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Mima1829

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Veröffentlicht am 21.05.2024

Einfühlsame, wenn auch traurige Geschichte

Und Großvater atmete mit den Wellen
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Das Bild auf dem Cover ist ähnlich gezeichnet wie das 1. Buch von T. Teig und gefällt mir sehr. Der Mann auf dem Felsen, der auf das Meer schaut und seine Gedanken bewegt. Das passt zu dem Buch.

Es ...

Das Bild auf dem Cover ist ähnlich gezeichnet wie das 1. Buch von T. Teig und gefällt mir sehr. Der Mann auf dem Felsen, der auf das Meer schaut und seine Gedanken bewegt. Das passt zu dem Buch.

Es ist 1943, Konrad und sein Bruder Sverre, norwegische Seeleute, werden im Indischen Ozean von den Japanern torpediert.Sverre wird gefangengenommen, Konrad rettet sich im Beiboot, strandet in Java, kommt dort in ein Krankenhaus.
Sigrid, eine norwegische Krankenschwester und er verlieben sich.
Alle Europäer werden bald darauf von den Japanern in Lager gesteckt, Männer und Frauen getrennt.
Die Lage der Gefangenen ist unbeschreiblich furchtbar und die Japaner sind unheimlich grausam.
Der Schreibstil der Autorin ist fesselnd und emotional. Sie schildert die vielen Gräueltaten, wie Hunger,Demütigungen, Krankheiten,Strafen und vieles mehr.
Manchmal ist das fast unerträglich zu lesen, aber es gibt auch Menschen die helfen oder das Leid versuchen zu lindern, wie eine andere Krankenschwester.Für Sigrids kleine Schwester wird ein Schachbrett zu einem Lichtblick.

Es zeigt wie wichtig Zusammenhalt und Hoffnung ist.

Am Ende des Buches trifft die Geschichte mit dem anderen Buch zusammen.
Juni erfährt erst nach dem Tod der Großeltern von Ihrer Vergangenheit, die zu Lebzeiten Ihre Traumata mit sich ausgemacht und nicht erzählt haben.
Ein Roman, der zeigt, wie wichtig die Vergangenheit ist und wie schade für heutige Generationen, die nichts von diesem Leben hören durften, weil unsere Eltern,Großeltern geschwiegen haben, wir aber all das in uns spüren und nicht erklären können.

Das Buch ist so großartig und ich kann es nur sehr empfehlen!!! Von mir gibt es mehr als 5 Sterne!******
"Als Großmutter im Regen tanzte" ist unabhängig davon zu lesen und auch unbedingt empfehlenswert!






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Veröffentlicht am 17.05.2024

Stürmische Ermittlung

Im Sturm
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"Im Sturm" ist der zweite Band der "Vier-Elemente" Reihe von Pernilla Ericson, erschienen im Scherz-Verlag.
Hier ermittelt Lilly Red zusammen mit ihrer befreundeten Kollegin Liv Kaspi im kleinen Dorf Skageby.
Ein ...

"Im Sturm" ist der zweite Band der "Vier-Elemente" Reihe von Pernilla Ericson, erschienen im Scherz-Verlag.
Hier ermittelt Lilly Red zusammen mit ihrer befreundeten Kollegin Liv Kaspi im kleinen Dorf Skageby.
Ein unaufgeklärter Mordfall an einem älteren Mann schockiert den Ort. Die beiden Ermittlerinnen aus Stockholm sollen der örtlichen Polizei helfen den Fall zu lösen, was zuerst nicht so gut ankam.
Mitten in die Ermittlungen zieht ein extremer Sturm auf, setzt Starkregen ein und zu allem Überfluss fällt der Strom aus.Das erschwert allen das Leben und als dann weitere Morde passieren spitzt sich Lage dramatisch zu, weil Spuren nicht zu sichern sind, die Toten nicht richtig aufbewahrt werden können.
Der Ort ist von der Aussenwelt abgeschnitten und die Nerven der Bewohner liegen blank.

Das Cover ist typisch schwedisch, ähnlich gezeichnet wie der 1. Band, nur diesmal mit dunkelblauem Hintergrund, passend zum Sturm. Es gefällt mir sehr gut.

Die Charaktere werden wieder sehr gut dargestellt und sind mir sympathisch. In diesem Band wird mehr von Liv und Ihrer Familiensituation erzählt.Sie hat mit Ihrem Mann Rickard eine 11jährige Pflegetochter aufgenommen. Was Rickard unternimmt um Felicia zu behalten, fand ich allerdings ziemlich fragwürdig.Ebenso fand ich die Hilfe, die ein Polizeibeamter, durch Jesper (Lillys Freund) erhielt und wie es dazu kam, komisch.
Die privaten Belange und die Nebenschauplätze, wie die Hausgeburt einer Nachbarin, haben mir zu viel Platz eingenommen. Dadurch kam der eigentliche Fall manchmal in den Hintergrund.
Trotzdem sind die Wendungen spannend und bis zum Schluss weiss man nicht so genau wer die Taten warum begangen hat.
Das Thema Klimawandel wird auch hier thematisiert und das gefällt mir sehr gut.

Fazit: trotz einiger Schwächen, wie beschrieben, habe ich auch den 2. Band der Reihe in einem Rutsch
durchgelesen und ich freue mich auf den 3. Band im Sommer.
Ein leichter, spannender Krimi mit einem flüssigen Schreibstil den ich dennoch empfehlen
kann. Die Thematik mit dem Klimawandel gefällt mir sehr gut.




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Veröffentlicht am 17.05.2024

Krimi im Krimi

Die Gabe der Lüge
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Mima1829vor 4 Minuten

"Die Gabe der Lüge" ist der 7. Band der Autorin Val Mc Dermaid und wurde von mir schon sehnsüchtig erwartet.

Der Roman spielt im April 2020 in Edinburgh. Es ist Corona und die Stadt ...

Mima1829vor 4 Minuten

"Die Gabe der Lüge" ist der 7. Band der Autorin Val Mc Dermaid und wurde von mir schon sehnsüchtig erwartet.

Der Roman spielt im April 2020 in Edinburgh. Es ist Corona und die Stadt befindet sich im Lockdown. Karen Pirie, ist die Chefermittlerin des Historic-Cold-Cases-Unit und bearbeitet ungelöste Fälle.

Zu diesem Zeitpunkt meldet sich eine Bibliothekarin bei Jason, einem Mitarbeiter von K.P., die Nachlässe von verstorbenen Personen sichtet und auflistet.Sie entdeckt im Nachlass eines Krimiautors, Jake Stein, ein unvollendetes Manuskript. Dies zeigt starke Parallelen zu einer verschwundenen Studentin, Lara Hardie,Das Skript ist ziemlich schockierend, denn es beschreibt einen Mord und die grausame Vorgehensweise sehr detailliert.Hat der Autor den Mord wirklich begangen und wie passt das zu der Studentin.....die vor einem Jahr verschwand..?

Karen Pirie ist mir durch andere Bände bekannt und ich finde Sie sehr sympathisch, obgleich Sie eigenwillige Arbeitsweisen hat und das Ihrer Vorgesetzten oft nicht gefällt.Daisy,Ihre Mitarbeiterin, wohnt zur Zeit mit Ihr in der Wohnung Ihres Freundes Hamish und die beiden nutzen das um sich besser zu verstehen.Jason hat private Probleme mit seinem Bruder und seine Mutter bekommt Corona, was Ihn völlig aus der Bahn wirft.Das Trio ist komplett unterschiedlich und ergänzt sich trotzdem ausgezeichnet. Sie werden gut in all Ihren Facetten beschrieben und ich kann mich super in die Personen eindenken, mit all den Emotionen,Ängsten und Hoffnungen.Der Schreibstil ist flüssig,locker und zur richtigen Zeit ist die Spannung spürbar und auch der Witz kommt nicht zu kurz.

Die anderen Protagonisten: wie z. B.die Exfrau des verstorbenen Autors, dessen Freund, ebenfalls ein Krimiautor, die Bibliothekarin und Hamish, der nicht so gut weg kommt, weil er sich wirklich nicht toll verhält, werden lebhaft dargestellt.

Die kleine Zwischengeschichte mit einem syrischen Arzt, dem Karen hilft, trotz Lockdownverboten, passt gut in die Geschichte, denn damit wird es im 8. Band sicherlich weitergehen...dem ich entgegenfiebere...

Der Roman bekommt von mir 5 von 5 Sternen und wer spannende Lektüre mit ein bischen Stadtgeschichte mag, wird zufriedengestellt!

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Veröffentlicht am 17.05.2024

Brandaktuell

Im Feuer
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"Das Feuer" von Pernilla Ericson, einer schwedischen Autorin, ist der erste Band der Elemente-Reihe.
Die Ermittlerin Lilly Hed hat sich aus persönlichen Gründen von Stockholm in das kleine Städtchen Nynäsham ...

"Das Feuer" von Pernilla Ericson, einer schwedischen Autorin, ist der erste Band der Elemente-Reihe.
Die Ermittlerin Lilly Hed hat sich aus persönlichen Gründen von Stockholm in das kleine Städtchen Nynäsham versetzten lassen.Es herrscht Dürre im ganzen Land und immer wieder brennt es.
Einen Tag, nachdem Lilly ankommt, verbrennt ein Mann in seinem Haus, ein wenig später einer in seiner Sauna.Obwohl die Polizei nicht von einer Brandstiftung ausgeht, stellt Lilly in dieser Richtung Nachforschungen an.Im Zuge der Ermittlung lernt Sie den Feuerwehrmann Jesper kennen. Sie findet einen Verbündeten in Ihm und es entwickelt sich eine Freundschaft......
Jesper kämpft unermüdlich gegen die Brände. Lilly sucht Spuren, auf die nicht leicht zu kommen ist, wie das Nachschlagen in alten Schülerzeitungen.

Die Protagonisten gefallen mir sehr. Sie sind sympathisch und auch die anderen Personen sind glaubwürdig.
Schön finde ich, das Sie eine Unterkunft im Leuchtturm gefunden hat und zugleich mit der Vermieterin eine Freundin findet, was Sie erdet.
Der Schreibstil ist flüssig und verständlich geschrieben.
Es werden viele Themen angesprochen wie Mobbing, Gewalt gegen Frauen und, das wichtigste dieses Buches, Waldbrand&Klimawandel.Das alles ist gut eingearbeitet und sehr interessant, wenn auch traurig.
Es gibt noch eine kurze zweite Erzählebene als Tagebucheintrag, wo jemand beschreibt, wie er von Jugendlichen gequält wird, sein Haus niederbrennt und er in eine Wohnung umzieht wo es weitergeht mit der Quälerei. Was hat es damit auf sich...?

Fazit: ein sehr gelungener Auftakt einer Serie und ich kann das Buch auf jeden Fall sehr empfehlen!!!
Das Buch ist nicht nur für Fans der skandinavischen Krimis, weil die Themen, die die Autorin
beschreibt, für uns alle sehr wichtig sind.5*****


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Veröffentlicht am 11.05.2024

Auf den Spuren der Vergangenheit

Die vermisste Tochter
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"Die vermisste Tochter" von Soraya Lane ist der 2. Band aus einer achtteiligen Reihe um Mädchen, die, vor langer Zeit in London in einem Frauenhaus geboren wurden.

Das Buchcover ist ähnlich wie im 1. ...

"Die vermisste Tochter" von Soraya Lane ist der 2. Band aus einer achtteiligen Reihe um Mädchen, die, vor langer Zeit in London in einem Frauenhaus geboren wurden.

Das Buchcover ist ähnlich wie im 1. Buch der Reihe, malerisch und in Pastelltönen gezeichnet-sanft, romantisch, was zu dem Buch gut passt.

Wie schon im vorigen Buch spielt die Geschicht in zwei Zeitebenen. Eine Enkeltochter erhält in einer Londoner Anwaltskanzlei ebenfalls ein Schächtelchen ausgehändigt auf dem der Name der Großmutter steht.
In dem Kästchen befinden sich eine Visitenkarte und ein gemaltes Wappen.
Claudia, die gerade in Ihrem Leben eine große Veränderung vorgenommen hat: Trennung von Ihrem Verlobten und Kündigung Ihrer Stellung, macht sich auf die Suche was hinter diesem Geheimnis Ihrer verstorbenen Großmutter stehen könnte.
Ihr Vater unterstützt Sie und findet heraus, das das Wappen aus Kuba stammt.
Claudia begibt sich auf die Reise nach Havanna, lernt Mateo kennen und...wie sollte es anders sein, verliebt sich. Mit seiner Hilfe kommt Sie näher an das Ergebnis und erfährt, das es um Ihre kubanische Urgroßmutter Esmeralda geht die sich offensichtlich nicht standesgemäß in einen englischen Mann verliebt hat.
Die Spuren führen später dann noch nach Miami.

Das Buch ist leicht zu lesen und obwohl, ein kleines bisschen vorhersehbar,ist es eine zauberhafte Geschichte. Manchmal sind es genau diese Bücher, die uns von der nicht so ganz heilen Welt ablenken können.

Ob ich alle Bände lesen werde, weiß ich nicht, denn die Thematik wird sich ähneln.


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