Ein sommerlicher Großstadtroman zwischen Platte und Glamour von Sara Gmuer – »Hart und rau und schön.« (Mareike Fallwickl)
»Unerfüllte Träume sind auch Träume. Sie sind bloß viel gefährlicher.« – Wanda hat sich ihr Leben anders vorgestellt. Ganz anders. Statt auf Filmdrehs und Premieren verbringt sie die heißen Sommertage im Hof einer Berliner Platte, wo sie mit ihrer fünfjährigen Tochter Karlie im achtzehnten Stock wohnt. Der Lift ist defekt und das Treppenhaus ein einziges Funkloch, in dem man, wenn man Pech hat, das ganze Leben verpasst. Am anderen Ende der Stadt scheint dagegen alles möglich. Als Wanda eine einmalige Chance bekommt, taucht sie ein in eine Welt, in der Geld keine Rolle spielt und Türen immer offenstehen. Doch wie weit sie auch geht, die Platte in ihrem Rücken wird nie wirklich kleiner.
Ein rauer und zärtlicher, temporeicher und fein beobachteter Roman über Zusammenhalt und Selbstverwirklichung und darüber, dass das Glück manchmal näherliegt, als wir denken.
Das Buch beweist, dass man gar nicht immer viele Seiten braucht, um eindringlich zu erzählen.
Mit gerade mal 210 Seiten hat mich Sara Gmuer hier mitgenommen in das Leben im Plattenbau in einer eindeutig ...
Das Buch beweist, dass man gar nicht immer viele Seiten braucht, um eindringlich zu erzählen.
Mit gerade mal 210 Seiten hat mich Sara Gmuer hier mitgenommen in das Leben im Plattenbau in einer eindeutig nicht gentrifizierten Ecke in Berlin. Sie hat mich nicht nur mitgenommen, es hat mich auch mitgenommen über Wandas Leben zu lesen.
Wanda ist 25 und lebt mit ihrer fünfjährigen Tochter Karlie im achtzehnten Stock in der Platte.
Sie will da um jeden Preis weg, weigert sich, Hilfe vom Amt anzunehmen, was allgemeines Unverständnis in ihrem Umfeld auslöst, das sich damit abgefunden hat, von Hartz 4 zu leben.
Ihre Freundinnen, Ming, Esther und Aylins Mutter kümmern sich, wobei es schon bezeichnend ist, dass Aylins Mutter namenlos bleibt und nur als "Mutter von" eine Existenz hat, obwohl sie Wanda ständig zur Seite steht.
Ein Buch über die Hoffnung auf ein besseres Leben und den Realitätscheck, schnörkellos geschrieben, ergreifend und voll von Mutterliebe.
Berlin-Vibes fernab der geschleckten Insta-Viertel - absolut lesenswert!
„Achtzehnter Stock“von Sara Gmuer ist ein schmales Buch mit wuchtigem Inhalt.
Wanda lebt mit ihrer Tochter Karlie im achtzehnten Stock eines Plattenbaus in Berlin. Ihre Schauspielschule hat sie wegen ...
„Achtzehnter Stock“von Sara Gmuer ist ein schmales Buch mit wuchtigem Inhalt.
Wanda lebt mit ihrer Tochter Karlie im achtzehnten Stock eines Plattenbaus in Berlin. Ihre Schauspielschule hat sie wegen der Schwangerschaft abgebrochen, vom Vater des Kindes will sie nichts wissen,genau so wie von Harz IV.
Sie will ihr Leben alleine meistern und träumt von einer Schauspielkarriere. Doch diese Welt kann nicht konträrer zu ihrer eigenen sein.Als alleinerziehende Mutter ist sie darauf angewiesen von ihren Mitbewohnerinnen bei der Kinderbetreuung unterstützt zu werden, was sie auch machen, denn sie halten zusammen hier im Plattenbau, wo das Geld immer knapp ist und der Fahrstuhl vermüllt, doch wenn Karlie krank ist, hat Wanda ein Problem.
Als sie in einer Netflixserie eine Rolle bekommt lernt sie Adam kennen, einen erfolgreichen Schauspieler, der ihr eine eigene Welt zeigt. Hier gibt es alles im Überfluss, Arroganz, Dekadenz und jede Menge Unverständnis, vor allem wenn es um alleinerziehende Mütter geht.
Mich hat dieses Buch sehr berührt, zeigt es doch, wie schwer es alleinerziehende Mütter immer wieder haben. Die Szenen um Karlies Erkrankung haben bei mir ein Deja-vu hervorgerufen, habe ich doch Ähnliches erlebt, nur hatte unser Sohn weniger Glück.
Auch die Filmwelt fand ich gut beschrieben, eine Branche, die für die Schauspieler ein hartes Geschäft ist bis sie es zu Ruhm bringen und die von Arroganz und Dekadenz nur so strotzt.
Das Wanda da die Balance gefunden hat, fand ich bewundernswert.
Ich fand die Charaktere sowieso sehr gut beschrieben, genauso wie den sehr außergewöhnlichen Schreibstil, der mir zu einem tollen Leseerlebnis verholfen hat.
Für mich war „Achtzehnter Stock“ ein außergewöhnliches Lesevergnügen und ich hoffe noch viel von dieser Autorin lesen zu dürfen.
Das Buch zu „Achtzehnter Stock“ von Sara Gmuer hat mich richtig umgehauen. Es geht um eine alleinerziehende Mutter, die mit ihrer Tochter in einem Plattenbau wohnt und mit Schauspielerei versucht, die ...
Das Buch zu „Achtzehnter Stock“ von Sara Gmuer hat mich richtig umgehauen. Es geht um eine alleinerziehende Mutter, die mit ihrer Tochter in einem Plattenbau wohnt und mit Schauspielerei versucht, die beiden irgendwie über Wasser zu halten.
Die Geschichte könnte die Geschichte von Hunderten jungen Müttern sein, die den Spagat zwischen Geld verdienen, ihren Kindern und den nicht zahlenden Vätern meistern. Ich fand die Erzählweise unglaublich authentisch und habe wirklich mit dem Lebenstraum der jungen Mutter mitgelitten!
Der Schreibstil war sehr angenehm zum Lesen. Ich fand, dass sich wirklich auf das Wesentliche konzentriert worden ist.
Die Mutter wie auch ihr Kind war sehr gut beschrieben. Besondere zur Mutter hat man schnell eine Verbindung aufgebaut, mit der man ihren Emotionalen Entscheidungen sehr gut nachvollziehen konnte.
Für mich definitiv ein Highlight dieses Jahr!
Gesellschaftskritisch, egoistisch und dennoch absolut liebenswert
Es gibt so ausdrucksstarke, fesselnde Bücher, die einen verwundert aufblicken lassen, wenn man die letzte Seite erreicht ...
Meine Meinung
Gesellschaftskritisch, egoistisch und dennoch absolut liebenswert
Es gibt so ausdrucksstarke, fesselnde Bücher, die einen verwundert aufblicken lassen, wenn man die letzte Seite erreicht hat. So ein Buch ist für mich "Achtzehnter Stock!" Ich habe bei der Geschichte einen Kritikpunkt: Die letzte Seite war entschieden zu schnell da.
Mit Wanda hat die Autorin eine Hauptfigur geschaffen, die sehr egoistisch wirkt. Sie lebt mit ihrer Tochter Karlie im achtzehnten Stock eines Berliner Plattenbaus. Die Wohnung hat sie von ihrem Onkel übernommen, der auch noch weiterhin im Mietvertrag steht.
Wanda hat keinen Job und lebt - mehr oder weniger - von der Hand im Mund. Im Hochhaus haben jedoch ein paar Frauen untereinander ein soziales Netzwerk geschaffen. Davon profitiert besonders Wandas Tochter. Obwohl die Nachbarinnen selbst in ärmlichen Verhältnissen leben, machen sie aus jedem Tag das Beste, und kümmern sich liebevoll um ihre Kinder.
Wanda träumt von einer Karriere als Schauspielerin. Sie hat tatsächlich Glück, und ergattert eine kleine Rolle in einem Fantasyfilm. Sie verkehrt mit den ganz Großen im Filmgeschäft und lernt einen berühmten Schauspieler näher kennen. Am Filmset weiß niemand, in welch ärmlichen Verhältnissen die allein erziehende Mutter lebt. Sie erzählt niemanden, dass sie eine Tochter hat. Geld wird sie erst nach den Dreharbeiten erhalten ....
Wanda führt ein Leben in zwei Welten. Sie diniert mit Schauspielern im angesagten Lokal Bellman; um anschließend wieder in ihre ärmliche Wohnung zurückzukehren.
Ich konnte zwischen den Zeilen spüren, dass sie ihre Tochter liebt. Niemals im Leben hätte sie aber deswegen einen Job angenommen, um den Kühlschrank zu füllen und ihrer Tochter anständige Kleidung zu kaufen. Das konnte ich einfach nicht nachvollziehen, da man doch seine Träume verwirklichen, - und dennoch mit Gelegenheitsjobs etwas Geld verdienen kann. Vielmehr hat sie sich ständig auf ihre Nachbarinnen verlassen. Hartz IV wäre für Wanda niemals infrage gekommen. Nicht mal ihrer Tochter zuliebe! Hartz IV ist etwas für ihre erbärmlichen Nachbarinnen, aber doch nicht für sie!
Ich fand es wirklich gut, dass Wanda versuchte ihre Träume wahr werden zu lassen. Ihre Zielstrebigkeit kannte aber leider keine Grenzen. Sie hätte ihren Nachbarinnen etwas Dankbarkeit entgegenbringen können. Ihre Gedankengänge haben mir nicht gefallen, da sie darin stets die Frauen abwertete.
Gerade der Charakter "Wanda" macht jedoch aus der Geschichte aus. Ich habe sie sehr gerne gelesen und hätte tatsächlich liebend gerne noch etwas mehr Zeit im "Achtzehnten Stock" verbracht, und im Hof mit den liebenswerten Nachbarinnen ein Gläschen Sekt getrunken.
Fazit
Ich durfte in einem Hochhaus, in dem der Lift die meiste Zeit defekt ist, und zum Wohnungsentrümpeln genutzt wird, sehr liebenswerte Menschen kennenlernen. Aus Wandas Perspektive erleben wir das Geschehen. Der bildgewaltige Schreibstil hat auf mich eine Magie ausgeübt, der ich mich nicht entziehen konnte und wollte.
Konnte Wanda sich ihren Traum erfüllen? Das solltet Ihr am besten selbst erkunden. Aber denkt daran, der Lift ist die meiste Zeit kaputt!
Danke Sara Gmuer. Ich hatte ganz tolle Lesestunden.
Das Buch erzählt die Geschichte von Wanda und ihrer kleinen Tochter Karlie. Sie wohnen in der Berliner Platte, scheinbar ohne Perspektiven und Hoffnung. Wanda ist Schauspielerin, bekommt aber keine Jobs. ...
Das Buch erzählt die Geschichte von Wanda und ihrer kleinen Tochter Karlie. Sie wohnen in der Berliner Platte, scheinbar ohne Perspektiven und Hoffnung. Wanda ist Schauspielerin, bekommt aber keine Jobs. Sie möchte aber unbedingt weg aus der Platte, denn sie kann sich nicht mit den anderen Menschen dort identifizieren oder anfreunden. Plötzlich tut sich für sie eine Chance auf und sie ergreift sie, ist bereit, alles dafür zu tun. Nur ihre Tochter Karlie ist ihr wichtiger als ihr Traum.
Malerisch und atmosphärisch wird Wandas Leben beschrieben. Die Sprache ist dabei allerdings oft derb und manchmal übertreibt es die Autorin mit dem Möchtegern-Harten-Stil. Dennoch ist das Buch lesenswert und schafft es, den Leser in Wandas Welt abtauchen zu lassen.