Ein überladener Abschluss, der mich nicht ganz überzeugen konnte
Auris. Puls der AngstIch habe alle Bände der "Auris"-Reihe gelesen und war daher natürlich gespannt auf das große Finale. Leider konnte mich "Auris. Puls der Angst" nicht so mitreißen wie die Vorgänger. Die Handlung wirkt ...
Ich habe alle Bände der "Auris"-Reihe gelesen und war daher natürlich gespannt auf das große Finale. Leider konnte mich "Auris. Puls der Angst" nicht so mitreißen wie die Vorgänger. Die Handlung wirkt dieses Mal sehr überladen: Terrorismus, vergiftete Eltern, überraschende Familiengeheimnisse, eine angeblich demente Mutter, die plötzlich glasklar denkt. Das war mir persönlich einfach zu viel des Guten. Die Geschichte hat sich dadurch zunehmend unglaubwürdig angefühlt.
Obwohl ich die Reihe kenne, hatte ich viele Details aus den früheren Bänden nicht mehr vollständig präsent, was das Verstehen mancher Zusammenhänge erschwert hat. Ohne Vorkenntnisse dürfte man hier komplett den Faden verlieren. Zudem spielt die forensische Phonetik, die ich an den vorherigen Teilen so interessant fand, kaum noch eine Rolle. Dabei war sie eigentlich das Alleinstellungsmerkmal der Reihe.
Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und durch die kurzen Kapitel bleibt das Tempo hoch. Dennoch habe ich das Buch eher gehetzt zu Ende gelesen, nicht aus Begeisterung, sondern weil ich einfach wissen wollte, wie es ausgeht. Wirklich gefesselt war ich dabei allerdings nicht. Einige Fragen werden beantwortet, andere bleiben offen, und insgesamt wirkt das Finale eher überstürzt als rund.
Für eingefleischte "Auris"-Fans ist es sicher ein Muss, aber für mich persönlich war es ein enttäuschender Abschluss einer Reihe, die stark begonnen hat.