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Mirja103

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.02.2025

Fesselnd

Mickey und Arlo
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Mickey muss eine Therapie machen, um ihr Erbe antreten zu können. Aus ihrer Sicht braucht sie diese nicht. Sie hat kein Alkoholproblem wie ihr Vater und kommt gut damit zurecht, keinen Kontakt zu Menschen ...

Mickey muss eine Therapie machen, um ihr Erbe antreten zu können. Aus ihrer Sicht braucht sie diese nicht. Sie hat kein Alkoholproblem wie ihr Vater und kommt gut damit zurecht, keinen Kontakt zu Menschen zu pflegen. Nach und nach wird deutlich, wie dringend sie Unterstützung braucht und Hilfe annehmen sollte. Ihre Halbschwester Arlo scheint ihr Leben wieder im Griff zu haben und eine gute Therapeutin zu sein. Doch auch sie merkt, dass sie etwas verändern muss und gesteht sich ein, dass ihr Vater doch nicht so toll war, wie sie es sich immer eingeredet hat. Beide haben zu ihren Müttern ein schwieriges Verhältnis.

Die Geschichte wird im Wechsel aus der Sicht von Mickey und Arlo erzählt, so dass man beide gut kennenlernt. Der Schreibstil ist sehr angenehm und die Wechsel sorgen dafür, dass man immer noch ein Kapitel lesen möchte. Ich fand die Geschichte sehr fesselnd. Es wird deutlich, wie problematisch Co-Abhängigkeit ist. Das wird sehr anschaulich und nachvollziehbar dargestellt.

Ich habe mit den Figuren gelitten und gehofft und fand es sehr fesselnd, ihre Entwicklung zu verfolgen. Trotz der schweren Themen gibt es immer mal Szenen, über die man schmunzeln kann. Ich hatte eher eine leichte Unterhaltung erwartet, war dann aber fasziniert von der intensiven Geschichte und positiv überrascht.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.02.2025

Unsympathische Hauptfigur

Achtzehnter Stock
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Wanda lebt mit ihrer Tochter im Berliner Plattenbau und will dort unbedingt weg. Sie will mehr und denkt, dass sie "besser" ist als die anderen. Dabei ist auch bei ihr das Geld sehr knapp, da sie eine ...

Wanda lebt mit ihrer Tochter im Berliner Plattenbau und will dort unbedingt weg. Sie will mehr und denkt, dass sie "besser" ist als die anderen. Dabei ist auch bei ihr das Geld sehr knapp, da sie eine erfolglose Schauspielerin ist. Ihre Tochter fühlt sich dort wohl und verbringt am liebsten den ganzen Tag mit ihrer Freundin Aylin. Wanda kann sich dagegen nicht mal den Namen von Aylins Mutter merken, obwohl sie mit ihr auch viel Zeit verbringt und sich oft helfen lässt. Diese Tatsache beschreibt den Charakter von Wanda schon gut. Sie kreist vor allem um sich selbst und achtet kaum auf die Bedürfnisse von anderen. In ihrer Sorge um ihre kranke Tochter war sie mir kurz sympathisch, aber das hat nicht lang angehalten. Als sie doch eine Rolle erhält, scheint Wanda abzuheben und ist nur noch auf ein neues Leben fixiert. Dabei verliert sie vollkommen aus dem Blick, was ihrer Tochter wichtig ist. Am Ende kehrt Wanda zwar zurück, aber aus meiner Sicht hat sie auch dann noch nicht genau verstanden, was im Leben wirklich wichtig ist.

Wandas Verhalten hat mich oft geärgert und mehrfach habe ich innerlich den Kopf geschüttelt. Ich kann verstehen, dass sie lieber mehr Geld hätte und woanders wohnen würde, aber das ist kein Grund überwiegend egoistisch zu handeln.

Das Erzähltempo ist hoch und der Schreibstil angenehm, aber die Geschichte konnte mich nicht überzeugen.

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Veröffentlicht am 15.02.2025

Spurensuche

Bis ans Meer
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Rezension zu Bis ans Meer von Peggy Patzschke
Spurensuche
von Mirja103 vor ein paar Sekunden


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Rezension

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Mirja103vor ein paar Sekunden
Beruhend auf wahren Begebenheiten erzählt die Autorin eine Familiengeschichte über drei Generationen. Die Erzählerin schafft es nicht, sich völlig auf eine Beziehung einzulassen, obwohl sie dies eigentlich möchte. Was hindert sie? Woher kommt der tiefe Schmerz, den sie oft spürt? Sie beginnt, das Leben ihrer Großmutter Frieda zu erforschen und stellt dabei fest, wie sich Traumata über Generationen fortsetzen können.

Frieda wächst während des 1. Weltkrieges auf und muss im 2.Weltkrieg und danach mehrfach flüchten. Viele Erfahrungen prägen ihr Leben. Lange ist sie eine starke Frau, die für ihre Kinder kämpft. Kann sie dies auf Dauer leisten?

Erzählt wird die Geschichte in mehreren Zeitebenen, die oft wechseln. Obwohl ich dies generell mag, waren mir die Zeitsprünge hier manchmal zu viel. Gerade war ich in die Geschichte eingetaucht, schon musste ich mich wieder in einer anderen Zeitebene orientieren. Für Spannung sorgen die Wechsel auf jeden Fall.

Mich hat dir Geschichte sehr berührt und zum Nachdenken gebracht. Ich habe mich gefragt, was meine Großeltern erlebt haben, kann sie dies aber nicht mehr fragen. Das Buch macht sehr gut deutlich, wie wichtig es ist, über Erlebnisse und Traumata zu sprechen, damit diese nicht dauerhaft das Leben und das der nächsten Generationen beeinträchtigen.

Der Schreibstil ist sehr angenehm. Man hat die Figuren und Szenen sehr gut vor Augen.

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Veröffentlicht am 12.02.2025

Einblicke in ein Leben mit Angststörung

Mut beginnt im Herzen
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Der flüssige Schreibstil hat mich sofort in die Geschichte hineingezogen. Ich finde, dass die Situationen und Gefühle sehr gut beschrieben sind und man nachvollziehen kann, wie es der Person geht. Auch ...

Der flüssige Schreibstil hat mich sofort in die Geschichte hineingezogen. Ich finde, dass die Situationen und Gefühle sehr gut beschrieben sind und man nachvollziehen kann, wie es der Person geht. Auch die Scham sich und vor allem anderen einzugestehen, dass man Ängste hat, finde ich sehr treffend formuliert. Der Heilungsprozess verläuft dann allerdings sehr reibungslos. Lediglich bei der Therapiesuche gibt es kleine Hürden. Rückschritte gehören im Leben aber leider dazu. Ich hätte mir gewünscht, dass die Geschichte mehr am echten Leben geblieben wäre.

Man bekommt durch das Buch einen ersten Eindruck, wie Ängste sich äußern können, anfühlen und was hilfreich sein kann. Die Denkanstöße fand ich gut, aber ich hatte erwartet, dass auch die Probleme genauer thematisiert werden.

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Veröffentlicht am 09.02.2025

Für mich nicht besonders alltagstauglich

Schmacht
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Nach einem kurzem Überblick über den eigenen Weg zur veganen Ernährung und zum eigenen Laden gibt es ein paar grundlegende und hilfreiche Tipps. Die Rezepte sind aus meiner Sicht teilweise aufwändig und ...

Nach einem kurzem Überblick über den eigenen Weg zur veganen Ernährung und zum eigenen Laden gibt es ein paar grundlegende und hilfreiche Tipps. Die Rezepte sind aus meiner Sicht teilweise aufwändig und mit vielen Zutaten und somit nur begrenzt alltagstauglich. Die kreativen Ansätze und die Motivation, selber kreativ zu werden, haben mir gut gefallen. Auch die Rezepte für Dips, Dressings etc. finde ich gut. Der Linsenauftstrich ist super und wird bei mir zu einem Standard werden.

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