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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.05.2026

Ruhiger Roman, der lange nachhallt

Laufen
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In „Laufen" geht es um eine Frau, die nach einem schweren Verlust versucht, irgendwie weiterzumachen. Das Laufen wird dabei immer mehr zu etwas, das ihr Halt gibt und hilft, mit ihrer Trauer und den Gedanken ...

In „Laufen" geht es um eine Frau, die nach einem schweren Verlust versucht, irgendwie weiterzumachen. Das Laufen wird dabei immer mehr zu etwas, das ihr Halt gibt und hilft, mit ihrer Trauer und den Gedanken klarzukommen.
Am Anfang war ich wegen des Schreibstils etwas unsicher. Das Buch ist wie ein durchgehender Gedankenstrom geschrieben, mit vielen Wiederholungen und wenig Pausen. Erst fand ich das ungewohnt, aber mit der Zeit hat genau das die Geschichte unglaublich intensiv und authentisch gemacht. Man ist sehr nah an den Gedanken und Gefühlen der Protagonistin.
Besonders gefallen hat mir, wie sensibel über Themen wie Trauer, Schuld und das Weiterleben gesprochen wird. Das Buch ist ruhig erzählt und trotzdem emotional sehr stark.
Kein leichtes Buch und sicher nicht für jeden etwas, aber für mich definitiv ein besonderes Buch, das lange nachhallt.

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Veröffentlicht am 09.05.2026

Atmosphärischer Oxford-Krimi mit britischem Flair

Ein Mord im November - Ein Fall für DI Wilkins
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„Ein Mord im November“ war für mich genau die Art von Krimi, die ich gerne lese. Als großer Fan klassischer britischer Kriminalromane und mit meiner langjährigen Faszination für Oxford war dieses Buch ...

„Ein Mord im November“ war für mich genau die Art von Krimi, die ich gerne lese. Als großer Fan klassischer britischer Kriminalromane und mit meiner langjährigen Faszination für Oxford war dieses Buch für mich eigentlich ein absolutes Must-Read.
Besonders gefallen haben mir die Atmosphäre rund um die Oxford University und die Dynamik zwischen den beiden sehr unterschiedlichen Ermittlern Ray und Ryan. Der Roman spielt bewusst mit typischen Oxford- und Krimiklischees, hinterfragt sie aber gleichzeitig immer wieder auf interessante Weise.
Durch viele Verdächtige und mehrere Wendungen bleibt die Geschichte spannend, auch wenn der Fokus eher auf Atmosphäre und Ermittlungsarbeit als auf schnellem Thriller-Tempo liegt. Genau das hat für mich aber den Reiz ausgemacht.
Insgesamt ein klassisch britischer Krimi mit starkem Setting und interessanten Figuren.

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Veröffentlicht am 25.04.2026

Atmosphärischer Spannungsroman mit kleineren Schwächen

Finstere Schatten
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Mit „Finstere Schatten“ von Nicci French habe ich einen Thriller erwartet, bekommen habe ich für mich eher einen psychologischen Spannungsroman, der sich im Verlauf zu einem klassischen Krimi entwickelt.

Im ...

Mit „Finstere Schatten“ von Nicci French habe ich einen Thriller erwartet, bekommen habe ich für mich eher einen psychologischen Spannungsroman, der sich im Verlauf zu einem klassischen Krimi entwickelt.

Im Mittelpunkt steht Nancy, die nach einer psychischen Krise neu beginnt und den Tod ihrer Nachbarin anzweifelt. Gerade dieser Ansatz, wie verlässlich ihre Wahrnehmung ist, sorgt für eine durchgehend spürbare, teils beklemmende Atmosphäre. Besonders überzeugt haben mich die starken, glaubwürdig gezeichneten Figuren und die leise, aber konstante Spannung.

Nach einem etwas langsamen Einstieg gewinnt die Geschichte an Tempo und liest sich insgesamt sehr flüssig. Die Auflösung ist zwar nachvollziehbar, wirkt stellenweise jedoch etwas konstruiert, da wichtige Erkenntnisse eher auf Intuition als auf Beweisen beruhen.

Für mich ist „Finstere Schatten“ kein typischer Thriller, sondern ein atmosphärischer Spannungsroman mit Krimi-Elementen. Trotz kleinerer Schwächen ein sehr gutes Buch, das mich gut unterhalten hat und ich gerne weiterempfehle. Besonders für Fans von unblutiger und psychologischer Spannung.

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Veröffentlicht am 15.04.2026

Vertraute Muster, vorhersehbare Wendungen

Die Ehefrau – Was hat sie zu verbergen?
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Eine junge Frau nimmt aus der Not heraus eine Stelle als Pflegekraft bei einem wohlhabenden Paar an. Sie zieht ins Haus, kümmert sich um die kranke Ehefrau und bemerkt zunehmend, dass hier irgendetwas ...

Eine junge Frau nimmt aus der Not heraus eine Stelle als Pflegekraft bei einem wohlhabenden Paar an. Sie zieht ins Haus, kümmert sich um die kranke Ehefrau und bemerkt zunehmend, dass hier irgendetwas nicht stimmt.
Der Thriller liest sich angenehm und zügig, die kurzen Kapitel sorgen für ein flottes Tempo und die Neugier bleibt über weite Strecken erhalten. Wer einen unkomplizierten Pageturner sucht, ist hier gut aufgehoben.
Mich hat allerdings gestört, dass vieles vertraut wirkt. Wer McFadden kennt, wird Muster in Figurenkonstellation und Aufbau schnell wiedererkennen. Die Twists sind zwar da, aber früh absehbar. Auch die Atmosphäre blieb hinter meinen Erwartungen zurück, gerade weil das Setting so viel Potenzial gehabt hätte.
Solide Unterhaltung, die aber wenig Bleibendes hinterlässt.

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Veröffentlicht am 08.04.2026

Unterhaltsam, aber mit wenig Spannung

»Wenn Ende gut, dann alles«
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Der Einstieg in den Kriminalroman fiel mir etwas schwer, weil die Geschichte eher ruhig beginnt und lange ohne große Spannung auskommt. Dafür lebt das Buch stark vom Zusammenspiel der Figuren, vor allem ...

Der Einstieg in den Kriminalroman fiel mir etwas schwer, weil die Geschichte eher ruhig beginnt und lange ohne große Spannung auskommt. Dafür lebt das Buch stark vom Zusammenspiel der Figuren, vor allem von Tommi und Svetlana, die zusammen für einige unterhaltsame Momente sorgen. Der Humor lockert vieles auf, auch wenn die Handlung selbst eher im Hintergrund bleibt.
Was mich am meisten gestört hat, war die fehlende Spannung und die teilweise wenig durchdachte Herangehensweise der beiden, die auf mich stellenweise etwas unrealistisch wirkte. Gerade Tommi erschien mir oft nicht wirklich gefestigt und eher planlos, was ich nicht immer ganz nachvollziehen konnte. Trotzdem lässt sich das Buch gut lesen und eignet sich auf jeden Fall als leichte Unterhaltung für zwischendurch, auch wenn ich mir insgesamt etwas mehr Tiefe und Spannung gewünscht hätte.

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