen im Gmeiner-Verlag.
Worum geht es bei diesem Regionalkrimi, der im mittelfränkischen Baiersdorf in unmittelbarer ...
„Wenn der Winter stirbt – Ein Fasalecken-Mord“ ist ein Kriminalroman von Birgit Ringlein, erschienen im Gmeiner-Verlag.
Worum geht es bei diesem Regionalkrimi, der im mittelfränkischen Baiersdorf in unmittelbarer Nähe zur Universitätsstadt Erlangen, spielt? Beim Fasalecken, dem tradionellem Winteraustreiben, ziehen bunte Gestalten durch die Straßen von Baiersdorf. Plötzlich gerät ein als Winterbär verkleideter Mann in Flammen und stirbt noch an Ort und Stelle. Evita Emmerling als Polizeichefin von Baiersdorf und ihr Kollege Ludger Dauer müssen die Untersuchung aufnehmen. Handelt es sich um ein tragisches Unglück oder wurde der in Stroh gehüllte Winterbär absichtlich in Brand gesteckt? Evita und Ludger starten die Ermittlungen im ersten großen Fall in ihrer Dienststelle in Baiersdorf und verschaffen sich Einblicke in das Leben und Umfeld des Verstorbenen. Sie werden, auch dank der Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen aus Forchheim und Erlangen, in ihrer Arbeit immer souveräner und selbstbewusster.
Der Kriminalroman spielt in meiner Heimat und es hat einen besonderen Reiz die Geschichte zu lesen, wenn die Örtlichkeiten bekannt sind. Die Bezüge zur fränkischen Lebensart und der Region sind da, werden aber nicht übertrieben dargestellt, z.B. es wird erfreulicherweise kaum fränkischer Dialekt gesprochen. Mir gefällt gut, wie genau und anschaulich Birgit Ringlein die einzelnen Personen und deren Handlungen beschreibt. Die Spannung im Krimi wird nach und nach aufgebaut, die Neugierde auf die Lösung des Falles wächst stetig und das Ende ist überraschend.
Ich kann diesen Regionalkrimi guten Gewissens empfehlen, da er zwar mit Lokalkolorit spielt, aber in einem angemessenen Rahmen. In dem Buch wird ein ernsthafter Kriminalfall behandelt, der nicht durch zu viel Humor abgewertet wird. Der Krimi lässt sich angenehm lesen und ich habe mich dabei gut unterhalten. Von meiner Seite aus gibt es eine klare Leseempfehlung.