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Mirja103

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.04.2026

Zu wenig Tiefe

Der Sommer, der uns blieb
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Die enge Freundschaft zwischen Britta, Pia und Martin ist vor 20 Jahren zerbrochen. Nun treffen sie in ihrer Heimat wieder aufeinander: Martin ist dort geblieben, Britta muss sich um ihren demenzkranken ...

Die enge Freundschaft zwischen Britta, Pia und Martin ist vor 20 Jahren zerbrochen. Nun treffen sie in ihrer Heimat wieder aufeinander: Martin ist dort geblieben, Britta muss sich um ihren demenzkranken Vater kümmern und Pia ist schwer krank. Können sie die Freundschaft wieder aufleben lassen? Was ist damals passiert?

Der Schreibstil ist sehr angenehm und ruhig. Die Geschichte wir aus allen drei Perspektiven erzählt und es gibt immer wieder Rückblenden. Relativ schnell wird klar, warum die Freundschaft zerbrochen sein könnte. Britta war mir sympathisch und mit ihr konnte ich fühlen. Pia und Martin fand ich etwas hölzern. Ihr Verhalten war für mich mehr als einmal nicht nachvollziehbar. Martin scheint seinen Anteil kaum zu sehen und scheint sich nie bemüht zu haben, zumindest Kontakt zu Britta aufzunehmen. Wie sehr sein Verhalten sie verletzt hat, nimmt er weder in der Vergangenheit noch in der Gegenwart wahr. Pia hätte sich aus meiner Sicht schon viel früher melden müssen, um zu klären, warum sie damals verschwunden ist.

Das Buch kann man gut lesen, aber ich hätte mir mehr Tiefe gewünscht. Außerdem zieht es sich am Ende, bis endlich alle wissen, was gewesen ist.

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Veröffentlicht am 14.04.2026

Nicht überzeugend

Spielverderberin
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Mich konnte das Buch leider nicht überzeugen. Ich war zwar neugierig, was genau in der Vergangenheit passiert ist, aber das war auch der einzige Grund, warum ich bis zum Ende gelesen habe. Bis zum Schluss ...

Mich konnte das Buch leider nicht überzeugen. Ich war zwar neugierig, was genau in der Vergangenheit passiert ist, aber das war auch der einzige Grund, warum ich bis zum Ende gelesen habe. Bis zum Schluss waren mir die Figuren unsympathisch, ihre Beziehung untereinander und ihr Verhalten nicht wirklich nachvollziehbar. Sie gehen merkwürdig miteinander um. Die Erzählerin fand ich zunehmend anstrengend. Die zwei Zeitebenen sind gut. Vielleicht wären ein paar Seiten mehr für die Geschichte gut gewesen. Dann hätte man vielleicht Gelegenheit gehabt, sich mehr in die Figuren einzufühlen und ihr Verhalten zu verstehen.

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Veröffentlicht am 08.04.2026

Fesselnd und berührend

Solange ein Streichholz brennt
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Das Buch zieht einen in einen Sog, so dass man unbedingt immer weiterlesen möchte. Durch die beiden Perspektiven lernt man Alina und Bohm nach und nach mehr kennen. Beide verbergen aber, was sie wirklich ...

Das Buch zieht einen in einen Sog, so dass man unbedingt immer weiterlesen möchte. Durch die beiden Perspektiven lernt man Alina und Bohm nach und nach mehr kennen. Beide verbergen aber, was sie wirklich beschäftigt.

Was ist in Bohms Vergangenheit passiert, dass er auf der Straße lebt und niemanden an sich heranlässt?

Alina ist im ersten Kontakt mit Bohm ziemlich unsensibel. Geht es ihr darum, eine reißerische Reportage zu machen und erfolgreich zu sein oder hat sie wirklich Interesse an Bohm und seinem Leben?

Nach und nach kommen sich Alina und Bohm näher, schrecken aber beide davor zurück. Kann ihre Liebe eine Chance haben?

Mich hat das Buch insgesamt sehr berührt. Es gab viele bewegende Szenen und immer wieder blitzt Humor hervor. Durch die Perspektivwechsel ist man immer neugierig, wie es weitergeht. Den Schreibstil mochte ich sehr. Die Charaktere sind sehr gut beschrieben. Die Szenen hat man schnell vor Augen. Das Ende fand ich sehr passend.

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Veröffentlicht am 08.04.2026

Geheimnisse

Niemands Töchter
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Zu Beginn hatte ich etwas Schwierigkeiten mit den relativ schnellen Perspektiv- und Zeitenwechseln und den vielen Personen. Dann wurde aber nach und nach erkennbar, wie die Frauen und ihre Leben zusammenhängen ...

Zu Beginn hatte ich etwas Schwierigkeiten mit den relativ schnellen Perspektiv- und Zeitenwechseln und den vielen Personen. Dann wurde aber nach und nach erkennbar, wie die Frauen und ihre Leben zusammenhängen und ich war neugierig, wie es jeweils mit ihnen weitergeht.

Der Autorin gelingt es sehr gut, zu zeigen, wie sich Geheimnisse in Familien und insbesondere auf die Kinder auswirken. Mehr Offenheit könnte oft zu weniger Verletzungen und Unsicherheit führen. Gleichzeitig wird auch deutlich, wie schwer es ist, das Schweigen zu brechen.

Der Schreibstil ist eher distanziert, aber angenehm zu lesen.

Auch wenn mir die Figuren nicht besonders sympathisch und ihr Verhalten für mich nicht immer nachvollziehbar war, habe ich das Buch sehr gerne gelesen und fand es spannend, wie die Frauen am Ende zusammengeführt werden.

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Veröffentlicht am 01.04.2026

Bedrückend

Unterwasserblau
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In ihrer Schwiegerfamilie fühlt sich Jessica sehr wohl. Schnell wird aber klar, dass sie eine Affäre mit ihrem Schwager hat und somit nicht alles so harmonisch sein kann. Ihre eigene Familie hält sie auf ...

In ihrer Schwiegerfamilie fühlt sich Jessica sehr wohl. Schnell wird aber klar, dass sie eine Affäre mit ihrem Schwager hat und somit nicht alles so harmonisch sein kann. Ihre eigene Familie hält sie auf Distanz. Es gibt wenig Kontakt und keine Nähe. Als sie zur Beerdigung ihres Vaters fährt, wird schnell klar warum. Ihre Mutter sagt verletztende Dinge und auch zwischen Jessica und ihrer Schwester gibt es keinen herzlichen Kontakt. Im Laufe des Buches stellt sich heraus, dass es in der Vergangenheit zwischen den Schwestern viele Missverständnisse gab und es scheint, als ob die beiden sich annähern. Können sie Nähe aufbauen? Kommt ihr Mann hinter Jessicas Affäre? Und ist in der Schwiegerfamilie wirklich alles eitel Sonnenschein?

Ich mochte den klaren Schreibstil. Keine der Hauptfiguren konnte meine Sympathie gewinnen. Ich habe bis zum Schluss nicht ganz verstanden, warum Jessica die Affäre hatte. Die familiären Konflikte werden so erzählt, dass man die Gefühle der Figuren gut nachvollziehen kann und man manchmal am liebsten flüchten möchte. Deutlich wird, dass zu viel Schweigen für niemanden gut ist. Es ist schwer, über manches zu sprechen, aber wichtig, dass jemand anfängt, darüber zu reden. Insgesamt fand ich das Buch sehr bedrückend.

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