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MelaK

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.06.2017

Ein sehr sympathischer Reisebericht

Der weiteste Weg
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Bruno Blum steigt auf seiner neuen großen Reise vom Motorrad auf den Campingbus um, denn diesmal ist er nicht alleine - er hat seine Freundin Claudia dabei. Auf der langen Reise durch Europa, Asien und ...

Bruno Blum steigt auf seiner neuen großen Reise vom Motorrad auf den Campingbus um, denn diesmal ist er nicht alleine - er hat seine Freundin Claudia dabei. Auf der langen Reise durch Europa, Asien und Australien wollen sich beide besser kennenlernen, Abenteuer erleben und einfach ihr Leben leben.

Unprätentiös und sehr sympathisch erzählt Bruno Blum von ihren zum Teil ungewöhnlichen Erlebnissen. Da springen Personen schon einfach mal in ihren Bus und "missbrauchen" ihn als Taxi, oder Claudia und Bruno werden von einer geraubten Braut in Kirgistan gebeten, sie zurück zu ihrer Familie zu bringen. Die Begegnungen mit armen, aber unglaublich gastfreundlichen Menschen in den ehemaligen Sowjetrepubliken und im Iran lassen sie oft tief bewegt zurück.
Auf der anderen Seite bringt sie Korruption und ermüdende, zeitraubende Bürokratie nicht selten an den Rand der Verzweiflung. Die atemberaubenden Landschaften machen sie sprachlos. Die Australier begeistern mit ihrer lockeren, unbeschwerten Lebensweise und Malaysia mit ihrem multikulturellen Gesicht.

Die vielen ergänzenden und wunderschönen Fotografien machen dieses Buch zu einem begeisternden Abenteuerbuch, dass das Fernweh weckt.

Veröffentlicht am 12.06.2017

Ein Tag auf der Comic-Con verändert ihr Leben

Ana und Zak
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Ana, ein junges zielstrebiges Mädchen ohne Freunde und Freizeit, Zak, ein junger Kerl ohne Ziele und nur auf Spaß programmiert. Ihrer beider Leben könnte verschiedener nicht sein. Trotzdem findet Zac Ana ...

Ana, ein junges zielstrebiges Mädchen ohne Freunde und Freizeit, Zak, ein junger Kerl ohne Ziele und nur auf Spaß programmiert. Ihrer beider Leben könnte verschiedener nicht sein. Trotzdem findet Zac Ana interessant und würde sie gerne näher kennen lernen. Ana zeigt ihm jedoch die kalte Schulter. Für's erste. Zuviel will ich nicht verraten. Doch wie es das Schicksal so will, landen beide, auf der Suche nach Anas kleinem ausgebüchsten Bruder Clayton auf einer Comic-Con, kommen sich näher und eine irrwitzige, lustige, abgefahrene und sehr liebenswerte Geschichte nimmt ihren Lauf.
Die Ereignisse werden im Wechsel von Ana und Zac erzählt. Sie nehmen uns mit auf einen herrlich verrückten Tag durch eine Comic Convention und lassen uns tief eintauchen in ihre Gefühlwelt. Ich habe diesen Tag in vollen Zügen genossen.
Brian Katcher ist ein wunderbares Jugendbuch über das Erwachsenwerden gelungen.

Veröffentlicht am 12.06.2017

Hat mich enttäuscht

Sieben minus eins
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Zum Inhalt:
Ellen Savinger, ein 15jähriges Mädchen ist verschwunden. Nach einem Tipp per Telefon durchsucht die Polizei eine Hütte. Im Keller des Hauses finden sie viel Blut, aber keine Leiche. Kriminalkommissar ...

Zum Inhalt:
Ellen Savinger, ein 15jähriges Mädchen ist verschwunden. Nach einem Tipp per Telefon durchsucht die Polizei eine Hütte. Im Keller des Hauses finden sie viel Blut, aber keine Leiche. Kriminalkommissar Sam Berger vermutet einen Serientäter. Bei seinen Ermittlungen stößt er auf Nathalie Freden und bald wird ihm bewusst, dass ein Vorfall in seiner und ihrer Vergangenheit etwas mit den Vorkommnissen zu tun hat….

Ich muss gleich vorweg schicken, dass ich mich über dieses Buch geärgert habe.
Obwohl Krimifan, hatte ich bisher noch kein Buch von Arne Dahl gelesen.  Die Vorschusslorbeeren für dieses Buch waren ja enorm, also habe ich mir eines besorgt.
Nach den ersten 50 Seiten hätte ich das Buch schon beinahe aus der Hand gelegt. Es geht um eine neue Reihe um das Ermittlerduo Berger und Bloom, doch der Autor wirft einen mitten in ein Gewirr aus Ereignissen, die nicht nachvollziehbar sind. Als würde man in einen Folgeband einsteigen, bei dem die ersten Bände unbedingte Voraussetzung sind. Auch fand ich die Sprache phasenweise mehr als gewöhnungsbedürftig.
Die Arroganz eines Autors seiner Leserschaft gegenüber, die schon das Cover vermuten lässt, auf dem der Name des Autors fünfmal so groß wie der Titel abgebildet ist, hat mich genervt.
So ist auch die Hauptfigur Sam Berger ein Einzelgänger und Einzelkämpfer, der weder die Meinung des Vorgesetzten akzeptiert, noch es für nötig hält, sein Team ins Bild zu setzen. Seine Kollegen und Mitarbeiter werden als Untergebene bezeichnet, seine Ex-Lebensgefährtin und Mutter seiner Kinder nennt er "Aas".
Nichtsdestotrotz war die Geschichte spannend, die Hauptfiguren Berger und Bloom zeigten nach und nach auch Gefühle und so manches Verhalten ließ sich auf Grund ihrer eigenen Geschichte verstehen. Ich habe das Buch schließlich tatsächlich zu Ende gelesen.
Weiterempfehlen möchte ich es aber nicht.

Veröffentlicht am 12.06.2017

Amüsante Kommentare zur weltpolitischen Lage

Hier ist alles Banane
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"Hier ist alles Banane" hat mich zu aller erst durch das witzige Cover angesprochen. Gelb mit aufgezeichneter Schnur drum rum und einem einfältig lächelnden Honecker in der Mitte. Einfach köstlich.
Inhaltlich ...

"Hier ist alles Banane" hat mich zu aller erst durch das witzige Cover angesprochen. Gelb mit aufgezeichneter Schnur drum rum und einem einfältig lächelnden Honecker in der Mitte. Einfach köstlich.
Inhaltlich geht es um die Tagebucheinträge, die Erich Honecker nach seinem "vorgetäuschten" Ableben in seinem Reihenhäuschen in Santiago de Chile zwischen 1994 und 2015 geschrieben haben soll.
Auf Grund eines Missverständnisses gelangten diese Bücher in die Hände seines treuen Fahrers Jorge, der sie schließlich für die Nachwelt herausgab.

In seinen Aufzeichnungen kommentiert Erich Honecker auf naive, einfältige und oft recht weltfremde Art und Weise das politische Weltgeschehen, neumodische Erscheinungen wie etwa Alcopops ebenso wie die ständigen Kabbeleien mit seiner Ehefrau Margot, die eindeutig die Hosen anhat.
Er echauffiert sich über seine Nachbarn und die Tatsache, dass ihm bösartige Menschen die Brille verlegen.

Ich musste das ein oder andere Mal lauthals loslachen. Das Buch ließ sich entspannt lesen, forderte einem nicht viel ab und trotzdem erhielt man die ein oder andere Information zur Geschichte der und zum Leben in der Deutschen Demokratischen Republik. Hin und wieder hatte das Buch jedoch seine Längen. Es hätte sich gut noch etwas straffen lassen.

Alles in allem jedoch ein empfehlenswertes Buch, das sich gut in entspannter Atmosphäre auf der Couch oder im Liegestuhl lesen lässt.

Veröffentlicht am 07.04.2017

Eine Mordsjagd durch das wunderbare München

Altherrenjagd
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Zwei "Alte Herren" einer  Münchner Studentenverbindung verschwinden spurlos. Emails, die Koordinaten enthalten, sind die einzige Spur. Sanctus begibt sich auf Bitten von Dr. Engler auf die Suche. Eine ...

Zwei "Alte Herren" einer  Münchner Studentenverbindung verschwinden spurlos. Emails, die Koordinaten enthalten, sind die einzige Spur. Sanctus begibt sich auf Bitten von Dr. Engler auf die Suche. Eine beispiellose Hardcore GPS-Suche durch die charmante bayerische Hauptstadt beginnt.
Andreas Schöfl hat einen humorvollen Krimi mit Lokalkolorit geschrieben, der vor bayerischen Charme nur so sprüht.  Die Haupt- und Nebencharaktere sind echte Marken, die einem ans Herz wachsen, wie der Inder Bhupinder oder der Schwab Hanspeter. Der Sanctus hat ein bisschen was von einem Kluftinger, nur nicht so grantelnd - das macht ihn sehr sympathisch. Manche Szenen waren zum Brüllen komisch, wie zum Beispiel der Biergartenstammtisch oder die Fahrt im Ambassador durch München, die Einschübe "Irgendwo in München" dagegen, waren verstörend und beängstigend. Obwohl es der zweite Band der Bierkrimireihe ist, lässt er sich problemlos auch für sich alleine lesen.
Ich freue mich auf einen neuen Fall und vergebe gerne 5 Sterne.