Profilbild von Mimi81

Mimi81

Lesejury Star
offline

Mimi81 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Mimi81 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.03.2025

Lebensweisheit

Das Geheimnis des Augenblicks
0

Wer kennt es nicht, man ist im Hamsterrad des Arbeitsstresses, so dass man sich ein Leben ohne Arbeit nicht vorstellen kann! Aber ist man erst mal im Urlaub, ist die Arbeit weit weg und erscheint nicht ...

Wer kennt es nicht, man ist im Hamsterrad des Arbeitsstresses, so dass man sich ein Leben ohne Arbeit nicht vorstellen kann! Aber ist man erst mal im Urlaub, ist die Arbeit weit weg und erscheint nicht mehr wichtig. So scheint es auch Maelle zu gehen, die aufgrund eines Gefallens für eine Freundin nach Nepal reist und diese Reise ihr Leben auf dem Kopf stellt.
Der bildliche Schreibstil entführt den Leser in eine beeindruckende Landschaft. Lebensweisheiten fließen in diesem Roman ein und ergeben einen Lebensratgeber, der zur Lebenslage des Lesers passen muss. Wertschätzung, gegenseitiger Respekt und Achtsamkeit sind zentrale Themen und erinnern an die Weisheiten anderer Religionen und Überzeugungen. Die Gegenwart und nicht die Zukunft sind hierbei zentrale Elemente. Insgesamt eine interessante Geschichte, die jeder für sich bewerten sollte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.03.2025

Zuviele Einzelgeschichten lenken ab

Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben
0

Der Klappentext suggeriert dem Leser eine Liebesgeschichte über Nina und David mit erheblichem Altersunterschied. Das dies viele unterschiedliche gesellschaftliche Probleme und persönliche Bedenken mit ...

Der Klappentext suggeriert dem Leser eine Liebesgeschichte über Nina und David mit erheblichem Altersunterschied. Das dies viele unterschiedliche gesellschaftliche Probleme und persönliche Bedenken mit sich bringt ist vorprogrammiert.
Bei diesem Buch spielen aber viele kleine Nebengeschichten eine Rolle, die diesen Roman vom eigentlichen Thema sehr ablenken und den Leser teilweise verwirren. Eine für mich an manchen Stellen absolut unglaubwürdige Mee-too Debatte, eine Schwester, die mit sich selbst viele Probleme hat und eine nicht tiefgründige Mutter-Tochter Beziehung. Der witzige und teilweise ironische Schreibstil konnte mich leider nicht von den überspitzten Dialogen, unschlüssigen und überzogenen Handlungen ablenken. Die einzelnen Charaktere hätten tiefgründigeren Beschreibungen bedurft.
Insgesamt glaube ich, dass dieser Roman eine gute Drehbuchvorlage sein würde. Als Buch ist die Geschichte für mich jedoch zu oberflächlich und zu lapidar dargestellt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.03.2025

Lese-Highlight für Mädchen und Jungen

Henriette Huckepack – Ene, mene, Haferbrei, wer schlüpft da aus dem Frühstücksei?
0

Selten habe ich meinen beiden Kindern ein Buch vorgelesen, dass Junge wie Mädchen gleichermaßen begeistert.
Die kleine Junghexe Henriette ist mir ihrer Freundin Ferida bei ihrer Großtante Martha, die ein ...

Selten habe ich meinen beiden Kindern ein Buch vorgelesen, dass Junge wie Mädchen gleichermaßen begeistert.
Die kleine Junghexe Henriette ist mir ihrer Freundin Ferida bei ihrer Großtante Martha, die ein Drachen-Ei per Post bekommen hat und dieses gerne in die Pfanne hauen möchte. Doch plötzlich knackt die Schale und ein kleiner süßer grüner Drache schlüpft aus dem Ei und das Abenteuer beginnt. Der Drache soll dringend in die zoologische Abteilung, aber wie schwer dieses wird ohne hexen zu dürfen, das hätten die drei sich so nicht vorgestellt.
Kreativ, unheimlich witzig und originell ist diese Geschichte. Wir haben geschmunzelt und das kleine Drachenbaby vollkommen ins Herz geschlossen. Der Schreibstil ist wunderbar altersgerecht und die Länge der einzelnen Kapitel perfekt für das abendliche Vorlesen. Die Kinder lernen spielerisch, dass es mehrere Möglichkeiten zum Lösen eines Problems gibt und das jeder einzigartig ist. Fantasievoll und mit wunderschönen farbigen Illustrationen hat dieses Buch in unser Lese-Herz geschlichen. Wir haben bereits weitere Bände von Henriette gekauft. Ein großartiges Buch mit einer süßen Protagonistin. Ein wirkliches Lesehighlight.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.03.2025

Ein Highlight

Die Anatomie der Einsamkeit
1

Olive ist mit sich und ihrem Leben unzufrieden. Obwohl sie mitten in London lebt, fühlt sie sich einsam und unglücklich. Beruflich steckt sie fest. Von ihrer Großmutter hat sie einen scheinbar wertlosen ...

Olive ist mit sich und ihrem Leben unzufrieden. Obwohl sie mitten in London lebt, fühlt sie sich einsam und unglücklich. Beruflich steckt sie fest. Von ihrer Großmutter hat sie einen scheinbar wertlosen Kompass geschenkt bekomme.
20 Jahre zuvor: Claire ist beruflich sehr erfolgreich und scheinbar mit sich und ihrem Liebesleben vollkommen zufrieden. Sie hat alles gegeben, um beruflich da zu stehen, wo sie im Moment ist. Der Tod ihrer Zwillingsschwester Iris trifft sie so stark, dass sie auf die kleine Insel, dem letzten Wohnort von Iris flüchtet. Dort entdeckt sie tief verborgen Zeichnungen eines Kompasses.
Louise Pelt schafft es zwei Geschichten so miteinander zu verstricken, dass der Leser erstmal denkt, dass er zwei unabhängige Romane liest. Sie zeichnet wundervolle Stimmungsbilder und die Charaktere sind so liebevoll charakterisiert. Der ruhige Schreibstil lässt den Leser in die Ferne schweifen. Kurze Kapitel mit Perspektivwechsel sorgen für Spannung. Neuanfang und den gewohnten Lebensstil hinter sich lassen, darin steckt die größte Herausforderung. Klar wird, dass Einsamkeit in einem verweilt. Die äußeren Umstände ändern daran nur bedingt etwas.
Dieser Roman hat mich bewegt und hätte meines Erachtens nicht tiefgründiger sein können. Ein wirklicher Juwel, bei dem man traurig ist, wenn die letzte Seite gelesen ist. Ich hoffe es gibt bald Nachschub von Louise Pelt.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 16.03.2025

Generationsübergreifend

Die Summe unserer Teile
0

Plötzlich ist er da, der Steinway, ein Klavier, dass kaum in Lucy Zimmer passt und Lucy mit all seinen Erinnerungen erdrückt. Mit einem unsichtbares Band ist es mit den Generationen verbunden. Lucy weiß ...

Plötzlich ist er da, der Steinway, ein Klavier, dass kaum in Lucy Zimmer passt und Lucy mit all seinen Erinnerungen erdrückt. Mit einem unsichtbares Band ist es mit den Generationen verbunden. Lucy weiß eigentlich nichts über die Vergangenheit ihrer Großmutter, eine der ersten Chemikerinnen im Libanon.
Fehlende Nähe, hohe Ansprüche und eine behütete Kindheit, das waren die Gründe für Lucy mit ihrer Mutter zu brechen. Auf den Spuren von Großmutters Vergangenheit reist Lucy nach Polen. Wie ein Wirbel wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzielt. Der Leser taucht sowohl in die Vergangenheit der Großmutter, der Mutter und ihrer Kindheit ein. Eine Mutter-Tochter-Beziehung wird beleuchtet und bewertet. Langsam und präzise nähert sich der Leser, wie beim Schälen einer Frucht, dem Kern der Geschichte. Der Leser tappt lange im Dunkeln. Warum Lucys Mutter das Klavier zu Lucy geschickt hat ist genauso bedeutend wie banal zugleich. Geschichtlich ist der Roman gut recherchiert. Tiefgründig und einfühlsam ist die Schreibweise der jeweiligen Perspektiven angepasst. Durch die Perspektivwechsel schafft es die Autorin den Leser in den Bann zu ziehen. Ein Roman, der zum Nachdenken anregt, die Mutter-Tochter-Beziehung hinterfragt und reflektiert, aber auch den Vater zu Wort kommen lässt. Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter und freue mich auf weitere Romane der Autorin.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere