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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.09.2025

Neue Fälle aus der Rechtsmedizin

Mit kalter Hand
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Ich habe mich gefreut, Sabine Yao im dritten Band wiederzutreffen, denn ich mag ihre offene und engagierte Art sehr. Der Einstieg in „Mit kalter Hand“ war spannend und hat sofort neugierig gemacht. Besonders ...

Ich habe mich gefreut, Sabine Yao im dritten Band wiederzutreffen, denn ich mag ihre offene und engagierte Art sehr. Der Einstieg in „Mit kalter Hand“ war spannend und hat sofort neugierig gemacht. Besonders gut gefällt mir, wie Michael Tsokos die Arbeit in der Rechtsmedizin beschreibt. Man bekommt einen authentischen Einblick, ohne dass es zu fachlich oder kompliziert wirkt. Die kurzen Kapitel und schnellen Szenenwechsel machen das Lesen außerdem angenehm, man möchte immer noch ein Kapitel dranhängen.
Trotzdem konnte mich die Geschichte diesmal nicht so fesseln wie die Vorgänger. Der Pferdefall hat sich für meinen Geschmack zu sehr gezogen und Sabine Yao kam nicht so stark zur Geltung wie sonst. Auch die Dialoge wirkten an einigen Stellen etwas wiederholend. Richtig spannend wurde es für mich erst ab der zweiten Hälfte, als die Ermittlungen um die zerstückelten Leichenteile Fahrt aufgenommen haben. Insgesamt war es für mich ein solider Thriller, der vor allem durch die rechtsmedizinischen Details überzeugt, auch wenn er nicht ganz die Intensität der ersten beiden Teile erreicht.

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Veröffentlicht am 31.08.2025

Unterhaltsamer, nicht ganz perfekter Thriller

Wenn sie wüsste
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Ich habe mich vom Hype um diese Reihe anstecken lassen und den ersten Band mit großer Erwartung gelesen. „Wenn sie wüsste“ startet direkt in die Handlung, allerdings fehlte mir am Anfang die Spannung und ...

Ich habe mich vom Hype um diese Reihe anstecken lassen und den ersten Band mit großer Erwartung gelesen. „Wenn sie wüsste“ startet direkt in die Handlung, allerdings fehlte mir am Anfang die Spannung und es passierte nicht allzu viel. Erst ab der Hälfte kam wirklich Fahrt auf und von da an konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Ich habe es innerhalb von zwei Tagen durchgelesen, was vor allem am leichten und flüssigen Schreibstil lag. Die kurzen Kapitel verleiten regelrecht dazu, immer noch ein weiteres zu lesen, und auch die Beschreibungen, zum Beispiel von Millies Zimmer, fand ich sehr atmosphärisch.
Was mich gestört hat, waren die überzogenen Figuren, die teilweise wenig sympathisch wirkten. Auch der große Twist war für mich vorhersehbar und hat keine echte Überraschung gebracht. Dazu kam, dass mir für einen Thriller die bedrohliche Atmosphäre gefehlt hat. Etwas irritierend war außerdem, dass ständig Andrews gutes Aussehen betont wurde, ohne dass es für die Geschichte eine große Rolle spielte.
Trotz dieser Punkte hat mir die zweite Hälfte des Buches so viel Spaß gemacht, dass ich die Nachfolgebände bestimmt auch lesen werde. Ich bin froh, dass ich das Buch gelesen habe, und auch wenn es für mich kein perfekter Thriller war, kann ich es als spannende Unterhaltung durchaus weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 26.08.2025

Spannender zweiter Fall für das Team

Bittere Nacht
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Ich habe mich sehr auf "Bittere Nacht" gefreut, denn schon "Das Dickicht" hat mir damals richtig gut gefallen. Der Einstieg gelingt sofort, weil man direkt mitten ins Geschehen geworfen wird. Eine Stand-up-Paddlerin ...

Ich habe mich sehr auf "Bittere Nacht" gefreut, denn schon "Das Dickicht" hat mir damals richtig gut gefallen. Der Einstieg gelingt sofort, weil man direkt mitten ins Geschehen geworfen wird. Eine Stand-up-Paddlerin stößt im Alsterkanal auf eine Leiche und schon ist man mitten im neuen Fall. Schnell wird klar, dass es nicht bei einem Opfer bleibt und Juha und Lux vom LKA Hamburg wieder ordentlich gefordert sind. Die Mischung aus aktueller Handlung und Rückblicken in die Vergangenheit sorgt dafür, dass es spannend bleibt und sich nach und nach ein größeres Bild ergibt.
Besonders gut gefallen haben mir Juha und Lux als Ermittler-Duo. Die beiden sind sympathisch, funktionieren perfekt zusammen und es macht einfach Spaß, sie bei ihrer Arbeit zu begleiten. Auch die kleinen Einblicke in ihr Privatleben sind gut dosiert und nie zu viel. Der Schreibstil ist flüssig und unkompliziert, sodass man leicht durch die Seiten kommt. Es gibt einige überraschende Wendungen, die man so nicht erwartet, und am Ende fügt sich alles clever zu einer stimmigen Auflösung zusammen.
Natürlich gab es auch ein paar Punkte, die mir nicht ganz so gut gefallen haben. Manche Szenen fand ich ein wenig skurril und an der einen oder anderen Stelle wirkten die Zufälle ein bisschen konstruiert. Auch die vielen Wendungen waren stellenweise fast zu viel. Trotzdem hat mich die Geschichte insgesamt richtig gefesselt. "Bittere Nacht" ist für mich ein starker zweiter Band, spannend und unterhaltsam, und ich freue mich schon jetzt auf weitere Fälle mit Juha und Lux.

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Veröffentlicht am 20.08.2025

Politisches Sachbuch zwischen Reportage und Analyse

Letzte Chance
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Robin Alexander beleuchtet in „Letzte Chance“ die politische Lage in Deutschland, das Scheitern der Ampel-Regierung und den Aufstieg von Friedrich Merz. Dabei gelingt es ihm, politische Mechanismen klar ...

Robin Alexander beleuchtet in „Letzte Chance“ die politische Lage in Deutschland, das Scheitern der Ampel-Regierung und den Aufstieg von Friedrich Merz. Dabei gelingt es ihm, politische Mechanismen klar darzustellen und Hintergründe mit Insiderwissen zu verknüpfen. Sein journalistisch präziser, gleichzeitig gut lesbarer Stil macht komplexe Abläufe verständlich und vermittelt einen spannenden Einblick hinter die Kulissen.
Besonders interessant fand ich die Schilderungen zum politischen Alltag und die nachvollziehbare Analyse der Machtkämpfe. Das Buch liest sich stellenweise fast wie eine Reportage und bietet einen guten Überblick für alle, die sich einen Eindruck vom aktuellen politischen Geschehen verschaffen möchten. Dennoch lag der Schwerpunkt für meinen Geschmack etwas zu stark auf der Ampel-Analyse, während Merz und mögliche Zukunftsperspektiven recht knapp behandelt werden. Auch manches war bereits aus der Presse bekannt, und die zentrale Frage nach der „letzten Chance“ bleibt am Ende offen.
Trotz dieser Kritikpunkte habe ich das Buch mit großem Interesse gelesen. Für mich ist es ein solides, gut recherchiertes Sachbuch, das wichtige Entwicklungen auf den Punkt bringt und Lust macht, sich weiter mit der aktuellen Bundespolitik auseinanderzusetzen.

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Veröffentlicht am 19.08.2025

Solider Begleiter mit Luft nach oben

MICHAEL MÜLLER REISEFÜHRER Algarve
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Der Reiseführer „Algarve“ aus dem Michael Müller Verlag hat mir beim Durchblättern zunächst einen guten Eindruck gemacht. Die Einteilung nach Regionen ist übersichtlich, und es gibt viele Tipps zu Stränden, ...

Der Reiseführer „Algarve“ aus dem Michael Müller Verlag hat mir beim Durchblättern zunächst einen guten Eindruck gemacht. Die Einteilung nach Regionen ist übersichtlich, und es gibt viele Tipps zu Stränden, Restaurants und auch zu nachhaltig geführten Betrieben. Die beigelegte Faltkarte finde ich sehr praktisch, gerade wenn man unterwegs mal ohne Handy auskommen möchte.
Beim genaueren Lesen sind mir aber auch einige Schwächen aufgefallen. Die Schrift ist wirklich sehr klein, was das Schmökern anstrengend macht. Auch die Fotos wirken teilweise blass und wenig einladend. An manchen Stellen hätte ich mir ausführlichere Infos gewünscht, gerade bei einzelnen Orten bleibt die Beschreibung recht knapp. Für Shopping oder modernere Freizeitangebote findet man außerdem nur wenig.
Eine Reise an die Algarve habe ich im Moment zwar nicht geplant, aber der Reiseführer macht durchaus Lust auf die Region. Für eine grobe Orientierung finde ich ihn hilfreich, auch wenn er für mich qualitativ nicht an andere Bände des Verlags heranreicht, zum Beispiel an die Reiseführer über Sylt, die Lüneburger Heide oder Istrien. Insgesamt ein solider Titel, der sicher nützlich sein kann, aber eben nicht restlos überzeugt.

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