Fesselnd
Mickey und ArloMickey muss eine Therapie machen, um ihr Erbe antreten zu können. Aus ihrer Sicht braucht sie diese nicht. Sie hat kein Alkoholproblem wie ihr Vater und kommt gut damit zurecht, keinen Kontakt zu Menschen ...
Mickey muss eine Therapie machen, um ihr Erbe antreten zu können. Aus ihrer Sicht braucht sie diese nicht. Sie hat kein Alkoholproblem wie ihr Vater und kommt gut damit zurecht, keinen Kontakt zu Menschen zu pflegen. Nach und nach wird deutlich, wie dringend sie Unterstützung braucht und Hilfe annehmen sollte. Ihre Halbschwester Arlo scheint ihr Leben wieder im Griff zu haben und eine gute Therapeutin zu sein. Doch auch sie merkt, dass sie etwas verändern muss und gesteht sich ein, dass ihr Vater doch nicht so toll war, wie sie es sich immer eingeredet hat. Beide haben zu ihren Müttern ein schwieriges Verhältnis.
Die Geschichte wird im Wechsel aus der Sicht von Mickey und Arlo erzählt, so dass man beide gut kennenlernt. Der Schreibstil ist sehr angenehm und die Wechsel sorgen dafür, dass man immer noch ein Kapitel lesen möchte. Ich fand die Geschichte sehr fesselnd. Es wird deutlich, wie problematisch Co-Abhängigkeit ist. Das wird sehr anschaulich und nachvollziehbar dargestellt.
Ich habe mit den Figuren gelitten und gehofft und fand es sehr fesselnd, ihre Entwicklung zu verfolgen. Trotz der schweren Themen gibt es immer mal Szenen, über die man schmunzeln kann. Ich hatte eher eine leichte Unterhaltung erwartet, war dann aber fasziniert von der intensiven Geschichte und positiv überrascht.