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Mirja103

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.03.2025

Was ist passiert?

Middletide – Was die Gezeiten verbergen
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Ich habe etwas gebraucht, um mich an den Schreibstil zu gewöhnen und die Personen zuordnen zu können. Dann hat mir der Stil aber sehr gut gefallen. Ich habe die Natur richtig vor mir gesehen und auch von ...

Ich habe etwas gebraucht, um mich an den Schreibstil zu gewöhnen und die Personen zuordnen zu können. Dann hat mir der Stil aber sehr gut gefallen. Ich habe die Natur richtig vor mir gesehen und auch von einigen Personen hatte ich ein klares Bild vor Augen. Es sind interessante und sympathische Charaktere dabei. Der Prolog sorgt sofort für Spannung. Danach wird im Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit die Geschichte erzählt. Das mag ich gern, weil es spannend zu lesen ist, wie die Vergangenheit und Gegenwart sich annähern und man immer mehr Überlegungen anstellen kann, was im Prolog tatsächlich passiert ist.

Elijah kommt nach vielen Jahren zurück an seinen Heimatort. Er lebt sehr zurückgezogen. Irgendwann trifft er seine Jugendliebe Nakita wieder und sie wollen ihre 2.Chance nutzen. Dabei treten aber ein paar Stolpersteine auf. Werden sie es trotzdem schaffen? Und wer hat die Ärztin des Ortes ermordet?

Ich mochte das Buch sehr, auch wenn am Ende vielleicht nicht alles logisch und realistisch war. Ich war sehr gespannt auf die Auflösung und darauf, was aus Elijah und Nakita wird.

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Veröffentlicht am 28.02.2025

Langweilig

Schwimmen im Glas
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Mich hat das Buch leider nicht überzeugt. In der Hoffnung, dass es mich doch noch fesselt, habe ich mich bis zum Ende durchgekämpft. Lore beschreibt vor allem aus ihrer kindlichen Perspektive Situationen, ...

Mich hat das Buch leider nicht überzeugt. In der Hoffnung, dass es mich doch noch fesselt, habe ich mich bis zum Ende durchgekämpft. Lore beschreibt vor allem aus ihrer kindlichen Perspektive Situationen, in denen Jungs und Mädchen bzw. Frauen und Männer unterschiedlich behandelt werden oder andere Ansprüche an sie gestellt werden. Ihr fällt schon früh auf, dass ihre Brüder Dinge dürfen, die ihr verboten sind. Ihre Oma macht alles so, damit ihr Opa zufrieden ist. Dabei sind seine Ansprüche nicht immer nachvollziehbar. Wenn Lore etwas wissen möchte, bekommt sie häufig zu hören, dass sie dies später verstehen wird oder ähnliche Antworten. Außer Tante Ursula, die Feministin ist, scheint niemand wirklich offen mit ihr zu reden. In Einschüben weist Lore daraufhin, dass sie als Erwachsene ebenfalls emanzipiert ist. Aufgrund der Episoden aus der Kindheit kann man diese Entwicklubg vermuten. Nach dem Klappentext hatte ich aber erwartet, dass man Lores Weg dorthin verfolgt und nicht nur prägende Episoden aus ihrer Kindheit erzählt bekommt. Für mich waren es mehr Aufzählungen und mir hat häufig der rote Faden gefehlt.

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Veröffentlicht am 28.02.2025

Den eigenen Weg finden

Only Margo
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Als die 19-jährige Margo feststellt, dass sie von ihrem Professor schwanger ist, ist sie zunächst unsicher. Er erwartet, dass sie abtreibt und auch für die anderen Personen in ihrem Umfeld scheint das ...

Als die 19-jährige Margo feststellt, dass sie von ihrem Professor schwanger ist, ist sie zunächst unsicher. Er erwartet, dass sie abtreibt und auch für die anderen Personen in ihrem Umfeld scheint das die einzige Lösung zu sein. Etwas trotzig entscheidet sich Margo für das Kind. Sie macht sich vorab keine Gedanken, wie sie nach der Geburt Kind und Arbeit unter einen Hut bringen soll und stellt dann fest, wie schwierig das ist. Die finanzielle Lage wird noch problematuscher, als zwei Mitbewohnerinnen ausziehen. Plötzlich steht ihr Vater vor der Tür, zieht in die WG und ist überraschenderweise eine gute Unterstützung bei der Kinderbetreuung und Lebensplanung. Eher zufällig landet Margo bei Only Fans und beginnt dort, Geld zu verdienen.

Ihr Verhältnis zur Mutter ist schwierig. Diese ist eher labil und war weder in der Vergangenheit eine große Unterstützung noch aktuell. Ihr Vater war in ihrer Kindheit nur selten da und hat ein Drogenproblem. Kann er trotzdem ein fester Anker in ihrem Leben sein? Ist es in Ordung mit Only Fans Geld zu verdienen? Wie macht man das am besten? Und wie geht Margo mit unangenehmen Überraschungen und Schwierigkeiten um?

Ich fand das Buch sehr unterhaltsam und stellenweise sehr lustig. Die Wechsel zwischen direkter Ansprache, Erzählung in ich-Form und in der dritten Person fand ich etwas verwirrend und anstrengend. Der Schreibstil ist insgesamt aber sehr angenehm und die Charaktere werden sehr gut dargestellt. Man hat schnell Bilder vor Augen und kann mitfühlen. Ich habe Margos Weg zu einer starken Frau, die für sich und ihr Kind kämpft, sehr gern begleitet.

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Veröffentlicht am 22.02.2025

Fesselnd

Mickey und Arlo
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Mickey muss eine Therapie machen, um ihr Erbe antreten zu können. Aus ihrer Sicht braucht sie diese nicht. Sie hat kein Alkoholproblem wie ihr Vater und kommt gut damit zurecht, keinen Kontakt zu Menschen ...

Mickey muss eine Therapie machen, um ihr Erbe antreten zu können. Aus ihrer Sicht braucht sie diese nicht. Sie hat kein Alkoholproblem wie ihr Vater und kommt gut damit zurecht, keinen Kontakt zu Menschen zu pflegen. Nach und nach wird deutlich, wie dringend sie Unterstützung braucht und Hilfe annehmen sollte. Ihre Halbschwester Arlo scheint ihr Leben wieder im Griff zu haben und eine gute Therapeutin zu sein. Doch auch sie merkt, dass sie etwas verändern muss und gesteht sich ein, dass ihr Vater doch nicht so toll war, wie sie es sich immer eingeredet hat. Beide haben zu ihren Müttern ein schwieriges Verhältnis.

Die Geschichte wird im Wechsel aus der Sicht von Mickey und Arlo erzählt, so dass man beide gut kennenlernt. Der Schreibstil ist sehr angenehm und die Wechsel sorgen dafür, dass man immer noch ein Kapitel lesen möchte. Ich fand die Geschichte sehr fesselnd. Es wird deutlich, wie problematisch Co-Abhängigkeit ist. Das wird sehr anschaulich und nachvollziehbar dargestellt.

Ich habe mit den Figuren gelitten und gehofft und fand es sehr fesselnd, ihre Entwicklung zu verfolgen. Trotz der schweren Themen gibt es immer mal Szenen, über die man schmunzeln kann. Ich hatte eher eine leichte Unterhaltung erwartet, war dann aber fasziniert von der intensiven Geschichte und positiv überrascht.

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Veröffentlicht am 18.02.2025

Unsympathische Hauptfigur

Achtzehnter Stock
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Wanda lebt mit ihrer Tochter im Berliner Plattenbau und will dort unbedingt weg. Sie will mehr und denkt, dass sie "besser" ist als die anderen. Dabei ist auch bei ihr das Geld sehr knapp, da sie eine ...

Wanda lebt mit ihrer Tochter im Berliner Plattenbau und will dort unbedingt weg. Sie will mehr und denkt, dass sie "besser" ist als die anderen. Dabei ist auch bei ihr das Geld sehr knapp, da sie eine erfolglose Schauspielerin ist. Ihre Tochter fühlt sich dort wohl und verbringt am liebsten den ganzen Tag mit ihrer Freundin Aylin. Wanda kann sich dagegen nicht mal den Namen von Aylins Mutter merken, obwohl sie mit ihr auch viel Zeit verbringt und sich oft helfen lässt. Diese Tatsache beschreibt den Charakter von Wanda schon gut. Sie kreist vor allem um sich selbst und achtet kaum auf die Bedürfnisse von anderen. In ihrer Sorge um ihre kranke Tochter war sie mir kurz sympathisch, aber das hat nicht lang angehalten. Als sie doch eine Rolle erhält, scheint Wanda abzuheben und ist nur noch auf ein neues Leben fixiert. Dabei verliert sie vollkommen aus dem Blick, was ihrer Tochter wichtig ist. Am Ende kehrt Wanda zwar zurück, aber aus meiner Sicht hat sie auch dann noch nicht genau verstanden, was im Leben wirklich wichtig ist.

Wandas Verhalten hat mich oft geärgert und mehrfach habe ich innerlich den Kopf geschüttelt. Ich kann verstehen, dass sie lieber mehr Geld hätte und woanders wohnen würde, aber das ist kein Grund überwiegend egoistisch zu handeln.

Das Erzähltempo ist hoch und der Schreibstil angenehm, aber die Geschichte konnte mich nicht überzeugen.

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