Leise und eindrucksvoll
Im Dickicht der Erinnerungen„Im Dickicht der Erinnerungen“ hat mich von der ersten Seite an mitgenommen. Im Mittelpunkt steht die Journalistin Dora, die sich auf eine Reise begibt, um über ihre Freundin, die Sängerin Loulou, zu schreiben. ...
„Im Dickicht der Erinnerungen“ hat mich von der ersten Seite an mitgenommen. Im Mittelpunkt steht die Journalistin Dora, die sich auf eine Reise begibt, um über ihre Freundin, die Sängerin Loulou, zu schreiben. Dora ist zielstrebig, skeptisch und mutig, doch man merkt auch, dass sie noch sehr an ihrer Vergangenheit hängt. Gerade diese Thematik, dass man Erinnerungen schätzen darf, aber nicht in ihnen gefangen bleiben sollte, verleiht dem Buch eine besondere Tiefe.
Der Schreibstil ist ruhig, atmosphärisch und gleichzeitig voller Spannung. Man taucht sofort ein, die Seiten fliegen nur so dahin und die detaillierten Beschreibungen lassen die Handlung lebendig vor dem inneren Auge entstehen.
Besonders spannend fand ich die Begegnungen mit den Menschen, die Dora interviewt, und die langsam ans Licht kommenden Wahrheiten rund um Louise. Auch die Entwicklung zwischen Dora und Harry sorgt für zusätzliche Spannung.
Für mich war es ein rundum gelungenes Leseerlebnis, fesselnd, bewegend und gleichzeitig sehr leicht zu lesen. Ein Buch, das ich kaum aus der Hand legen konnte und das mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird, obwohl oder gerade weil es so leise ist.