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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.08.2025

Spannung in London – Mein Eindruck von „Der Ruf des Kuckucks“

Der Ruf des Kuckucks
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Ich lese sehr gerne Krimis, besonders wenn sie in England spielen, und die London-Atmosphäre in „Der Ruf des Kuckucks“ hat mich sofort begeistert. Das Ermittlerduo Cormoran Strike und Robin ist großartig ...

Ich lese sehr gerne Krimis, besonders wenn sie in England spielen, und die London-Atmosphäre in „Der Ruf des Kuckucks“ hat mich sofort begeistert. Das Ermittlerduo Cormoran Strike und Robin ist großartig und ihre Zusammenarbeit macht die Geschichte lebendig und unterhaltsam. Strike als vielschichtiger Kriegsveteran und Robin mit ihrer sympathischen und cleveren Art ergänzen sich hervorragend.
Trotz der gelungenen Figurenzeichnung verliert sich die Handlung an vielen Stellen in zu vielen Details, und der Spannungsbogen wirkt stellenweise flach. Das Finale und die Auflösung waren für mich nicht ganz schlüssig, sodass der Auftakt nicht vollständig überzeugen konnte. Der Schreibstil ist jedoch flüssig und lässt sich gut lesen, was das Buch angenehm unterhaltsam macht.
Ich bin neugierig auf die weiteren Bände der Reihe und werde sie auf jeden Fall weiterlesen. Auch wenn „Der Ruf des Kuckucks“ mich nicht vollkommen überzeugt hat, freue ich mich darauf, mehr von Strike und Robin zu verfolgen und in die spannenden Ermittlungen einzutauchen.

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Veröffentlicht am 10.08.2025

Herz und Charme zwischen Nachbarn

Ms Darling und ihre Nachbarn
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Ich habe mich sehr auf „Ms Darling und ihre Nachbarn“ von Freya Sampson gefreut, denn ihr Vorgängerbuch „Menschen, die wir noch nicht kennen“ hat mich absolut begeistert. Auch diesmal entführt die Autorin ...

Ich habe mich sehr auf „Ms Darling und ihre Nachbarn“ von Freya Sampson gefreut, denn ihr Vorgängerbuch „Menschen, die wir noch nicht kennen“ hat mich absolut begeistert. Auch diesmal entführt die Autorin in eine kleine, liebevoll gezeichnete Gemeinschaft. Im Mittelpunkt steht Dorothy Darling, 77 Jahre alt, die ihre Nachbarschaft mit wachsamen Augen beobachtet. Als die junge Kat mit pinken Haaren und kaputtem Auto bei Dorothys Nachbar Joseph einzieht, ahnt sie nichts Gutes. Doch die eigentliche Bedrohung kommt, als Shelley House abgerissen werden soll. Kurz darauf wird Joseph nach einer Protestaktion bewusstlos aufgefunden, und ausgerechnet Dorothy und Kat müssen sich zusammentun, um zu helfen.
Besonders gefallen hat mir die warmherzige Atmosphäre, die sich beim Lesen aufbaut. Die Geschichte lebt von ihren charmanten, teils schrulligen Figuren, den unterschiedlichen Perspektiven von Dorothy und Kat und der Botschaft über Gemeinschaft und Zusammenhalt. Humorvolle Momente wechseln sich mit ernsten Themen ab, und auch ein Hauch Spannung ist dabei. Es ist eine Geschichte, die einen beim Lesen lächeln lässt und in der man gerne ein bisschen verweilt.
Für mich erreicht dieses Buch zwar nicht ganz die Stärke des Vorgängers, aber es ist dennoch sehr lesenswert. Die Mischung aus britischem Charme, liebenswerten Eigenheiten und einer positiv-optimistischen Grundstimmung sorgt dafür, dass man sich während des Lesens rundum wohlfühlt. Eine Lektüre, die man nicht nur gern liest, sondern deren Wärme noch lange nachklingt.

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Veröffentlicht am 09.08.2025

Spannung light in der Südsee

The Castaways
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Ich hatte mir von „The Castaways“ deutlich mehr Thrill erhofft. Für mich fühlt sich das Buch eher wie ein Spannungsroman mit viel Drama an, weniger wie ein richtiger Thriller. Die Idee, abwechselnd aus ...

Ich hatte mir von „The Castaways“ deutlich mehr Thrill erhofft. Für mich fühlt sich das Buch eher wie ein Spannungsroman mit viel Drama an, weniger wie ein richtiger Thriller. Die Idee, abwechselnd aus der Sicht von Erin in der Gegenwart und Lori in der Vergangenheit zu erzählen, hat mir gut gefallen, und das Setting auf den Fidschi-Inseln bringt definitiv Urlaubsatmosphäre mit. Auch der Schreibstil ist flüssig und bildhaft, sodass man schnell durch die Kapitel kommt.
Trotzdem konnte mich die Geschichte nicht so packen, wie ich gehofft hatte. Die Figuren blieben für mich oft blass oder unsympathisch, und mit den beiden Schwestern bin ich nicht richtig warm geworden. Vor allem Loris Fürsorge um Sonny nahm für meinen Geschmack zu viel Raum ein. Außerdem hatte ich bei einigen Entwicklungen schon früh eine Ahnung, wohin es geht, und die Auflösung kam wenig überraschend.
Das Thema Flugzeugabsturz mit Überlebenden auf einer einsamen Insel ist inzwischen oft erzählt worden, und hier fehlten mir neue Ideen oder spannende Wendungen, die das Ganze frisch wirken lassen. Unterm Strich ist „The Castaways“ eine nette Lektüre für zwischendurch, die sich leicht weglesen lässt, aber für mich viel Luft nach oben hat.

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Veröffentlicht am 06.08.2025

Ein Ratgeber über das Loslassen

Sag zum Abschied leise … yippie!
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Mit „Sag zum Abschied leise … yippie!“ widmet sich Nathalie Klüver einer Lebensphase, die viele Eltern betrifft, über die aber selten offen gesprochen wird: dem Übergang, wenn Kinder selbstständiger werden ...

Mit „Sag zum Abschied leise … yippie!“ widmet sich Nathalie Klüver einer Lebensphase, die viele Eltern betrifft, über die aber selten offen gesprochen wird: dem Übergang, wenn Kinder selbstständiger werden und sich zunehmend abnabeln. Kuscheln und Nähe werden seltener; stattdessen prägen verschlossene Türen und das Gefühl, nicht mehr ständig gebraucht zu werden, den Alltag.
Das Buch verbindet persönliche Erfahrungen mit Interviews, Informationen und praktischen Tipps. Es macht Mut, diese Zeit nicht nur als Abschied zu sehen, sondern auch als Chance: für neue Perspektiven, mehr Raum für sich selbst und für die Partnerschaft. Klüver schreibt ehrlich, emotional und mit einer Prise Humor, ohne dabei ins Kitschige abzurutschen.
Einige Inhalte wiederholen sich, und an manchen Stellen hätte man noch tiefer einsteigen müssen. Insgesamt bietet der Ratgeber jedoch einige hilfreiche Impulse und schafft ein Gefühl von Verständnis und Gemeinschaft.
Ein lesenswertes Buch für Eltern, deren Kinder langsam flügge werden. Es ist informativ, tröstlich und ermutigend zugleich, ist allerdings doch eher oberflächlich gehalten. Preis-Leistungsverhältnis mittelmäßig.

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Veröffentlicht am 04.08.2025

Spannender England-Krimi mit Flair

Die Toten von Fleat House
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„Die Toten von Fleat House“ von Lucinda Riley hat mich von Anfang an gefesselt. Die Geschichte spielt in einem englischen Internat in Norfolk und bringt genau das klassische England-Flair, das ich bei ...

„Die Toten von Fleat House“ von Lucinda Riley hat mich von Anfang an gefesselt. Die Geschichte spielt in einem englischen Internat in Norfolk und bringt genau das klassische England-Flair, das ich bei Krimis liebe. Detective Inspector Jazz Hunter ermittelt im mysteriösen Tod eines tyrannischen Schülers. Die Handlung ist dicht und voller Überraschungen, Jazz ist als Ermittlerin spannend und lebendig.
Der Schreibstil ist leicht und flüssig, die Mischung aus Krimi, Drama und englischem Land-Setting hat mir gut gefallen. Was mich etwas gestört hat, sind die manchmal zu umfangreichen Nebengeschichten und gelegentlich gestelzte Dialoge.
Insgesamt war es mein erstes Buch von Lucinda Riley und ich habe die Geschichte gern verfolgt. Schade, dass es nur diesen einen Krimi von ihr gibt, ich hätte gerne mehr von Jazz Hunter erlebt. Ich bin gespannt, wie andere Leserinnen, die ihre Romane kennen, diesen Krimi fanden. Für mich ist es eine tolle klassische England-Krimi-Erzählung, und ich freue mich auf weitere Empfehlungen in diese Richtung.

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