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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.04.2020

Nicht an den Haaren herbeigezogen

Leben
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Leben ist ein Buch, das erschreckend an die derzeitige Situation erinnert, auch wenn es sich nicht um ein Virus handelt, das für das Auslöschen diverser Arten (einschließlich unserer eigenen) verantwortlich ...

Leben ist ein Buch, das erschreckend an die derzeitige Situation erinnert, auch wenn es sich nicht um ein Virus handelt, das für das Auslöschen diverser Arten (einschließlich unserer eigenen) verantwortlich ist. Aber … Parallelen können gezogen werden, auch wenn ich nicht hoffe, dass COVID-19 ebenso verlaufen und enden wird.
Aber ich greife zu viel voraus.
Mich hat das Buch von Anfang an gefesselt. Eine interessante Ausgangssituation, fiktive und reale Hintergrundinformationen und eine spannende Jagd auf ein Heilmittel gegen das Massensterben, gemixt mit den Interessen einzelner.
Ich gebe zu, dass mich tatsächlich der Hintergrund und die Geschehnisse mehr interessiert haben, als die agierenden Personen, die meiner Ansicht nach (vielleicht mit Ausnahme von Fabian Nowack, aber auch der war mir ziemlich egal und wenn er gestorben wäre, wäre mir das nicht nahe gegangen).
Leider lässt das Buch mit der Zeit nach und gegen Ende, wenn es zum Showdown der Gegenspieler kommt, wird es sehr actiongeladen, vorhersehbar und eigentlich auch uninteressant.
Aber ich gebe auch zu, dass ich das erwartet habe. Nicht viele Bücher können den Spannungsbogen halten, vor allem, wenn sie sich auf wissenschaftlichem Terrain begeben.

In Bezug auf die derzeitige Situation interessant (und beängstigend), am Anfang spannend mit interessanten Informationen zu aktuellen Themen (die zwar wegen COVID-19 etwas in den Hintergrund treten), interessante Gedankenspiele, aber leider zum Ende hin etwas abflachend.

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Veröffentlicht am 15.04.2020

Enttäuschend ...

Racheopfer
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Von DIE STIMME DES ZORNS war ich ja regelrecht begeistert und natürlich hatte ich Blut geleckt und wollte mehr von Francis Ackerman Jr/Ethan Cross lesen. Noch befindet sich die Ackerman-Reihe auf meiner ...

Von DIE STIMME DES ZORNS war ich ja regelrecht begeistert und natürlich hatte ich Blut geleckt und wollte mehr von Francis Ackerman Jr/Ethan Cross lesen. Noch befindet sich die Ackerman-Reihe auf meiner Wunschliste, aber ich habe vor, zumindest den ersten Band zu lesen, denn ich muss zugeben, dass meine Begeisterung etwas geschmälert wurde, nachdem ich RACHEOPFER gelesen habe.

Die Geschichte ist etwas lieblos, die Charaktere farblos, selbst Francis Ackerman Jr. hat nichts von der Faszination, die ich in DIE STIMME DES ZORNS gespürt habe.

Ich habe auch nicht den Eindruck eine Vorgeschichte zu bekommen, nur eine weitere Episode über Francis Ackerman Jr. Aber ich kenne die Ackerman-Romane nicht (noch nicht).

Alles in allem enttäuschend.

Eine Handlung, die nicht wirklich innovativ ist und von der ich mir mehr erwartet hätte. Potential wäre vorhanden gewesen. Psychiatrische Anstalten können durchaus interessant sein, aber auch langweilen, wie man es in diesem Fall sieht. Der Ausgang der Geschichte ist zu vorhersehbar.

Ethan Cross versucht seinen Charakteren Tiefe zu verleihen, aber es gelingt ihm nicht. Tatsächlich schafft er es dadurch eher, Ackermans schillernde Gestalt zu einem uninteressanten, nicht sonderlich intelligent wirkenden Serienmörder zu machen. Das hat er meiner Meinung nach nicht verdient.

Und das Schicksal der anderen Charaktere (sozusagen die Opfer) berührt auch niemanden.

Ich hatte mehr erwartet.

Hätte ich RACHEOPFER vor DIE STIMME DES ZORNS gelesen, würde ich die Serie nicht weiter verfolgen. Aber noch werde ich Ackerman Jr/Ethan Cross eine Chance geben.

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Veröffentlicht am 14.04.2020

Brutal, langweilig und unglaubwürdig

Die Fesseln des Bösen
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Ich weiß nicht, was ich von DIE FESSELN DES BÖSEN halten soll. Ich habe früher gerne Bücher von Grangé gelesen (DIE PURPURNEN FLÜSSE; DAS IMPERIUM DER WÖLFE, DER FLUG DER STÖRCHE) und mir hat sein Stil ...

Ich weiß nicht, was ich von DIE FESSELN DES BÖSEN halten soll. Ich habe früher gerne Bücher von Grangé gelesen (DIE PURPURNEN FLÜSSE; DAS IMPERIUM DER WÖLFE, DER FLUG DER STÖRCHE) und mir hat sein Stil gefallen. Lange Zeit habe ich nichts mehr von ihm gelesen, aber ich habe es mir immer wieder vorgenommen. Dann fielen mir DIE FESSELN DES BÖSEN (als Rezensionsexemplar) in die Hände. Begierig begann ich zu lesen. Und wurde geschockt.
Der erste Teil des Buches führt in die Welt des Extrem-SM ein, da wird brutal und wenig beschönigend auf verschiedene teilweise fragwürdige Praktiken eingegangen und man stellt sich die Frage, ob das wirklich sein muss.
Manchmal ist es einfach zuviel des Guten und die Story treibt es genauso wenig voran. Vor allem, da all das im zweiten Teil keine Rolle mehr spielt.
Anders als der erste Teil, der zwar mit einigen schwer verdaulichen Szenen aufwarten kann, nicht aber mit Spannung, entwickelt sich der zweite Teil zu einer uninteressanten Beschattungsjagd des Verdächtigen Sobieskys.
Der dritte Teil jedoch ist tatsächlich spannend, hat allerdings auch seine Schwächen.
Zweifel an der Schuld des Verdächtigen werden während seiner Gerichtsverhandlung geäußert, neue Beweise könnten ihn unschuldig sprechen, es ist ein hin und her.
Und wieder taucht die Frage auf, warum man sich anfangs durch die Untiefen des Sadomasochismus bewegen muss, wenn diese später nur eine geringe Rolle spielen.
Wie so vieles andere auch (Corsos Verhältnis zu seiner Exfrau und seinem Sohn z. B.).
Manchmal poetisch, manchmal zu drastisch, windet sich Grangé durch einen Thriller, der stellenweise fesseln kann (ich entschuldige mich für das Wortspiel), streckenweise schockiert und langweilt und dann mit ständig neuen Entwicklungen versucht doch noch zu einem unerwarteten Ende zu kommen, nur um dieses dann doch zu sehr konstruiert und unglaubwürdig zu präsentieren.

Irgendwie wirkt das Werk unausgegoren, verwirrend und ich gestehe, dass ich anfangs tatsächlich überlegt habe, abzubrechen.
Wer es ekelhaft und brutal mag, wird vielleicht seine Freude an diesem Werk haben, wer jedoch einen spannenden gut durchdachten Thriller erwartet ... sollte die Finger davon lassen.

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Veröffentlicht am 04.04.2020

Besser als der Vorgänger...

Sturmschwingen
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Die interessante Geschichte um Amalia und Zaira geht weiter. Und der zweite Teil ist noch spannender als der Anfang. Die beiden unterschiedlichen Charaktere haben sich zusammen gefunden und gelernt miteinander ...

Die interessante Geschichte um Amalia und Zaira geht weiter. Und der zweite Teil ist noch spannender als der Anfang. Die beiden unterschiedlichen Charaktere haben sich zusammen gefunden und gelernt miteinander auszukommen. In gewisser Weise sind es Freundinnen geworden, die sich gegenseitig vertrauen.

Nachdem sich Amalia auf dem diplomatischen Parkett bewiesen hat wird sie erneut auf eine schwierige Aufgabe geschickt.

Sturmschwingen ist zwar nicht weniger politisch als Flammenflug, aber die Magie spielt eine größere Rolle. Auch die Politik ist eine andere als im Vorgänger, denn auch wenn es ein paar Intrigen gibt, so ist es eher ein gemeinsames Ziel das zu erreichen gilt.

Spannender als Teil eins, magischer als Teil eins, mit einigen witzigen und einigen grausamen Szenen. Undurchschaubare politische Verwicklungen, undurchschaubare Gegenspieler und unerwartete Wendungen machen Sturmschwingen zu einem wahren Lesevergnügen für Fantasyfans.

Vieles, was mir im ersten Teil nicht gefallen hat, wurde hier verbessert. Die Gegenspieler sind durchaus ernstzunehmen und gut charakterisiert, so dass ihre Motive (größtenteils) nachvollziehbar sind.

Und die Geschichte geht weiter ... ich freue mich darauf.

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Veröffentlicht am 02.04.2020

Nicht nur für Kunst- und Katzenfreunde

Eine Geschichte der Kunst in 21 Katzen
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Also ... ich bin eigentlich so etwas wie ein Kunstbanause ... und ein echter Katzenmensch bin ich auch nicht. Es gibt also keinen Grund warum ich mir dieses Buch besorgt habe. Es geht um Katzen und es ...

Also ... ich bin eigentlich so etwas wie ein Kunstbanause ... und ein echter Katzenmensch bin ich auch nicht. Es gibt also keinen Grund warum ich mir dieses Buch besorgt habe. Es geht um Katzen und es geht um Kunst, beides interessiert mich nicht, Kunst noch weniger als Katzen (zumindest wenn es um Katzen als Haustiere geht ...).
Aber das Buch hat mich (warum auch immer) doch interessiert.
Und ich habe nichts bereut.
21 Katzen"gemälde" stellen verschiedene Kunstrichtungen vor, wobei das Hauptaugenmerk auf dem 19. und 20. Jahrhundert liegt. Anhand der Gemälde werden Stilmittel und bedeutende Künstler der entsprechenden Richtung vorgestellt.
Am Ende findet man eine Zeittafel zur Übersicht der Epochen und Künstler.
Ich bin nach wie vor ein Kunstbanause, bzw. kann mit Kunst nicht viel anfangen. Aber trotzdem hat sich mein Wissen erweitert.
"Eine Geschichte der Kunst in 21 Katzen" richtet sich an Leute wie mich, Personen, die keine Ahnung von Kunst haben. Nach dem Lesen des Buchs ist man wenigstens nicht mehr ganz so ahnungslos. Und die Katzenbilder sind ... interessant. Mein Lieblings ist die Minimalismus-Katze, ein paar Striche, aber man kann das Motiv erkennen.

"Eine Gesichte der Kunst in 21 Katzen" ist ein Kunstbuch, Katzen dienen nur als Stilmittel. Aber die Verbindung von Kunst und Katze ist gut gelungen.

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