Der Buchspazierer ist ein Buch, von dem ich schon viel gehört habe - nur Gutes - auch deswegen war ich sehr neugierig darauf. Es startet etwas langsam, aber ich kam sehr gut in die einfach zauberhafte ...
Der Buchspazierer ist ein Buch, von dem ich schon viel gehört habe - nur Gutes - auch deswegen war ich sehr neugierig darauf. Es startet etwas langsam, aber ich kam sehr gut in die einfach zauberhafte Geschichte rein. Carl, der Buchspazierer, lebt ein wirklich sehr ruhiges und eintöniges Leben. Tag für Tag bringt er einigen Kunden der Buchhandlung, bei der er schon sein ganzes Leben lang arbeitet, ihre Buchbestellungen zu Fuß vorbei. Er gibt jedem seiner Stammkunden den Namen einer Figur aus der Literatur, die Bezug zu den Personen hat. Eines Tages gesellt sich ungefragt die 8jährige Schascha zu ihm. Unbekümmert, impulsiv und fröhlich rüttelt sie Carls Leben und seine Gewohnheiten durcheinander. Doch auch im Leben seiner Kunden wird sich durch dieses neue Team einiges ändern...
Die ruhige Sprache des Buches passte perfekt zu Carl, wie ich ihn mir vorgestellt habe. Vor allem die Liebe zu Büchern und dem, was sie einem bedeuten können, was sie bei Menschen bewirken können, hat mich absolut verzückt beim Lesen. Dieses Buch richtet sich eindeutig an uns Buchmenschen. ♥ Die Idee, dass es für jeden Menschen und jede Lebenssituation das richtige Buch gibt, teile ich auf jeden Fall. Neben den vielen wundervollen Zitaten, die die Liebe zu Büchern beinhalten, sind aber auch die Protagonisten und deren Geschichten eindeutig das Lesen wert. Wie alle Fäden am Schluss zusammengeführt werden, hat mich dann zu Tränen gerührt.
Eindeutig eine klare Leseempfehlung - und wichtiger Hinweis: Nachwort und Bonuskapitel lesen!!!
Nachdem die Greg-Tagebücher längt Kult sind, legt seit ein paar Jahren Gregs bester Freund Rupert nach. Der Gruselgeschichten Sonderband mit leuchtendem Cover, Farbschnitt und Grusel-Maske ist wie alle ...
Nachdem die Greg-Tagebücher längt Kult sind, legt seit ein paar Jahren Gregs bester Freund Rupert nach. Der Gruselgeschichten Sonderband mit leuchtendem Cover, Farbschnitt und Grusel-Maske ist wie alle Bücher der Greg-Reihen liebevoll gestaltet und sehr passend gerade jetzt zu lesen, wo Halloween vor der Tür steht.
Die 14 abgeschlossenen Grusel-Kurzgeschichten haben alle typische Gruselthemen als Grundlage: Zombies, Mumien, lebendig begrabene Menschen, Aliens, Werwölfe und und und. Aber da Rupert und nicht Greg „Herausgeber“ der Geschichten ist, hält sich der Gruselfaktor doch sehr in kindgerechten Grenzen und sehr oft gibt es am Ende der jeweiligen Geschichte sogar eine Art Happy End, bei der immer wieder herausblitzt, wie Rupert nun mal ist, ein etwas naiver, liebevoller Einzelkind-Sohn, der harmoniebedürftig und vor allem „sehr lieb“ ist.
Ich habe mich beim Lesen wie immer sehr gut unterhalten gefühlt und muss sagen, das Gruselgeschichten Buch gefällt mir bisher aus der Rupert Reihe eindeutig am besten. Ich liebe Gruselgeschichten einfach immer sehr und bin besonders von der Optik der Sonderausgabe begeistert.
Klare Leseempfehlung für alle Fans der Greg – und Rupert-Bücher!
Durchwachsen und nicht wirklich begeistert
Ich sehe grundsätzlich kein Reality TV und ebenso keine Vorabendserien. Deswegen war mir der Name Eric Stehfest kein Begriff und ich hatte auch kein Vorwissen ...
Durchwachsen und nicht wirklich begeistert
Ich sehe grundsätzlich kein Reality TV und ebenso keine Vorabendserien. Deswegen war mir der Name Eric Stehfest kein Begriff und ich hatte auch kein Vorwissen über ihn. Das Lesen seines Buches 9 Jahre Wahn hat nicht dazu beigetragen, meine Meinung über Schauspieler oder andere "Promis", die sich in Reality TV Formaten tummeln, zu verbessern.
Zunächst das Positive: Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar, wenn auch vor allem die Schriftart bei den Einzeltherapie-Gesprächen schlecht lesbar war, und mir sind keine Rechtschreibungs- oder Grammatikfehler aufgefallen, also gut lektoriert!
Der Inhalt des Buches allerdings hat mich nicht gepackt. Eric Stehfest schreibt in dritter Person von sich selbst und (be)schreibt seine (?) Zeit in einer Tagesklinik für psychisch kranke Menschen, in die er sich selbst eingeliefert zu haben scheint. Gerade der Anfang ist sehr verworren und ich habe ein bisschen gebraucht, reinzukommen. Dann ist der weitere Text, der insgesamt in 5 "Akte" gegliedert ist, allerdings immer ähnlich aufgebaut. Ich vermute, der Autor möchte mit dieser Gliederung ein bisschen an seine Schauspielausbildung anknüpfen, auf die er sehr stolz zu sein scheint. Sehr, sehr oft erwähnt er im Text, er habe Schauspiel studiert. Die 5 Akte sind tatsächlich ein bisschen an das klassische Drama angelehnt, würde ich sagen. In jedem "Akt" beginnt es damit, dass Eric seinen Tag beginnt nach einer meist schlaflosen oder schlafgestörten Nacht. Er wiederholt sich generell sehr oft und gerade die Akt-Anfänge ähneln einander leider immer sehr. Ich habe verstanden, dass die Brotboxen der beiden Kinder von ihm gerichtet werden müssen und die saubere Kleidung herausgelegt und die Zähne geputzt werden und auch, wenn ich vermute, dass ihm das deutlich schwerer fällt als den meisten anderen Eltern, inklusive mir, als unsere Kinder in diesem Alter waren, nervte es mich bei jeder Wiederholung mehr.
Der Alltag in der Tagesklinik war dann stets der zweite Punkt in jedem Akt und hier gab es gute und weniger gute Tage und Momente, die mich allerdings nie gefühlsmäßig erreicht haben, vor allem, weil die Figur des Eric mir einfach unklar blieb. Das Ende des jeweiligen Aktes markierten meist die Gespräche in der Einzeltherapie, die unfassbar langatmig waren und bei denen mir mehr als einmal die Augen zugefallen sind und ich danach nicht mehr wusste, wo genau ich aufgehört hatte zu lesen. Das lag auch daran, wie wenig Inhalt diese Gespräche hatten und wie seltsam sie geschrieben waren. Grundsätzlich wurde pro Akt je ein Hauptthema in den Einzelgesprächen besprochen- Kindheit, Sucht, Familienleben, Beruf - aber die Art der Gespräche, wie sie aufgeschrieben wurden, waren nicht nur durch die schlecht gewählte Schriftart, sondern auch durch den Inhalt leider schlecht lesbar für mich und haben mich mehr und mehr beim Lesen genervt. Es waren im Grunde Monologe eines sehr unsympathischen selbstdarstellerischen Menschen, der zwar vordergründig vieles zu bedauern scheint, was er gesagt oder getan hat, aber eigentlich nur eine Bestätigung dafür sucht, dass er doch ein toller Mensch sei. Und die Antworten der Therapeutin sind auch dementsprechend fast ausschließlich bestärkend und wohlwollend. Ein Beispiel - Eric spricht darüber, dass er seine Tattoos bereut und dass er seine Frau überredet hat, sich die gleichen (sehr auffälligen) Tattoos stechen zu lassen, vor allem die im Gesicht, weil das für ihn als Schauspieler dazu geführt hat, dass er nicht mehr gebucht wurde. Die Bilder der Tattoos habe ich gegoogelt und muss sagen, ja, sie sind sehr auffällig und wirken sehr düster. Auch konnte ich absolut nachvollziehen, dass Schauspieler mit Gesichtstattoos weniger oft bis gar nicht gebucht werden, da diese nun mal sehr ablenkend sind, vor allem, wenn sie so düster wirken wie die des Autoren. Die Antwort der Therapeutin: Nein, die Tattoos sind kraftvoll! Den Rest ihrer leider ebenfalls langen Replik habe ich vor lauter Drumrumgerede schon wieder vergessen. Die Therapeutin hat nur dann lange Gesprächsanteile gehabt, wenn ihre Antworten Eric schmeicheln bzw. stark bestätigen – eine leider sehr durchschaubare Art und Weise, den Lesenden zu beeinflussen in Bezug auf die Einstellung zu der Figur des Eric. Bei mir jedoch hat es eher das Gegenteil bewirkt, weil ich nicht gern beim Lesen manipuliert werde.
Auch das Ende des Buches war dann für mich zwar einerseits erleichternd, weil mich die Lektüre mehr und mehr gereizt und genervt hat, aber andererseits so übertrieben "happy", dass es absolut nicht zu einem ernsten Thema zu passen schien. Alles in allem muss ich sagen, aus dem Buch spricht meiner Meinung nach ein versierter Selbstdarsteller, der seine vermutliche Motivation, das Buch zu schreiben, mehrfach selbst in dem Buch thematisiert: Geldmangel, Schulden und Privatinsolvenz - auch die Therapie wird abgebrochen, da seine Krankenkasse seit längerem keine Beiträge mehr von ihm erhalten hat. Selbst in seinem Nachwort dankt er noch zuerst und am längsten sich selbst, aber das hat mich dann nur noch müde die Augen verdrehen lassen.
Also, ehrlich gesagt, dieses Buch bestätigt mich, ohne dass ich je gezweifelt hätte, dass ich weder von Reality Fernsehen, noch von den Menschen, die diese Formate ausfüllen und an ihnen teilnehmen, mehr wissen will und ihnen auch weiterhin keine Aufmerksamkeit schenken werde.
Sehr eingeschränkte Leseempfehlung für ein seltsames Buch.
Irina, eine ehemalige BKA Ermittlerin, befindet sich gerade "zwischen 2 Jobs" und in einer schwierigen Phase ihres Lebens, als ihr Bruder sie bittet, einem Freund zu helfen. Dieser, ein junger ukrainischer ...
Irina, eine ehemalige BKA Ermittlerin, befindet sich gerade "zwischen 2 Jobs" und in einer schwierigen Phase ihres Lebens, als ihr Bruder sie bittet, einem Freund zu helfen. Dieser, ein junger ukrainischer Flüchtling, hat einen Mord gestanden, den er auf keinen Fall verübt haben konnte.
Irina erklärt sich bereit, dem Pflichtverteidiger zu helfen und beginnt zu ermitteln...
Der Politthriller spielt in einem kleinen Ort in Norddeutschland, der nicht genannt wird und nur mit einem Großbuchstaben abgekürzt wird. Irina und ihr Bruder sind hier aufgewachsen, nachdem ihre Eltern ein paar Jahre nach dem schrecklichen Super-GAU in Tschernobyl aus der Ukraine ausgewandert sind.
Über die Geschichte des Verdächtigen, Irinas Familie, aber auch des Ermordeten erfahren wir mehr und mehr über die russisch-ukrainische Geschichte, Aufstände und Unterdrückung, deren Beginn schon vor vielen Jahren war und die noch heute furchtbare Auswirkungen haben, nicht erst seit dem erneuten Angriff auf die Ukraine durch Russland im Februar 2022.
Der Schreibstil war sehr gut und hat mich gepackt, ich habe das Buch schnell und flüssig gelesen. Einiges war mir ehrlich gesagt etwas viel und zu verworren - und ich bin da einfach nicht so tief in den Themen drin. Aber - die Auflösung war sehr gut gemacht und es blieben bei mir auch keine Fragen offen. Der Roman ist der Serienauftakt - und da sehe ich echt Potenzial! Bis in die Nebenfiguren sind alle Protagonisten gut gezeichnet gewesen und vor allem Irina eine wirklich spannende Person, die absolut Ecken und Kanten hat.
Klare Lessempfehlung für einen spannend geschriebenen und hoch aktuellen Politthriller und Reihenauftakt mit Potenzial!
Als Lizzy und ihre Freunde herausfinden, dass Lizzys Eltern ein Bestattungsunternehmen leiten, wollen sie herausfinden, wie genau das mit dem Tod ist.
Als Club der kalten Hände stellen sie sich furchtlos ...
Als Lizzy und ihre Freunde herausfinden, dass Lizzys Eltern ein Bestattungsunternehmen leiten, wollen sie herausfinden, wie genau das mit dem Tod ist.
Als Club der kalten Hände stellen sie sich furchtlos dem Tod und dem Ende, so ihr Motto.
Das Kinderbuch nimmt sich ein schweres, aber sehr wichtiges Thema vor - der Tod ist nach wie vor ein großes Tabu in unserer Gesellschaft und fast jeder mit dem Thema absolut überfordert, vor allem, wenn es darum geht, unsere eigene Überforderung, Angst und Unsicherheit nicht an unsere Kinder weiterzugeben, sobald diese mit dem Tod konfrontiert werden.
Im Buch werden kindgerecht aber auch absolut interessant für erwachsene Lesende viele Informationen vermittelt. Die Beispiele der Menschen, die die Kinder tot erleben, sind gut gewählt - da ist ein Unfallopfer, alte Menschen am Ende ihres Lebens, aber auch ein Baby, dessen Eltern sich wünschen, den kleinen Leichnam im Kinderwagen zum Grab zu bringen. Bei dieser Stelle musste ich wirklich weinen.
Die Zeichnungen sind nicht so ganz meins, aber mir hat gut gefallen, wie die Toten dargestellt werden über eine Art graue Hautfarbe. Auch die vielen Informationen, die am Ende des Buches noch zusammengestellt werden, waren teilweise neu und wirklich spannend für mich.
Fazit - ein besonderes Kinderbuch, das man durchaus auch anlasslos lesen kann und sollte!