Fast schon realistisch
Das Geheimnis der TalenteBei diesem Buch handelt es sich um eine neu lektorierte und überarbeitete Fassung, die ursprünglich 2016 im Verlag Carlsen/Impress erschienen ist und dem ersten Teil einer Serie.
Das Geheimnis der Talente ...
Bei diesem Buch handelt es sich um eine neu lektorierte und überarbeitete Fassung, die ursprünglich 2016 im Verlag Carlsen/Impress erschienen ist und dem ersten Teil einer Serie.
Das Geheimnis der Talente ist oberflächlich gesehen sehr unaufgeregt und fast schon als realistisch zu sehen. Für den talentlosen sind Dschinns nicht zu sehen und nerdige Liverollenspieler sieht man auch hin und wieder (oder andere seltsame gekleidete Gestalten, die vielleicht ein Kopfschütteln hervorrufen, aber von denen man nicht annimmt, dass sie tatsächlich die Menschheit beschützen). Von daher kann man den Auftakt zu dieser Urban Fantasy Serie schon fast als realistisch sehen. Die Protagonisten sind trotz (oder gerade wegen) ihrer Eigenheiten sehr authentisch, ihre Gefühle und Handlungen nachvollziehbar.
Und sieht man von den Charakteren und dem Setting ab, so kann auch der Rest überzeugen. Sehr oft darf sich der Leser die Frage stellen, was Gut und was Böse ist, wer die Wahrheit sagt, wer lügt und welche mehr oder weniger aufrichtigen Pläne die Charaktere (Prota- und Antagonisten) haben. Es bleibt spannend von Anfang bis zum Schluss, egal ob man sich in der Schule, in Wohnungen, in Clubs oder im Wald befindet. Und das Ende ist nicht vorhersehbar und sehr überraschend, jedenfalls brach es so über mich herein.
Ganz perfekt fand ich die Geschichte allerdings nur deshalb nicht, weil es doch einige Charaktere gab, die ich oberflächlich, stereotyp und dadurch mehr nervend fand (Meleks Mutter und anfangs auch Eric), aber vielleicht braucht so eine Geschichte auch solche Charaktere.
Abgesehen davon macht DAS GEHEIMNIS DER TALENTE Lust auf mehr ... eine Empfehlung von Freunden von Urban Fantasy und verworrenen Liebesgeschichten (die ich allerdings sehr amüsant fand und nicht nervig, wie es manchmal vorkommt und für manche auch eher ein Grund wäre ein Buch zu lesen)