Zu wenig Tiefe
Der Sommer, der uns bliebDie enge Freundschaft zwischen Britta, Pia und Martin ist vor 20 Jahren zerbrochen. Nun treffen sie in ihrer Heimat wieder aufeinander: Martin ist dort geblieben, Britta muss sich um ihren demenzkranken ...
Die enge Freundschaft zwischen Britta, Pia und Martin ist vor 20 Jahren zerbrochen. Nun treffen sie in ihrer Heimat wieder aufeinander: Martin ist dort geblieben, Britta muss sich um ihren demenzkranken Vater kümmern und Pia ist schwer krank. Können sie die Freundschaft wieder aufleben lassen? Was ist damals passiert?
Der Schreibstil ist sehr angenehm und ruhig. Die Geschichte wir aus allen drei Perspektiven erzählt und es gibt immer wieder Rückblenden. Relativ schnell wird klar, warum die Freundschaft zerbrochen sein könnte. Britta war mir sympathisch und mit ihr konnte ich fühlen. Pia und Martin fand ich etwas hölzern. Ihr Verhalten war für mich mehr als einmal nicht nachvollziehbar. Martin scheint seinen Anteil kaum zu sehen und scheint sich nie bemüht zu haben, zumindest Kontakt zu Britta aufzunehmen. Wie sehr sein Verhalten sie verletzt hat, nimmt er weder in der Vergangenheit noch in der Gegenwart wahr. Pia hätte sich aus meiner Sicht schon viel früher melden müssen, um zu klären, warum sie damals verschwunden ist.
Das Buch kann man gut lesen, aber ich hätte mir mehr Tiefe gewünscht. Außerdem zieht es sich am Ende, bis endlich alle wissen, was gewesen ist.