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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.04.2017

Schlechte Bücher sollte man abbrechen

Die Vertriebenen: Flucht aus Camp Eden -
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Meine Meinung:
Ich bin irgendwann mal aus Zufall auf die Reihe gestoßen, fand den Klappentext ansprechend und hab den ersten Band dann geschenkt bekommen. Erst jetzt bin ich dazu gekommen, ihn mal zu ...

Meine Meinung:


Ich bin irgendwann mal aus Zufall auf die Reihe gestoßen, fand den Klappentext ansprechend und hab den ersten Band dann geschenkt bekommen. Erst jetzt bin ich dazu gekommen, ihn mal zu lesen und hab nach der Hälfte des Buches nur noch quer gelesen und dann das Buch abgebrochen.

Das liegt daran, dass mir der Verlauf der Geschichte einfach gar nicht gefallen hat und vorallem in eine ganz andere Richtung lief als ich erwartet hatte. Denn bei den Fähigkeiten, die Owen langsam aber sicher erlangt, handelt es sich um Kiemen und die Fähigkeit unter Wasser zu atmen und zu reden. Ich mag Fantasywesen, aber alles was mit Meereswesen zu tun hat, ist irgendwie nicht mein Ding. Meist mag ich die Geschichten nicht, weil die Fähigkeiten für mich immer irgendwie gleich sind und ich einfach die Geschehnisse unter Wasser sehr langweilig und langatmig finde. Mich stört dann häufig die Atmosphäre - kurz gesagt: Meereszeug ist einfach nicht mein Ding. Das war schon mal ein Teil, der mir irgendwie die Lust am Lesen genommen hat.

Dazu kommt dann noch, dass mir der Dystopieteil der Geschichte einfach zu wenig ausgearbeitet ist. Der Autor erklärt nur in wenigen Worten wie die Welt in der Geschichte aufgebaut ist und wie es zu diesem Zustand kam. Leider bleibt er dabei aber sehr oberflächlich, erzählt sehr wenig und geht nicht in die Tiefe. Wie genau Owen und seine Freunde vorher gelebt haben, wie es zu Camp Eden kam und wie es im restlichen Teil der Kuppel zugeht - all das bleibt dem Leser verborgen. Ich konnte mir daher absolut kein Bild von der Gesellschaft und der Welt machen. Das ist für mich ein ziemlich großer Kritikpunkt, wenn es eben um eine dystopische Geschichte geht - denn gerade die Veränderung der Gesellschaft zu erleben, ist für mich in solchen Reihen ein ziemlicher großer Anreiz und der springende Punkt, damit ich am Ball bleibe. Kevin Emerson konnte mich leider nicht an seine Geschichte binden.

Ich könnte immer so weiter mit meiner Kritik machen. Ich habe das Buch zwar nicht im Detail zu Ende gelesen, habe also nicht jeden Dialog gelesen, aber durch das Querlesen zumindest mitbekommen, was nach und nach noch so passierte. Viele Dinge sind mir persönlich einfach zu unlogisch, andere wiederum zu wenig erklärt. Man muss zwar sagen, dass der Verlauf der Geschichte wirklich neu ist und der Hintergrund der Geschichte auch sicherlich vom Autor gut durchdacht ist, die Umsetzung aber meines Erachtens einfach gescheitert ist. Daher konnte mich persönlich das Buch nicht mitreißen. Ich werde der Reihe leider den Rücken kehren.

Fazit:


Ich werde der Reihe leider den Rücken kehren und bin auch der Meinung, dass man Bücher abbrechen sollte, die einem einfach nicht zusagen. Als die Geschichte in Richtung Meereswesen abdriftete, war für mich der Drops eigentlich schon gelutscht, weil ich die Art von Fantasy nicht sonderlich mag. Dazu kommt noch, dass der dystopische Teil der Geschichte aufgrund fehlender Erklärungen viel zu kurz kommt. Kevin Emerson konnte mich mit seiner Geschichte leider gar nicht überzeugen und ich kann daher nur einen Stern vergeben!

Veröffentlicht am 26.03.2017

Jeder hat ein Geheimnis

Monteperdido – Das Dorf der verschwundenen Mädchen
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Meine Meinung:
Bei diesem Buch handelt es sich mal wieder um einen richtig schönen Krimi, bei dem der Autor einen immer wieder in die Irre führt. Ana und Lucia sind seit 5 Jahren spurlos verschwunden. ...

Meine Meinung:


Bei diesem Buch handelt es sich mal wieder um einen richtig schönen Krimi, bei dem der Autor einen immer wieder in die Irre führt. Ana und Lucia sind seit 5 Jahren spurlos verschwunden. Als Ana plötzlich wieder auftaucht, werden die Ermittlungen wieder aufgenommen und die Geheimnisse der Dorfbewohner nach und nach aufgedeckt.

Durch die Vielzahl der Charaktere schafft es der Autor einen immer wieder in die Irre zu führen. Es werden Hinweise gestreut, Details erzählt, die einen plötzlich innehalten lassen, weil man nicht weiß, ob es sich um die richtige Fährte handelt oder man wieder veräppelt wird. Der Autor hat es immer wieder geschafft mich an verschiedenen Personen zweifeln zu lassen. Ich hatte zwar immer so 1-3 Verdächtige, aber ich hab auch immer wieder zwischen diesen gewechselt und war mir nie ganz sicher. Am Ende muss man sagen, dass ich mit einer Vermutung recht hatte und diese dann auch wiederum recht klar war. Ich bin da auch der Meinung, dass der Autor diese Person bewusst viel aus dem Spiel gehalten hat. So war irgendwann klar, dass es eigentlich nur die eine Person sein konnte. Wenn man meckern wollen würde, könnte man sagen, dass der Autor den Täter beim nächsten Mal einfach noch etwas mehr im Fokus halten sollte, damit man wirklich überrascht wird. Aber das ist wirklich Meckern auf hohem Niveau.

Der Schreibstil des Autors ist sehr atmosphärisch. Die Landschaftsbeschreibungen sind sehr visuell und wirklich gut geschrieben. Leider bleiben dadurch die Personenbeschreibungen häufig auf der Strecke, weil der Autor sich eher bei der Landschaft aufhält. Das kann einem gefallen, kann einen aber auch stören. Ich bin da ziemlich leidenschaftslos ;)
Ich weiß gar nicht genau, warum ich einen Stern abziehe, aber ein 5-Sterne-Buch ist es für mich einfach nicht. Ich glaube dafür fehlte mir einfach so ein bisschen der Mindfuck-Moment, den ich hier nicht hatte. Trotzdem hat der Autor es geschafft, eine atmosphärische, emotionale und spannende Geschichte zu schreiben, die einen in ihren Bann zieht und bei der man Lust hat mitzurätseln :)


Fazit:


Der Autor schafft es, eine atmosphärische, emotionale und spannende Geschichte zu schreiben, die einen in ihren Bann zieht und bei der man Lust hat mitzurätseln :) Er führt einen durch verschiedene Hinweise und Details immer wieder in die Irre. Trotzdem fehlte mir persönlich etwas der Überraschungsmoment. Ich kann das Buch Krimiliebhabern aber dennoch nur weiter empfehlen :) 4 Sterne!

Veröffentlicht am 25.03.2017

Die Autorin hat den Fokus verloren

Rache und Rosenblüte
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Meine Meinung:
Diese Reihe spaltet wohl die Lesergemeinschaft - manche sind begeistert von der tollen Stimmung in der Geschichte, andere wiederum kritisieren den leichtfertigen Umgang mit Mord und Vergewaltigung ...

Meine Meinung:


Diese Reihe spaltet wohl die Lesergemeinschaft - manche sind begeistert von der tollen Stimmung in der Geschichte, andere wiederum kritisieren den leichtfertigen Umgang mit Mord und Vergewaltigung und der dazu nicht passenden sehr kitschigen Liebesgeschichte. Nach Band 1 konnte ich beide Meinungen sehr gut verstehen und nachvollziehen und hatte daher auch Schwierigkeiten Band 1 zu bewerten. Auch Band 2 führt bei einigen zu Begeisterungsstürmen, bei anderen zu Kritik.
Ich kann diesmal eine ganz klare Meinung abgeben, denn mich konnte Band 2 leider nicht überzeugen.

Das hat vielfältige Gründe. Der größte ist wohl, dass die Autorin meiner Meinung nach den Fokus verliert. In Band 1 geht es noch ganz klar um den Fluch und die entstehende Liebe zwischen Chalid und Shazi. Zweiteres, also die Liebe, spielt auch in Band 2 wieder eine Rolle. Der Fluch und seine Auswirkungen dagegen werden zu einer Nebengeschichte. Obwohl Chalid immer noch verflucht ist, erfüllt er nicht mehr die Pflichten, um den Fluch in Schach zu halten. Doch obwohl er sich nicht an den Fluch hält, passiert einfach nichts bzw. der Leser bekommt nichts von den Auswirkungen erzählt. Der Fluch wird dann auch recht schnell abgetan. Dadurch, dass der Fluch in Band 1 so wichtig war, bekommt er für den Leser eine wichtige Bedeutung. In Band 2 wird er dann aber sehr schnell als fast unnötig abgetan und rückt damit in den Hintergrund, was für den Leser nicht nachvollziehbar ist. Für mich geht damit erstmal der Sinn von Band 1 flöten, weil dieser sich ja im Endeffekt nur um den Fluch und dessen Auswirkungen drehte, allerdings hat man auch das Gefühl, dass die Autorin in Band 2 einfach eine andere Geschichte erzählen wollte, die nicht mehr zu Band 1 passt. Dadurch verliert die Autorin den roten Faden und den Fokus. Das Dazukommen neuer Charaktere und neuer Storylines, die aber nicht zu Ende erzählt werden, vervollständigen leider das recht negative Bild. Die Autorin wirft immer wieder kleine Dinge ein (zum Beispiel die Figur Artan und seine Hintergrundgeschichte) und erklärt diese Dinge aber nicht zu Ende. Und dass obwohl nach Band 2 die Reihe beendet ist. Für mich hat das wirklich einiges an der Geschichte kaputt gemacht, weil man das Gefühl bekommen hat, dass die Autorin unbedingt all ihre Ideen in die Geschichte einbringen wollte. Damit überfordert sie den Leser und verliert ihren eigenen roten Faden.
Zusätzlich verlieren Chalid und Shazi meiner Meinung nach an Authentizität. Beide sind sehr sture, aber auch nervtötende Charaktere, die ich persönlich schlecht ertragen konnte. Richtig gut gefallen hat mir dagegen aber Shazis Schwester Irsa, die eine sehr emotionale Storyline mitbringt. Doch leider konnte Irsa die Geschichte für mich auch nicht retten, verhilft ihr aber zumindest zu 2 Sternen ;)

Trotzdem möchte ich noch 2 positive Dinge nennen. Die Reihe ist im Regal ein absolutes Schmuckstück, was die Gestaltung der Bücher angeht. Obwohl mir die Reihe inhaltlich nicht gefällt, bekommt sie aufgrund des Aussehens einen Ehrenplatz im Regal ;)
Außerdem möchte ich den Schreibstil der Autorin loben. Frau Ahdieh schafft es immer wieder mich in eine orientalische Welt zu führen. Sie schreibt sehr atmosphärisch und die Stimmung von 1001 Nacht kommt auf jeden Fall beim Leser an.


Fazit:


Obwohl die Reihe im Regal toll aussieht und die Autorin mit ihrem Schreibstil eine orientalische Stimmung schafft, konnte der Abschluss der Dilogie mich nicht überzeugen. Die Autorin macht den Fluch zu einer Nebengeschichte und beginnt immer und immer wieder was Neues. Dadurch verliert sie für mich den Fokus und den roten Faden. Ich kann für Band 2 leider nur 2 Sterne vergeben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Gefühle
  • Atmosphäre
  • Charaktere
  • Originalität
Veröffentlicht am 05.03.2017

Kitschige Geschichte mit Filmpotential

The Sun Is Also a Star
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Meine Meinung:
Nicola Yoon kann traurig und emotional - das wusste ich bereits von "Everything, Everything". Ich habe daher ähnliches von dieser Geschichte erwartet. Bis zur Hälfte wurde ich allerdings ...

Meine Meinung:


Nicola Yoon kann traurig und emotional - das wusste ich bereits von "Everything, Everything". Ich habe daher ähnliches von dieser Geschichte erwartet. Bis zur Hälfte wurde ich allerdings überflutet mit Kitsch. Mir war das ganze stellenweise wirklich viel zu "cheesy" und diese Story rund um "Wir sind füreinander bestimmt" und "Wir finden die Liebe unseres Lebens an einem Tag", war mir manchmal echt zu viel. Ich mag sowas einfach nicht sonderlich, weil ich es oft als zu viel des Guten empfinde und es auch für überromantisch halte. Es hat dann halt so ein bisschen was von der Disney-Liebe. Und wie sagt man so schön "Disney hat mir eine falsche/unrealistische Vorstellung von Liebe vermittelt" ;)

Daher dachte ich bis 100 Seiten vor dem Ende, dass das Buch mich nicht mehr überzeugen wird. Ich habe allerdings mit dem Ende so nicht gerechnet. Das Buch beinhaltet so schon sehr viele gute Zitate, aber am Ende haut Nicola Yoon nochmal so einige gute Dialoge mit tollen Sätzen raus, die einem wirklich im Gedächtnis bleiben. Das hat mich echt sowas von den Socken gehauen und mich dann auch wirklich überzeugt, auch wenn der Kitsch bis zum Ende nicht weggegangen ist :D

Die Story von Natasha und Daniel ist mir also zu kitschig, wie bereits erwähnt. Besonders gut an der Geschichte fand ich aber die vielen Nebengeschichten und Nebenkapitel über einerseits einzelne Figuren, die eben nur ganz kurz Natashas und Daniels Tag beeinflussen und andererseits die Kapitel über zum Beispiel Physik, Astronomie und auch Geschichte. Da waren wirklich tolle und interessante Aspekte bei, die der Geschichte nochmal ein bisschen mehr Tiefe verliehen haben.

Am Ende muss ich zugeben, dass mich das Buch doch mehr gepackt hat als ich dachte und auch, wenn es kein Lesehighlight für mich war, hat es mir irgendwie das Herz erwärmt :) Definitiv nicht mein letztes Buch der Autorin. Ich muss übrigens sagen, dass ich mir die Geschichte sehr gut als Film vorstellen kann. Irgendwie hat es ein gewisses Filmpotential :)


Fazit:


Der Kitsch und der Disney-Love-Faktor überwiegt in dieser Geschichte zwar, Nicola Yoon überzeugt aber mit absolut tollen Zitaten und interessanten Kapiteln über eigentlich unwichtige Nebenfiguren. Mich hat das Buch doch mehr gepackt als ich dachte, und auch wenn es für mich kein Lesehighlight war, hat es mir das Herz erwärmt. Ich vergebe daher sehr gute und sehr kitschige 4 Sterne!

Veröffentlicht am 04.03.2017

Sehr vielfältige Charaktere

Die 100 - Tag 21
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Meine Meinung:
Ich kann über den zweiten Teil der Geschichte eigentlich fast nur gute Worte verlieren. Wie auch in meiner Rezi zu Band 1 werde ich einen Vergleich mit der Serie nicht vornehmen, weil ich ...

Meine Meinung:


Ich kann über den zweiten Teil der Geschichte eigentlich fast nur gute Worte verlieren. Wie auch in meiner Rezi zu Band 1 werde ich einen Vergleich mit der Serie nicht vornehmen, weil ich immer noch der Meinung bin, dass man die Bücher und die Serie nicht miteinander vergleichen kann, weil die Serie sich von Beginn an zu weit von den Büchern entfernt.

Es war etwas her, dass ich Band 1 gelesen habe, aber Band 2 macht es einem wirklich leicht in die Geschichte zu finden, denn die Charaktere wiederholen gedanklich immer mal wieder, was sie bisher erlebt haben. Das ist für den Leser sehr hilfreich, weil es eben sehr viele Charaktere gibt und man eben nicht von jedem die ganze Lebensgeschichte behalten kann. An den Charakteren finde ich besonders toll, dass alle so vielfältig und einzigartig sind. Es gibt einfach sehr viele Charaktere, die sich aber eben auch stark unterscheiden. Auf diese Weise wird es für den Leser nie langweilig, weil man sich immer wieder bei einer anderen Person, manchmal sogar an einem anderen Schauplatz aufhält und damit immer wieder neu unterhalten wird. Die Story an sich finde ich teilweise gar nicht mal so richtig gut. Vieles ist zum Beispiel sehr vorhersehbar. Manchmal finde ich es auch etwas anstrengend, dass bestimmte Sachen angedeutet werden, dann aber nicht weitergeführt haben. Als Beispiel ist da zum Beispiel die Strahlenkrankheit, die Clarke sich immer mal wieder ins Gedächtnis ruft. Sie denkt dann kurz drüber nach und dann wird nicht mehr darüber gesprochen. Genau das gleiche passiert, als Wells am Ende von Band 2 eine Entdeckung macht, die dann einfach nicht mehr thematisiert wird. Das finde ich manchmal etwas inkonsequent, weil die Autorin sich dann lieber wieder auf die Liebesgeschichte fokussiert, obwohl das doch eher der uninteressante Part ist, für mich zumindest. Die unterschiedlichen Charaktere, ihre unterschiedlichen Lebensweisen und ihre unterschiedlichen Vorstellungen vom Leben machen aber wett, dass die Story nicht ganz so vielfältig ist.


Fazit:


Der Kitsch ist zwar immer noch vorhanden - das hatte ich ja in Band 1 schon bemängelt - aber irgendwie fand ich es hier doch sehr aushaltbar. Man muss einfach sagen, dass es sich hier nicht um ein literarisches Meisterwerk handelt und man beim Lesen wirklich nicht sehr gefordert wird, aber dennoch ist es ein tolles Lesevergnügen :) Das liegt insbesondere an den einzigartigen und sehr vielfältigen Charakteren, die den Leser einfach bei der Geschichte halten. Ich vergebe sehr gute 4 Sterne!