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Mirja103

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.02.2025

Interessante Einblicke

All die kleinen Vogelherzen
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Sundays Leben ist geprägt durch Struktur und klare Abläufe. Aufgrund ihres Autismus mag sie keine Spontanität. Das ändert sich als nebenan die lebenslustige Vita einzieht. Sie setzt sich teilweise über ...

Sundays Leben ist geprägt durch Struktur und klare Abläufe. Aufgrund ihres Autismus mag sie keine Spontanität. Das ändert sich als nebenan die lebenslustige Vita einzieht. Sie setzt sich teilweise über Sundays Grenzen hinweg und diese freut sich schließlich sogar darüber. Ihre 16-jährige Tochte Dolly wird ebenfalls von Vita und ihrem Mann in den Bann gezogen. Zunächst scheint es, als ob es sich für alle gut entwickelt. Aber nach und nach wird deutlich, dass Vita Dolly immer mehr vereinnahmt und sich zwischen sie und ihre Mutter drängt. Immer wenn Sunday dies ansatzweise unterbinden möchte, wirft Vita ihr ein paar Brotkrumen hin, indem sie besonders nett zu Sunday ist.

Die Einblicke in das Leben der autistischen Sunday haben mir gut gefallen. Es wird deutlich, was ihr im Umgang mit anderen schwerfällt und was sie bräuchte. Leider sieht dies kaum jemand bzw. wird darauf nur selten Rücksicht genommen. Dabei wäre es oftmals einfach gewesen. Dollys Abwendung von ihrer Mutter war für mich nicht nachvollziehbar. Und auch warum ihr Vater und die Großeltern sie dabei unterstützen, die Schule abzubrechen und zu Hause auszuziehen, hat sich mir nicht erschlossen. Ebensowenig die Kehrtwende kurz vor Ende des Romans.

Zu Beginn musste ich mich daran gewöhnen, dass die Autorin langsam in die Geschichte hineinführt. Dann mochte ich den ruhigen Schreibstil. Abgesehen von Vita und ihrem Kollegen, waren mir die Charaktere unsympathisch. Richtig begeistern konnte mich die Geschichte nicht.

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Veröffentlicht am 07.02.2025

Weitergehen

Sonnenhang
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Katharina ist frustriert, weil um sie herum alle Kinder zu haben scheinen und ihr langsam die Zeit davonläuft, um noch den Traummann zu finden und Mutter zu werden. Nachdem sie erfährt, dass sie sich einer ...

Katharina ist frustriert, weil um sie herum alle Kinder zu haben scheinen und ihr langsam die Zeit davonläuft, um noch den Traummann zu finden und Mutter zu werden. Nachdem sie erfährt, dass sie sich einer OP unterziehen muss und dann keine Kinder mehr bekommen kann, fällt sie in ein tiefes Loch. Das Ehrenamt im Seniorenheim Sonnenhang gibt ihr neue Struktur und sorgt für Ablenkung, so dass es Katharina gelingt, weiterzugehen.

Ich mochte besonders, dass immer wieder Humor hervorblitzt. Vor allem bei den Szenen mit den Senioren kann man schmunzeln. Obwohl es ein sehr ernstes Thema ist, hat mich das Buch gut unterhalten. Immer wieder war ich berührt und das Ende war sehr schön und hoffnungsvoll. Es zeigt, dass man manchmal gar nicht wahrnehmen kann, was man anderen Menschen bedeutet und mehr darauf achten sollte.

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Veröffentlicht am 06.02.2025

Schwächster Band der Trilogie

Die Glücksfrauen – Das Geheimnis der Rosen
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Der erste Band der Triologie hat mich sehr gefesselt. Beim zweiten Band hat die Spannung schon etwas nachgelassen, aber diesen Band fand ich am schwächsten. Nach wie vor war ich neugierig, dass das Gehmeinis, ...

Der erste Band der Triologie hat mich sehr gefesselt. Beim zweiten Band hat die Spannung schon etwas nachgelassen, aber diesen Band fand ich am schwächsten. Nach wie vor war ich neugierig, dass das Gehmeinis, dass die Leser seit Band 1 begleitet, endlich gelüftet wird. Natürlich erfährt man die Lösung erst gegen Ende des Buches. Da aus meiner Sicht eigentlich jemand anderes für die Entwicklung in Annis Leben verantwortlich war, fand ich ihre Wut auf Luise nur teilweise nachvollziehbar.

Die Kehrtwende von der braven Anni zur tapferen und mutigen Doppelagentin war nicht ganz glaubwürdig. Vor allem wie zufällig sie hineinrutscht und alles sofort problemlos klappt. Ich fand es aber spannend, zu erfahren, wie das Leben als Agentin gewesen ist.

Die Geschichte in der Gegenwart war mir bezogen auf das Liebesleben zu vorhersehbar und die dauernde Schwärmerei über die tollen Männer hat mich leicht genervt. Diese Nebengeschichte wäre nicht nötig gewesen.

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Veröffentlicht am 01.02.2025

Langweilig

In einem Zug
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Zu Beginn hatte ich die Hoffnung, dass die Geschichte sich noch entwickelt und interessanter wird. Das war leider nicht der Fall. Der Autor von Liebesromanen, der seit 13 Jahren kein Buch veröffentlicht ...

Zu Beginn hatte ich die Hoffnung, dass die Geschichte sich noch entwickelt und interessanter wird. Das war leider nicht der Fall. Der Autor von Liebesromanen, der seit 13 Jahren kein Buch veröffentlicht hat, wird im Zug von einer Mitreisenden in ein Gespräch verwickelt. Sie befragt ihn immer wieder zu seiner Erfahrung mit der Liebe und seiner Ehefrau. Ich habe die Fragen zunehmend als unverschämt empfunden und mir wurde die Frau immer unsympathischer. Obwohl der Autor behauptet, dass er normalerweise sehr wenig redet, kann er sich den Fragen nicht entziehen. Unterbrochen wird das Gespräch, wenn jemand Getränke/Essen holt oder zur Toilette geht. Dann muss man den Gedanken des Autors folgen oder seinen Ergüssen über den aktuellen Halt des Zuges. Weder das eine noch das andere sind aus meiner Sicht besonders spannend. Ich habe mich zunehmend durch das Buch und das Gespräch der beiden gequält. Die Verherrlichung des Alkohols hat mich ebenfalls gestört. Zum Ende gibt es eine überraschende Wendung, die mich aber nicht überzeugen konnte und die ich auch nicht für besonders realistisch halte.

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Veröffentlicht am 28.01.2025

Hält nicht was der Klappentext verspricht

Das Dinner – Alle am Tisch sind gute Freunde. Oder?
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Nach dem Klappentext hatte ich eine Geschichte erwartet, bei der ich das Buch kaum aus der Hand legen mag. So ging es mir leider nicht. Am Anfang fand ich es kompliziert, die Charaktere und ihre Charaktere ...

Nach dem Klappentext hatte ich eine Geschichte erwartet, bei der ich das Buch kaum aus der Hand legen mag. So ging es mir leider nicht. Am Anfang fand ich es kompliziert, die Charaktere und ihre Charaktere im Spiel zuzuordnen. Generell mag ich Perspektivwechsel aber hier waren sie mir zu schnell und zu viele, zumal auch noch Wechsel der Zeitebene dazukommen. Da musste ich manchmal zurückblättern, um nachzulesen, wer gerade erzählt oder ob es gerade um Gegenwart oder Vergangenheit geht.

Die Charaktere und ihr Verhalten waren mir nicht sympathisch und gegenseitig scheinen sie sich zum Teil auch nicht besonders zu mögen. Die Männer nehmen Frauen teilweise nur als Objekte wahr und diese scheinen das nicht zu hinterfragen.

Zwischendurch gibt es Längen in der Geschichte, weil manche Aspekte wiederholt werden. Das hat die Spannung gemindert. Die Twists am Ende und die endgültige Auflösung fand ich nicht besonders überzeugend und auch nicht sehr realistisch.

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