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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.07.2025

Fesselnd, brutal und absolut lesenswert

Der Knochenbrecher (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 3)
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Ich habe schon mehrere Bücher aus der Hunter-und-Garcia-Reihe von Chris Carter gelesen und auch „Der Knochenbrecher“ hat mich wieder komplett überzeugt. Der Einstieg ist schockierend und zieht einen sofort ...

Ich habe schon mehrere Bücher aus der Hunter-und-Garcia-Reihe von Chris Carter gelesen und auch „Der Knochenbrecher“ hat mich wieder komplett überzeugt. Der Einstieg ist schockierend und zieht einen sofort in die Geschichte. Die brutalen, perfiden Morde sind nichts für schwache Nerven, aber genau das macht für mich einen packenden Thriller aus.
Besonders gefallen haben mir das hohe Tempo, die kurzen Kapitel und die ständigen kleinen Cliffhanger, die einen zum Weiterlesen zwingen. Auch die wechselnden Perspektiven und parallelen Handlungsstränge sorgen für Spannung und Abwechslung. Robert Hunter ist eine komplexe Figur, die durch Rückblicke noch greifbarer wird.
Kritisch sehe ich lediglich das Cover und den deutschen Titel, die beide nicht zum Inhalt passen. Trotzdem: Wer spannende, düstere Thriller mit psychologischem Tiefgang mag, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Für mich ein echter Pageturner.

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Veröffentlicht am 19.07.2025

Spannender Berlin-Krimi mit viel Tempo, Witz und Herz

Lügen haben schnelle Beine
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„Lügen haben schnelle Beine“ ist bereits der zweite Fall für Kommissar Peer Pedes – und für mich eine gelungene Fortsetzung der Reihe. Diesmal beginnt alles spektakulär: Vor 70.000 Zuschauern wird ein ...

„Lügen haben schnelle Beine“ ist bereits der zweite Fall für Kommissar Peer Pedes – und für mich eine gelungene Fortsetzung der Reihe. Diesmal beginnt alles spektakulär: Vor 70.000 Zuschauern wird ein Politiker im Olympiastadion erschossen. Peer ist mit seiner Mutter vor Ort, darf aber nicht offiziell ermitteln. Erst als Spuren zu seiner ehemaligen Kollegin Marina Gabor führen, wird er doch noch in den Fall eingebunden, allerdings auf ziemlich ungewöhnliche Weise: Um Marina unauffällig zu überprüfen, trainiert er mit ihr für einen Triathlon. Dabei muss Peer sich nicht nur sportlich überwinden, sondern gerät emotional zunehmend in einen Konflikt zwischen Pflichtgefühl und persönlichen Gefühlen.
Mir hat dieser Krimi wieder richtig gut gefallen. Der Schreibstil ist locker, lebendig und durchzogen von feinem Humor. Besonders Peers Eigenheiten und sein trockener Ton machen ihn zu einer sehr unterhaltsamen Figur, die mir mit jeder Seite sympathischer wurde. Gleichzeitig bleibt die Geschichte spannend und überraschend, mit mehreren Wendungen und gut miteinander verwobenen Themen.
Ein bisschen hätte man den Text hier und da straffen können, vor allem in den sportlichen Passagen, die nicht immer mein Interesse getroffen haben. Auch Peers schnoddriger Ton ist sicher Geschmackssache, für mich hat er aber gut zum Charakter gepasst.
Insgesamt bietet „Lügen haben schnelle Beine“ spannende Unterhaltung mit Berliner Lokalkolorit, starken Figuren und einer ungewöhnlichen Ermittlungsführung. Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Band der Reihe.

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Veröffentlicht am 17.07.2025

Ein überladener Abschluss, der mich nicht ganz überzeugen konnte

Auris. Puls der Angst
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Ich habe alle Bände der "Auris"-Reihe gelesen und war daher natürlich gespannt auf das große Finale. Leider konnte mich "Auris. Puls der Angst" nicht so mitreißen wie die Vorgänger. Die Handlung wirkt ...

Ich habe alle Bände der "Auris"-Reihe gelesen und war daher natürlich gespannt auf das große Finale. Leider konnte mich "Auris. Puls der Angst" nicht so mitreißen wie die Vorgänger. Die Handlung wirkt dieses Mal sehr überladen: Terrorismus, vergiftete Eltern, überraschende Familiengeheimnisse, eine angeblich demente Mutter, die plötzlich glasklar denkt. Das war mir persönlich einfach zu viel des Guten. Die Geschichte hat sich dadurch zunehmend unglaubwürdig angefühlt.
Obwohl ich die Reihe kenne, hatte ich viele Details aus den früheren Bänden nicht mehr vollständig präsent, was das Verstehen mancher Zusammenhänge erschwert hat. Ohne Vorkenntnisse dürfte man hier komplett den Faden verlieren. Zudem spielt die forensische Phonetik, die ich an den vorherigen Teilen so interessant fand, kaum noch eine Rolle. Dabei war sie eigentlich das Alleinstellungsmerkmal der Reihe.
Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und durch die kurzen Kapitel bleibt das Tempo hoch. Dennoch habe ich das Buch eher gehetzt zu Ende gelesen, nicht aus Begeisterung, sondern weil ich einfach wissen wollte, wie es ausgeht. Wirklich gefesselt war ich dabei allerdings nicht. Einige Fragen werden beantwortet, andere bleiben offen, und insgesamt wirkt das Finale eher überstürzt als rund.
Für eingefleischte "Auris"-Fans ist es sicher ein Muss, aber für mich persönlich war es ein enttäuschender Abschluss einer Reihe, die stark begonnen hat.

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Veröffentlicht am 12.07.2025

Nicht Georges stärkster Band, aber solide für Fans der Reihe

Asche zu Asche
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Ich lese gerade alle Inspektor-Lynley-Romane in Reihenfolge und war bei Asche zu Asche etwas enttäuscht. Die Grundidee des Falls ist spannend und ungewöhnlich, es gibt viele falsche Fährten und interessante ...

Ich lese gerade alle Inspektor-Lynley-Romane in Reihenfolge und war bei Asche zu Asche etwas enttäuscht. Die Grundidee des Falls ist spannend und ungewöhnlich, es gibt viele falsche Fährten und interessante Charaktere. Auch Elizabeth Georges typische, detailreiche Sprache und die psychologische Tiefe ihrer Figuren sind wie gewohnt stark.
Trotzdem zieht sich die Handlung über weite Strecken, die Spannung kommt erst im letzten Drittel richtig auf. Einige Passagen wirkten selbst für mich als langjähriger Fan zu lang und ausschweifend. Das private Drama rund um Lynleys Liebesleben war mir diesmal etwas zu viel.
Als Fan der Reihe und besonders der unkonventionellen Barbara Havers habe ich natürlich bis zum Ende gelesen – auch wenn es sich in meinem Fall um einen Re-Read handelte. Insgesamt kein Highlight, aber solide. Ich weiß: Bessere Bände folgen.

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Veröffentlicht am 11.07.2025

True-Crime-Fälle mit juristischem Einordnung

Angeklagt! Schuldig oder nicht?
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„Angeklagt! Schuldig oder nicht?“ hat mich sofort gefesselt, da ich True Crime mit echtem juristischen Hintergrund sehr mag. Dr. Alexander Stevens und Constantin Schreiber erzählen sieben reale Kriminalfälle ...

„Angeklagt! Schuldig oder nicht?“ hat mich sofort gefesselt, da ich True Crime mit echtem juristischen Hintergrund sehr mag. Dr. Alexander Stevens und Constantin Schreiber erzählen sieben reale Kriminalfälle aus der Sicht von Anklage und Verteidigung. Dabei wird nicht nur die Faktenlage spannend aufbereitet, sondern auch psychologische Tiefe und überraschende Wendungen gezeigt.
Mir gefiel besonders, dass ich aktiv miträtseln konnte und rechtliche Grundbegriffe verständlich erklärt wurden. Einige Abschnitte waren allerdings etwas trocken und juristisch, was ohne Vorwissen schwerer zu folgen ist. Einige Fälle waren mir zudem schon bekannt.
Insgesamt fand ich das Buch lehrreich und anregend, ideal für alle, die sich für True Crime und die juristische Seite von Kriminalfällen interessieren.

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