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Veröffentlicht am 22.05.2026

Verworren und leider nichts für mich

Chaos
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Chaos handelt - wie es die Triggerwarnung am Anfang des Buches bereits zum Glück klarstellt - vor allem von einer Fehlgeburt.

Hedda, die mit ihrem Freund Björn ein Kind erwartet, kommt aus einer schwierigen ...

Chaos handelt - wie es die Triggerwarnung am Anfang des Buches bereits zum Glück klarstellt - vor allem von einer Fehlgeburt.

Hedda, die mit ihrem Freund Björn ein Kind erwartet, kommt aus einer schwierigen Familie. Der Vater hat einen sehr unsteten Lebenswandel gehabt und die Familie hat entweder märchenhaften Reichtum oder drohende Zwangsvollstreckung erlebt.

Während Hedda nun in der schlimmsten Krise ihres Lebens ist und sich dabei leider von niemandem helfen lässt, wird immer wieder bruchstückhaft aus ihrer Vergangenheit erzählt.

Für mich war der Roman leider gar nichts. Die Erzählweise war sehr sprunghaft, viel zu sprunghaft für mich - ich habe einfach keinen roten Faden erkennen können. Zudem blieben die meisten Nebenfiguren für mich nicht richtig greifbar und auch das, was geschehen ist oder gerade geschah, habe ich sehr häufig nicht ganz oder nur teilweise erfassen können. Der Schreibstil war passend zum Thema sehr düster und Hedda tat mir zwar oft wirklich Leid, aber ich habe trotzdem nicht wirklich mit ihr fühlen können und ihr Verhalten absolut nicht nachvollziehen können.

Bis zum für mich leider viel zu düsteren Schluss habe ich mich durch das Buch gekämpft, das für mich nur einen einzigen Vorteil besitzt: Es ist nicht sehr umfangreich.
Leider keine Leseempfehlung von mir.

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Veröffentlicht am 22.05.2026

Pilgerroman einer sehr sympathischen Autorin

Nach Santiago wollte ich nie
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Cornelia Koch ist 57 Jahre alt, als sie im Mai 2023 ihre Pilgertour von Potsdam nach Santiago de Compostela, den berühmten Jakobsweg, beginnt. Sie wird etwa 6 Monate unterwegs sein und 3348 km laufen. 

Der ...

Cornelia Koch ist 57 Jahre alt, als sie im Mai 2023 ihre Pilgertour von Potsdam nach Santiago de Compostela, den berühmten Jakobsweg, beginnt. Sie wird etwa 6 Monate unterwegs sein und 3348 km laufen. 

Der Erfahrungsbericht ist wirklich sehr lesbar! Die sympathische Autorin schreibt authentisch und bewegend, wie sie sich gefühlt hat, was sie erlebt hat und was sie durch die Pilgerfahrt für sich mitgenommen hat. Sie schreckt nicht davor zurück, auch die schwierigen Zeiten und Situationen ehrlich zu beschreiben, seien es wunde Füße, schmerzende Knie, Blasen, Unterkünfte, die wirklich sehr bescheiden sind oder auch schlicht Hunger, Durst, Kälte und Hitze. Gerade das hat mir am Buch wirklich am besten gefallen - die schonungslose Ehrlichkeit! Aber auch die tiefgründigen Themen kamen nicht zu kurz und man erfährt einiges über das Leben der Autorin und ihre Gefühle. 

Ich bin absolut zufrieden mit dem Roman und empfehle ihn sehr gerne weiter!

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Veröffentlicht am 22.05.2026

Wendungsreicher viktorianischer Roman

Die Queen von Mayfair
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Quinn Le Blanc ist die Queen of Five - eine Königin der Halbwelt und in der Tradition ihrer Mutter und aller anderen Queens of Five eine begabte Trickbetrügerin. Ihr neuester Coup richtet sich gegen den ...

Quinn Le Blanc ist die Queen of Five - eine Königin der Halbwelt und in der Tradition ihrer Mutter und aller anderen Queens of Five eine begabte Trickbetrügerin. Ihr neuester Coup richtet sich gegen den Duke of Kendal, einen reichen Junggesellen, den sie um einen beträchtlichen Teil seines Vermögens zu bringen trachtet. 
Doch - ob ihr ausgeklügelter Plan diesmal funktionieren wird...? 
Der Roman ist schon rein optisch ein echtes Highlight mit dem schön gestalteten Cover nach Art einer Spielkarte, dem Scherenschnitt einer viktorianisch gekleideten Dame und dem edlen goldenen Farbschnitt. Die Geschichte hat mich auf jeden Fall überzeugt. Quinn ist eine Protagonistin nach meinem Geschmack, stark und clever und voller Ideen. 
Auch die Nebenfiguren sind sehr gut gezeichnet und perfekt umgesetzt. Besonders liebte ich natürlich die Atmosphäre der viktorianischen Zeit im Jahr 1898 - die Kleidung, die Bälle, die Kommunikation - herrlich zu lesen!
Einen winzigen Punkt Abzug dafür, dass ich doch einiges erraten habe vom Plot, der aber auf jeden Fall sehr unterhaltsam geschrieben ist und sich rasant entwickelt. 
Klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 16.05.2026

Ein Swiftie Traum

Die Taylors
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Als Taylor, genannt Teffy, in die Middle School kommt, hat sie schreckliche Angst davor - was, wenn sie keine Freundin findet? Sie ist doch so schüchtern! 
Doch es kommt ganz anders als sie befürchtet ...

Als Taylor, genannt Teffy, in die Middle School kommt, hat sie schreckliche Angst davor - was, wenn sie keine Freundin findet? Sie ist doch so schüchtern! 
Doch es kommt ganz anders als sie befürchtet - sie findet nicht nur eine, sondern gleich 3 wunderbare neue Freundinnen, die alle wie sie Taylor heißen und zwar alle ebenso wie sie nach Taylor Swift! 
Die 4 Mädchen werden ein Freundinnenquartett, bewerben sich gemeinsam um einen umkämpften Platz im Cheerleader Team und basteln Freundschaftsarmbänder, die sie verkaufen, um ihren großen Traum zu erfüllen: Konzertkarten ergattern für eins der Konzerte der Eras Tour in Indianapolis. Sie schwören sich, entweder alle gemeinsam oder keine wird das Konzert live erleben.
Die Geschichte ist wirklich sehr schön geschrieben und so warmherzig, empathisch und gefühlvoll, als würde man direkt in einen der Songs der zu Recht berühmten Sängerin Taylor Swift eintauchen. Auch meine Töchter sind Swifties und haben auch mich damit angesteckt - die Songs sind wirklich wunderschön komponiert und geschrieben und teilweise echte Ohrwürmer! 
Das Buch ist leicht lesbar, auch für jüngere Lesende und die Geschichte entwickelt sich so wunderbar, wie ich es erhofft habe. Ich habe beim Lesen auch die eine oder andere Träne verdrücken müssen und vor allem beim märchenhaften Ende absolut mitgefiebert - ein Ende, das jeder Fan der Sängerin, jeder Swiftie, einfach nur lieben wird und wie es sich für diese Community gehört - es den Mädchen natürlich gönnen wird! 
Klare Leseempfehlung für alle Swifies, die noch immer von der Eras Tour träumen, auch wenn sie sie nicht live erleben konnten...

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Veröffentlicht am 15.05.2026

Absoluter Volltreffer

Léon und die Frau im blauen Kleid
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Léon de Cavallier ist ein Snob, märchenhaft reicher Sohn eines Adligen, der an der französischen Riviera lebt, aber er ist auch Commissaire der Stadt Nizza mit Leib und Seele. Mitten im August kurz vor ...

Léon de Cavallier ist ein Snob, märchenhaft reicher Sohn eines Adligen, der an der französischen Riviera lebt, aber er ist auch Commissaire der Stadt Nizza mit Leib und Seele. Mitten im August kurz vor dem berühmten Sommerball in Monaco wird eine Frauenleiche am Strand von Nizza angespült und durchbricht die sommerliche Langeweile. De Cavallier und seine neue Kollegin, Nadia Bentaleb, die direkt aus den rauen Pariser Banlieues zu ihm nach Nizza versetzt wurde, übernehmen den Fall und beginnen ihre anfangs etwas holprige Zusammenarbeit.

Die Krimireihe startet mit diesem Band - und ich bin auf jeden Fall dabei! Die beiden Protagonisten sind so perfekt gestaltet, dass man beim Lesen einfach nur begeistert wird. Léon, der märchenhaft reiche Snob, der Nadia direkt am ersten Tag brüskiert und fassungslos macht, hat eine verletzliche Seele und ein Geheimnis, das am Ende des Buches noch offenbart wird. Nadia dagegen, die in den Banlieues aufgewachsen ist, ist rau und hart - und auch sie hat eine Mission, die sie Léon noch offenbaren wird. Die beiden passen auf so vielen Ebenen so gut zusammen als Team und auch dadurch werden sie mit Sicherheit nicht nur den Fall der jungen Frau mit dem blauen Kleid perfekt aufklären, sondern weiter in Nizza und Umgebung aufräumen - und vielleicht auch eines Tages die offenen Rechnungen, die Nadia noch in Paris hat, "begleichen"...

Besonders gelungen sind die Dialoge, die waren eine echte Freude beim Lesen, aber auch die Atmosphäre des wunderschönen Nizza im Hochsommer, die Beschreibung der Yachten und der Kleidung und Accessoires der Super-Reichen in Nizza und Monacco, genauso wie die dazu krass im Gegensatz stehende Beschreibung der "Problemviertel", die es auch in Nizza gibt und in denen das Leben und die Menschen von ganz anderem Schlag sind. Auch die Informationen zu Bürokratie-Stau, verstecktem und offenem Rassismus und dem Geldmangel der Behörden, fand ich sehr spannend - und nicht zu vergessen, habe ich aus dem Roman 2 Dinge gelernt: es gibt auch im Französischen die Möglichkeit zu gendern (und ebenso wie hier bei uns in Deutschland ist dies höchst umstritten) und Nizza gehörte vor 200 Jahren mal zu Italien!

Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiter lesen und bin absolut begeistert!

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