Cover-Bild Finstere Schatten
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17,00
inkl. MwSt
  • Verlag: C.Bertelsmann
  • Genre: Krimis & Thriller / Sonstige Spannungsromane
  • Seitenzahl: 480
  • Ersterscheinung: 11.02.2026
  • ISBN: 9783570104996
Nicci French

Finstere Schatten

Thriller - Ein Fall für Maud O’Connor
Birgit Moosmüller (Übersetzer)

Sind die Stimmen nur in deinem Kopf - oder wurdest du Zeugin eines Mordes?

Fernab vom Trubel ihres alten Lebens wollen Nancy und ihr Freund Felix in einer Wohnung in Harlesden noch einmal neu anfangen. Denn mittlerweile geht es Nancy zwar wieder gut, doch das war lange Zeit nicht so. Immer wieder hat sie mit psychischen Problemen gekämpft und litt unter Wahnvorstellungen. Hier will sie nun endlich wieder zur Ruhe kommen. Doch dann wird ihre Nachbarin Kira tot aufgefunden und die Polizei geht sofort von einem Selbstmord aus. Aber Nancy will einfach nicht daran glauben, schließlich hat sie Kira noch am Tag vor ihrem Tod getroffen und sie kann sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass sich die junge Frau das Leben genommen hat. Nancy gerät immer weiter in den Strudel ihrer Zweifel und weiß dabei immer weniger, ob die Stimmen, die sie in jener Nacht gehört hat, die des Möders waren oder nur in ihrem Kopf existieren.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.04.2026

Intensiv

1

Nancy und ihr Freund Felix brauchen nach schweren Zeiten einen Neustart und ziehen um. Nancy, eine ehemalige Restaurantbesitzerin sowie Köchin, hat ein Burnout hinter sich, das in psychotische Episoden ...

Nancy und ihr Freund Felix brauchen nach schweren Zeiten einen Neustart und ziehen um. Nancy, eine ehemalige Restaurantbesitzerin sowie Köchin, hat ein Burnout hinter sich, das in psychotische Episoden mündete, weshalb sie es nun ruhiger angehen lassen muss. Felix hat ihr einen Home-Office-Job besorgt, doch die neue Wohnung entpuppt sich als feuchte Zumutung, außerdem sind die Nachbarn sehr laut. Als eine Nachbarin tot aufgefunden wird und die Polizei den Fall schnell als Selbstmord abtut, glaubt Nancy nicht an diese Erklärung. Sie beginnt nachzuforschen und macht sich damit unbeliebt: Felix macht ihr Vorwürfe, weil sie sich nicht schont und seine Fürsorge ablehnt, die Nachbarn reagieren feindselig auf ihre Fragen und die Hausbesitzerin verbreitet Lügen, die Nancy zum Verhängnis werden.

Meiner Meinung nach braucht dieser Thriller etwas Anlauf, aber dann entwickelt sich die Handlung vom erschütternden Psychodrama zum nervenaufreibenden Psychothriller.

Aus Nancys Perspektive erlebt man hautnah, wie sie sich in der neuen Wohnung fühlt, wie sie mit ihrer Krankheit ringt und wie ihre eigenwilligen Ermittlungen in eine entsetzliche Abwärtsspirale führen.

Parallel dazu folgt man einer Ermittlerin der Met (Metropolitan Police Service), die sich in einem dysfunktionalen Polizeiapparat behaupten muss. Ihr Feingefühl, ihr Scharfsinn und ihre Beharrlichkeit lassen die Kollegen alt aussehen, was sie zur Außenseiterin macht. Als sie den voreilig abgeschlossenen Fall von Nancys Nachbarin wieder aufrollt, weil sich der zuständige Ermittler eine Auszeit genommen hat, gilt ihr Engagement als unkollegial!

„Finstere Schatten“ ist ein ungemein tiefschürfender, fesselnder Thriller, der langsam, aber sicher immer vielschichtiger, düster sowie spannender wird. Die gelungene Gesellschaftskritik – die Stigmatisierung psychischer Erkrankungen, die Belohnung von Mitläufern bzw. die Bestrafung eigenständigen Denkens, die problematischen Strukturen in Psychiatrien und die Gefährlichkeit gekränkter Männeregos, weil ihr Anspruchsdenken nicht bedient wird – stellt eine faszinierend verstörende Nebenhandlung dar!

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Veröffentlicht am 19.04.2026

Ein wahres Feuerwerk

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„Finstere Schatten“ ist der neue Psychothriller von Nicci French.

Nancy und ihr Lebenspartner Felix ziehen in eine neue Wohnung und wollen nochmals neu anfangen. Nancy hatte psychische Probleme und war ...

„Finstere Schatten“ ist der neue Psychothriller von Nicci French.

Nancy und ihr Lebenspartner Felix ziehen in eine neue Wohnung und wollen nochmals neu anfangen. Nancy hatte psychische Probleme und war in der Klinik. Kaum eingezogen in die Wohnung stirbt die Nachbarin Kira unverhofft. Die Polizei und das Umfeld tut es schnell als Selbstmord ab. Nur Nancy kann es nicht glauben und versucht das Gegenteil zu beweisen. Ihr Freund, der sie manipuliert und als sein eigenes ansieht und die Nachbarn tun alles dafür sie für verrückt zu halten und unzurechnungsfähig zu erklären lassen. Per Zwangseinweisung landet sie in der Klinik. Dort glaubt ihr auch niemand und sie hat keine Chance auf Hilfe. So muss sie ein falsches Spiel in der Klinik vortäuschen, so dass sie diese wieder zügig verlassen kann. Gelingt es ihr danach im zweiten Anlauf den Mord an ihrer Nachbarin zu beweisen und sich gegen Felix durchzusetzen oder landet sie wieder in der Klinik? Spannung pur.

Zuerst das Negative: Nach 60 Seiten war ich kurz davor abzubrechen, da ich zuerst keinen Zugang zur Geschichte fand. Danach lag das Buch erstmals ungelesen zwei Wochen bevor ich es erneut in die Hand nahm. Nachdem ich wieder gestartet hatte, begann ein wahres Feuerwerk zu zünden. Was hätte ich verpasst, wenn ich es nicht fertig gelesen hätte.

Ein richtiges Psychospiel hat sich das Autorenehepaar hier ausgedacht. Was habe ich mit der Hauptprotagonistin mitgelitten und mein Zorn gegen ihren Freund war groß. Die Figuren wurden exzellent ausgearbeitet, so dass es Spaß machte ihren eigenen Interessen zu folgen. Der Schreibstil war angenehm und flüssig zu lesen, wenn ich auch den Anfang als schwierig empfand. Generell hätte man an der einen oder anderen Stelle das Buch sicherlich etwas kürzen können. Ich hatte jedoch im Gesamtpaket richtig Lesefreude und daher gebe ich trotz der kleinen Schwäche zu Anfang des Buches 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Highlight

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Nachdem sie aus gesundheitlichen Gründen ihr Restaurant aufgeben musste, ist Nancy North einverstanden nach Harlesdan zu ziehen. Ihr Freund Felix hat in der ruhigeren Gegend Londons für sie beide eine ...

Nachdem sie aus gesundheitlichen Gründen ihr Restaurant aufgeben musste, ist Nancy North einverstanden nach Harlesdan zu ziehen. Ihr Freund Felix hat in der ruhigeren Gegend Londons für sie beide eine Wohnung gemietet. Er hofft, dass Nancys Wahnvorstellungen durch die dortige Ruhe und ohne den Stress abklingen.
Nancy und Felix haben noch nicht einmal die Kisten ausgepackt, als ihre Nachbarin Kira Mullan tot in ihrer Wohnung aufgefunden wird. Die Polizei geht davon aus, dass die junge Frau Selbstmord verübt hat. Nancy, die Kira am Tag vor ihrem Tod kurz vor dem Haus getroffen hat, ist überzeugt davon, dass sie ermordet wurde.

Felix und die anderen Nachbarn, sowie die Polizei geht davon aus, dass Nancy wieder unter Wahnvorstellungen leidet. Eine verhängnisvolle Annahme für Nancy. Denn nicht nur, dass ihr niemand glaubt ... es haben sich auch alle gegen sie verschworen.


Hinter dem Pseudonym Nicci French stehen zwei Autoren. Das Ehepaar Nicci Gerrard und Sean French schreibt zusammen Thriller und ich mag ihre Geschichten sehr gerne. Der Schreibstil ist wunderbar rund und angesichts von zwei Autoren, die mitmischen, eine Anerkennung wert.

Herausragend ist zudem der Plot von "Finstere Schatten". Die Themen psychische Erkrankung und psychotischer Zusammenbruch sind allgegenwärtig. Protagonistin Nancy musste ihre anspruchsvolle Arbeit, die Führung eines Restaurants, deswegen aufgeben. Ihr Freund Felix macht sich Sorgen um sie und mietet in einer ruhigen Gegend eine Wohnung.

So weit die Ausgangslage.

Als die beiden einziehen, ereignet sich ein verhängnisvolles Ereignis. Ihre Nachbarin wird tot aufgefunden. Nachvollziehbar, dass dies Nancy völlig aus der Bahn wirft und sie überall Gespenster und "finstere Schatten" sieht.

Oder etwa doch nicht?

Genau diese Zweifel haben mich durch das Buch getrieben. Spannend auch die Frage, ob Nancy sich alles, was sie so sieht und erlebt nur einbildet und es in ihrem Kopf stattfindet oder tatsächlich geschieht. Ich war hin-und hergerissen. Was ist alles der psychischen Erkrankung Nancys geschuldet?

Ein Pageturner sondergleichen.

Nancys Umfeld will sie schützen und sie wird erst mal hospitalisiert. Das ist Thriller pur und ein Grauen sondergleichen, was die junge Frau in dieser Klinik erlebt. Mir lief es kalt den Rücken runter und diese Passage empfand ich als eindrücklich und gruselig zugleich.

Ohne zu viel zu verraten: Irgendwann sah ich auch überall "Finstere Schatten". Denn die Figuren, angefangen mit den Nachbarn des jungen Paares bis zu Nancy und Felix, sind teilweise undurchsichtig in ihren Handlungen und Parolen. Sie alle sind überzeugend charakterisiert und genau deshalb kam ich bis zum Schluss nicht dahinter, in welche Richtung das Autorenduo schlussendlich will. Die Auflösung war dann auch sehr überraschend. Im Nachhinein ärgere ich mich, dass ich auf einige falsche Spuren, die die Autoren gestreut haben, reingefallen bin.

Sehr gut gemacht Nicci French.

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Veröffentlicht am 25.04.2026

Atmosphärischer Spannungsroman mit kleineren Schwächen

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Mit „Finstere Schatten“ von Nicci French habe ich einen Thriller erwartet, bekommen habe ich für mich eher einen psychologischen Spannungsroman, der sich im Verlauf zu einem klassischen Krimi entwickelt.

Im ...

Mit „Finstere Schatten“ von Nicci French habe ich einen Thriller erwartet, bekommen habe ich für mich eher einen psychologischen Spannungsroman, der sich im Verlauf zu einem klassischen Krimi entwickelt.

Im Mittelpunkt steht Nancy, die nach einer psychischen Krise neu beginnt und den Tod ihrer Nachbarin anzweifelt. Gerade dieser Ansatz, wie verlässlich ihre Wahrnehmung ist, sorgt für eine durchgehend spürbare, teils beklemmende Atmosphäre. Besonders überzeugt haben mich die starken, glaubwürdig gezeichneten Figuren und die leise, aber konstante Spannung.

Nach einem etwas langsamen Einstieg gewinnt die Geschichte an Tempo und liest sich insgesamt sehr flüssig. Die Auflösung ist zwar nachvollziehbar, wirkt stellenweise jedoch etwas konstruiert, da wichtige Erkenntnisse eher auf Intuition als auf Beweisen beruhen.

Für mich ist „Finstere Schatten“ kein typischer Thriller, sondern ein atmosphärischer Spannungsroman mit Krimi-Elementen. Trotz kleinerer Schwächen ein sehr gutes Buch, das mich gut unterhalten hat und ich gerne weiterempfehle. Besonders für Fans von unblutiger und psychologischer Spannung.

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Veröffentlicht am 03.03.2026

Der eigenen Wahrnehmung trauen? Psychologischer Spannungsroman mit smarter Ermittlerin

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Nach einer psychotischen Episode und einem Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik ziehen Nancy und ihr Freund Felix notgedrungen innerhalb Londons in eine kleinere Wohnung in den Stadtteil Harlesdon. ...

Nach einer psychotischen Episode und einem Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik ziehen Nancy und ihr Freund Felix notgedrungen innerhalb Londons in eine kleinere Wohnung in den Stadtteil Harlesdon. Nancy arbeitet dort remote, um sich zu erholen und mit Hilfe von Medikamenten und therapeutischer Unterstützung neu anzufangen.
Nancy und Felix haben noch nicht einmal alle Umzugskisten ausgepackt, als eine Nachbarin in dem Mehrparteienhaus tot aufgefunden wird. Die Polizei stuft die Tat als Suizid ein und ermittelt nicht weiter. Nancy hatte Kira jedoch am Tag zuvor kurz gesprochen und kann sich nicht vorstellen, dass die junge Frau, die von allen als nett und fröhlich beschrieben wird, Selbstmord begangen haben soll. Da Felix die neuen Nachbarn und auch die Polizei über Nancys Krankheitszustand informiert hatte, glaubt Nancy niemand, dass sich ein Verbrechen in der Wohnung ereignet haben könnte - bis die Polizistin Maud O'Connor auf den Fall aufmerksam wird, den ein unliebsamer Kollege (voreilig) zu den Akten legen möchte.

"Finstere Schatten" ist Band 2 einer Buchreihe um Detective Maud O’Connor, wobei es auch ohne Vorwissen aus Band 1 keine Verständnisprobleme gibt. Anders als in klassischen Ermittler-Krimis hat DI O'Connor in diesem Thriller nicht die Hauptrolle. Bevor ihr Einsatz beginnt, liegt der Fokus klar auf Nancy, die "finstere Schatten" sieht.
Kann Nancy ihrer Wahrnehmung glauben? Kann der/ die LeserIn Nancy trauen? Ist sie von den Stimmen in ihrem Kopf gesteuert, noch nicht genesen und leidet unter Wahnvorstellungen? Kann sich die Polizei bei ihrer Einschätzung den Suizid betreffend derart getäuscht haben?

Unabhängig davon, ob sich Nancy in Verschwörungstheorien verliert, ist es grausam, was ihr im weiteren Verlauf der Handlung widerfährt. Als psychisch kranke Frau wird sie stigmatisiert und als unzurechnungsfähig und unmündig eingestuft. Schnell befindet sie sich einer Spirale, in der sie vollkommen hilflos ist und der Fürsorge ihres Freundes und des Gesundheitssystems unterworfen wird.

Obschon die Frage im Raum steht, was sich hinter dem (inszenierten) Selbstmord verbirgt, steht Nancy als Hauptfigur im Vordergrund, deren Leben ihr entgleitet. Die Aufklärung des möglichen Mordfalls schreitet erst im letzten Drittel voran, als Maud, die sich auf dem Polizeirevier mit Misogynie konfrontiert sieht und als Alleinkämpferin auftritt, Nancy Gehör schenkt. Maud folgt selbstbewusst ihrem Instinkt und versucht durch geschickte Fragen den Täter unter all den undurchsichtigen Hausbewohnern und Nachbarn zu enttarnen.

"Finstere Schatten" ist ein unblutiger Thriller, der sich von einem psychologischen Spannungsroman zu einem spannenden Krimi mit einer smarten Ermittlerin entwickelt, die in ihrem Umfeld völlig zu unrecht unterschätzt wird. Das Tatmotiv ist am Ende nachvollziehbar, jedoch enttäuscht die Präsentation des Täters, die vor Auswertung von Beweisen auf einem reinen Bauchgefühl basiert. Auch fällt die einseitig negative Darstellung der männlichen Figuren unangenehm auf.

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