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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.02.2024

Unterhaltsames Comic-Buch für Lesebeginner

Die Rattenbande 1. Frech für alle Zeiten
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„Die Rattenbande“ von Tim Harris und Shiloh Gordon ist ein lustiger Comic-Roman für Leseanfänger, erschienen im Oetinger Verlag. Band 1 „Frech für alle Zeiten“ habe ich mit meinen beiden jüngsten Töchtern ...

„Die Rattenbande“ von Tim Harris und Shiloh Gordon ist ein lustiger Comic-Roman für Leseanfänger, erschienen im Oetinger Verlag. Band 1 „Frech für alle Zeiten“ habe ich mit meinen beiden jüngsten Töchtern gelesen. Für die Siebenjährige war das Buch genau richtig, sie hat mir das Meiste vorgelesen. Die Ältere mit 11 Jahren konnte sich dem Reiz der Ratten nicht entziehen und hat das Buch dann alleine gelesen.
Puzzle ist eine absolute Ratten-Ausnahme, während alle anderen Ratten gerne Unfug machen, Unsinn treiben und Regeln brechen, mag Puzzle das alles nicht. Denn Puzzle liebt Regeln und Ordnung, und er liebt Menschen. Damit stößt er bei seinen neuen Freunden Kante und Zwiebel erstmal auf viel Unverständnis.
Als die beiden aber Verstärkung beim Pizzaraub benötigen, wird Puzzles Wunsch nach regelkonformen Verhalten auf die harte Probe gestellt. Soll er seinen beiden neuen Freunden helfen? Immerhin riecht die Pizza wirklich lecker und zu Dritt klappt der Diebstahl besser. Es beginnt ein rasantes Abenteuer, der Spaß und die Freundschaft stehen dabei im Vordergrund.
Das im Comic-Stil gestaltete Buch beinhaltet kurze Texte, witzige Dialoge und tolle Illustrationen. Gerade für Leseanfänger ein schönes Buch zum Einstieg, die Geschichte um Freundschaft und Moral ist sehr liebevoll erzählt und regt zum Nachdenken an.

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Veröffentlicht am 11.02.2024

Interessanter Ratgeber

Dein Kind ist kein Problemkind
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Was können Eltern tun bei ADHS, Wutanfällen und Lernschwierigkeiten? Antworten auf diese Fragen soll das Buch „Dein Kind ist kein Problemkind“ von Alexandra Zengerling von Kamphausen Media liefern.
Das ...

Was können Eltern tun bei ADHS, Wutanfällen und Lernschwierigkeiten? Antworten auf diese Fragen soll das Buch „Dein Kind ist kein Problemkind“ von Alexandra Zengerling von Kamphausen Media liefern.
Das erste Drittel des Ratgebers empfand ich als mühsam und ich hatte sogar ans Aufhören gedacht. Mir persönlich waren es zu viele Wiederholungen, immer der gleiche Inhalt in unterschiedlicher Art und Weise geschrieben, hat mich etwas genervt. Und ich habe mich gefragt, wann es konkreter wird mit den Erklärungen und Lösungsmöglichkeiten. Etwas besser, und somit auch greifbarer, wurde es ab Mitte des Buches. Nun war es mir möglich, den Gedanken der Autorin zu folgen und auch ihre Ansätze zu verstehen. Ich stimme nicht mit allem überein, manches erscheint mir etwas abwegig, aber einige Punkte konnte ich durchaus nachvollziehen.
Ich möchte nicht unfair sein, vielleicht habe ich derzeit keinen Zugang zu dem Thema bzw. nicht den gleichen Lösungsansatz wie die Autorin. Vom Titel her hatte ich mir mehr konkrete Hilfestellung erwartet, diese habe ich in dem Buch so nicht gefunden. Aber dennoch gab es einige Passagen, die mir durchaus zu denken geben und deren Inhalt ich komplett unterschreibe.
Daher ist es schwierig ein eindeutiges Fazit zu ziehen. Am ehesten würde ich sagen, dass für das Buch eine gewisse Offenheit für den ganzheitlichen Ansatz benötigt wird. So wird oft Bezug auf die Kindheit der Eltern genommen, was für mich manchmal irritierend war. Auch die Frage, ob und wie die Kinder die Probleme der Eltern spiegeln, entweder 1:1 oder als Gegenteil, finde ich sehr komplex und schwierig zu beantworten. Allem in allem gilt für diesen Ratgeber, wie für viele andere Bücher im großen Bereich der Erziehungsratgeber, dass man sich das herausnehmen sollte, was für sich und die eigene Familie passt. So kann dieser Ratgeber Gedankenanstöße in die gewünschte Richtung geben, für den einen mehr und für den anderen vielleicht weniger.

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Veröffentlicht am 06.02.2024

Anders als erwartet

Kleine Probleme
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„Kleine Probleme“ ist mein zweites Buch von Nele Pollatschek, ich hatte vorher „Dear Oxbridge“ gelesen und war von diesem Liebesbrief an England sehr begeistert. Beim Buch „Kleine Probleme“ fällt es mir ...

„Kleine Probleme“ ist mein zweites Buch von Nele Pollatschek, ich hatte vorher „Dear Oxbridge“ gelesen und war von diesem Liebesbrief an England sehr begeistert. Beim Buch „Kleine Probleme“ fällt es mir aber schwer eine abschließende Meinung zu bilden, zu sehr unterscheiden sich diese beiden Bücher.

Der Anfang des Romans saugte mich direkt in die Geschichte hinein und mit dem Protagonisten Lars konnte ich gut mitfühlen. Lars hat am letzten Tag des Jahres noch eine lange To-Do-Liste vor sich und hadert mit sich und dem Leben. Er hat Antriebsschwierigkeiten, kommt seit Tagen nicht so recht in die Gänge, will aber an Silvester nun auch nicht aufgeben. Somit beginnt er irgendwann mit Punkt 1 seiner Liste und kommt so nach und nach weiter. Die Beschreibungen der einzelnen Handlungen sind sehr detailliert, oftmals für meinen Geschmack zu langatmig. Mit dem Schreibstil hatte ich so meine Probleme, die langen und verschachtelten Sätze haben meinen Lesefluss gebremst.

Der Inhalt des Buches hätte mir gefallen können, schließlich kennt das Problem, am Ende des Jahres noch viel erledigen zu wollen, jede oder jeder. Lars selbst hat mich mit seiner Art aber irgendwie genervt und so richtig verstehen konnte ich seine Handlungen und Gedanken auch nicht.

Auf der anderen Seite sind in dem Roman einige Verhaltensweisen und menschliche Eigenarten sehr fein von Nele Pollatscheck beobachtet und erzählt, das hat mir gut gefallen. Der Roman wird als lustig und tragisch beschrieben, mich selbst hat der Humor weniger angesprochen, ich empfand die Geschichte eher traurig.

So komme ich nach der Lektüre des Buches für mich zu dem Schluss, dass es durchaus okay gewesen ist, aber auch nicht mehr. Mich hat Lars mit seiner Art und Weise etwas irritiert zurückgelassen.

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Veröffentlicht am 01.02.2024

Umfassende Information zur gesunden Ernährung

Eat colourful, feel better
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„Eat colourful, feel better: Der perfekte Nährstoffmix für einen wachen Geist und einen starken Körper“ - das ist der Titel des beim GU Verlag erschienen Buches von Carolin Kotke.
Und der Titel ist tatsächlich ...

„Eat colourful, feel better: Der perfekte Nährstoffmix für einen wachen Geist und einen starken Körper“ - das ist der Titel des beim GU Verlag erschienen Buches von Carolin Kotke.
Und der Titel ist tatsächlich Programm, es geht um gesunde Ernährung, um das persönliche Nährstoffdepot und es geht um das Wohlfühlen. Alles nach dem Motto: iss bunt und fühl dich besser.
Das Buch startet mit einem ausführlichen Theorie-Teil, hier werden die vom Körper benötigen Nährstoffe genauer erklärt. Wie teilt uns der Körper mit, bei welchen Stoffen ein Mangel besteht? Welche Nährstoffe braucht der Mensch überhaupt und um was ist das genau? Es gibt ausführliche Erklärungen zu Makro-, Mikro- und Mesonährstoffen, es folgen Kohlenhydrate, Proteine und Fette. Es wird jeweils erklärt, für was der Stoff im Körper gut ist, wieviel erforderlich ist und in welchen Lebensmitteln sich die Stoffe befinden. Carolin Kotke klärt auf über die Blutabnahme und die Blutwerte, über Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe. Einiges davon kennt man bereits aus anderen Büchern, einiges ist aber wirklich neu und sehr interessant.
Es wird verständlich die Verdauung beschrieben, das Thema Nahrungsergänzungsmittel wird behandelt und auf die Nährstoffräuber wird hingewiesen.
Alles in allem ein wirklich umfassender Theorieteil, der aber auch super als Nachschlagewerk genutzt werden kann. Daran schließt sich der Rezeptteil an, und der ist wirklich toll. Die Rezepte gefallen mir sehr gut, es gibt für alle Mahlzeiten Rezeptideen. Von Frühstück, über Drinks und Süßes bis zu Hauptmahlzeiten. Der Obst- bzw. Gemüseanteil ist hoch, die Zutaten sind unkompliziert im Supermarkt erhältlich und die Zubereitung ist einfach. Und die Fotos sind einfach toll und machen gleich Appetit.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, es ist für jeden geeignet, der tief gehende Informationen zur gesunden Ernährung erhalten möchte.

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Veröffentlicht am 01.02.2024

Toller Kriminalroman vor malerischer Inselidylle

Sonne über Gudhjem
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Mit „Sonne über Gudhjem“ hat Michael Kobr das erste Buch einer neuen Krimi-Reihe um den Kriminalpolizisten Lennart Ipsen geschrieben. Ich habe mir das Hörbuch angehört, das wirklich ausgezeichnet von Axel ...

Mit „Sonne über Gudhjem“ hat Michael Kobr das erste Buch einer neuen Krimi-Reihe um den Kriminalpolizisten Lennart Ipsen geschrieben. Ich habe mir das Hörbuch angehört, das wirklich ausgezeichnet von Axel Milberg gesprochen wird.

Michael Kobr kenne ich natürlich als Mitautor der Kluftinger-Krimis aus dem Allgäu, daher war ich neugierig, wie er als alleiniger Autor einen Kriminalroman verfasst. Und ich sag mal so, es war ziemlich gut. Und zum Glück weitaus weniger komisch und übertrieben, als es die Kluftinger-Geschichten zum Ende hin waren.

Lennart Ipsen kommt, erschöpft und frisch geschieden, als neuer Leiter der Polizeistation auf die malerische Insel Bornholm 🇩🇰, und wie soll es auch anders sein, wartet gleich sein erster Mordfall auf ihn. Ein Schweinebauer wird tot in der hofeigenen Räucherkammer aufgefunden, ein Unfall kann ausgeschlossen werden. Ipsen und seine beiden Kolleginnen starten die Ermittlungsarbeit um den verschlossenen Landwirt, zeitgleich versucht Lennart Ipsen auf der Insel heimisch zu werden und den Besuch seines Vaters und der beiden Töchter vorzubereiten. Mir gefällt gut, dass über der ganzen Geschichte eine gewisse Leichtigkeit liegt, aber ohne, dass der Anspruch an einen unterhaltsamen Kriminalroman sinkt.

Ich habe das Hörbuch sehr gerne gehört, Lennart Ipsen ist ab Beginn sehr sympathisch. Besonders liebenswert und gutherzig sind seine beiden Kolleginnen, die drei sind ein tolles Team und ich war tatsächlich von der Auflösung des Falles überrascht. Das Buch bietet eine gelungene Mischung aus Krimispannung, authentischen Charakteren und privaten Erlebnissen, alles vor der idyllischen Inselkulisse Bornholms. Gerne werde ich auch Band 2 mit und um Lennart Ipsen hören oder lesen.

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