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Veröffentlicht am 19.11.2024

Im Moment leben

Die Katze, die nach Weisheit sucht
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Während eines Herbstregens kommt die Katze mit ihrem besten Freund, der Ratte, ins Gespräch über ihr Gefühl, nach all den Jahren noch immer auf der Suche zu sein. Doch was genau sie sucht, kann sie gar ...

Während eines Herbstregens kommt die Katze mit ihrem besten Freund, der Ratte, ins Gespräch über ihr Gefühl, nach all den Jahren noch immer auf der Suche zu sein. Doch was genau sie sucht, kann sie gar nicht sagen. Die Ratte hat einen Rat für sie. Weit weg im Tag steht eine uralte Kiefer. Die soll die Katze aufsuchen und sich ins Geäst setzen. Dort wartet unermesslich innerer Frieden und Erkenntnis. Also macht sich die Katze auf den Weg, denn das klingt ganz nach dem, was sie braucht.

Durch die wunderschönen Zeichnungen, Skizzen, Bilder in verschiedenen Techniken wird diese Reise der Katze perfekt illustriert. Auf ihrem Weg hat sie Begegnungen mit einem Hasen, einer Krähe, einem Wolfsjungen, einem Affen, einer alten Schildkröte, einem Tiger und einem kleinen Kätzchen. Für alle hat sie ein offenes Ohr und freundliche, helfende Worte. Aber erst das kleine Kätzchen öffnet der alten Katze die Augen.

Dieses Buch ist umwerfend in seiner Aussage und wie James Norbury Zen erklärt. Man kann in den Bildern versinken und nahezu jede Zeile regt zum Nachdenken an. Für mich ist ein Leben ohne Katzen nicht denkbar. Grund dafür ist, dass ich sie als weise ansehe und immer von ihnen lerne. Dass hier genau dieses Wesen auf diese besondere Reise geht, macht mich still, lässt mich genauer zuhören und in mich hineinhorchen. Wunderbar!

Ob man dieses Buch nun behält oder verschenkt, es wird ganz sicher nicht einfach im Regal verstauben. Man möchte immer wieder nachlesen, welchen Rat die Katze für dieses oder jenes Tier hatte und daraus für sich selbst Weisheit ziehen. Ich liebe dieses Buch mit den Geschichten in der Geschichte und kröne es mit fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 18.11.2024

So schön gemacht mit absoluten Lieblingsrezepten

Zwergenstübchen Backbuch
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Elke Schuster erzählt im Vorwort über die Entstehung des Buches. Der Gedanke, ein Backbuch von Müttern für Mütter zu machen, ist einfach zauberhaft. Die Anpreisung, dass die Rezepte einfach, leicht und ...

Elke Schuster erzählt im Vorwort über die Entstehung des Buches. Der Gedanke, ein Backbuch von Müttern für Mütter zu machen, ist einfach zauberhaft. Die Anpreisung, dass die Rezepte einfach, leicht und kindgerecht sind, dagegen nicht wirklich stimmig. Ich finde nicht, dass Kinder eine Hansen Jensen Torte backen können, auch wenn sie sie ganz bestimmt sehr gerne essen. Auch beim Frankfurter Kranz, Donauwellen, Schokoladen-Creme-Torte und einigen anderen Rezepten kann ein Kind nicht wirklich viel tun. Bei einer ganzen Reihe Rezepte ist aber auf alle Fälle kein Problem, die Kinder mitmachen zu lassen und sie einfach nur zu unterstützen.

Aber auch für Backfans ohne Kinder oder Enkel ist dieses Buch ein Hit! Ich habe eine ältere Ausgabe. Meines Wissens nach wurden die Bücher neu aufgelegt und leicht verändert. Sicher werden manche nicht erfreut darüber sein, dass es in der alten Auflage auch einen Apfel-Weißwein-Kuchen gibt. Mein Tipp: man kann den Weißwein auch durch Apfelsaft ersetzen. In der neuen Auflage ist der Kuchen nicht mehr zu finden, dafür andere zusätzliche Rezepte und Grundrezepte für Teige. Es gibt immer mal wieder eingeschobene Rezepte, die ganz einfach gehalten und gemalt sind. Diese finde ich sehr entzückend und für Kinder sehr ansprechend gemacht. Überhaupt sind die Zeichnungen sehr liebevoll und lustig.

Die Zutaten sind kein bisschen ausgefallen und leicht zu bekommen. Die Zubereitungsschritte sind gut verständlich erklärt. Manche Rezepte sind zwar einfach, haben aber einen etwas größeren Arbeitsaufwand. Man sollte es also nicht allzu eilig haben. Mein Favorit ist die Hansen Jensen Torte, die Gäste immer wieder entzückt. Super finde ich die Käseplätzchen, weil sie einfach sind und mal nicht süß, dafür aber toll zu knabbern sind.

Mich wundert der Erfolg der Zwergenstübchen-Bücher kein bisschen. Hat man eines, möchte man mehr davon. Für die kleinen Kritikpunkte ziehe ich einen Stern ab, dennoch bin ich begeisterter Fan der Reihe und dieses Buches. Auch als Geschenk, ob antiquarisch oder Neuauflage, ganz wunderbar! Vier Sterne!

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Veröffentlicht am 18.11.2024

Einer der guten Fitzeks

Das Kalendermädchen
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Olivia Rauch sucht einen Stammzellenspender für ihre Adoptivtochter Alma. Dabei stößt sie auf die Urban Legend des Kalendermädchens. Die auf Gewaltverbrechen spezialisierte Psychologin gerät immer tiefer ...

Olivia Rauch sucht einen Stammzellenspender für ihre Adoptivtochter Alma. Dabei stößt sie auf die Urban Legend des Kalendermädchens. Die auf Gewaltverbrechen spezialisierte Psychologin gerät immer tiefer in eine Geschichte, die alles, was sie bisher glaubte, in ein neues Licht rückt.

Für mich ist es immer wie eine Schachtel Pralinen mit dem Fitzek. Ich weiß nie, was ich bekomme. Mal schmeckt mir, was er schreibt, mal finde ich es total ungenießbar. Das Kalendermädchen hat mich positiv überrascht. Es ist nicht super genial, aber wahnsinnig gut lesbar, unterhaltsam und wartet mit einem Feuerwerk an ausgefallenen Ideen auf.

Die Wendungen und Zusammenhänge sind ein bisschen drastisch und enorm überraschend, dadurch auch recht unglaubwürdig. Man muss wissen, dass Fitzek so schreibt, dann stört das nur wenig. Obwohl ich über ein paar Ungereimtheiten gestolpert bin, was bei mir für ein paar Unterbrechungen des Leseflusses sorgte, hatte ich echt Spaß beim Lesen. Langweilig wurde es nie. Nicht immer handeln die Figuren sinnvoll, logisch oder nachvollziehbar. Dafür gibt es jede Menge kleine, mittlere und größere Cliffhanger an den Kapitelenden.

Die Figuren sind im Grunde kunterbunt. Sie sind Unikate, unverwechselbar und gern auch mal anstrengend. Trotz aller künstlerischer Freiheit steckt auch viel Kritik an diversen Einrichtungen in diesem Thriller. Das fand ich wichtig und gut und rüttelt vielleicht sogar ein paar Menschen auf, besser hinzuhören und nicht wegzusehen.

Wer noch mehr als ich über Dinge wie funktionierende Fahrstühle bei Stromausfall stolpert, exakte wissenschaftliche Darstellungen Wert legt und ein Problem mit unlogisch handelnden Personen hat, sollte vielleicht besser etwas anderes lesen. Auch sollte man keine allzu hohen Ansprüche an das Verknüpfen der einzelnen losen Fäden stellen. Die gibt es zwar, aber einige davon haben mich fast schon wütend gemacht, so erzwungen waren sie. Wer aber Spaß an neuen Ideen hat, über gewisse Dinge hinwegsehen kann und einfach nur gut unterhalten werden möchte, sollte diesen Fitzek dringend lesen. Ich gebe jedenfalls gern vier Sterne! Wer Fitzek aber noch nicht kennt, könnte hier eher zu drei Sternen tendieren. Daher: ohne Gewähr!

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Veröffentlicht am 15.11.2024

Ein Prost auf die schreibende Zunft!

Trinken wie ein Dichter
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Viele berühmte Autoren waren oder sind süchtig, nach Alkohol, nach Drogen, manche nach beidem. In diesem Büchlein wird das auch gar nicht verschwiegen und schon gar nicht schöngeredet. Ich bezweifle auch, ...

Viele berühmte Autoren waren oder sind süchtig, nach Alkohol, nach Drogen, manche nach beidem. In diesem Büchlein wird das auch gar nicht verschwiegen und schon gar nicht schöngeredet. Ich bezweifle auch, dass Alkoholiker sich dieses Buch zu Gemüte führen. Und ich glaube nicht, dass die Leserschaft auf die Idee kommt, jedes Getränk zu kosten und wenn, dann sicher weder an einem einzigen Tag, noch in einem kurzen Zeitraum.

Mich persönlich fasziniert, welche Zutaten sich immer wieder finden, also wie ähnlich sich die Drinks gern mal sind. Die kleinen Anekdoten rund um die Drinks und Autoren und Autorinnen sind lockerflockig zu lesen und oft richtig spannend. Mir gefällt das so gut, dass ich mich über eine Ausgabe mit modernen, aktuellen Autoren und Autorinnen freuen würde. Die hier zusammengestellten Klassiker kennt man wohl selten wirklich alle, doch die meisten sind schon ein Begriff. Der eine oder andere Titel wird natürlich erwähnt, der aus ihrer Feder stammt.

Aufgefallen ist mir, dass nicht wirklich jedes Rezept bzw. Getränk tatsächlich vom Autor oder der Autorin persönlich als Lieblingsdrink auserkoren wurde. Viele werden ihnen einfach nur mit mehr oder weniger großer Berechtigung zugeschrieben. Es gibt nur bei wenigen Belege für einen tatsächlich existierenden Zusammenhang. Das finde ich ein bisschen schade.

Leider hatte es das Korrektorat wohl etwas eilig. Da haben sich ein paar Fehler eingeschlichen, sowohl in Rechtschreibung und Grammatik, als auch sachliche Fehler. Beispielsweise wird aus einer Orange wie durch Zauberhand eine Zitrone. Man muss, will man die Rezepte nachmixen, ein bisschen aufpassen. Auch benötigt man, will man die Drinks nachmixen, enorm viele weniger übliche Zutaten. Nur so zum Ausprobieren wird das dann recht teuer. Hat man einen Lieblingsdrink gefunden und braucht man die Zutaten dann öfter, relativiert sich das wieder.

Trotzdem bin ich nicht so ganz glücklich mit dem Buch. Die Idee war so großartig, aber die Umsetzung gefällt mir nur so halb. Auch ist die Auswahl der Autoren und Autorinnen nicht ganz so optimal gelungen. Daher leider nur drei Sterne.

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Veröffentlicht am 13.11.2024

Vegetarische Köstlichkeiten mit polnischem Stempel

Frisch aus Polen
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Michal Korkosz hat mich schon mit dem Vorgängerbuch sehr beeindruckt. Diesmal wartet er mit den Kapiteln Roh; Gekocht; Gedämpft; Püriert & Zerdrückt; Confiert; Gebacken & Geröstet; Angebrannt, Gegrillt ...

Michal Korkosz hat mich schon mit dem Vorgängerbuch sehr beeindruckt. Diesmal wartet er mit den Kapiteln Roh; Gekocht; Gedämpft; Püriert & Zerdrückt; Confiert; Gebacken & Geröstet; Angebrannt, Gegrillt und Angebraten; Gebraten & Sautiert; Frittiert; Aromatisiert & Gebräunt; Fermentiert & Eingemacht; Süßes auf. Ein erfrischend anderer Ansatz, als bei den meisten anderen Kochbüchern. Doch noch wichtiger sind hier wie da natürlich die Rezepte.

Die Zutaten sind recht international, aber zum Teil eben auch polnisch. Sie zu bekommen dürfte bei den meisten allerdings kein großes Problem darstellen. Jedes der Kapitel startet mit ein paar Kochinformationen, die insgesamt einen kleinen Kochkurs ergeben. Das finde ich richtig cool und sehr interessant. Auch bei den Rezepten finden sich noch viele persönliche Anmerkungen, allerdings keine Angaben zu den Nährwerten. Ansonsten gibt es natürlich die Zutatenliste und die Anweisung, wie diese miteinander zu verarbeiten sind. Die Fotos sind ansprechend und wirken auch nicht künstlich gestylt, sodass man sich zutraut, das auch hinzubekommen.

Man merkt den Rezepten an, dass Korkosz sie optimiert hat, bis sie in seinen Augen perfekt waren. Zudem sind seine Anweisungen leicht verständlich und ausführlich. Entsprechend lecker ist das Ergebnis beim Nachkochen dann auch. Ein besonderes Highlight für mich ist sein Gulaschbaukasten. Die Gerichte sind abwechslungsreich und ihre Zubereitung nur selten sehr aufwendig. Man muss kein Profi sein, um die Rezepte nacharbeiten zu können. Typisch polnisch sind sie nur zum Teil. Ich finde, sie haben einen sehr internationalen Touch.

Der Schwierigkeitsgrad hält sich in Grenzen. Das eine oder andere Gericht erfordert etwas mehr Können oder ist zeitaufwendiger, aber dennoch kann der durchschnittliche Hobbykoch alles schaffen. Leider finde ich dieses Buch im direkten Vergleich zum Vorgänger etwas schwächer. Hier habe ich den Eindruck, dass unbedingt eine bestimmte Anzahl Rezepte zusammenkommen musste und dadurch dann zu viele zu wenig polnische Rezepte aufgenommen wurden. Es ist ein bisschen schade, denn insgesamt mag ich das Buch wieder sehr. Dennoch diesmal einen Stern weniger, also vier.

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