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MelaK

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.08.2017

Ich habe dieses Buch zum Fressen gern

Yummy Books!
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Aufgewachsen in einer Metzgerei, in der immer gern und gut gegessen wurde und in der Bücher eine ganz große Rolle spielten, bekommt Cara Nicolette die Liebe für beides sozusagen mit in die Wiege gelegt. ...

Aufgewachsen in einer Metzgerei, in der immer gern und gut gegessen wurde und in der Bücher eine ganz große Rolle spielten, bekommt Cara Nicolette die Liebe für beides sozusagen mit in die Wiege gelegt. Und das merkt man ihren wunderbar authentischen, humorvollen und Appetit machenden Geschichten auch an. So erzählt sie Schwänke aus ihrem Leben, in denen sie sehr detailliert, mit ganz viel Liebe für ihre Familie, erzählt, was sie mit den jeweiligen Büchern und Geschichten verbindet, in welcher Situation sie an gewisse Bücher erinnert wird und wieviel sie ihr bis heute bedeuten. So waren ihr Bücher Freunde, halfen ihr durch Trauer, die Hölle der Middle School, durch Liebeskummer und vieles mehr.
Zur Geschichte um jedes literarische Werk gibt es am Ende des Kapitels ein passendes Koch- oder Backrezept.
Ich bin hingerissen von dieser wunderbaren Mischung aus Literatur und gutem Essen. Es ist meiner Vorstellung von einer idealen Welt so nahe. Und Cara Nicolette bringt das auch noch in einer wunderschönen, bildlichen Sprache zu Papier, dass ich mit dem Schwärmen gar nicht mehr aufhören mag.
Dieses Buch wird einen ganz festen Platz in meinem Leben bekommen und mich, wie ich hoffe, sehr lange begleiten.

Veröffentlicht am 12.08.2017

Der Hipster, das unbekannte Wesen

111 Gründe, Hipster zu hassen
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Ralph Stieber ist in seinem neuen Buch „111 Gründe, Hipster zu hassen“ ganz neue Wege gegangen. Er stellt den Leser an die Seite von Hipster Jonas und lässt ihn so hautnah erfahren, wie das Leben eines ...

Ralph Stieber ist in seinem neuen Buch „111 Gründe, Hipster zu hassen“ ganz neue Wege gegangen. Er stellt den Leser an die Seite von Hipster Jonas und lässt ihn so hautnah erfahren, wie das Leben eines Hipsters so abläuft. Wer war der erste Hipster, wie kleidet sich der Hipster, was fühlt er, was isst er, wie sieht es mit seinem Liebesleben aus.
Zu guter Letzt gibt es noch die ultimative Anleitung „Wie du ein echter Hipster wirst“
Auch nach der Lektüre des Buches weiß ich immer noch nicht so recht, was ich von Hipstern, im speziellen von Jonas halten soll oder was oder wer ein Hipster überhaupt ist. Ich konnte über ihn lachen, manchmal sogar mit ihm. Er hat mich unglaublich genervt, ich hab mich für ihn fremd geschämt, ihn bedauert, ihn gehasst. Aber am meisten bemitleide ich ihn dafür, dass er es so nötig hat, sich so cool und überheblich zu geben. Im Austeilen groß, bricht er doch zusammen, wenn er einstecken muss. Irgendwie ein ziemlich kleines Persönchen und das schlimmste von allem ist, das wohl so ein kleiner Jonas in fast allen von uns steckt.
Ich hab dieses amüsante, satirische Buch mit seiner nachdenklich stimmenden Botschaft sehr genossen. Ralph Stiebers bisher bestes Buch !!!

Veröffentlicht am 12.06.2017

Soll doch jeder so leben wie er will

Schluss mit Muss
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"Soll doch jeder so leben wie er will", das soll natürlich nicht heißen, ohne Rücksicht auf andere zu leben und ohne unangenehme Arbeiten zu erledigen. Es soll heißen, selbst bestimmt leben, ohne den Anspruch, ...

"Soll doch jeder so leben wie er will", das soll natürlich nicht heißen, ohne Rücksicht auf andere zu leben und ohne unangenehme Arbeiten zu erledigen. Es soll heißen, selbst bestimmt leben, ohne den Anspruch, es allen recht machen zu wollen und ohne alles schön reden zu müssen. Manche Dinge sind einfach Sch...
Diese geile Buch macht Schluss mit Konventionen und das beginnt schon beim Cover. Gelbe-Türkis mit Stinkefinder drauf - wo geht denn sowas .
Tanja bietet dem Leser gleich zu Beginn das Du an ("wir haben ja noch ein bisschen Strecke vor uns") und verspricht keine bedeutsamen Veränderungen. Ihre Sprache ist phasenweise derb, aber dennoch nie vulgär. Wie entspannend es doch sein kann, nicht gesagt zu bekommen, wie man sein Leben besser meistert. Sie legt auch keinen Wert auf chronologisches Lesen. Fangt an, wo ihr wollt, spielt keine Rolle, so ihr Credo.
Ein Buch zum Entspannen und Spaß haben, dass mit viel Humor und gut recherchierten Fakten aufwartet. Und zu guter Letzt mit viele liebenswerten Sprüchen, mit denen man sich am liebsten sein Haus tapezieren würde.

Veröffentlicht am 12.06.2017

Nicht ohne den ersten Fall

Spreewaldtod
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Ein junger Mann wird tot im Fließ gefunden. Er war Rumäne und Erntehelfer bei einem Gurkenbauern. Kommissarin Klaudia Wagner nimmt in diesem Umfeld ihre Untersuchungen auf. Dabei wird sie immer wieder ...

Ein junger Mann wird tot im Fließ gefunden. Er war Rumäne und Erntehelfer bei einem Gurkenbauern. Kommissarin Klaudia Wagner nimmt in diesem Umfeld ihre Untersuchungen auf. Dabei wird sie immer wieder mit Ereignissen, die mit dem ersten Fall "Spreewaldgrab" zusammenhängen, konfrontiert. Sie scheint Ermittler und Opfer zugleich gewesen zu sein und mit den traumatischen Ereignissen nicht fertig zu werden. Da ich den ersten Fall nicht gelesen habe, blieb für mich daher vieles im Unklaren. Mit ihrem Partner, der ihr für den aktuellen Fall zugeteilt wird, scheint einiges im Argen zu liegen. Und auch hier spielen die Geschehnisse im Fall "Spreewaldgrab" eine entscheidende Rolle. Klaudia Wagner ist aber nicht in der Lage, die Dinge anzusprechen, sodass das sich das Traumata durch das ganze Buch zieht und den aktuellen Fall in den Hintergrund treten lässt. Eine kurze Rückblende auf den ersten Fall hätte der Geschichte gut getan.

Trotz dieses Mankos eine spannende Geschichte, flüssig geschrieben, mit amüsanten Dialogen, authentischen Charakteren und wunderschönen Landschaftsbeschreibungen.

Ein gelungener Lokalkrimi, den ich aber nicht empfehlen möchte ohne vorheriger Lektüre des ersten Teiles.

Veröffentlicht am 12.06.2017

Einfacher und leckerer geht es wirklich nicht - ein Spitzenkochbuch

Björn Freitag – Smart Cooking
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Keine Zeit, kaum Platz, wenig Equipment, wenig Kohle und trotzdem gut kochen wollen? Das geht mit Björn Freitags "Smart Cooking" wirklich problemlos.

Der Spitzenkoch führt zu Anfang eine Liste mit Lebensmitteln ...

Keine Zeit, kaum Platz, wenig Equipment, wenig Kohle und trotzdem gut kochen wollen? Das geht mit Björn Freitags "Smart Cooking" wirklich problemlos.

Der Spitzenkoch führt zu Anfang eine Liste mit Lebensmitteln (Basics) an, die man immer zu Hause haben sollte. Und tatsächlich, nahezu alles ist ohnehin in meiner Küche zu finden.
Die Zutatenliste zu jedem Gericht ist unterteilt in die "Basics und in "Frische Zutaten", die man gut auf dem Nachhauseweg mitnehmen kann und die sich auf sehr wenige (max. 4, meistens jedoch nur 2-3) beschränken.
Die Gerichte sind so geplant, dass man mit einem Topf und einer Pfanne oder einem Bachbleck auskommt.
Die von mir getesteten Rezepte, wie der Kalbsstrudel, der gebackene Feta, die Sommerdinkel-Penne, um nur einige zu nennen, waren durchwegs einfach und schnell zuzubereiten und sie haben trotzdem fantastisch geschmeckt.

Dieses Buch ist der ideale Küchenbegleiter für Studenten, gestresste, berufstätige Mütter und Väter und natürlich auch für alle, die wenig Zeit und/oder Lust, sowohl für den Einkauf als auch für den Abwasch haben. Und diese Rezepte schonen den Geldbeutel, da sie mit einfachen Zutaten auskommen.

Das ist mal ein Kochbuch, das meine Erwartungen mehr als erfüllt hat und genau das hält, was es verspricht. Ein ganz großes Lob an Herrn Freitag für dieses geniale, weil so einfache Kochbuch.