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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.04.2025

Handlung dreht sich im Kreis und zieht sich unnötig in die Länge

Degrees of Engagement
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Ich bin das erste Drittel schwer in die Geschichte gekommen. Ich finde, den Schreibstil etwas hölzern, was sich im weiteren Verlauf deutlich bessert. Biancas Situation fand ich sehr traurig und ich konnte ...

Ich bin das erste Drittel schwer in die Geschichte gekommen. Ich finde, den Schreibstil etwas hölzern, was sich im weiteren Verlauf deutlich bessert. Biancas Situation fand ich sehr traurig und ich konnte ihre Enttäuschung sehr gut nachempfinden. Allerdings finde ich die Entwicklung der Handlung nicht überzeugend. Zwar sind die Charaktere sympathisch, doch die Handlungsweisen und Gedanken eher anstrengend. Dieses umeinander herumschleichen ist anfangs noch witzig und erträglich, zieht sich aber dermaßen in die Länge und verpufft schließlich. Es wird geredet (über belangloses Zeug), miteinander geschlafen und geredet, zwischendrin macht Bianca noch ihre Freunde glücklich. Es fehlte an einer überraschenden Wendung oder etwas Außergewöhnliches, so ist alles vorhersehbar. Die Sorgen hätten klar benannt werden können, gerade zum Schluss wird ersichtlich, dass die Probleme keine sind. Dazu die oft grenzwertigen Spitzen der Autorin (Djokovic ein Mistkerl?). Am Ende bin ich doch etwas enttäuscht.

Degrees of Engagement überzeugt mich nur im ersten Drittel des Buches. Danach verfällt die Handlung in dieselben schon zu oft gelesenen Muster. Mit klaren Fakten wäre das Buch nach 200 Seiten zu Ende gewesen und es hätte trotzdem nichts gefehlt. Schade, denn es gab Potenzial für mehr.

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Veröffentlicht am 19.03.2025

Rührender Abschluss der Manhattan-Reihe

Men of Manhattan - An Unplanned Match
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Für mich ist die Geschichte von Brayden und Alex von Anfang bis Ende einfach perfekt. Beide sind sympathisch und ich kann ihre Ängste und Unsicherheiten aus den jeweiligen Perspektiven absolut nachvollziehen. ...

Für mich ist die Geschichte von Brayden und Alex von Anfang bis Ende einfach perfekt. Beide sind sympathisch und ich kann ihre Ängste und Unsicherheiten aus den jeweiligen Perspektiven absolut nachvollziehen. Allerdings gab es Momente, da hätte ich Alex gern in die richtige Richtung geschubst. Ich finde das Thema Altersunterschied gut aufgegriffen, aber eben auch nicht ausgeschlachtet. Beide sind stets aufrichtig, was ihre Gefühle angeht und das ist eine wichtige Basis. Was mir besonders gefallen hat, ist der Humor zwischen Brayden und seinen Kumpels, da sie ihn gern aufziehen. Aber auch das Verhältnis zwischen Alex und Caitlin wurde auf besondere Weise dargestellt. Ich bin so froh, dass hier auf dramatische Wendungen verzichtet wurde und stattdessen der Fokus auf intensive Gespräche und Handlungen der Protagonisten gesetzt wurde. Das Ende ist zwar vorhersehbar und Kitsch pur, bildet aber insgesamt einen runden Abschluss dieser Reihe.

Men of Manhattan – An unplanned Match ist ein rührender Abschluss der Reihe. Die Charaktere sind herzlich, die Freundschaften ehrlich, intensiv und humorvoll dargestellt. Gesellschaftliche Themen werden stets sensibel und ohne unnötige Dramatik erzählt. Genau so stelle ich mir die perfekte Liebesgeschichte vor!

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Veröffentlicht am 19.03.2025

Longevity - ein teurer Lifestyle mit zu vielen englischen Begriffen

Lifestyle of Longevity
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Die Aufmachung des Buches ist sehr ansprechend. In glänzenden Buchstaben steht Longevity im Vordergrund, dazu zwei Lesebändchen in Pink und Gelb. Die Hauptthemen stehen auf pinken Seiten, die Überschriften ...

Die Aufmachung des Buches ist sehr ansprechend. In glänzenden Buchstaben steht Longevity im Vordergrund, dazu zwei Lesebändchen in Pink und Gelb. Die Hauptthemen stehen auf pinken Seiten, die Überschriften und einige Markierungen sind eher in Rosa gehalten. Das liegt vermutlich daran, dass sich der Inhalt hauptsächlich auf die Zielgruppe der Frauen fokussiert. Trotz der Dicke ist das Buch sehr handlich und leicht.

Ich finde gut, dass die beiden sich vorgestellt haben und ihren Beweggrund für Longevity erörtert haben. Es gibt viele Einblicke in die Themen Ernährung, Sport oder mentale Gesundheit. Diese werden locker und nicht zu komplex erläutert. Dazu viele kleine Tipps, wie Longevity langsam in den Alltag integriert werden kann. Dabei habe ich festgestellt, dass ich verschiedene Methoden (Spazieren gehen, Atemübungen) bereits in meinen Alltag eingebaut habe, bevor ich je von dem Thema gehört habe.

Allerdings gibt es viele Punkte, die mir weniger gefallen haben. Da sich das Buch auch an die ältere Generation richten soll, ist es viel zu viel mit englischen Begriffen gespickt. Ja, sie werden zwar erklärt, aber schon an der Aussprache dürfte es scheitern und dann macht das Lesen ehe keinen Sinn oder Spaß mehr. An dem Wort Langlebigkeit ist meiner Meinung nach auch nichts auszusetzen. Gerade was Nahrungsergänzungsmittel, Proteinpulver oder Messungen bestimmter Werte angeht, sollte vieles mit Ärzten abgeklärt werden. Das ist für mich nicht zielführend. Überhaupt gewinnt man den Eindruck, dass die beiden Autorinnen quasi alles mit Ärzten, Therapeuten oder Trainern absprechen. Das ist alles ein riesiger Aufwand, den man sich auf dem Land oder alleinerziehend kaum leisten kann. Des Weiteren werden teure Fitnessgeräte, Uhren oder Messungen in Fitnessstudios vorgestellt, die sich die wenigsten leisten können oder wollen und bei denen man am Ende nicht mal genaue Werte erhält. Ja, es sind nur Vorschläge, aber wenn ich diese Methoden alle ausklammere, bleibt letztlich nur das übrig, was ich bereits selbst in meinen Alltag integriert habe.

Lifestyle of Longevity bietet durchaus Anregungen, wie man sein Leben positiver gestalten kann und auch sollte. Doch leider werden durch die Praxis der beiden Autorinnen die sozialen Gesellschaftsschichten sichtbar. Gerade auf dem Land sind viele der hier genannten Beispiele selten umsetzbar, sei es Ärzte, ÖPNV, Trainer, Fitnessstudios oder kurze Arbeitswege. Longevity ist, wenn man das komplette Potenzial ausschöpfen möchte, sehr teuer!

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Veröffentlicht am 19.03.2025

Das Lektorat ist bei dem Preis eine absolute Katastrophe!

Was wir zu erzählen haben
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Die Aufmachung des Buches ist wunderschön und ein echter Blickfang. Wenn man den Schutzumschlag abmacht, entfaltet sich eine niedliche Überraschung. Innen ist der Buchdeckel voll mit englischen Notizen ...

Die Aufmachung des Buches ist wunderschön und ein echter Blickfang. Wenn man den Schutzumschlag abmacht, entfaltet sich eine niedliche Überraschung. Innen ist der Buchdeckel voll mit englischen Notizen von Joanna. Zum Glück muss man das nicht lesen, denn ich finde, sie hat eine Krakelschrift. Das Buch hat 11 Kapitel und die Überschriften sind in Pink gehalten, ebenso das Lesebändchen. Außerdem endet jedes Kapitel mit einer pinken Doppelseite und einem bedeutsamen Zitat aus eben jenem. Joanna Gaines hat explizit erklärt, dass es sich um keine Biografie handelt, und doch schafft sie es immer wieder, mit kleinen Anekdoten den verschiedenen Themen Leben einzuhauchen. Was auch daran liegt, wie ich sie in ihren Sendungen von Fixer Upper wahrgenommen habe: als liebevolle Mutter, Ehefrau, Freundin und Geschäftsfrau. Ihr Schreibstil ist sehr lebendig und sie schafft es, dass man sich selbst mit seinem Leben auseinandersetzen will. Dass jedem Ereignis, ob gut oder schlecht, eine neue Erfahrung folgt und es Wert ist, aufgeschrieben zu werden. Leider wird der Lesefluss massiv gestört und das liegt vor allem an dem miserablen Lektorat. Die Satzbildung ist merkwürdig, Satzzeichen an den falschen Stellen, die Rechtschreibung sehr oft fehlerhaft. Bei dem Preis ist das eine Frechheit und sollte dringendst überarbeitet werden, sonst empfehle ich jedem, das Buch definitiv im Original zu lesen.

Was wir zu erzählen haben ist kein typischer Ratgeber über das Leben. Joanna Gaines beschäftigt sich intensiv mit ihren Lebenserfahrungen und wie diese sie über die Jahre geprägt und welchen Einfluss sie auf ihr Leben haben. Ich kann sie für ihren bisherigen Weg nur bewundern und sie ermutigt einen, sich mit seinem Leben selbst auseinanderzusetzen.

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Überraschende Wendungen und beeindruckende Beschreibungen der Szenerien

Middletide – Was die Gezeiten verbergen
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Die ersten paar Kapitel weisen starke parallelen zu dem Roman Der Gesang der Flusskrebse auf. Im weiteren Verlauf entwickelt sich die Geschichte aber völlig anders. Ich finde es gut, dass die Zeitsprünge ...

Die ersten paar Kapitel weisen starke parallelen zu dem Roman Der Gesang der Flusskrebse auf. Im weiteren Verlauf entwickelt sich die Geschichte aber völlig anders. Ich finde es gut, dass die Zeitsprünge ganz klar gekennzeichnet sind. Natürlich ist es listig, dass gerade im spannendsten Moment die Szenen wechseln. Mir ist es echt schwergefallen, das Buch aus der Hand zu legen. Ich bin gebannt von den Beschreibungen der Szenerien und den Entwicklungen der Charaktere. Sowohl Elijahs, als auch Nakitas Standpunkt konnte ich gut nachempfinden. Ich finde den Schreibstil flüssig und verständlich. Trotz der Einfachheit bleibt man an die Handlung gefesselt. Schon während des Lesens habe ich eigene Theorien entwickelt, manche haben sich bewahrheitet, andere eher nicht. Die Wendung am Ende ist völlig schlüssig und doch überraschend.

Middletide - Was die Gezeiten verbergen ist ein packender Roman von Schuld, Liebe, Verrat und Vertrauen. Die Charaktere durchleben viele Höhen und Tiefen, um letztlich zu erkennen, was wirklich im Leben zählt. Außerdem besticht die Geschichte durch viele schlüssige Wendungen und die beeindruckende Beschreibungen der Szenerien.

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